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Malariaprophylaxe und Kinderwunsch

S(tamtus~QCuoVadxis hat die Diskussion gestartet


Hallo Med1'ler,

heute kann ich mich tatsächlich mal mit einer medizinischen Frage an's Forum wenden (nicht, dass ich mich darüber freuen würde..... {:( ).

Mein Mann und ich würden gerne dieses Jahr nochmal eine Fernreise machen, und in dem Land, was wir uns ausgesucht haben Namibia,, herrscht in manchen Gegenden Malaria-Gefahr.

Nun ist es so, dass wir den Urlaub eigentlich nutzen wollten, um in die Familiengründung einzusteigen.

Dazu 2 Fragen:

Hat hier jemand Erfahrungen, wie das mit den Medikamenten zur Malaria-Prophylaxe und einem Kinderwunsch aussieht? Geht das überhaupt zusammen? Von manchen Mitteln liest man, dass man danach bis zu 3 Monaten tunlichst nicht schwanger werden soll (zB Lariam), über Malarone habe ich sehr widersprüchliche Aussagen gefunden, von ebenfalls mehrere Monate nicht schwanger werden bis zu, prinzipiell keine Gefahr und das Medikament kann auch von bereits schwangeren Frauen eingenommen werden.

Frage 2:

Wie wirksam ist so eine medikamentöse Prophylaxe überhaupt (bei korrekter Durchführung...)?

Mich hat es schon etwas erschrocken zu lesen, dass die Malaria auch noch Monate bis Jahre nach dem Aufenthalt ausbrechen kann. Wenn ich mir vorstelle, dass ich dann gerade schwanger bin (die Behandlungsmöglichkeiten sind dann eben auch nur noch sehr eingeschränkt) {:(


Geplant wäre ein Aufenthalt von etwa 15 Tagen, davon 4-5 Tagen in Gebiet mit hohem Malariarisiko, in den restlichen Gegenden der Rundreise ist die Gefahr eher gering.


Ich werde mich natürlich auch noch bei einem Tropenmediziner beraten lassen, aber ehrlich gesagt glaube ich, dass die schon allein zur eigenen Absicherung eher sagen werden, 3 Monate danach nicht und fertig.

Wenn es wirklich so ist, überlege ich mir nämlich ernsthaft, das Reiseziel nochmal zu überdenken.....

obwohl...passieren kann ja überall was..... %-| ":/

Danke *:)

Antworten
B:en,itaBx.


Als ich schwanger war, durfte ich keinerlei Malariamittel nehmen. War aber ebenfalls in einem Gebiet, wo Malaria herrschte.

Ich habe eben ganz viel geschmiert, dass mich erst gar keine Mücke stechen konnte. Für die 5 Tage würde ich Dir zu solcher Maßnahme raten. Die Mücken sind tagsüber eh kaum unterwegs sondern bevorzugen die Dämmerung und die Nacht. So meine Erfahrung.

Und willst Du überhaupt abends in der Dämmerung durch die Gegend streifen??

Moskitonetze sollten dort auch im Hotel vorhanden sein. Wenn nicht, wird die Gefahr wohl auch nicht sooo groß sein.

Meine afrikanische Zeit + Schwangerschaft ist längst Geschichte. Ich war vor 2 Jahren am Amazonas, 2 Tage, da habe ich auch geschmiert wie ein Weltmeister. Keinerlei Stiche. Keine Prophylaxe.

Die Nebenwirkungen von Malariamitteln zur Prophylaxe sind echt der Hammer. Davor hatte ich mehr Angst als vor den Viechern selbst.

A9men9ta9


Ich kann BeninaB nur zustimmen.

Ich war ebenfalls in Namibia, Boswana und auch mitten am Amazonas und habe nie eine Malariaprophylaxe gemacht. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch keinen Kinderwunsch, aber mich haben auch die Nebenwirkungen komplett abgeschreckt. Ich hatte da auch größere Angst, als vor den Mücken selbst.

Angeblich soll helle Kleidung Mücken abschrecken, da kann ich aber nichts genaueres sagen.

Ansonsten wirklich viel Eincremen (Antibrumm ist gut, wichtig ist ein hoher DEET Faktor, es gibt auch sehr gute Mittel vor Ort) und lange Kleidung am Abend tragen. Im Zweifel ein eigenes Moskitonetz mitnehmen, welches ihr vor Ort aufhängt, so hatten wir es immer gemacht. Ich denke, dass ist mehr Schutz. Zudem seid ihr ja auch nicht lange im Malariagebiet - bei ein paar Wochen würde ich es vielleicht anders sehen. Außerdem kommt es ja auch drauf an, welche Reisezeit ihr nehmt. Wenn ihr zur Trockenzeit da seid oder davor, gibt es eh weniger Mücken, da sie weniger Raum haben. Damit ist das Risiko auch geringer.

Eine letzte Entscheidung kann dir aber niemand abnehmen, es ist ja dein Risiko o:) Aber ich hätte wie gesagt mehr Bedenken wegen der Prophylaxe. Das möchte ich meinem Körper nicht einfach so antun.

AomeKntxa9


In welche Region wollt ihr denn, wo hohes Risiko ist? Und um welche Reisezeit?

