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Pubertät und Ads

cwhrLisi6x8 hat die Diskussion gestartet


Meine Tochter ist 12 Jahre alt, wird wegen

ihrem ADS gerade mit Medikinet eingestellt und ist voll in der Pupertät. Das es mit Mädchen in diesem Alter nicht immer einfach ist weis ich ja. Man kann ihr nichts recht machen, sie hat oft Stimmungsschwankungen, Null Bock auf Schule, über alles muss Diskutiert werden u.s.w. Aber was mir jetzt etwas Probleme bereitet, ist in dieser Verbindung das ADS. Mir wurde gesagt ich muss sehr behutsam mit ihr Umgehen, auch mal über ein z.B. unaufgeräumtes Zimmer hinwegsehen, sie öfters Loben u.s.w. Aber wie soll ich mit Ihr behutsam umgehen wenn Sie an allem, was zu meckern hat und mich zur Weissglut bringt? Wie soll ich sie loben wenn sie eine 5 heim bringt, ihr Zimmer nicht aufräumt und Tagelang total motzig ist?

Manchmal schalte ich einfach auf Durchzug, aber ich weiss nicht ob das die Lösung ist.

Ich weiss das man Kinder in der Pupertät am besten einfach in Ruhe lässt, aber Kinder mit ADS brauchen einen besonderen Zuspruch, und das zusammen unter einen Hut zu bringe ist nicht einfach.

Vieleicht hat ja jemand die selben Erfahrungen gamacht und kann mir ein paar Tipps geben wie ich mit dieser Situation am besten Umgehe.

Antworten
R9avqixni


hallo,

ich fühle voll mit dir. Mir geht es ebenso. Habe eine Tochter 13 J. mit ADS. Wird auch mit Medikinet behandelt.

Sie wird wohl auch im diesen Schuljahr sitzenbleiben, weil sie sich einfach nicht aufraffen kann nur eine klitze Kleinigikeit für die Schule zu tun. Nach dem Halbjahreszeugnis, welches schon die gefährdete Versetzung anzeigte, habe ich wieder regelmäßig, wie in den ersten Grundschuljahren, ihre Mappen kontrolliert. Für Schmierereien und unvollständige Arbeitsblätter habe ich ihr 1 € vom Taschengeld abgezogen. So war ich der Ansicht, dass sich ihre Faulheit nun änderte. Aber es war dann so, dass ich bei Aufräumaktionen, dann doch noch unbearbeitete Arbeitsblätter (z. B. unters Bett geprummelt) fand. Ich hoffe, wenn sie das Schuljahr wiederholen muss, wacht sie endlich mal auf. Es ist dann auch natürlich klar, dass sie Nachhilfe bekommt.

LG

KTA03


@all

Hallo ihr beiden!

Ich habe das Problem mit meiner Tochter auch und sie ist erst 11.Auch siewurde bis vor einiger Zeit mit Medikinet therapiert.Nur leider schlug es genau ins Gegenteil um,als was beabsichtigt war.Medikinet habe ich dann abgesetzt und mir ne ordentliche Psychotherapeutin gesucht.Sie ist jetzt 1 Jahr in deren Behandlung und es zeichnen sich auch wirklich Erfolge ab.atürlich habe ich auch das große Glück gehabt,daß meine Schwiegermutter über Jahre hinweg mit solchen Kindern (sie war Erzieherin) zu tun gehabt hat und mir somit wertvolle Tips geben konnte.Auch habe ich mich selbst im Netz schlau gemacht und den untenstehenden Link gefunden.Ich möchte ihn euch weitervermitteln,weil ich einfach glaube,daß ihr davon provittieren könntet.

[[http://www.ads-hyperaktivitaet.de/]]

p,ünktcjhen


Ursache ?

Vielleicht ist es eine Idee, wenn ich euch berichte, welche Auswirkungen gewisse Ungereimtheiten im Körper haben.

Ich möchte aber nicht klug daherreden, bin auch keine Ärztin, aber ich denke nach unseren Erfahrungen könnte die Unruhe im Körper evtl. eine andere Ursache haben.

Durch die Krankengeschichte unseres Kindes mussten wir lernen, dass die Sichtweise des Facharztes eingegrenzt ist ( wie bei jedem anderen auch) und bei uns waren es Zusammenhänge zwischen einer Wirbelblockade und den Erscheinungen wie Schwindelattacken + Zubehör , die nicht erkennbar waren.

Auf den Seiten von [[http://www.kiss-kid.de]] oder [[http://Kiss.de]] oder liest man von verkannten ADS.

