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Abszess im Bauch nach Nabelbruchoperation, Betäubung?

m`rdann%y1like8x9 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich melde mich bei euch, weil ich total verzweifelt bin und eingeschüchtert.

Ich habe mich letzten Dienstag, einer Nabelbruch Operation unterzogen, gestern bin ich ins Krankenhaus, weil ich fande, dass meine Wunde sehr komisch aus sah, dann war es geschehen ....

Ich bin echt kein Weichei, bin muskelös, 25 Jahre alt, männlich.

Assistenzärztin, gab einen Blick drauf, mit der Antwort - "müssen wir aufschneiden"

Ich so gut, mit Narkose, Betäubung, "neh neh, wir machen das so"

Ich so nein, könnt ihr total vergessen, die meinten, ich bräuchte weder Schmerzmittel, noch Betäubung, und gaben mir WIDERWILLIG auf mein 20. fordern -Schmerzmittel.

Sie legten mich am Tropf, genau 30 Sekunden danach, wo nichts wirkt, ging es los.

Sie entfernte wie in der Metzger-Schule, meine Fäden, schnitt den Bauch ca. 4 cm von links nach rechts auf, ohne Narkose, Betäubung oder ähnliches.

Es ging weiter, es kam der Hammer.

Sie legte Wundkompressen drauf, diese Art Tücher dafür, und STECKTE die mit einer langen Pinzette IN MEINEM BAUCH, rührte darum und zog alles mit samt Blut und Eiter wieder raus. Spülte es und drückte das Eiter raus.

Ich habe geschrieen, geheult verkrampft alles. Solche Schmerzen hatte ich in meinen 25 Jahre noch nie gehabt.

Ich fragte immer, was machen Sie jetzt, und jetzt, weil Sie mit komischen Geräten und Werkzeugen ankam

Sie sagte,"ich muss ihnen nicht andauernd sagen was ich hier mache, regen sie mich nicht auf usw"

Immer wieder wure ich aufgefordert, von der Ärztin und der Krankenschwester, "Lassen sie endlich Ihren Kopf unten, ich raste gleich aus, lassen sie ihre Hände still, wollen Sie mich hier verarschen, das kann doch nicht wahr sein".

Ich warte kurz davor, der guten Dame einen Faustschlag zu verpassen ....

Als alles vorbei war, nach einer heftigen Panikattacke von mir, ca. 5l Schweiß verloren und Zitterungen am Körper, bekam ich Beruhigungsmittel.

Mir wurde gesagt, ich solle heute wieder kommen, und das gleiche nochmal, machen lassen.

Meine Frage an euch: Im Ernst? Das kann doch nicht so normal sein .... dass ist eine Art Operation gewesen, im Behandlungszimmmer, sagt mir bitte was anderes, als das das normal sei, und was ich tun kann :°( :°(

Antworten
m8rdaEnYnylikme8x9


Achja, dann rumgewühle im Bauch ging ca 5x ...

E7hemaligeNr NutzKer (#393x910)


die hat halt die alte Naht gespreizt bzw wieder eröffnet. Klar dass das weh tut. Andere Alternative wäre gewesen dich irgendwann heute in Vollnarkose zu operieren.

Aber die weiter Wundbehandlung wäre dann auch wieder ohne Narkose erfolgt. Klar tut das anfangs sehr weh. Aber man kann Dich jetzt nicht für jede Wundspülung, jeden Verbandswechsel in Narkose legen.

Und,ähm, die Wunde sah garantiert nicht erst gestern komisch aus. Du hast also wohl auch etwas lange gewartet. Hat Dein Hausarzt die Wunde seit der OP nicht angeschaut gehabt?

mGrd[ann=ylikex89


Es geht nicht um normale Schmerzen das ist mir ganz klar.

Es geht darum das in meinem bauch da rumgewühlt wurde mit Gegenständen wie Skalpell usw. Und ich erniedrigt wurde bei schreien wie am Spieß

ich war am Freitag beim Hausarzt er meinte es sei etwas gerötet müssen wir Montag nochmal raufgucken. War aber trotzdem gestern dort

E\heEma?ligerS NutVzerB (#W393910x)


Der persönliche Umgang war nicht ok. Ist klar. Mit einem Skalpell wurde da auch sicherlich nicht drin rumgewühlt. Ist aber verständlich dass DU das so empfunden hast.

Mehr wie eine Pinzette und ein scharfer Löffel wurde aber bestimmt nicht verwendet. Dass Du das anders siehst ist logisch.

Mir wurde auch schon eine infizierte Wunde am Oberschenkel auf diese Art eröffnet.

Und ja, man wird wieder Kompressen nehmen und diese mit der Pinzette festhalten um die Wunde auszuwischen.

Und nein, man wird da nix betäuben. Wie auch? Geht garnicht und ein Schmerzmittel vorher bringt da nicht wirklich was. Ich sprech da aus eigener, persönlicher und auch beruflicher Erfahrung.

ich war am Freitag beim Hausarzt er meinte es sei etwas gerötet müssen wir Montag nochmal raufgucken.

Da hätte er schon Blut für die Entzündungswerte abnehmen müssen.