S?tatudsQuxoVadis


Hallo, vielen Dank für Eure Beiträge, freut mich sehr, dass es hier tatsächlich Leute gibt, die Erfahrung mit dem Thema haben :-)

Ok, ich hatte auch direkt ein sehr schlechtes Gefühl, als ich davon gelesen hatte, dass medikamentöse Prophylaxe empfohlen wird. Aber ich bin halt auch eher ein Typ, der nur Medikamente nimmt, wenn es absolut unumgänglich ist. Ob ich das Risiko tragen möchte, da ohne Prophylaxe hinzufahren, muss ich mir wohl dann überlegen :-(

Wenn es nur um mich ginge, wäre es eher tragbar. Dann lässt man sich schlimmstenfalls behandeln. Aber wenn ich mir halt vorstelle, es läuft ganz ganz blöd, und die Krankheit bricht dann hier aus, wenn ich schon schwanger bin {:( %:|..die Wahrscheinlichkeit ist wohl sehr gering, aber möglich wäre es....

In welche Region wollt ihr denn, wo hohes Risiko ist? Und um welche Reisezeit?

In den Etosha-Nationalpark (über Otjiwarongo und Outjo), und der Reisezeitraum wäre etwa Mitte Mai....

Der Tipp mit dem eigenen Mückennetz ist auch super, sicher ist sicher.

Mhhh... :-/. Alternative wäre, Etoscha rauszulassen und nur in den Süden zu reisen. Aber das Risiko ist auch dort wahrscheinlich gegeben, wenn auch nur gering. Also muss ich mir das grundsätzlich nochmal überlegen :-(

A)mennta9


Das kann dir natürlich immer passieren, dass du schwanger bist und eine Krankheit bekommst. Ich persönlich glaube aber nicht, dass man sich gegen alles absichern kann. Wenn du einige Vorsorge triffst, hält sich das Risiko sicher klein.

Im Mai ist Ende der Regenzeit, da kann es schon mal vorkommen, dass es ein paar Mücken gibt. Wie ist es, wenn ihr noch 3-4 Wochen später fahrt?

Ich war selbst in der Gegend, die du beschreibst, allerdings erst im November, da war alles ausgetrocknet ;-D

Aber ich war zur Regenzeit am Amazonas und kam mit der Mückenprophylaxe super zurecht. Du bist ja nur kurze Zeit da.

A5mecntax9


Wenn du schon in Namibia bist, solltest du den Etosha auf jeden Fall mitnehmen ;-)

BFen<itaxB.


Ich war damals ischwanger in SA und war im Krügernationalpark. Noch mal. Tagsüber waren da keine Mücken. Und mit Eincremen hat da auch nix gestochen.

Na ja, Einen Mückenstich dort merkt man, weil das Immunsystem auch nicht mit den Mücke dort vertraut ist. Wenn Du Dich einschmierst, kriegst Du keinen.

Würdest Du, aus welchen Gründen auch immer, trotzdem einen Mückenstich haben, heißt das noch lange nicht, dass das Tierchen da was überträgt. Nicht jede Mücke spuckt einen krank.

Alles, was nach einer Tropenreise mit Symptomen wie hohem Fieber auftreten würde, würde ich dem Arzt auch als solches verkaufen, damit man gleich über ein Tropeninstitut nachdenkt.

Aber die Wahrscheinlichkeit ist wirklich gering.

Zur Vorbeugung kann man auch Ledum D 30 täglich im gefährdeten Gebiet einnehmen, sich zusätzlich ch noch mit Kokosöl einreiben, mögen die Viecher auch nicht riechen.

Ich hatte eher Probleme mit Sandflöhen. Einmal unbedeckt durchs Gras laufen, macht tagelange Kratzarien. Beulenpest ist nichts dagegen. Die Viecher störten sich auch nicht an Antibrumm.

SjtatuslQuoVxadis


Vielen Dank Euch nochmal @:)

Ich finde, dass Ihr Beide sehr mutig seid, Respekt :)^

@ Benita

Kokosöl! Genial :-)

Ich hatte auch schonmal gelesen, dass das gegen Zecken und andere Insekten helfen soll...

Ich war damals ischwanger in SA und war im Krügernationalpark. Noch mal. Tagsüber waren da keine Mücken. Und mit Eincremen hat da auch nix gestochen.

Okay, das liest sich auf jeden Fall sehr beruhigend :-)

Abends wollten wir nicht unterwegs sein...

@ Amenta

Das kann dir natürlich immer passieren, dass du schwanger bist und eine Krankheit bekommst. Ich persönlich glaube aber nicht, dass man sich gegen alles absichern kann. Wenn du einige Vorsorge triffst, hält sich das Risiko sicher klein.

Ja, ich weiß... :-(

Absolute Sicherheit gibt es eh nicht. Normalerweise bin ich da auch nicht so extrem ängstlich.

Glaube bei der Malariasache ist der Punkt, dass ich mich da bewusst einem (wenn vielleicht auch geringem) vermeidbaren Risiko aussetze, und deshalb eben auch vollverantwortlich vorher die Entscheidung dazu treffen muss.

Bei Sachen, die ich nicht beeinflussen kann, habe ich im Normalfall auch eher eine fatalistische Einstellung...kommt, wie es kommt.

Im Mai ist Ende der Regenzeit, da kann es schon mal vorkommen, dass es ein paar Mücken gibt. Wie ist es, wenn ihr noch 3-4 Wochen später fahrt?

Klingt vielleicht blöd, aber ich habe meinen KiWu schon ewig verschoben. Eigentlich hätte es Mitte 2016 losgehen sollen. Zwischenzeitlich ist das so stark geworden, dass ich die Idee, jetzt noch weitere 4 Wochen länger zu warten echt blöd finde, auch wenn es rational betrachtet natürlich Unsinn ist...ob nun 4 Wochen eher oder später...

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