Wir sind durch die Osteopathie ganz von der chronischen Erkrankung ab und die Entwicklung der Person an sich hat sich total gewandelt.

Die Erscheinungen bei uns waren vielfältig, von Lese-Rechtschreib-Störungen, Konzentrationsstörungen, Weinerlichkeit + Wütendsein in einem, das Gefühl von Unverständnis, Verlassensängsten ,mangelndem Überblick bis hin zum Tinnitus, Schwindel mit Erbrechen und Schmerzen .

Die Ursache war weder im Röntgen- noch im MRT Bild erkennbar, der Osteopath ( einer aus der Verbandsliste [[http://www.osteopathie.de]])

hat die Wirbelblockade erkannt / ertastet und sanft behoben.

Das war für uns ein unvorstellbares Erlebnis. Die behandelnden Ärzte haben auf unsere Geschichte nur " hm hm "oä gemeint.

Ich wünsch euch alles Gute ! -und die Pubertät hat auch seine guten Seiten, auch wenn das nicht immer leicht zu sehen ist.

*:) P.

Sjamm-y3100x2


Hallo,

Mwin sohnist 8 Jahre und wird im Juli 9. Er ist unter Medik. ganzanders gewesen als jetzt. Wir geben ihm keinerlei Medikamente mehr. Wir halten nur eine Diät in der er keinerlei Zucker ofer Farb und Konservierungsdtoffe bekommt. Also keine E Stoffe. Er geht in die 2. Klasse einer Sprachheilschule aber mit normalem Schulstoff also keine Hilfs oder Sonderschule. Er ist einer der Klassenbesten, und das seit er nix mehr nimmt. Das umehen mit ihm wird zwar auch von Monat zu monat mit zunehmendem alter schwieriger. Aber das beste ist immer noch die Methode das trotzen zu übersehen bzw gar nicht darauf einzugehen, im gegenteil übertrieben nett zu ihm sein. Er merkt dann mehr oder weniger schnell das was an seinem verhalten nicht stimmt. Ist er all zu trotzig, machen wir immer einenen Rollen wechsrl also er ist ich und ich bin er.

So kann er verstehen.

An sonsten haben wir größere Probleme mit Gafahren bzw die einsicht oder das wissen das etwas passieren kann. zbs auf der Straße oder mit Situationen die er eben nicht einschätzen kann. Wie ist es da bei euch?? Wie geht ihr damit um ? Können eure Mädels alleinen aus dem HAus gehen? wenn ja in welchem Rahmen ??

Auf antworten wäre ich sehr dankbar, und vielleicht habe ich ja mit meinen Tips auch etwas geholfen. Lieben Gruß

RKavixni


@alle

also, meine tochter hat schon so einige Therapien ( Psychomotrik 2Jahre, Tramplin 1/2J, Spiel.-u. maltherapie, Familiengepräche mit Therapeutin usw.) hinter sich, welche allerdings eine Menge gebracht haben. als dann 12 J. wurde sagte sie laut und deutlich, sie hätte jetzt die Nase voll den ganzen Therapien und es könnte sie keine mehr dorthin schleppen. Von da an war Therapieende.

Der Kinder u. Jugendpsychater der ihr das Medikament verschreibt sieht und spricht mit ihr alle 6 Mon. und wenn es große Probleme gibt kann man auch mal anrufen.

Wenn sie all zu sehr rumzickt verweise ich sie in ihr Reich (Zimmer), dort kann sie sich beruhigen und wenn sie meint, wir können jetzt ein vernünftiges Gespräch führen darf sie jeder Zeit wieder kommen.

m[anixc2


jaja, Mädchen, ADS und Pubertät ist eine brisante Kombination.

Mit so einer bin ich auch beglückt.

Ob Lob, Regeln und Grenzen, Konsequenzen, Sanktionen, Bestechung.. da scheint wirklich kein Kraut dagegen gewachsen zu sein.

Seit kürzerem gibt es in der Schweiz ein Forum, dass von Experten zum Thema ADS geführt wird.

[[http://www.adhs.ch/forum/index.php]]

Vielleicht haben die paar Ratschäge auf Lager *seufz*

LG

manic

f)i7ercex87


ich bin 18 und hab ADS. ich hatte immer große probleme gehabt in der schule, war ein außenseiter und hab es aber durch meine eltern und mir selbst relativ gut in den griff bekommen. ich habe bis vor einem jahr ritalin genommen. jetzt bin ich auf dem gymnasium in der aufbaustufe, 11 klasse und hab ein eigentlich gutes zeugnis (ca 3.0). ich kann nur sagen hab geduld und lobe sie auch bei kleinigkeiten das braucht man als ads'ler(also ich meine nich loben, wenn das so was kleines ist bei dem das loben lächerlich wäre). ich hatte damals auch selbstmordgedanken(nur gedanken, hätte es wahrscheinlich nie gemacht!) und so gehabt.

die pubertät muss sie einfach überstehen da kann man nich viel machen, versuch einfach konflikten aus dem weg zu gehen, du darfst dich aber gleichzeitig nich kommandieren lassen!

n3ixet


Wer kann mir helfen?

