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Hiv von Frau zu Frau?

NJevTada8w4 hat die Diskussion gestartet


Was mich schon immer mal interressiert hat, können sich lesbische Frauen eigentlich mit Hiv infizieren? Das es bei Homosexuellen geht das weiss ich aber bei Frauen?

Antworten
SJea>neft77xor


Liebe zwischen Frau und Frau ist nicht weniger homosexuell als Liebe zwischen Mann und Mann, das nur am Rande.

Die Ansteckungsgefahr ist durchaus gegeben, da das Vaginalsekret auch stark virenbelastet ist.

mfG

Ngevadav84


@ Seanet 7or

Das hätte ich nicht geglaubt! Danke jetzt weiss ich bescheid!

Prhobikxer


Nur Menstruationsblut ....

... kann zu einem Infekt führen. Vaginalsekret ist nicht so virenlastig, dass es für eine Infektion ausreichen würde. Ebenso wenig wie Speichel oder Schweiss oder Muttttermilch.

Sgeanext7or


Definitiv falsch. Vaginalsekrete sind (wenn auch erst später) durchaus genügend Virenbelastet um eine Infektion auszulösen.

Ansonsten könnte man sich ja als Mann nie anstecken, wenn man GV mit einer HIV infizierten Frau hat, die gerade nicht ihre Menstruation hat.

Wenn Vaginalsekrete nicht infektiös wären, woher kommen dann die ganzen Infektionen von Frau zu Mann ausserhalb der Menstruation ?

Über Speichel und Schweiss brauchen wir nicht zu reden, da stimme ich dir zu.

aber denk mal nach, alleine schon die Logik widerlegt den Vaginalsekretteil deine Aussage.

mfG

n.ewusxer2


hmmm.....naja....hängt wohl eher von der art des verkehrs ab!!!

´hab mal gelesen, daß wohl nur ein fall einer ansteckung von frau zu frau bekannt sei und diese erfolgte wohl durch die gemeinsame verwendung von dildos......

nAewuAserx2


nehm das mit dem einem fall wieder zurück!!! hatte es aber irgendwo mal gelesen......

Das Thema Lesben und AIDS scheint ein ziemlich unerforschter Kontinent zu sein ...

Das ist auch unser Eindruck. Weder in der Gesellschaft als auch unter Lesben selbst ist es ein Thema. Viele Lesben glauben, dass für sie das Risiko einer HIV-Infektion nicht oder nur sehr gering besteht. Neben der Annahme, das Risiko einer Frau-zu-Frau-Ansteckung wäre gleich Null, werden sehr häufig die Lebensrealitäten von frauenliebenden Frauen nicht in ihrer Vielfalt gesehen. So gibt es Lesben, die intravenös Drogen gebrauchen, die als Prostituierte arbeiten, die Vergewaltigungs- und Missbrauchsopfer sind, die früher ein heterosexuelles Leben führten und/oder die sexuelle Kontakte zu Männern haben. Jeder dieser Faktoren beinhaltet das Risiko einer HIV-Infektion. Doch leider sind diese Lebenszusammenhänge - auch unter Lesben - vielfach mit einem Tabu belegt und werden nicht thematisiert.

Wie groß ist eigentlich die Gefahr einer HIV-Übertragung, wenn Frauen mit Frauen Sex haben?

Generell ist die Gefahr einer HIV-Übertragung, wenn Frauen mit Frauen ungeschützten Sex haben, geringer ist als bei heterosexuellem oder schwulem Sex, da die Samenflüssigkeit des Mannes eine bedeutend höhere Viruslast ausweist als die Scheidenflüssigkeit der Frau. Das vergleichsweise höchste Risiko beim Sex unter Frauen besteht während der Menstruation, da im Menstruationsblut mehr Viren nachweisbar sind als in den anderen Körperflüssigkeiten der Frau. Es sollte also hier auf ungeschützten Oralverkehr verzichtet werden. Ebenso auf Spiele, bei denen es zu einem Austausch von Blut kommt. Ein erhöhtes Risiko besteht auch beim eindringenden Verkehr mit Sextoys wie Dildos, Vibratoren oder auch Gemüse. Wenn das Spielzeug gemeinsam bzw. abwechselnd benutzt wird, ohne es zuvor zu reinigen oder ein Kondom zu benutzen, kann eine HIV-Übertragung stattfinden. In Untersuchungen wurde festgestellt, dass der Cervixschleim - die Flüssigkeit der Gebärmutter - eine höhere Viruslast aufweist als die Scheidenflüssigkeit im vorderen Bereich der Scheide. Da Toys im Allgemeinen länger sind als die Finger einer Hand, ist es hier also auch wahrscheinlicher, dass das Spielzeug mit dem Cervixschleim in Berührung kommt.

