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Fieberkrampf und Kindergarten

K_atsjche hat die Diskussion gestartet


Einer meiner Zwillingssöhne (3,5 Jahre) hatte bisher 2 x einen Fieberkrampf. Nun gehen die beiden seit August in den Kindergarten und ich hinterlegte dort nach Absprache mit den Erzieherinnen ein Notfallmedikament (Diazepam desitin) das den Krampf nach Verabreichung sofort beendet. Nach ein paar Tagen (mittlerweile ist die Leiterin, die wohl sehr lange aufgrund einer OP krank war wieder da) und die Leiterin des Kindergartens teilte den Eltern beim ersten Elternabend mit, dass ab sofort keinerlei Medikamente mehr verabreicht würden. Mein Mann und ich erklärten, dass wir damit nicht einverstanden seien und argumentierten, dass es für uns nicht in Ordnung sei, unseren Jungen so lange krampfen zu lassen, bis ein Notarzt käme. Leider ging man auf uns in keiner Weise ein und die Leiterin drückte uns nach ein paar Tagen, das Medikament in die Hand.

Wir wissen, dass ein Fieberkrampf, solange er max. 2-3 Minuten dauert, nicht gefährlich ist, aber wer kann uns versichern, dass ein Notarzt innerhalb von 3 Minuten vor Ort ist? Keiner, auch nicht die Erzieherinnen. Gibt es im Forum jemanden, der einen Tipp geben kann? Danke schon mal im voraus.

Liebe Grüße

Antworten
-MHasex-


Das ist ja schlimm :-o. Ich weiss, dass bei uns im Kiga auch keine Medikamente verabreicht werden. Allerdings gab es bei uns die Begründung, dass keine der Erzieherinnen die Indikation richtig erkennt und dort nicht die Verantwortung für eine falsche Verabreichung übernommen werden kann.

Was sagt denn Euer Kinderarzt dazu? Vielleicht lässt sich über den etwas erreichen ???

SWpielePsonne


re

Hallöchen,

ich wollte nur mal eine Pflegecreme im Kiga lassen, weil meine Tochter schlimm Neurodermitis hat. das haben sie auch nicht gemacht. Später kam dann allergisches Asthma hinzu und ich wollte ein Notfallspray im Kiga lassen, das hätten sie genommen, aber nur mit ärztlichem Attest. Der Kinderarzt meinte bis die da in ihrer Akte nachgeschaut haben ist auch der Notarzt da. Nunja, sie hat es in der Zeit nie gebraucht. Jetzt in der Schule ist es kein Thema, die Lehrerin hat das Medikament an sich genommen.

Denke mal bei deinem Kind ist es noch schlimmer und notwendig das ein Medikament da ist. Ich würde auch nochmal mit dem Arzt reden. Das zwinkt einem Ja schon das Kind garnicht in den Kindergarten zu schicken und das kann es ja wohl nicht sein.

An sonsten würde ich mal an höherer Stelle nachfragen ob das so okay ist.

Lieben Gruß spielesonne

K:aVtsc|he


Hallo Hase!

Vielen Dank für deine schnelle Antwort. Klar, natürlich halten es die meisten Kigas so, dass keine "Banal-Arzneien" (Husensaft, Nasentropfen, Homöopatische Mittel etc. ) oder sogar fiebersenkende Mittel verabreicht werden. Das finde ich so auch total in Ordnung. Aber ich habe versucht die Erzieherinnen bezügl. sogenannter Notfallmedikamente nochmal zum nachdenken zu ermuntern und die Entscheidung evtl. zu revidieren. Die Leitung hat sich mit unserem Kinderarzt in Verbindung gesetzt (Kinderarzt teilte mit dass der Fieberkrampf nicht gefährlich ist, so lange er nicht zu lange dauert) und da der Arzt in der Nähe des Kigas seine Praxis hat, geht die Leitung wohl davon aus, dass er schon rechtzeitig da sein wird. Aber was ist, wenn der Arzt (wenn es kommt - dann kommt es dicke) selbst gerade bei einem Notfall ist, das DRK ist nämlich schon etwas weiter weg, und bis die dann informiert sind und ausgerückt sind .....? Ich weiss auch nicht, der Kinderarzt sagt, zwingen könne man die nicht. Diese Woche ist Leitungstreffen der Erzieherinnen sowie Elternbeiratssitzung. Bei beiden Terminen haben wir nochmal um Ansprache gebeten. Jetzt wollen wir erstmal abwarten, ob man vielleicht doch bei Notfallmedikamenten eine Ausnahme macht, und wenn nicht, geben wir dem Arzt nochmal unsere Befürchtungen auf, ich schätze mal, er versucht sich erstmal so weit wie möglich raus zu halten, wir wohnen hier in einem kleinen Dorf und da sind solche Konflikte Kiga/Eltern/Arzt immer so eine Sache (wird dann immer gleich wochenlang zum Tagesgespräch, Aber wir bleiben auf jeden Fall dran. Die Argumentation der Leitung war übrigens auch in die Richtung, wie du sie schon erwähnt hast (Indikation) aber da kann ich nur sagen dass ein Fieberkrampf so aussieht wie ein epileptischer Anfall, dass Kind fällt in eine Art Starre und zuckt nur noch, unser Junge hatte auch starke Atemnot und wurde leicht blau. Also eigentlich ein eindeutiges Bild. Als weitere "Ausrede" nannte man die fehlende Ausbildung zur Verabreichung (ist ganz einfach und könnte man lernen, wenn man denn wollte.) Alles in allem bin ich sehr enttäuscht über die ganze Sache, für mich wäre es eine Selbstverständlichkeit ich würde es gar nicht übers Herz bringen, so einen kleinen Wurm unnötig krampfen zu lassen.