Wir, eltern von 2 jungs, 12 und 14 jahre alt. beide ads. Der 14 jährige seit ca. 2 Jahren in Pubertät. Zu Hause sehr ausfällig im verhalten, in Schule oder bei Verwandten keinerlei Probleme. Bei uns Stimmungsschwankungen und Respektlosigkeit (großer Mund, letzte Wort). Kein Arzt oder Psych. kann helfen, da er es da nicht macht. Gibt es Eltern denen es auch so geht? Wie bauen sie sich auf und schöpfen Kraft? Wie reagiert Familie und Freunde? Wir bekommen keine hilfe aus familie, es ist, als wäre es unser Problem. DANKE

dwevanic


hallo niet *:)

erst mal ein liebes hallo und :°_ ich kann gut nachvollziehen, wie es euch geht! wir stecken da auch "mittendrin" - wobei mein sohn schon seit 4 jahren sehr erfolgreich therapiert wird und sich unser alltag deutlich bessert!!!

am effektivsten behandelt man ad(h)s mit einem multimodialen behandlungsansatz, der sich aus 3 bausteinen zusammen setzt:

1. eine verhaltenstherapie oder "heilpädagogische entwicklungstherapie unter verhaltenstherapeutischen prämissen" für das kind (dort erklärt man ihm erst mal, was mit ihm eigentlich "los ist" , es lernt einen kompetenten umgang mit seinen syndromtypischen schwierigkeiten, lernt strategien um sich selbst besser steuern zu können usw...)

2. ein ad(h)s-spezifisches elterntraining für die eltern und nahen bezugspersonen. (dort lernen die eltern erst mal das ad(h)s und die neurobiologischen stoffwechselvorgänge im gehirn ihrer kinder zu verstehen, man bekommt strategien an die hand, mit deren umsetzung der umgang mit den kindern erleichtert werden kann und kann sich mit anderen eltern austauschen.)

3. falls dies nicht ausreichen sollte: medikation als unterstützung der beiden anderen ansatzpunkte! dabei ist es sehr wichtig, dass die medis von einem erfahrenen arzt "eingeschlichen" und absolut INDIVIDUELL dosiert werden!

ich kann aus deinem beitrag das alles nicht herauslesen! welche art von therapie macht ihr? sind die kinder medikamentös eingestellt? seid ihr in einer selbsthilfegruppe (z.b. beim "ads e.v")? wo wohnt ihr denn? brauchst du kontaktadressen?

wenn du möchtest, schreib mir ne private mail und ich schau mal, ob ich dir helfen kann! @:)

nun zu deiner anderen frage:

woraus ich kraft schöpfe? aus diesen kleinen momenten, in denen das wesen meines kindes zum "vorschein" kommt! wenn er mal nicht mit seinen syndromtypischen schwierigkeiten zu kämpfen hat und sein riesengrosses herz öffnen kann! er ist unglaublich tierlieb, immer offen und ehrlich, über alle masse hilfsbereit, hat einen unerschütterlichen gerechtigkeitssinn, ein untrügliches gespür für die empfindungen anderer menschen, ist ein absolut kreativer querdenker mit den tollsten ideen!!!x:)

(...wenn er mich nicht gerade zur weissglut treibt, natürlich ;-D)

ich würde ihn um NICHTS in der welt gegen ein "normales" kind eintauschen und das sage ich aus voller überzeugung!

zwar hab ich in den jahren ganz, ganz viel lernen müssen!!!!! geduld - für mich und mein kind, gelassenheit - ich muss es nicht mehr jedem recht machen, humor - ohne den wär ich glaub heut nicht mehr hier, strukturen - die erleichtern uns den alltag , und vor allem VERSTÄNDNIS, was da eigentlich in seinem köpfchen "passiert"!!!!

ab dem zeitpunkt, da ich VERSTANDEN habe, dass er mich ja nicht absichtlich ärgert, sondern ihm sein dopaminhaushalt "einen streich spielt", wurde für mich vieles leichter :)*

wie gesagt, kannst dich gerne an mich wenden - ich tu was ich kann, um euch zu helfen *:)

