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Krampfanfall beim Fünfjahrigen (kein Fieberkrampf)

s2a:luxe1 hat die Diskussion gestartet


Hallo ! Mein Sohn ist 5 Jahre alt und hatte im Februar aus dem Schlaf heraus einen Krampfanfall. Er hatte zuvor eine superstressige Woche, da er auf die Nase gefallen war und diese ständig immer wieder heftig blutete, so daß er immer Angst hatte. Da es sich nicht gab, bin ich mit ihm zum veröden beim HNO-Arzt gewesen. Um ihn etwas ruhig zu stellen, durfte er am nächsten Tag viel mehr fernsehen als sonst üblich ist. Außerdem ging er spät ins Bett und war dadurch müde. Was nun von dieser ganzen Vorgeschichte der Auslöser für den Krampfanfall war, weiß man nicht. Jedenfalls fing der Krampf so gegen 5 Uhr mit röchelnder Atmung an und steigerte sich bis hin zu ruckartigen Bewegungen und Schaum vor dem Mund. Er kam gar nicht aus diesem Krampf von alleine heraus. Mein Mann hatte mittlerweile den Rettungswagen gerufen. Der Notarzt gab meinem Sohn ein Mittel zum Entkrampfen in den Po, worauf er sich etwas aber nicht ganz entspannte. Er war gar nicht ansprechbar; auch nicht im Krankenhaus, denn da krampfte er erneut und bekam noch mehr Medikamente. Da war es bereits 8 Uhr. Dann schlief er bis um 15 Uhr auf der Intensivstation und wachte (sogar hungrig), als ob nichts gewesen wäre, auf. Da ich mich bis zu diesem Zeitpunkt mit dem Thema noch nicht beschäftigt hatte und daher nicht wußte, was er denn hat (ich führte es auf das Veröden zurück), dachte ich, er stirbt in meinen Armen und war ganz verzweifelt. Heute weiß ich, daß so ein Anfall bedrohlicher aussieht, als er ist.

Im Krankenhaus wurde ein Wach- und ein Schlaf-EEG geschrieben. Es stellte sich erhöhte krampfbereitsschaft heraus. Das MRT war unauffällig.

Der Dr. meinte, zu 80 % kann er wieder einen Krampfanfall bekommen, wahrscheinlich wieder nachts bzw. gegen morgen. Aber ob und wann, weiß keiner. Es muß auch nicht wieder kommen.

Am Tag ist es ittleiweile nicht mehr so ein großes Problem. Aber wie bekomme ich ihn nachts überwacht, so daß ich auch wieder einigermaßen schlafen kann?

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Liebe Grüße

Antworten
jMa*stikKer


Hallo, irgendwie erinnert mich das an meinen sohn (2 jahre alt) er hat psyeudo-krupp. da bekommt man auch solche krampfanfälle und atemnot. wo es das erstmal war das er so einen anfall bekommen hat, habe ich gedacht (so wie du es dachtest) mir in den armen stirbt, weil er keinen luft mehr bekam. im KH. hat er ein kortisonszäpfchen bekommen, das ist krampflösent. mir haben die ärzte geraten wenn so ein anfall noch mal kommen sollte, mit ihm an die frische luft zu gehen, oder ins badezimmer und in die wanne heisses wasser einlaufen lassen, und den wasserdampf zu inhalieren. So eine situation ist nicht gerade schön. man kommt sich hilflos vor.

Liebe Grüsse

Jastika

w*eibl:ichx28


jastiker , bei pseudokrupp sind es andere anfälle..... weiß zwar nicht , was für welche , aber bei saule' s sohn handelte es sich eindeutig um einen epileptischen anfall , bei dem heißes wasser inhalieren oder frische luft leider nichts hilft.

salue , ihnen würde ich empfehlen , mit ihrem sohn zu einem guten kinderneurologen zu gehen !! ( oder ist dies schon passiert ???)

als überwachung würde ich ihnen ein "klingelarmband" empfehlen. das ist ein lederarmband mit glöckcen dran , wenn ihr sohn einen anfall bekommt und dabei klonisch wird ( "zittert" ) , fangen die glöckchen an alarm zu schlagen.hab solche armbänder schon mal auf nem weihnachtsmarkt gesehen , man kann sie aber auch selbst basteln!

es gibt auch elektrische warnsysrteme , bei denen ein sensor unter der matratze bei bestimmten rythmischen bewegungen , wie sie bei einem anfall vorkommen , reagiert und einen alarmton auslöst. ob dies die krankenkasse finanziert , weiß ich allerdings in ihrem fall nicht.