Wie geht eigentlich die lesbische Szene mit der Problematik um?

Mit der lesbischen Szene hat eine von uns befragte Betroffene nicht nur gute Erfahrungen gemacht. Die alte Einteilung in gute Lesbe und böse Lesbe spielt plötzlich wieder eine Rolle: Woher hat sie es denn? Frauen, die von der Infektion erfahren haben, hätten sich sofort abgewandt und es brühwarm weitererzählt. Es scheint unter Lesben eine große Unsicherheit bezüglich des Umgangs mit HIV-positiven Lesben zu herrschen. Aber auch das Wissen um die Ansteckungswege ist erschreckend gering. Bei einem kürzlich veranstalteten Workshop für Lesben zum Thema AIDS fühlte sich die Referentin auf Grund der Fragen ins Jahr 1985 zurückversetzt.

Warum gibt es so wenig Forschungsergebnisse über lesbische Frauen und AIDS?

Diese Frage sollte eigentlich der Wissenschaft, der Pharmaindustrie oder den PolitikerInnen gestellt werden. Denn nur diese könnten letztlich sagen, warum das Thema "Lesben und AIDS" einer Untersuchungen oder Forschungsarbeit nicht "wert" ist. Unserer Einschätzung nach werden Lesben ganz allgemein von der Gesellschaft seit Jahrhunderten ignoriert, totgeschwiegen oder ausgeblendet. Ihre gelebte Sexualität wird auch heute noch eher belächelt als für vollgenommen. Sei es nun durch Unwissen oder gekränkte männliche Eitelkeit.

Wie viele Fälle HIV-positiver Lesben sind in Deutschland bekannt? Und: Steigen die Zahlen der Neuinfektionen ähnlich wie bei HIV-positiven heterosexuellen Frauen?

Die Zahl der HIV-positiven Lesben wird in keiner Statistik gesondert erfasst, da die Zahl zu gering ist. Außerdem sagt die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe nichts über den Ansteckungsweg aus. Somit ist auch zur Anzahl der Neuinfektionen bei Lesben keine Aussage möglich. Von einer Betroffenen erfuhren wir, dass sie von etwa zehn HIV-positiven Lesben bundesweit weiß, die tatsächliche Zahl wahrscheinlich aber viel höher liegt.

quelle: [[http://www.sappholina.de]]

niewuQsexr2


noch kurz etwas zum ansteckungsrisiko und schutz

Ansteckungsrisiko & Schutz

In der Scheidenflüssigkeit ist die HIV-Konzentration geringer als im Sperma. Dennoch kann sie ausreichend sein für eine Infektion.

Scheidenflüssigkeit besteht aus Vaginal – und Zervixsekret (Zervix = Gebärmutterhals). Ein Infektionsrisiko scheint es vor allem bei solchen Sexualpraktiken zu geben, bei denen es zu besonders intensiven Kontakt mit Zervixsekret kommt (gemeinsames Benutzen von sex-toys).

Die Viruskonzentration in den Körperflüssigkeiten ist abhängig vom Stadium der HIV-Infektion. Besonders in der ersten Phase nach Ansteckung mit HIV (wenn die Infektion dem betreffenden Menschen i.d.R. noch gar nicht bekannt ist) ist die Viruskonzentration und damit die Infektiosität hoch. Das gleiche gilt für das Stadium der ausgeprägten Immunschwäche (AIDS).

Die HIV-Konzentration im Menstruationsblut positiver Frauen ist um ein vielfaches höher als im Scheidensekret. Damit beinhaltet der Kontakt zu Regelblut ein hohes Infektionsrisiko!

Das Vorliegen einer sexuell übertragbaren Krankheit erhöht das Risiko, sich mit HIV zu infizieren, da die mit ihnen einhergehenden Schleimhautverletzungen Eintrittspforten für HIV bieten. Außerdem wird das Immunsystem geschwächt, da es sich bereits gegen diese Erreger wehren muss und es damit weniger Kapazität zur Abwehr von HIV bereit stellen kann. Gleichzeitig erhöht das Vorhandensein sexuell übertragbarer Krankheiten die Infektiosität HIV-positiver Menschen, da das ausfließende Wundsekret hohe Viruskonzentrationen enthält.

Küssen

Da die im Speichel eines HIV-positiven Menschen vorkommende HIV-Konzentration nicht für eine Ansteckung ausreicht, ist Küssen in Bezug auf HIV vollkommen sicher. Erst blutende Wunden im Mund (Zahnfleischbluten reicht hier nicht) bergen ein Risiko - nur wer küsst schon, nachdem gerade ein Zahn gezogen wurde?