Liebe Grüße und eine schöne Woche noch!

t~itatxü


Wie schnell wärst du am KIGA,wenn sie dich anrufen würden?

Kyats-che


Re

Wenn ich zu Hause bin würde es mind. 5 Minuten dauern, zu lange für einen Krampf. Wenn ich endlich wieder einen Job finden sollte (Mütter mit Kindern sind wohl derzeit bei Arbeitgebern nicht gerade sehr gefragt) kommt es darauf an, wo der Arbeitsplatz ist. So oder so dauert es auf jeden Fall zu lange.

LG

Vciolkxa


Moment.

Sorry, dass ich das jetzt hier Frage (bin selbst Mutter von einen Kind, der Fiberkrampf hatte).

Wenn dein Kind einen Krampf bekommt, dann ist er verursacht wegen Fiber, oder sehe ich hier was falsch?

Also, wenn ich merke, dass mein Kind krank, erkältet, oder eine erhöchte Temperatur hat, schicke ich ihn nicht in Kiga.

So kannst du alle Volgen meiden.

Von anderen Seite zu sehen, finde ich es schon schlimm, wenn in Notfällen gibt es in Kindergarten keine Person, die eine Madizin verabreichen kann. Weil schließlich die Erzieherinen sind auch nicht ausgebildene Krankenschwestern und vielleicht haben dia auch Angst etwas falsch zu machen.

Überhaupt muss ich sagen, Deutschland ist echt komisch.

Da wo ich komme, gibt es in jeder Kindergarten eine Krankenschwester in jede Schule einen Arzt, Krankenschwester und Zahnarzt.

Soger die Impfungen werden dort verabreicht.

Liebe Grüße, Violka

K2atspche


Nein, Du verstehst nichts falsch

Echt? Bei einer Erkältung bringst Du dein Kind grunsätzlich? nicht in den Kiga? Ich unterscheide da so´n bisschen. Bei einer leichten Erkältung/banale Infekte ohne Fieber (Schnupfen, gelegentlicher Husten) wenn sie ansonsten "gut drauf" sind, schicke ich sie erst mal hin. Leiden sie sichtlich unter einer Erkältung bleiben sie natürlich bei mir. Bei ernsteren Krankheiten ist meist sowieso ein Kigabesuch verboten (ist auch o.k.) und wenn einer von beiden morgens erhöhte Temperatur hat (für mich so ab 37,8 C) lasse ich sie natürlich auch zu Hause und kontrolliere regelmäßig die Temperatur. Aber es besteht doch auch die Möglichkeit, dass die Temperatur erst im laufe des Tages ansteigt. Wenn die Erzieherinnen aufmerksam sind wird man dies ja auch bemerken und ich bin sowieso mit den Erz. von Anfang an so verblieben, dass ich bei Verdacht auf Fieber oder erhöhte Temp. (ich rede von Verdacht, da es auch Erz. gibt, die sich weigern, Fieber zu messen - Argumentation: Verletzungsgefahr - wie Du schon sagtest, Deutschland ist komisch) gerne einen Anruf erwarte und die Kinder abhole. Die weitere Verantwortung bei ansteigender Temp. will ich den Erz. natürlich auch nicht aufbürden. Also alles in einem, ist die Wahrscheinlichkeit das unser Junge dort einen Fieberkrampf bekommen wird schon sehr gering, ich weiß. Aber Fakt ist, es KÖNNTE passieren und für DEN Fall ist es mir wichtig, dass man das Kind nicht unnötig krampfen lässt.