zusätzlich wäre die überwachung per babyphon hilfreich!!!!

ich arbeite beruflich mit epilepsiekranken menschen zusammen , hab daher einige erfahrung. mit medizinischem detailwissen kann ich allerdings dann doch nicht so ganz dienen ;-)

jedenfalls , was ganz wichtiges haben sie schon bemerkt : son anfall sieht bedrohlicher aus , als er ist!!!!!

haben sie vom arzt schon ein notfallmedikament für den nüächsten anfall bekommen ???

wenn nein , wie gesagt , ich würde eh zum neurologen gehen , lassen sie sich für ihren sohn diazepam-rectolien oder -tropfen , rivotril oder tavor verordnen ( rivotril gibt es in tropfen-und tablettenform , tavor sind kleine , tablettenähnliche blättchen , die im mund von selbst zergehen und dann über die schleimhaut in den kreislauf gehen und wirken) ihr neuroleoge weiß am ehesten , was für ihren sohn am sinnvollsten ist! weiß nicht , ob es für kinder noch andere notfallmedikamente gibt , für erwachsene seind die oben erwähnten die gängigsten.

alles gute , und bei fragen gerne hier im forum oder pn an mich!

badnerin27

sta/luxe1


Vielen Dank für die Tipps !

Aber es ist richtig, daß es mit einem Kruppanfall nicht zu vergleichen ist, da mein Sohn ja bei dem Anfall nicht reaktionsfähig war, d.h. er hätte frische Luft nicht bewußt inhalieren können.

Ich bin in ganz guten Händen, was die Ärzte betrifft. Habe auch das Notfallmedikament "diazepam" zu Hause. Auch das elektrische Überwachungsgerät (EPI-Care) habe ich bereits mit dem Hausarzt zusammen beantragt. Mal sehen, ob die Krankenkasse mitspielt. Die Idee mit dem Glöckchen finde ich gut. Darauf bin ich noch nicht gekommen. Allerdings bimmelt es ja auch, wenn er sich nur umdreht. Aber ich erkenne ja, ob es ein rhythmisches Klingeln ist oder nicht. Ich hoffe auf den EPI-Care. Ansonsten wäre das auch ne Möglichkeit.

swalueN1


Ich wollte noch sagen: so ein Kruppanfall ist auch sehr schlimm. Vor allem, wenn das Kind ihn zum 1. Mal bekommt.Ich habe 2 Freundinnen, die das schon mal mit ihren Jungs erlebt haben. Auch sie konnten sich gut in meine Lage versetzen. Man ist wirklich am Ende, weil man dem Kind helfen will, aber nicht kann. Diese Hilflosigkeit ist das Schlimmste, während man wartet, daß doch endlich der Krankenwagen kommt.

Huype2riKon


hm

wie sieht es denn mit epilepsie aus??

ist er daraufhin auch untersucht worden?

ein epileptischer anfall kann auch durch äußere reize ausgelöst werden z.b einem trauma sprich den sturz auf die nase, schlafmangel, sinnes/reiz-überflutung z.b. durch grelle flackernde fernsehbilder etc.

gruss

k+arocnik


Krampfen und Anfall

Liebe Salue!

hab eben noch mal im Buch nachgeschaut, und zwar von Sally Goddard "Greifen und BeGreifen" (Aufsatz ("Meilensteine der Entwicklung- ein Plan fürs Überleben"): Anfälle können auf ein Fortbestehen des Moro-Reflexes über das Säuglingsalter hinaus hindeuten und dessen unmittelbare Folge sein. Dadurch gerät laut ihr u.a. Autoren der Körper in den Zustand permanenter Übererregung. "...häufiger traten Schübe auf, wenn das Kind müde war (herabgesetzte Fähigkeit, die Schwäche zu kompensieren), wenn das Kind einem hohen Maß an emotionaler Spannung ausgesetzt war oder wenn der gewohnte Tagesablauf des Kindes gestört wurde. " Infolge der Ausschüttung von Adrenalin und erhöhter Insulinausschüttung könne durch das Fortbestehen des reflexes der Körper in einen permanenten Alarmzusatnd geraten und der Krampf ist dann der Höhepunkt, Knockout, völliges Systemversagen: das Nervensystem schaltet ab.

