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Scharlach + Leistungssport

S:CVM hat die Diskussion gestartet


Hallo und einen schönen Abend an alle Forumsmitglieder.

Ich bin neu dabei und möchte mich direkt mit einem Problem an euch wenden. (Hoffe das ich im richtigen Thread poste, ansonsten bitte verschieben.)

Mein Sohn ist 12 und macht seit ca. 3 Jahren Leistungssport (Schwimmen). Im Juni hatte er eine Meisterschaft und hat uns deshalb nicht gesagt, dass es ihm nicht gut geht und ist trotzdem gestartet. Am Abend hatte er 39,3° Fieber. Wir haben ihn dann sofort abgemeldet und sind zum Kinderarzt gegangen. Diagnose: Scharlach. Er hat 10 Tage ein Antibiotikum bekommen und durfte 3 Wochen nicht zum Training, was er auch durchgehalten hat.

Jetzt ist uns und auch seiner Trainerin aufgefallen, dass seine Leistungen stagnieren, bzw. sogar schlechter werden. Und zwar zeitlich zusammentreffend mit dieser Scharlacherkrankung. Er ist auch wesentlich schneller erschöpft. Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin nicht so eine "Eislaufmutti" die ihr Kind zum Sport und zur Leistung zwingt. Ich mache mir nur Sorgen, ob es mit der Erkrankung zusammen hängen kann? Hat jemand von euch Erfahrungen damit?

LG SCM

Antworten
L2ena1x1


Kann es, lass mal das Herz untersuchen, es wäre möglich, dass es Probleme gibt, nach einer Scharlacherkrankung, die nicht richtig auskuriert wurde. Muss natürlich nicht sein, aber geh mal zum Kinderkardiologen, die sind fitter in erworbenen Herzgeschichten im Kindesalter als die Kardiologen für Erwachsene. Keine Panik, ist nur zum Ausschließen dieser Möglichkeit! Hier ein Auszug aus einer Internetseite:

Lebensbedrohliche Spätfolgen

Werden Streptokokken-Infektionen im Rachen nicht rechtzeitig mit Antibiotika behandelt, kann es einer Herzerkrankung kommen. Bei Streptokokken der Gruppe A zeigt sich meist ein auffälliges Krankheitsbild, zum Beispiel Scharlach oder eine Mandelentzündung. Heimtückisch sind dagegen Streptokokken der Gruppen C und G, eine Rachenentzündung verläuft fast ohne Symptome und ist daher leicht zu übersehen.

Die möglichen Spätfolgen sind jedoch bei allen Gruppen die gleichen: eine lebensbedrohliche rheumatische Herzerkrankung. Ihre Ursache ist eine Autoimmunreaktion: Antikörper, die zur Abwehr von Streptokokken gebildet werden, reagieren auch mit Myosin, einem Grundbaustein der Herzmuskulatur. Dies führt zum Beispiel zu einer dauerhaften Schädigung der Herzklappen.

c5aram.bxols


Wer bei Scharlach nicht Ruhe bewahrt kann Herzschäden davon tragen. Das würde ich auf alle Fälle abklären lassen.

Es kann auch sein das die Antibiotikagabe den Körper schwächt und ein neuer Infekt auftaucht.

S>CxM


Danke zunächst mal für eure Antworten. Ich habe gerade mit unserem Kinderarzt gesprochen. Er war auch der Ansicht, gerade weil M. Leistungssport macht, der Sache auf den Grund zu gehen. Ich bekomme am Freitag eine Überweisung zur Kinderkardiologie und habe dort am 22.12 einen Termin. Hoffentlich sind meine Sorgen umsonst, aber ich will natürlich ganz sicher gehen. Werde mich dann auf jeden Fall nochmal melden, was die Untersuchung ergeben hat.

Bis dann.

LG SCM

VOiolxka


Mit dem Sport würde ich es lassen. Es ist keine schlimme Krankheit, aber drei Wochen muss man sich schonnen. Es kann sich aufs Herz, oder Nieren bemerkber machen.