B\igBpangMJxule


der umgangston war nicht okay. allein deshalb würde ich zu einem anderen arzt gehen. ein niedergelassener chirurg kann die weitere wundbehandlung z.b. auch übernehmen.

die wundbehandlung ist allerdings so üblich.

eine abszesswunde wird oft ohne betäubung eröffnet, sofern das ganze ohne großen aufwand, sprich richtiger op, gemacht werden kann.

ich hatte auch mehrere natürlich unangenehme abszessspaltungen. mein arzt war nur so nett mir vorher alles genau zu erklären. bei mir wurde nur eisspra benutzt um die oberflächliche hautschicht zu betäuben, damit der skalpellschnitt nicht so weh tat. tja, der rest war natürlich schmerzhaft, musste aber sein. örtliche betäubungen werden oft nicht gerne gemacht, weil durch das einspritzen könnten die bakterien, die in dem abszess sind noch tiefer ins gewebe gebracht werden und bei einer starken entzündung hilft es ohnehin nur mäßig. deshalb wird oft "kurzer prozess" ohne betäubung gemacht. scharfe löffel sind natürlich übel und das "drin rumwühlen" auch, das musste aber sein um eventuelle eiterverkapselungen innerhalb der wundhöhle aufzubrechen und der ganze mist muss nunmal raus. sonst wirst du die entzündung ja nicht los.

ist aber alles, zumindest für mich, aushaltbar gewesen. ich war zumindest froh, dass der druckschmerz nachher weg war. habe aber eine große abneigung zu scharfen löffeln entwickelt. ;-)

mzrdanny(lixke89


Also. Neue Erkenntnisse. Ich habe mich beim Krankenhaus beschwert. Der Oberarzt rief mich zurück und hat sich entschuldigt mehrere male und meinte es wäre NICHT normal gewesen. Man hätte es betäuben müssen wenn es nicht auszuhalten ist

dann war ich heute in der MHH Hannover.Top behandlung vorsichtig, verständnisvoll. Tat auch weh klar aber nicht so. Die haben mir aber verschiedenene Methoden angeboten von lachgas bis narkose

k,ali=na24


also ich finde die menschliche Vorgehensweise unter aller Sau :(v , über die medizinische kann ich mich nicht äußern, habe keine Erfahrung damit. Eines wird aber deutlich, auch da, hätte man Dir vorher alles erklären können und nicht rummetzgern wie in den guten alten Zeiten. So geht das gar nicht! Du bist ja nicht nur ein Stück Fleisch. Du hast ja gesehen, dass es auch anders geht. Man muss sich nicht alles gefallen lassen! :)=

Eahemaliger pNutzer (v#39391x0)


Den Abszeß betäuben DARF man Nicht. Man darf da nicht einfach mal mit einer örtlichen Betäubung reinstechen.

Man hätte DICH betäuben dürfen mit einem Kurznarkotikum. Aber man hätte definitiv KEINE örtliche Betäubung in den Bauch stechen dürfen.

Aber wennst jetzt woanders warst, passts ja.

B!igB-angJxule


ist ja gut, dass du nun woanders warst und deine beschwerde war sicher auch gerechtfertigt. die menschliche behandlung war nicht okay.

eine örtliche betäubung wird da nicht gemacht, wenn der abszess gespalten werden soll. wie ich schon schrieb können so bakterien noch tiefer ins gewebe wandern und die lokale betäubung wirkt ohnehin nicht bei starken entzündungen. das die da nicht bei jeder abszessspaltung gleich eine kurznarkose machen ist verständlich. "augen zu und durch" ist da einfacher, aber nicht jeder hält sowas aus. und ja, da hätten sie dir dann schon was geben müssen, weil du darauf bestanden hast.

mhrdaSnny]likex89


Kleines Update und eine Frage.

Die Ärztin hat mir heute auf die Mailbox gesprochen und sich entschuldigt, bei ihr hat sich privat viel angestaut das war der Grund warum sie so grantig zu mir war. normalerweise lässt sie sowas nicht an patienten aus :-o :-o :-o >:( >:( >:(

Frage:

Ich sollte morgen wieder zur Spülung, jetzt ist mir aber aufgefallen das durch 6 Wundkompressen dieses Sekret drückt, ist das eher gut, oder eher beunruhigend?

BVigB%angJuglxe


naja, dass es "suppt" ist für eine abszesswunde normal. das zeug soll raus.

der verband sollte natürlich nicht durchnässt sein. dann lieber eher neu verbinden. blöd, dass dir das erst so spät am tag aufgefallen ist und nicht eher. so spät könntest du nur in eine klinik zum verbandswechsel gehen oder du verbindest selbst mit sterilen kompressen neu oder du wartest, bis morgen ists ja auch nicht mehr lang hin. da kann ich dir grad nicht wirklich was raten, denn ich weiß ja nicht wie es wirklich aussieht/sich anfühlt.

wann wurde denn der verband zuletzt gewechselt? wurde auch eine tamponade gelegt?

E_hemaliQgerb Nutzer -(#3x93910)


Auf keinen Fall den Verband selbst wechseln wenn nicht ALLES dafür zu Hause vorrätig ist. Dann lieber einfach was saugfähiges oben draufpacken und festkleben. Fertig.

Warscheinlich suppt da einfach noch Spülflüssigkeit mit durch.

mDrda-nny^likex89


Guten Abend, also ich war gestern gegen Nachmittag in der MHH.

Eine Tamponade wurde nicht eingelegt, sondern ein Zitat; Engelshaar. darüber mehrere Kompressionstücher

BWigBan,gJu'le


ein "engelshaar" ist eine alginat tamponade. das ist gut, das das drin ist. bildet in kontakt mit wundsekret ein gel aus. das kann also zusätzlich dazu führen, dass es zusätzlich feuchter aussieht. in diesem fall, bin ich auch trotz vllt. vorhandenen verbandsmaterialien GEGEN einen wechsel von dir selbst! morgen wirds ja fachmennisch gemacht.

devil hat da recht, mach einfach was oben drüber, falls es so schlimm durchgesuppt ist.

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