» »

Probleme mit den Mandeln und dem Immunsystem

i:gqnor9amax93 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

seit einiger Zeit habe ich Probleme mit meinen Mandeln:

2015 fing es mit Mandelsteinen an, die mit der Zeit immer größer und immer häufiger wurden. Vor allem in den letzten 1 - 2 Jahren nahm das extrem zu. Mittlerweile finde ich fast jede Woche einen Mandelstein mit ca. 5mm Durchmesser. Dass die auch noch sehr unangenehm riechen, muss ich wohl nicht erwähnen. Ich gurgel auch schon lange morgens und abends nach dem Zähneputzen mit Mundspülung. Scheint nicht zu helfen.

Dass meine Mandeln sehr zerklüftet sind, fiel mir auch irgendwann auf. Wann genau weiß ich nicht, aber 2016 war ich das erste mal bei einem HNO, der mir das auch bestätigte. Meinem Gefühl nach sind sie mittlerweile sogar noch mehr zerklüftet und die Furchen tiefer geworden, sodass es mich kaum wundert, dass ich immer größere Mandelsteine finde.

Zudem wache ich seit wenigen Jahren häufig schweißgebadet auf, sodass ich mein T-Shirt wechseln muss. Zwar nicht jede Nacht, aber durchaus mehrmals die Woche.

Außerdem habe ich in den letzten Jahren alle paar Monate Halsentzündungen. Dabei habe ich leichte Halsschmerzen und einen geröteten Rachen (inklusive Mandeln). Und ich habe das Gefühl, dass ich allgemein empfindlicher auf Viren reagiere und mich häufiger anstecke. Auf jeden Fall war ich früher sehr selten krank und hatte auch nur sehr selten Halsschmerzen.

Richtige eitrige Mandelentzündungen habe ich allerdings überhaupt nicht regelmäßig. Ich hatte nur eine richtig schlimme im November 2014, die relativ spät therapiert wurde, aber nach der Gabe von Antibiotikum sehr schnell besser wurde. Meinem Gefühl nach fing damit die Zerklüftung der Mandeln an.

2015 und 2016 hatte ich auch jeweils einmal im Jahr eine schlimmere Entzündung (wo ich zum Teil auch Eiter auf den Mandeln vermutete), diese sind jedoch ohne Arztbesuch abgeklungen.

Ansonsten hatte ich nur als Kind (ich bin 24) gelegentlich eitrige Mandelentzündungen.

Ein weiteres Symptom, das mich seit wenigen Jahren plagt, ist ein dauerhaft verschleimter Hals. Ich habe ständig Schleim im Hals, den Drang ihn herunterzuschlucken und das Gefühl ihn nicht loszuwerden. Manchmal hatte ich Phasen von wenigen Wochen, wo das weg war, aber eigentlich ist der Schleim mein täglicher Begleiter.

Ich war mittlerweile bei zwei verschiedenen HNOs, die mir leider beide nicht wirklich helfen konnten. Der eine gab mit Tonsipret, was ich eine Zeitlang regelmäßig einnahm, aber nachdem ich keine Wirkung feststellen konnte, wieder damit aufhörte. Der zweite HNO schickte mich sozusagen mit den Worten "Da kann man nichts machen." nach Hause. Beide waren sich einig, dass eine Mandeloperation überzogen und unnötig wäre, da ich ja quasi "nur" Mandelsteine habe und keine häufigen eitrigen Mandelentzündungen habe. Der einzige Grund für eine OP wären vielleicht ein sehr starker Leidensdruck aufgrund der Mandelsteine.

Was mich am meisten stört, ist, dass ich all die Symptome früher nie hatte. Häufigen Nachtschweiß kannte ich nicht, Mandelsteine habe ich vielleicht einmal im Jahr zufällig gefunden (winzig kleine) und ich war superselten krank.

Ansonsten hat sich mein Leben gesundheitstechnisch eher verbessert als verschlechtert. Daher fällt mir auch kein anderer Grund für die ganzen Veränderungen ein.

Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht?

Gibt es vielleicht noch etwas, das ich tun kann? Oder wäre eine Mandel-OP evtl. sogar sinnvoll?

Vielen Dank schon mal

ignorama93

Antworten
ENlvinxa


Hallo!

Ich hatte ähnliche Symptome wie du. Dauerhaft zerklüftete Mandeln und das ganze Jahr lang Mandelsteine. Das hat einerseits zu schlimmen Mundgeruch geführt, andererseits war ich im Winter wirklich ständig krank und mit ständig meine ich alle 5-6 Wochen. Zum Schluss war ich sogar im Sommer krank und das hat mir dann echt gereicht. Eine richtig schlimme/schmerzhafte Entzündung der Mandeln hatte ich eigentlich nie. Das waren nur Begleiterscheinungen bei den schlimmen Erkältungen.

Ich war dann in der HNO Ambulanz im KH, habe dort alle Symptome geschildert und es war kein Problem einen Termin für eine Mandelentfernung zu bekommen.

Habe mir im Februar 2017 die Mandeln entfernen lassen und trotz schrecklicher Schmerzen nach der OP und einer Nachblutung bin ich sehr froh die Mandeln los zu sein. Ich war seitdem nur ein einziges Mal krank (das Halsweh ist ohne Mandeln wirklich schlimmer)! Habe mich den ganzen Winter super gefühlt, der Mundgeruch ist weg und das ist viel mehr Lebensqualität. Für mich war das die richtige Entscheidung.

Hoffe, ich konnte dir helfen.

LG Elvina

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Infektionen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

EBV und Pfeiffer'sches Drüsen­fieber · HIV und Aids · HP-Viren und Feigwarzen · Blasenentzündung · Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH