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Wann ist derSpeichel eines tollwutinfizierten Hundes virushaltig

mfartiWn22i3x3 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

undzwar hat mich vor ca. 4 Wochen ein Hund im Türkeiurlaub gebissen.

Heute war ich bezüglich einer PEP-Impfung im Krankenhaus.

Kurz vor der Impfung, habe ich dem Arzt gesagt, dass der Hund noch lebt. Daraufhin meinte der Arzt, dass der Hund kein Tollwut hat, da er ansonsten nach 10 Tagen bereits tot sein müsste und hat mir die Impfung verwehrt.

Nun habe ich jedoch folgende Quelle bezüglich der Aussage des Arztes gefunden:

"Bei Hunden und Katzen sowie bei Wildtieren ist der Speichel 10-14 Tage vor deren Tod bzw. 3-4 Tage vor Auftreten erster Symptome virushaltig. Bleibt das tollwutverdächtige Tier unter amtlicher Aufsicht 10-14 Tage Tage am Leben, ohne entsprechende Symptome zu zeigen, so kann eine Tollwutübertragung weitestgehend ausgeschlossen werden. Es wird allerdings in Endemiegebieten immer wieder von Fällen berichtet, in denen sich ein scheinbar gesunder Hund als chronischer Virusträger und gleichzeitig Überträger der Erkrankung erwies."

Quelle: Kompendium der praktischen Medizin, herausgegeben von B. König,D. Reinhardt,H.-P.

[[https://books.google.de/books?id=1qUlBg]] ... ig&f=false

Mir macht folgender Satz sorgen:

"Es wird allerdings in Endemiegebieten immer wieder von Fällen berichtet, in denen sich ein scheinbar gesunder Hund als chronischer Virusträger und gleichzeitig Überträger der Erkrankung erwies."

Bedeutet es also, dass es tollwutinfizierte Hunde gibt, die auch nach 10-14 Tagen noch leben und diese Krankheit verbreiten könnten?

Ich habe Schmerzen an der rechten Hand und Unterarm (wurde am rechten Daumen vom Hund gebissen). Daher mache ich mir große Sorgen, dass ich trotz der "10-Tage-Frist" tollwutinfiziert sein könnte.

Antworten
m)artijn223x3


Die richtige Quelle zum Zitat*

[[https://books.google.de/books?id=1qUlBgAAQBAJ&pg=PA686&lpg=PA686&dq=speichel+10+tage+vor+symptome+virushaltig&source=bl&ots=Ni9JtHgBQ3&sig=jGZ8x6dkxmjJCLtJ_Dz_C6i6kQk&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwix1uC9gd3WAhWBKsAKHYfPAUEQ6AEIJzAA#v=onepage&q=speichel%2010%20tage%20vor%20symptome%20virushaltig&f=false]]

EGleOonorxa


Hey Martin,

Ich habe leider keinen blassen Schimmer von Tollwut, kann dich aber insofern beruhigen das die von dir beschriebenen Schmerzen bei einer solchen Verletzung in Nähe des Daumens nicht ungewöhnlich sind.

Warum wurdest du gebissen bzw. was war es für eine Situation?

Wem gehört der Hund? Woher weißt du das er noch lebt? Und warum weißt du dann nicht ob er evt. Symptome zeigt oder kannst erbitten den Hund testen zu lassen?

Bist du untersucht worden? Hast du schon mit deinem Hausarzt gesprochen?

EBle3onoxra


Wie bist du nach/seit dem Biss behandelt worden?

m{ar\tin22x33


Ich habe versucht dem Hund ein Stück Fett/Fleisch wegzunehmen, was wohl nach dem Opferfest in der Türkei tagelang am Boden lag, da es für ihn ungesund sein könnte. Daraufhin hat er mich gebissen.

Der Hund wurde von meinem Opa in seinem Stall aufgenommen. Am Samstag hat er am Telefon gesagt, dass er noch lebt und gesund ist.

Ich war bei 3 Hausärzten + im Krankenhaus:

1. Hausarzt hat ohne Untersuchung mir von einer PEP-Impfung abgeraten, da es ein "normales Verhalten des Hundes war" und mir eine Tetanus-Impfung gegeben. Auf mein Drängen hin hat sie gemeint, dass sie die PEP-Impfung abklären muss. Erst eine Woche später habe ich eine Rückmeldung erhalten. "Es sei nicht nötig". Trotzdem habe ich eine PEP-Impfung gefordert. Daraufhin habe ich eine Überweisung zum Krankenhaus erhalten.

2. und 3. Hausarzt habe ich besucht, da ich bis zu diesem Zeitraum vom 1. Hausarzt noch keine Rückmeldung erhalten hatte:

2. Hausarzt hat zugegeben, dass er keine Ahnung über Trollwut besitzt, da er bisher nie so ein Fall hatte.

3. Hausarzt hat 1. Hausarzt angerufen und mich zu Ihr geschickt. (am selben Tag bekam ich vom 1. Hausarzt ne Rückmeldung und die Überweisung)

Im Krankenhaus wurde ebenso nicht untersucht und mir nachdem ich gesagt habe, dass der Hund noch lebt, keine Impfung gegeben mit der Begründung, dass der Hund bereits 10 Tage nach dem Biss bereits tot sein müsste.

Und eine Untersuchung beim Hund und Mensch auf Tollwut ist - soweit ich weiß - erst bei Ausbruch der Symptome möglich. Wenn es also bereits zu spät ist.

m;aYr~tin&223x3


Nach dem Biss hat mein Daumen geblutet. Ich habe es mit Seife gewaschen. Am selben Tag jedoch mit Jod desinfiziert. Am darauffolgenden Tag ebenfalls. Zuhause, nicht beim Arzt.

mgartinx2233


Mir war das Infektionsrisiko bzw. das Krankheitsbild von Tollwut schlichtweg nicht bekannt. Deshalb habe ich auch nicht sofort in der Türkei darauf reagiert. Erst in Deutschland habe ich mich damit auseinandergesetzt.

Ich hoffe, dass der Arzt recht hat damit, dass der Hund bereits 10 Tage nach dem Biss tot sein müsste.

Mir macht jedoch meine oben angegebene Quelle bezüglich der "Endemiegebiete" sorgen. Da steht doch, dass es trollwutinfizierte Hunde gibt, die eben nicht nach 10-14 Tagen an Tollwut sterben. Oder habe ich den Satz falsch interpretiert?

mqargtin}223K3


Beim Hund handelt es sich - wie üblich in der Türkei - um einen Streuner, der von meinem Opa aufgenommen wurde.

TqatjUana'6472


Mir macht jedoch meine oben angegebene Quelle bezüglich der "Endemiegebiete" sorgen. Da steht doch, dass es trollwutinfizierte Hunde gibt, die eben nicht nach 10-14 Tagen an Tollwut sterben. Oder habe ich den Satz falsch interpretiert?

Ja weil die Inkubationszeit länger ist. Der Speichel ist aber erst infektiös wenn die Tollwut ausgebrochen ist, bzw. kurz davor.

m_artin2x233


Vielen Dank, dann brauche ich mir ja keine Sorgen zu machen.

"Der Speichel kann beim Hund schon fünf bis zehn Tage vor dem Auftreten der ersten Krankheitssymptome virushaltig sein.

Die Krankheit dauert nach Einsetzen der ersten klinischen Symptome ein bis sieben Tage, ehe sie zum Tod führt."

[[http://dogs-magazin.de/gesundheit/diagnose/krankheit-symptome-und-impfung-10-fragen-zur-tollwut/2/]]

Unabhängig von der Inkubationszeit, müsste der Hund in meinem Fall also nach dem Biss in maximal 17 Tagen gestorben sein. Da jedoch ca. 4 Wochen vergangen sind und der Hund noch lebt, leidet er nicht an Tollwut und ich habe mich nicht infiziert.

Ich hatte den Satz so verstanden, dass der Hund auch nach der Inkubationszeit und trotz der Viren im Blut ohne Probleme weiterlebt.

T5atja!nax6472


Ums nochmal deutlich zu machen: Der Hund hat noch keine Symptome, trägt die Tollwut aber schon lange Zeit in sich. Einige Tage bevor die ersten Symptome sich zeigen wird der Speichel infektiös. Man merkt es dem Tier nicht an, aber er hat unter Umständen jemanden infiziert.

Bei dir ist das aber schon 4 Wochen her. Der Hund müsste schon lange tot sein.

m,artLi;n2.2x33


Den letzten Kontakt zum Hund hatte ich vor ca. 21 Tagen. Auch wenn der Speichel irgendwie am letzten Tag in mein Körper gelangt sein sollte, z.B. durch Lecken einer Wunde, besteht keine Gefahr bestehen, oder?

TcatjUan:a6472


Jetzt wird es ein bisschen unrealistisch oder?

mtusic|usr_65


martin2233 hat hierzu einen zweiten Faden eröffnet. Weitere Beiträge bitte nur [[http://www.med1.de/Forum/Infektionen/745254/ dort.]]

Dieser Faden hier wird in Kürze geschlossen (bleibt aber bestehen).

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