» »

Borreliose Ja oder Nein

K0rähetnfxell hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Leute *:)

ich bin männlich, 58 Jahre, und vor ca. 15 Jahren bin ich mit einer Untertassengroßen Wanderröte zum Arzt, der unerfahren, erkannte Zeckenbiss, aber Diagnose erst nach 6 Wochen durch Antikörperbildung möglich, gab mir Salbe. Auf Wiedersehen !

Wanderröte war irgendwann weg, plötzlich nach ca. 9 Monaten nachts mit fürchterlichen Schmerzen in den Füßen aufgewacht. Wieder hin zum Arzt, erzählt mir 30 min. etwas übers falsche Schuhwerk. Er kennt Borreliose-Erkrankte, ich bin keiner. Arzt gewechselt, Laboruntersuchung, Borreliose im 3. Stadium, frisch aber auch schon überstanden, irgendwie nicht eindeutig, 3 Wochen Doxicyclin. Beschwerden wurden anders, besonders nachts, ich konnte nicht schlafen, inneres Beben, Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen, Schwitzen, zum Neurologen, Lumbalpunktion, EEG, Befunde unauffällig.

Auf Wiedersehen!

Alles psychosomatisch, komme nicht weiter. Bin beim privaten Spezialisten in Bonn, LTT-Test hochpathologisch, empfiehlt 3 Monate Ceftriaxon, Krankenkasse empfiehlt die Behandlung, reicht dem Arzt nicht, verschreibt mir kein Rezept, sein Budget !!!!!, bezahle selbst 3.000 €, später nach langem Ringen bekomme ich es dann doch zurück. Beschwerden bleiben.

Borreliosezentrum in Bayern, Dunkelfeldmikroskopie, Erreger erkennbar, Cluster u.ä., Naturheilmittel Allicin und andere Sachen die Stärken und das Blutbild wieder in Schwung bringen sollen, 4 x im Jahr, Kosten pro Besuch ca. 500 € inkl. Fahrt und Hotel, 2000 € im Jahr, 5 Jahre macht 10.000 €. Der letzte Besuch liegt nun aber schon 3 Jahre zurück, es wurde nicht eindeutig besser aber auch nicht schlechter.

Momentan Rückenschmerzen entlang der Wirbelsäule, fühlt sich an wie muskuläre Verspannungen, Krankheitsgefühl bei Ruhe insbesondere nachts, schlafe nie länger als 5 Stunden, Brennen im Schienbeinbereich, Gliedmaßen schlafen sehr schnell ein, Kopfschmerzen, Magen-Darmbeschwerden, Krankheitsgefühl, grippeähnlich, wünsche mir mal Fieber, bekomme ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr, ich habe das Gefühl der Körper kämpft gegen etwas an, spürbar als inneres Zittern, permanente Erschöpfung, ein Kampf gegen Windmühlen. Geh wieder zum Hausarzt, alle Blutbilder in Ordnung, Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse alles ok, nie Gelenkschmerzen, aktuelle Borrelien Serologie IgG 10,41, IgM 7,71, Antikörper gegen Borrelien nicht nachweisbar, also alles in Ordnung, da gibt es wohl ein Pilz, aber nichts Gravierendes, nicht behandlungswürdig.

Auf Wiedersehen.

Ich weiß einfach nicht was ich von alledem halten soll, hänge irgendwie in der Luft, ich will keine Borreliose, mir geht es irgenwie auch nicht schlechter als vor 15 Jahren, aber mir geht es auch nicht gut, ich gehe zum Arzt weil ich Beschwerden habe und nicht weil ich Borreliose so geil finde, wenn nicht Borreliose was dann, oder doch Borreliose ? Kennt ihr ähnliche Verläufe oder Krankheitsbilder, ich weiß ihr seid keine Ärzte, aber ihr könntet mir mit euren Erfahrungen weiterhelfen.

Wem kann ich glauben, den Spezialisten und ihre besonderen Diagnostikverfahren oder den mittlerweile 4 Hausärzten,

die allesamt felsenfest davon überzeugt sind, dass ich keine Borreliose habe.

Wenn ihr was dazu sagen könnt oder wollt, bitteschön, ich würde mich sehr freuen.