Oralsex / Cunnilingus / Lecken

Die Mundschleimhaut ist ziemlich robust und bietet unverletzt einen guten Schutz gegen HIV. Zusätzlich haben im Speichel vorkommende Enzyme schützende Wirkung. Kleinere Wunden im Mund wie z.B. Zahnfleischbluten nach dem Zähneputzen reichen nicht aus als Eintrittspforten für HIV. Außerdem bildet die Mundschleimhaut ständig neue Schutzschichten. Größere Entzündungen von Zahnfleisch und Rachen, Geschwüre und offene Wunden im Mundbereich (z.B. als Folge einer Geschlechtskrankheit) können jedoch durchaus eine Eintrittspforte für HIV darstellen.

Einen sicheren Schutz bietet hier die Verwendung eines sog. Dental Dam. Dies ist ein hauchdünnes Latextuch, dass über die Scheide gelegt wird. Diese Sorte Tuch wurde ursprünglich in der Zahnmedizin verwendet, daher sein Name.

After

Die Darmschleimhaut ist überaus dünn und verletzlich. Außerdem befinden sich an der Oberfläche der rektalen Schleimhaut Langerhans-Zellen, die das Virus als Eintrittspforte nutzt.

Das zusätzliche Vorhandensein von Hämorrhoiden, Warzen, Herpes oder anderen Wunden erhöht die HIV-Infektionsgefahr nochmals um ein Vielfaches.

Also: Auch bei der Stimulierung und Penetration des Afters mit Sex-toys niemals die Spielzeuge untereinander austauschen, ohne sie vorher gründlich gereinigt zu haben. Am sichersten ist es, auch diese mit Kondomen zu versehen und diese auszutauschen, bevor das toy bei der Partnerin / dem Partner in Aktion tritt. Auch bei ein und derselben Person sollte niemals ein sex-toy ungereinigt abwechselnd zur Stimulierung von Vagina und Anus verwendet werden, weil im Darm vorkommende Bakterien so zu schweren Entzündungen in der Scheide führen können!

Bei der Stimulation mit den Fingern gibt es bei gesunder Haut kein Risiko für eine HIV-Übertragung – es sei denn, die betreffenden Finger sind zuvor mit infektiösen Körperflüssigkeiten wie z.B. Blut / Monatsblut in Berührung gekommen.

Auch bei kleinen Verletzungen an den Händen ist das Risiko in Bezug auf eine HIV-Über-

tragung immer noch gering. Wer hundertprozentige Sicherheit wünscht, sollte Latex-Fingerlinge tragen. Außerdem sollte Gleitgel verwendet werden, um die Verletzungsgefahr herabzusetzen, allerdings sollte das Gleitgel nicht den Wirkstoff Nonoxynol 9 beeinhalten, da dieser zu Reizungen der Schleimhäute führt.

Vagina an Vagina reiben (Tribadismus)

Bei dieser Sexpraktik kann es zu einer Übertragung mit HIV und/oder anderen sexuell übertrag-

baren Erkrankungen kommen. Das Infektionsrisiko wird unterschiedlich hoch (gering bis mittel) eingeschätzt. Schutz bietet hier letztendlich nur das Tragen von Gummihöschen.

Andere sexuell übertragbare Erkrankungen

Neben HIV gibt es noch eine Vielzahl anderer sexuell übertragbarer Krankheiten wie z.B. Gonorrhoe (Tripper), Chlamydieninfektionen, Syphilis, Herpes simplex, Feigwarzen, Filzläuse, Krätze, Trichomoniasis, Candida –Mykosen und Hepatitide (A, B, C). Verursacht werden sie von Bakterien, Viren, Parasiten, Pilzen. Sie sind wesentlich leichter zu übertragen als HIV, dafür sind sie i.d.R. gut behandelbar.

Sie treten häufig auch als Mischinfektionen auf. Die Symptome vieler sexuell übertragbarer Krankheiten ähneln sich: ungewöhnlicher, oftmals riechender Ausfluss, Juckreiz, Brennen, Rötungen, Bläschen und offene Hautstellen, Schmerzen im Unterbauch, Schmerzen bei oder nach Geschlechtsverkehr. Auch Wunden im Mundbereich können ein Symptom einer STD sein.

Bei Beschwerden dieser Art immer sofort einen Gynäkologen / eine Gynäkologin aufsuchen, um eine genaue Diagnose zu erstellen und die passende Behandlung zu finden! Unbehandelte Geschlechtskrankheiten können zu bösen Folgeschäden führen! Immer den Partner / die Partnerin mitbehandeln lassen, sonst Ping-Pong-Effekt (immer wieder gegenseitiges Anstecken)!

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