YYesxs


DEVNIC

Das ist sehr interessant, was du hier schreibst, bei meiner Tochter (12 Jahre) wurde ADS und HOCHBEGABUNG erst im September 2007 diagnostiziert. D.h. dass ich sie 12 Jahre falsch behandelt habe und nun kommt die Pubertät dazu. das mit den Wutausbrüchen ist wirklich nicht leicht und in der Schule haben wir auch Probleme, die Lehrer sind überfordert, und ich habe Angst, dass sie meine Tochter aus der Schule ausschließen. Noch dazu zahle ich dafür. ICh musste sie aus der Nachmittagsbetreuung herausnehmen, weil der Lehrer mit ihr nicht umgehen kann, und musste 3 Privatpersonen engagieren, damit ich ganztags (Alleinerzieherin, geschieden) arbeiten kann. Nochdazu habe ich eine ältere (18 ) Tochter, die durch die große Aufmerksamkeit etwas zu kurz kommt. Manchmal ist man machtlos., und vorallem muss man sich die Kraft woanders holen. BUUh, und man ist oft ungerecht mit ihr, sie schafft es mich so hochzuschaukeln, dass ich so eine Wut im Bauch habe und mich zusammenreissen muss, dass ich nicht aggressiv werde,, was kann man da machen?

dqevxnic


hallo yess *:)

was ist denn bei der diagnose besprochen worden? bekommt sie ne therapie? wenn ja, welche?

grundsätzlich empfehle ich den multimodialen weg, wie oben beschrieben, da dieser am effektivsten ist.

wenn auch noch ne hochbegabung dazu kommt, haben die betroffenen kinder ein noch schwereres "päckchen" zu tragen und wir als eltern sind noch MEHR gefordert.

ich geb dir mal ein paar links, die dir eventuell weiterhelfen könnten:

1. [[http://www.ads-ev.de]] , das ist die seite des ads ev, dort findest du ein paar gute infos und ein super forum zu dem thema. ausserdem die kontakte zu gesprächskreisen in deiner nähe (von denen bekommst du dann adressen von GUTEN ärzten und therapeuten!)

2. [[http://www.adhs-deutschland.de]], siehe oben

3. [[http://www.muensinger-schule.de]], das ist "unsere" schule, die wir speziell für kinder mit adhs und überdurchschnittlicher begabung gegründet haben. :-D

wenn du konkrete fragen hast, kannst dich auch gerne wieder an mich wenden *:)

Y"esxs


Devnic_Therapie von meiner Tochter

Meine Tochter ist seit September in Behandlung bei einer Psychotherapeutin und ich werde auch alle 14 Tage hinzugezogen, bekomme hier und da Einzelgespräche. Gestern teilte mir die Therapeutin mit, dass meine Tochter nicht an Hyperaktivität leidet und das wir es jetzt Schritt für Schritt angehen, z.B jetzt Sport (REITEN und Klettern würde ihr Gehirn fordern), so werden wir jetzt mal Schwimmen, Skifahren und etwas Eislaufen gehen. Für die Hochbegabung will sie dtz. nichts unternehmen. Werde mir auch die Links ansehen und mal sehen. Medikamente möchte ich dzt. noch nicht in die Therapie einbeziehen.

dWevniyc


huhu,

ist das eine analytische therapie oder eine verhaltenstherapie?

medis setzt man ja auch nur dann ein, wenn die anderen beiden bausteine nicht den erhofften erfolg gebracht haben bzw. nur in ganz schweren fällen auch früher. solange es OHNE geht, würde ich meinem kind auch keine medis geben!

wichtig ist in erster linie nur, dass ihr nen richtigen therapieansatz habt. für analytiker "gibt" es nämlich kein ads und adhs.... :-/ dementsprechend werden alle möglichen dinge vorgschlagen, die in diesem fall leider nichts bringen...

liebe grüße *:)

Y7eyss


devnic

:-x

Ich glaube schon,dass ich die richtige Therapeutin habe, sie hat selbst ADS und meine Tochter fühlt sich sehr wohl bei ihr. Das einzige wo ich nicht klar komme ist die Behandlung von den lehrern, die ist mühsam. Ich habe sie in eine Hauptschule gegeben, obwohl sie eine Mittelschulreife hatte, aber durch ihr Verhalten hatte ich Angst davor, manchmal weiß man natürlich nicht immer den richtigen Schritt als Elternteil. Habe meine Tochter schon des öfteren untersuchen lassen, aber keiner konnte mir sagen, was ihr gefehlt hat. Jetzt seit der Diagnose müssen wir all unser Verhalten umtellen. Was hälst du eigentlich von Bachblüten als Therapie?

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