LG Uwe

Antworten
MDaeraxd


Er hat Dich trotz Wanderröte weggeschickt? :-o

Eine Wanderröte IST eine Diagnose, denn sie tritt nur bei Borreliose auf. Sie tritt zwar nur bei etwa 50% aller Borrelioseinfektionen auf, aber wenn eine Wanderröte da ist, dann brauch man keine weitere Diagnostik.

Da hat der este Arzt aber schon gewaltig Mist gebaut. :-/

Du wurdest ja dann behandelt, es kann natürlich sein, dass das ganze chronifiziert ist oder eben auch Teile der Gelenke so angegriffen hat, dass Du eben noch Probleme hast, obwohl kein Titer mehr nachweisbar ist. In seltenen Fällen können Borrelien auch ins Nervenwasser eindringen und eine Neuroborreliose verursachen. Ich mag Dir damit keine Angst machen, aber auch daran sollte man denken, dann sind sie evtl. im Blut nicht mehr nachweisbar (sprich der Körper bildet aktuell keine Antikörper mehr)

Sprich zur Vorsicht mal mit einem Neurologen, ob man da evtl. einen Nachweis im Liquor anstreben kann. (falls das möglich ist - meine Kollegen aus der Mikrobiologie sehe ich erst morgen wieder, die kann ich da nochmal fragen)

K=rähen'felxl


Vielen dank für deine schnelle Antwort,

ja daran habe ich auch schon gedacht, der Nachweis im Liquor ist nur mittels einer Punktion machbar, denke ich,

bei der letzten Punktion hatte ich 3 Tage lang einen steifen Nacken, konnte meinen Kopf vor Schmerzen nicht bewegen,

deswegen kämpfe ich noch mit mir. Aber auch bei positivem Befund, wäre ich nach 3 Monaten Ceftriaxon, intravenös nicht bereits austherapiert ?

M7aepraxd


Das ist nicht immer gesagt.

Bei einer Bekannten von mir wurde eine alte Borreliose festgestellt, sie brach aus aufgrund eines neuen Zeckenbisses, die Antikörper waren aber "alte", also Langzeitantikörper.

Sie hat insgesamt auch immer wieder neu AB verschrieben bekommen, weil immer noch was da war. Sie war fast ein halbes Jahr zugange damit. Ob heute alles weg ist weiß ich gerade nicht, ich kann sie mal fragen dazu. Sie hat allerdings Tabletten genommen, sie wurde nicht i.v. behandelt.

Wurde denn bei Dir die Punktion auch aufgrund der Borreliose gemacht? Und ja, die sollen wirklich schmerzhaft sein und ein ekeligen Gefühl, wen der Liquor entnommen wird, das berichten viele. Ich bin bisher zum Glück davon verschont geblieben.

KQrähenfxell


Ja wegen des Borrelioseverdachts. Eine Punktion ist nie angenehm, aber ich hatte das Pech, dass der Arzt zweimal stechen musste, weil er beim ersten Mal nicht getroffen hatte, er hat einen Nerv erwischt, da habe ich mir mit dem rechten Fuß fast das linke Ohr weggehauen, ein kapitaler Reflex, deswegen wohl auch die gravierenden Beschwerden danach, war nicht lustig.

M=aer=a)d


Autsch... :-( Das kann ich verstehen, dass Du da nicht unbedingt nochmal Lust drauf hast. :)_

EdmQaxx


Hallo Krähenfell,

deine Borreliose scheint nun in einem Stadium zu sein, wo die Heilung mit Antibiotika sehr schwierig ist. Dafür gibt es eine alternative Behandlungsmöglichkeit mit Ganzkörper-Hyperthermie. Diese Heilungsmethode wird von Dr. Siebenhüner in Frankfurt (Main) angeboten. Näheres dazu findest du auf dessen Webseite. Die Kosten werden von keiner Krankenkasse übernommen. Du kannst ja dort einmal anrufen und fragen, was die Behandlung kostet.

Ich habe in den vergangenen 2 Wochen in dieser Praxis eine Prostata-Hyperthermie zur Krebsbehandlung machen lassen. Die Art und Weise der Behandlung, die ich dort erfahren habe, empfand ich sehr professionell und zugleich sehr patientenfreundlich, einfach optimal.

Mit freundlichen Grüßen

Emax

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Infektionen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

EBV und Pfeiffer'sches Drüsen­fieber · HIV und Aids · HP-Viren und Feigwarzen · Blasenentzündung · Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH