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Syphilis in der Schwangerschaft

WoöbbLe9s hat die Diskussion gestartet


Ich bin grade etwas ratlos und verzweifelt.

Also: Ich bin verheiratet (seit 8 Jahren!!!) , bin jetzt im 3. Monat schwanger und bei dem allgemeinen Bluttest wurde bei mir eine (alte) Syphiis-Infektion festgestellt.

Meine Frauenärztin scheint mir etwas ratlos, sie wollte "erstmal" auch telefonieren (na, super!). Penicillin scheint das Mittel der Wahl.... wie hoch ist das Risiko für das Baby? Kennt sich da jemand aus? Meine Ärztin steht auf dem Schlauch....

Andere Frage: Mein Mann wurde auch getestet: negativ.

HiV etc auch negativ.

Jetzt mal bitte die Frage: Wo soll ich das denn her haben ??? ? Ich habe WEDER fremd geknuscht noch irgendwie Sex gehabt ohne Gummi oder so.

Das ist völlig absurd.

Ich hatte mal vor 10 Jahren einen viralen Infekt unklarer Genese (geschw. Lymphknoten, Ausschlag) - aber da wäre es doch unwahrscheinlich, dass mein Mann sich über 8 Jahre nicht angesteckt hat?!

Sein Test wurde in meinem Beisein als negativ verlesen.

Fragen:

Woher soll das bitte nach (10!) Jahren kommen?

Besteht ein Risiko für das Baby? (ich kann überall nur lesen, dass man mit Penicillin behandeln kann, aber ich weiß, es (war) eine tödliche Krankheit ----was kann auch das Penicillin auslösen? Ich habe auch gelesen, dass die Behandlung mit Penicillin erfolgt, aber VERHINDERT das die Schäden, die im Netz aufgeführt werden odr können die trotzdem kommen?

Antworten
EQmaxx


wurde bei mir eine (alte) Syphiis-Infektion festgestellt.

Beim Test werden die im Blut vorhandenen Antikörper gemessen. Diese sind auch nach einer Heilung noch jahrelang vorhanden und feststellbar.

Ich hatte mal vor 10 Jahren einen viralen Infekt unklarer Genese (geschw. Lymphknoten, Ausschlag) - aber da wäre es doch unwahrscheinlich, dass mein Mann sich über 8 Jahre nicht angesteckt hat?!

Syphilis ist keine virale sondern eine bakterielle Infektion.

Falls es damals doch Syphilis gewesen war und diese durch Antibiotika geheilt wurde, dann ist es möglich, dass du trotz positivem Befund nicht mehr krank bist und deinen Mann auch nicht anstecken kannst.

pfelz|tier8x6


Ich hörte einmal von folgenden Fall: sie war eine ältere, allein lebende Frau , nachdem sie ihren Mann schon früh verloren hatte.

Sie bekam plötzlich zunehmend neurologische Ausfälle, die die Ärzte ganz lange nicht einordnen konnten. Irgendwann wurde dann bei ihr Syphilis festgestellt. Und auch diese Dame konnte sich zunächst nicht vorstellen, wo sie sich hätte anstecken können.

Bis sie sich erinnerte, dass sie in einem Slip/BH-Fachgeschäft war und dort verschiedene Modelle anprobiert hatte, von denen einige wohl bereits durch einige Hände gewandert waren.

Akleoxnor


Generell würde ich bei Medikamenten in der Schwangerschaft einen Blick bei [[www.embryotox.de]] reinwerfen.

Meine Frauenärztin scheint mir etwas ratlos, sie wollte "erstmal" auch telefonieren (na, super!).

Find ich gut! Manche Ärzte haben Probleme damit einzugestehen wenn sie mal nicht sofort weiter wisssen. Da ist es super wenn sie sich erstmal informiert.

p2elztiderx86


Hier findest du etwas zu Syphilis und Schwangerschaft:

[[http://www.babycenter.com/0_syphilis-during-pregnancy_1427386.bc]]

p5el[ztie&r86


[[http://www.medscape.com/viewarticle/583494_8]]

[[http://www.medscape.com/viewarticle/583494_4]]

Hattest du denn in der Zwischenzeit wegen einer anderen Infektion, z.b. einer Blasenentzündung, eine Antibiotika-Therapie, bei der die Syphilis gleichzeitig hätte therapiert werden können?

pSelz;tie4rx86


Wenn man definitiv sagen kann, dass es sich um eine überstandene Infektion handelt, besteht keinerlei Risiko für das Baby, selbst mit noch nachweisbaren Antikörpern.

cJlaicret


Ich hörte einmal von folgenden Fall: sie war eine ältere, allein lebende Frau , nachdem sie ihren Mann schon früh verloren hatte.