Was kann man tun? Schau mal auf [[http://www.inpp.de]], da ist auch eine Therapeutenliste. Die INPP-ler haben ein Testsystem entwickelt, fortbestehende frühkindliche Reflexe festzustellen und diese dann zu hemmen sowie die reifen Stell- und Haltereflexe entgegenzusetzen. Ansatzweise kannst du das auch in einer SI-Therapie (Ergoth., Physioth.) finden.

Ich drücke euch ganz doll die Daumen, dass so ein furchtbarer Krampf nicht noch einmal vorkommt. Wahrscheinlich ist es für deinen Jungen ganz wichtig, und besonders im Fall von Krankheit/ Nicht-wohl-fühlen, dass er ganz geregelte und ausreichende Ruhezeiten hat und mit Reizen nicht überladen wird, mit TV tut man ihm da leider nix Gutes. Merken wir bei unsrer Tochte (6) auch immer wieder, wenn wir mal ne Ausnahme machen, hinterher ist sie oft kaum ansprechbar, völlig aufgezogen und kaum zu steuern. (Sie beginnt übrigens demnächst nach Lösen ihrer Halswirbelblockade eine solche INPP-Therapie).

Nochmal ganzfestedaumendrück! LG Karonik

s7aluxe1


Hallo, wollte mal antworten:

Vielen Dank an Hyperion und an karonik !

Also: Die Ärzte sagten, man spricht erst von Epilepsie, wenn so ein Anfall sich wiederholt. Dann würde mein Sohn wahrscheinlich auch Tabletten bekommen. Kommt darauf an, in welchem Abstand sich das (wenn überhaupt) wiederholt.

Es kam wirklich viel bei ihm zusammen. Was den Krampf ausgelöst hat, kann man nicht sagen. Es kann sein Streß mit der Nase, seine Müdigkeit, die Flackerbilder oder alles zusammen sein. Auf jeden Fall achte ich ganz doll darauf, das er einigermaßen ausgeruht ist. Der Fernseher bleibt jetzt auch mal ganz aus. Dafür spielen wir mehr, was ja sowieso besser ist. Am Tag bekomme ich das alles gut hin.

Wie gesagt, habe ich Nachts ein echtes Problem, weil ich nur auf der Lauer liege und Angst habe, ich könnte nicht hören, falls er wieder krampfen sollte. Damit ich auch mal Schlaf bekomme, holen wir ihn Nachts oft zu uns ins Bett. Eine Dauerlösung ist das allerdings nicht. Das ist für keinen von uns gut.

p]ünkwtcmhen


an Salue 1 - Ursache Krampf - Unfall ?

Hallo, ich hab da vielleicht eine Idee. Durch den Sturz auf die Nase, der muss ja heftig gewesen sein, sonst hätte die Nase ja nicht so stark geblutet, da könnte sich doch evtl. eine Blockade in der HWS entwickelt haben.

Ich erzähl dir dies, weil wir unseren damals 8 jährigen auf alles mögliche haben untersuchen lassen, weil wir einen Sportunfall vergessen hatten. Wir waren nicht dabei gewesen, aber nach heutigen Erzählungen ist er bei der missglückten Judorolle fast KO gegangen...usw wir waren dann als die Schwindelattacken auch mit den großen Topf der Möglichkeiten der Epilepsie geworfen wurde ( nicht bös gemeint, der Neurologe hat sich super bemüht) aber der Zusammenhang mit dem ausgerenkten Halswirbel war nicht erkennbar. Uns hat ein Osteopath geholfen.Leider war seine Krankengeschichte fast 7 Jahre lang. Wenn du mehr wissen möchtest, mail gern Alles Gute für Euch !! :)^

wUeib.lichx28


pünktchen , also soweit ich weiß , kann durch eine blockade der hws k e i n epileptischer anfall ausgelöst werden.

und das , was der sohn von salue hatte , w a r definitiv ein epileptischer anfall.

bei den schwindelattacken ist das was anderes , die können vielleicht als eine form von epilepsie "fehlgedeutet" werden , obwohl sie - wie bei ihrem sohn- durch eine blockade der hws hervorgerufen wurden.

aber ein grand mal ( das , was salues sohn hatte )ist eindeutig epileptisch......

epilepsie hat sehr viele formen und viele unterschiedliche anfallsbilder....