Violka

c(aramb/oxls


SCM *:) was ist den rausgekommen beim Dok?

X$.2X.xX


Hallo, carambols,

wir waren am Freitag beim Kinderarzt. Zunächst ist ein großes Blutbild gemacht worden. Habe heute das Ergebnis bekommen:

Entzündungswerte = o.k.

Eisen = o.k.

Schilddrüse =o.k.

aber der Streptokokken-Antikörper-Titer ist deutlich zu hoch.

Wir haben jetzt am 22.12 einen Termin in der Kinderkardiologie zum Belastungs-EKG. Mal abwarten, was das ergibt.

Ich hab schon ein komisches Gefühl in der Magengegend, aber M. darf davon nichts merken. Für ihn ist sein Sport das Größte, dafür nimmt er sogar freiwillig 20km Schulweg, Teilinternat und tägliches Training auf sich.

Ich melde mich auf jeden Fall nach dem EKG-Termin nochmal.

Bis dann, LG SCM

c'araXmboxls


Viel Glück wünsche ich euch :)^

L G SxCM


Hallo,

ich habe mir heute eine Kopie der Laborwerte abgeholt. Der Anti-Streptolysin-Wert liegt ist bei M. 723. Und das ein halbes Jahr nach dem Scharlach. Hoffentlich bekommen wir nach dem EGK wenigstens einen Zwischenbericht. Den nächsten Termin beim Kinderarzt haben wir erst am 5. Januar.

LG SCM

L#G SxCM


Hallo, euch allen,

wir waren gestern beim EKG. Herzmäßig ist bei M. alles in Ordnung. Da ist mir natürlichen ein Riesenbrocken von meinem gefallen. Wir sollen jetzt nur noch mal zum Kinderarzt und abklären, woher dieser erhöhte ASL-Titer kommt.

Bin dann, ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch

LG SCM

BKirgit u$nd Marxina


wie geht es weiter ?

Bei meiner Tochter (8 Jahre) wurde diese Woche auch ein zu hoher Anti-Streptolysin-Titer festgestellt. Sie hat seit Wochen Kopfschmerzen und der Hausartz hat uns zum HNO überwiesen. Dort wurde Blut genommen mit dem Ergebnis, dass die weißen Blutkörperchen i.O. sind, d.h. keine akute Entzündung vorliegt aber der AST war bei über 700. Die HNO-Ärztin will in ca. 3 Wochen nochmals die Blutwerte überprüfen, wenn keine Verbesserung zu sehen ist rät sie uns dringend die Mandeln entfernen zu lassen.

Was hat euch der Arzt verordnet um den AST zu senken, bzw. wie ist es bei euch weitergegangen?

Viele Grüße Birgit und Marina

L|G SCxM


Hallo Birgit und Marina,

wir haben Ende Februar nochmal die Blutwerte von M. überprüfen lassen. Der AST ist immer noch deutlich erhöht, aber rückläufig. Eine akute Entzündung liegt auch nicht vor. Der KA will noch einmal abwarten und im Sommer eine erneute Blutuntersuchung machen. Danach will er dann entscheiden, was zu tun ist.

Jetzt muss ich allerdings noch dazu sagen, dass M. unseren Kinderarzt im Januar auch auf ein kleines "Loch" angesprochen hat, dass er unterhalb des Halses hat. Wir mussten dann zum Ultraschall und dabei wurde festgestellt, dass er dort einen Fistelgang (mit Zyste ???) hat. Das muss jetzt erstmal operiert werden. Wir können also im Moment auch noch nicht sagen, ob beides etwas miteinander zu tun hat. Zumal dieser Fistelgang ab und zu auch ein eitriges Sekret absondert. (Wir haben den OP-Termin Anfang Juli.)

Ich würde mich aber freuen, wenn du mir evtl. schreiben würdest, ob ihr deiner Tochter jetzt die Mandeln rausnehmen lasst, bzw. wie es bei euch weitergeht.

Alles Gute euch beiden.

LG SCM

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