Was Kinder angeht, könnte Deutschland wirklich noch etwas von so manch anderen Ländern lernen. Deswegen war ich auch so sprachlos, als die Kiga-Leiterin die Vergaben des Medikamentes in meinen Augen schon fast kategorisch ablehnte. Gerade die Argumentation dieser Erzieherinnen, von wegen der fehlenden Fachausbildung stinkt mir gewaltig!! In unserem Fall brauch man ja nur diese Rektaltube in den Po einzuführen (wie ein Klistier, Du kennst es ja bestimmt) und verabreicht somit das Medikament. Mensch, was für eine fachlich versierte Anforderung!!

Oder sehe ich das jetzt vielleicht irgendwie falsch? Eure Meinung?

VIELEN DANK AN ALLE DIE SICH BIS JETZT DIE ZEIT NAHMEN ZU ANTWORTEN!!!

LG

htexex81


Hallo,

ich verstehe dein Problem, aber bei uns ist leider alles kompliziert, so dürfen z.B. in dem Pflegeheim in dem mein Opa ist seit neuestem nur noch examinierte Schwestern Medikamente verabreichen und die Pflegehelfer die da schon Jahre arbeiten nicht mal mehr Tee an die Magensonden anhängen. Dazu kommt noch, dass Diazepam Valium ist, und ich mir schon vorstellen kann, dass den Erziehern mulmig ist, wenn sie solch ein Medikament verabreichen sollten und rechtlich gar nicht abgesichert sind. Gibt es bei Euch keinen integrativen Kindergarten? Diese sind in der Regel darauf eingestellt Notfallmedikamente zu verabreichen, da sie auch kinder mit Krampfleiden betreuen.

Ansonsten denke ich aber auch, dass die Wahrscheinlichkeit, dass dein Sohn im KIGA nen Fieberkrampf bekommt eher gering ist, wenn die ERzieher ein bisschen aufmerksam sind und auf Fieber achten, wichtig ist auch, dass man ihnen erklärt worauf bei einem Krampfanfall noch zu achten ist, Diazepam ist das eine, aber die richtige Lagerung während eines Krampfes zur Vermeidung von Selbstverletzung ist mindestens genauso wichtig!

Gruß,

Niki

V%igolk7a


Außerdem, was ich noch sagen wollte. Die haben so, oder so viel um die Ohren und meinst du, dass die gleich mit einen Thermomether spring und misst ddas Fiber.

Die reden immer nur, dass sie sich auf jeden fall verlassen können, aber ob die es immer das machen was wir wolllen, steht in Sternen.

Bei meinen Sohn ist es so, dass man wirklich immer Fiber messen muss, sobald man was merkt.

Z.B das er unruhig ist, oder Schläft mehr als sonst, Kopfschmerzen usw.

Einfassen reicht es nicht, da er immer kalt, oder leicht warm ist.

Bei 39° fühlt er sich wie bei normale Themperatur.

LG, Violka

t%iFtatü


Aus welchem Grund wollen die eigentlich keine Medi's verabreichen?

Die Frage wäre auch,was dein KIA zu denen gesagt hat?

Versuche doch,dir von deinem KIA einen ärztliche Verordnung geben zu lassen und geb diese mit dem Diazepam im Kiga ab.Wenn sie diese nicht annehmen wollen,sag ihnen,das du das Diazepam in seiner Kiga-Tasche läßt-dann haben sie die Verantwortung dafür!!!(Die Räume sind ja nicht wärmer wie 25 Grad((haben die vielleicht keinen Kühlschrank,das sie deshalb blocken?))

In Behinderteneinrichtungen ist es so,das sie es mit einer ärztlichen Verordnung machen müssen-ich weiß aber nicht,ob das auch für Regelkindergärten gilt.

Wie oft hat er bisher gekrampft?

KXaDtschxe


Echt, Deutschland wird immer unbeweglicher.

@hexe81

Zumindest haben die Erz. keine Ängste bezgl. des Valiums an sich geäußert (habe das Gefühl für die ist es eine Grundsatzentscheidung, wirklich schlüssige Argumente kommen vn denen ja nicht). Beim integrativen KIGA sind zur Zeit alle Plätze belegt aber ab nächsten Sommer werden wir wechseln. Komischerweise ist es bei keinem der KIGAS in der nähe ein Problem, nur bei unserem wird es kategorisch abgelehnt. Richtige Lage während des Krampfes ist auch wichtig, ja.