Sie bekam plötzlich zunehmend neurologische Ausfälle, die die Ärzte ganz lange nicht einordnen konnten. Irgendwann wurde dann bei ihr Syphilis festgestellt. Und auch diese Dame konnte sich zunächst nicht vorstellen, wo sie sich hätte anstecken können.

Bis sie sich erinnerte, dass sie in einem Slip/BH-Fachgeschäft war und dort verschiedene Modelle anprobiert hatte, von denen einige wohl bereits durch einige Hände gewandert waren.

Syphilis-Erreger überleben außerhalb des Körpers nicht lange, das klingt doch eher unwahrscheinlich.

Allerdings kann Syphilis sehr lange symptomlos bleiben und in der Latenzphase verharren bevor sie doch irgendwann ausbricht.

@ Wöbbes

Die Infektion kann möglicherweise länger zurückliegen, also vor der Heirat und der Bez. zu deinem Mann stattgefunden haben.

p%elzIti#er8x6


Syphilis-Erreger überleben außerhalb des Körpers nicht lange, das klingt doch eher unwahrscheinlich.

Stimmt. Deswegen muss die Frau sich von einer infizierten Frau angesteckt haben, die kurz zuvor den BH anprobiert hatte. Die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas passiert, ist gering - es nützt aber nichts, wenn man der statistische Ausnahmefall ist.

Suun*fl`oweur_7x3


Syphillis-Ansteckung über einen BH? Mit allem Respekt, das klingt verdächtig nach "Spinne in der Yucca-Palme". Urban legend.

p#elz.tiIer8x6


Ist mir völlig egal, nach was es klingt... ]:D

man kann weder Beweise dafür noch dagegen vorlegen. Und es ging mir eigentlich auch nur darum zu erwähnen, dass die Ansteckung nicht immer offensichtlich und über sexuellen Kontakt erfolgen muss.

Das ist alles.

c2l(aiuret


Stimmt. Deswegen muss die Frau sich von einer infizierten Frau angesteckt haben, die kurz zuvor den BH anprobiert hatte. Die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas passiert, ist gering - es nützt aber nichts, wenn man der statistische Ausnahmefall ist.

Da müsste der BH aber noch warm und feucht von infektiöser Flüssigkeit aus einem Hautgeschwür gewesen sein UND die Frau muss eine Hautverletzung gehabt haben, über die das Bakterium eindringen konnte. Diese Übertragungsmöglichkeit ist einfach an den Haaren herbeigezogen.

man kann weder Beweise dafür noch dagegen vorlegen. Und es ging mir eigentlich auch nur darum zu erwähnen, dass die Ansteckung nicht immer offensichtlich und über sexuellen Kontakt erfolgen muss.

Es muss nicht unbedingt sexueller Kontakt sein, aber schon direkter Hautkontakt zu einer infizierten Person.

Da Syphilis sehr lange latent bleiben kann ist es sehr viel wahrscheinlicher, dass die Infektion auf klassischem Weg stattgefunden hat und nur lange zurückliegt. Durchaus möglich, dass die Frau aus deinem Beispiel von ihrem Mann angesteckt wurde.

Sgunf^lodwer_x73


Schließe mich clairet an. Und "nur mal gesagt haben wollen" ist unsinnig, wenn es einfach nicht den Tatsachen = faktischen Ansteckungswegen entspricht. Und man eben mehr oder wenig Unfug weitergibt.

Hilfreich: [[http://flexikon.doccheck.com/de/Syphilis]]

Und bzgl. der alten Dame:</p>
<p>Da möchte ich mal gaaanz vorsichtig einwerfen, dass man bspw. nicht weiß, was ihr im Krieg passiert ist. Stichwort sexuelle Übergriffe. Mir ist da ein Fall bekannt, wo letztlich eine Vergewaltigung als junges Mädchen, gegen Kriegsende, als potentieller Ansteckungsweg herauskam...

R4heplia


Welcher Test wurde denn durchgeführt?

Bei Borrelien kann der TPHA-Test falsch positiv reagieren.

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