k`aroEnik


Anfälle Auslöser- Reflexe und Blockaden

Hallo, weiblich, muss mal hier Pünktchens Meinung nochmals untermauern: Schau mal auf meinen Beitrag, da wies ich darauf hin, dass u.a. laut S. Goddard Anfälle, auch epileptische, unmittelbar mit perisistierenden frühkindlichen Reflexen zu tun haben (speziell Moro). Frühkindliche Reflexe werden im Reifeprozess des ZNS gehemmt und die neuen, reifen Halte- und Stellreflexe. Durch Blockaden kann es dazu kommen, dass dieses nicht rechtzeitig undausreichend abläuft. Osteopath oder Chiropraktiker azfsuchen lohnt sich natürlich immer, sehe ich wie Pünktchen, da man damit evt. eine Ursache erwischt. Nichtsdestotrotz muss man bei solchen Kindern eben versuchen, besonders auf geregelte Abläufe und so zu achten (das sagt eine Mutter, die das Mittag vorzugsweise frühestens um 13:30 auf den Tisch stellt, haha! |-o ) und darauf achten, dass keine Reizüberflutung auftritt (ist manchmal gar nicht so leicht), aber meinen Kiddies geht´s auch so, denn sind sie ganz von der Rolle! LG karonik

prün&ktchxen


an karonik

ich dank dir sehr für die Unterstützung. Manche finden es - auch hier im Forum- vorschnell wenn ich von unserer Lebensveränderung berichte. Und na klar ist Osteopathie kein Allheilmittel. Aber die Auswirkungen von Antiepileptikum, wenn es nicht angebracht ist, die sind heftig. Deswegen mein häufiger Hinweis, doch auch zu prüfen, ob ein "mechanisches" Problem vorliegt, bevor man zu schwerem Geschütz greift. Natürlich wenns erforderlich ist, dann muss man auch dahinterstehen - und einen geregelten Ablauf mit Ruhephasen versuchen einzuhalten.

Übrigens Karonik kennst du dich mit kiss aus ? Ich bin unsicher, ob wir das noch weiter ausbauen sollten, oder ob der osteopathische Eingriff ausgereicht hat.

liebe Grüße Pe :)D

koarQonixk


Hi, Pünktchen! Evt. kennen wir uns? Klar kenne ich mich jetzt (seit Juli 2004) damit aus, seit meinem Baby so toll geholfen wurde, wo Osteop. allein leider nicht reichte. Auch meiner Großen (da. 5) half der chirother. Eingriff. Und bei meinem Großen (grad Montag 18 geworden) kam es damals als Baby (ca. 4 Wo.) auch zu Krampfen, bekam damals Luminal (landete später im Müll), was ihn ruhiger machen sollte und, wie ich jetzt weiß, ein hammerheftiges Medi. gegen apilept. Anfälle ist!!! Gesagt hat mir damals keiner was, auch nicht der Kinderneurologe, Diagnose stand Enzephalopathie mit hypertensischem Syndrom und hydrocephalem Syndrom (dachte schon, mein Baby ist ja wohl total behindert), aber sie meinten, ich solle doch nur mal auf die zitternde Unterlippe und Hände schauen, dann wüsste ich doch, was mit dem Baby los ist...

Ja, hallo, Salue! Wenn du Interesse hast, noch über evt. andere Ideen (auch im Zusammenhang mit Osteop.) zu erfahren, melde dich doch einfach noch mal! LG karonik

p"ünk#tchexn


Hi Karonik

ich erinnere mich - gehts gut hoffe ich ! :-D

wegen Kiss - meinst du das wäre evtl. noch etwas oder überfordere ich damit meinen "Genesenen". Ich weiss ja nicht was noch kommen könnte - bis bald liebe Grüße

Pe oder Pünktchen

kyaro.ni>k


*:) :-o :°( Pünktchen Ich mich aber nicht ??? Noch kein outing! Hab dich aber hier schon mehrfach (positiv) gelesen. Naja, weiß auch immer nicht so Recht, manchmal deutet man an, aber dann gibts auch wieder welche, die alles sofort widerlegen wollen %-| ,dass es Blockaden gar nicht gibt, aber die Kinder leiden weiter. Wäre meinem Großen damals geholfen worden, wieviel wäre ihm damals möglicherweise erspart geblieben. Man weiß es nicht, ist ja alles nicht nachgewiesen und z.T. umstritten, ich sehe aber die Erfolge: Und ja, uns gehts gut, werd auch mal wieder bei [[http://www.kiss-kid.de]] posten. Hat bei der Großen echt paar Wochen (so 4-5!) gedauert :-/, war auch schon ganz unsicher, aber es ist viiiiiiel besser geworden nach der Reaktionszeit! So, guck mal in deine Mailbox, wenn ich nicht bald weiß, wer du bist |-o, gehe ich an Neugier zugrunde! LG Karonik *:)

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