@violka

Genau, man müsste eigentlich ständig messen. Dazu haben die natürlich keine Zeit, verstehe ich ja auch, deshalb wäre es mir ja so wichtig, dass das Diazepam vor Ort liegt, weil, wenn die Temperatur auf einmal hochgehen sollte, geht es meist sehr schnell und ich gehe davon aus, dass es nicht sofort bemerkt wird.

@titatu

Er hat bis jetzt 2 x gekrampft, Arzt sagt, Fieberkrampf ist grunds. ungefährlich (wenn Du magst, lies nochmal meine vorherigen Texte in dieser Diskussion, das meiste von Deinen Fragen habe ich dort schon beantwortet (mein Mann meckert schon, ich sei zu lange im Netz %-| )

@alle

DANKE, für Euer Feedback!!!!!!!!!!!!!!! Werde diese Woche noch abwarten (Leitungstreffen u. Elternbeirattreffen finden statt) und mal sehen, was dabei rauskommt.

LG Katja

tpitatxü


Viel Glück !!!

nnaxdsi


eine erzieherin meldet sich mal zu wort

HAllo

also ich muß sagen ich habe in meiner Gruppe auch ein Kind mit Fieberkrämpfen und wir haben das Notfallmedikament in der Einrichtung aber die Eltern müssen dafür ein Formular unterschreiben wo steht das wir dieses Verabreichen dürfen im notfall und das auf die verantwortung der eltern geht falls irgendwas falsch gemacht werden sollte das wir abgesichert sind.

Wir haben von der Mutter ein Infoblatt bekommen wie sich das Kind vorher verhällt um schon vorher reagieren zu können. Klar kann man nicht immer nur 1 Kind beobachten und es könnte zu einem Krampf kommen hierfür ja das notfallmedikament. Wo die mutter auch genau beschrieben hat wie dieses zu benutzen ist. Ich denke man hat eher Zeit sich 1min zu nehmen dieses durchzulesen und das medik. zu verabreichen denn so schnell ist auch kein notarzt da. Ich verstehe nicht wieso dein Kiga da so dagegen ist!? Vielleicht versuchst du es mal damit das du ihnen so ein schreiben unterschreibst das sie es dürfen und fals was falschgemacht wird keine rechtlichen konsequenzen haben wird (wobei man da ja nicht wirklich was falsch machen kann). Wenn nicht geh an die Stadt oder Kirchengemeinde je nach dem was für ein kiga es ist bzw. mach es öffentlich Zeitung etc das ist zwar nicht der beste weg aber zieht meistens wenn die sich so sturr stellen. Jedoch denke ich ist es das sinnigste das kind in einen anderen Kiga zu geben denn dein jetztiger kiga handelt wohl nicht nach dem wohl des kindes. Wenn es um Hustensaft oder sonst nen pillepalle gehen würde würd ich es ja verstehen aber da hängt ja wirklich die gesundheit deines kindes von ab.

LG

eine fassungslose erzieherin

KOats1chxe


Hallo nadsi

Zu der Zeit als das Medikament angenommen wurde (wir durften es ja für ein paar Tage hinterlegen) mussten wir natürlich auch diesen Notfallzettel ausfüllen, zur Absicherung, und auch darstellen, wie es verabreicht wird, und dann hat man es uns ja irgendwann wieder in die Hand gedrückt.

Momentan ist der Stand der Dinge so, dass sich nichts an der Situation geändert hat, allerdings haben wir nochmal mit dem Kinderarzt gesprochen, und er hat uns eine Sache geschildert, die uns dann doch zum Nachdenken brachte. (Hätte er uns ja auch gleich erzählen können.) Er erzählte von einem Fall, in dem die Erz. nach einem Fieberkrampf das Medikament verabreicht haben (war aber wohl ein anderer KiGa) und als er vor Ort ankam, hatte er ein blaues Kind vor sich. Was war passiert? Anscheinend war wohl die Zunge in den Hals des Kindes gerutscht und versperrte die Atmung. Mit dem Hinweis, das die Infrastruktur bei uns im Ort wohl seiner Ansicht nach wirklich sehr gut sei und im Hinblick auf den zuvor geschilderten Fall, sagt der Arzt, dass es ihm dann lieber wäre, dass wenn, dann die Fachleute das Medikament verabreichen sollten.

Jetzt ist es natürlich echt schwierig, zu entscheiden, was besser wäre. Ich weiß es auch nicht. Ich denke mal, wir werden uns wohl dann nach dem Arzt richten.

Danke für Deine Zeilen, nadsi und ganz liebe Grüße

Katsche

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