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Polypen-OP (Rachenmandeln) bei Kleinkind

zQweArgm1)20x3 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mein Sohn (19 Monate alt) soll lt. HNO Ende September seine Polypen ambulant entfernt bekommen (Termin wurde gleich festgelegt auf den 28.09.). Er war von Januar bis Juni fast ununterbrochen krank (Erkältungen, Bronchitis usw.). Aber eine Polypen-OP finde ich ehrlich gesagt gleich ein bisschen grass, zumal mein Sohn erst 1,5 Jahre alt ist. Der HNO hat auch gesagt, dass die Möglichkeit besteht, dass die Polypen nachwachsen und wir in 2 od. 3 Jahren vor dem gleichen Problem stehen.

Hat jemand Erfahrungen mit Polypen-OP oder kann mir andere Alternativen aufzeigen.

Übrigens, mit unserer Kinderärztin konnte ich noch nicht darüber reden, da sie sich zur Zeit im Urlaub befindet.

Antworten
jxn


Die Rachenmandeln sind Teil des lymphatischen Systems, das bei der Infektabwehr eine große Rolle spielt. Bei Infekten ist es daher normal, daß die Mandeln anschwellen. Probleme mit den Mandeln sind so gesehen Folgen der Infektionen. Sie zu entfernen ist daher ähnlich sinnvoll wie bei einem Feueralarm die Sirene zu entfernen.

Ein gewisser Prozentsatz der Kinder fällt unter das, was man 'lymphatisches Kind' nennt. Diese Kinder haben generell eine höhere Infektanfälligkeit. Die Ursachen und die Behandlung liegen vor allem in Ernährungsbereich und können durch Homöopathie unterstützt werden.

Wichtig für diese Kinder ist vor allem das strikte Meiden des tierischen Eiweißes. Infektionen spielen sich im Immunsystem ab, das im Eiweißstoffwechsel 'beheimatet' ist. Das tierische Eiweiß belastet den Eiweißstoffwechsel stark und sorgt daher für mehr und schwerer verlaufende Infektionen. Weiterhin ist es ratsam auf eine möglichste naturbelassene Ernährung zu achten:

- Kein Fabrikzucker

- Vollkornmehle und -Produkte statt Auszugsmehlen und -Produkten

- Naturbelassene Öle und Fette statt raffinierter Öle und Fette

- Möglichst viel Frischkost

z{wergh1203


Danke jn,

wir sind mit unserem Sohn seit 1/4 Jahr zusätzlich bei einem Homöopathen in Behandlung. Aber so richtig hat dies bis jetzt nichts gebracht. Danke für die Info. über die tierischen Eiweiße, habe ich bis jetzt nicht gewußt.

cOlauwdi36


Hallo, bei meiner Tochter war es genauso. 1Infekt jagte den Nächsten. Haben uns dann entschlossen die OP machen zu lassen.Sie war knapp 3J. Ein Jahr später mussten die Mandeln und die nachgewachsenen Polypen raus. War gar nicht so schlimm. Jetzt ist sie 12 J. und hatte in den ganzen Jahren weniger Infekte ,als in den ersten 3 Jahren.

z^werg1x203


Danke Claudi36,

es tut gut von Leuten zu hören, die dies schon durch haben. Meine Sorge ist halt, weil mein Sohn noch so klein ist - ob er die OP gut verkraftet, wie es ihm danach geht usw.

Die Sorgen einer Mutter halt ...

cPlaudi(36


Hi, ich denke , je größer das Kind, desto mehr Probleme. Bei der Polypen OP , war meine Tochter den 1. Tag noch etwas schlapp, durch die Narkose. Am nächsten Tag war sie wieder fit. Bei der Mandel OP war ich 1 Woche mit im KH und konnte sehen, das größere Kinder es schwerer hatten.Allein schon, weil ich immer da war und sie ablenken konnte, hatte sie kaum Probleme. Für deinen Kleinen wird die Polypen OP bestimmt ein Klacks, den Eltern geht es dabei meist schlechter als dem Kind ;-) Ist ja klar, man leidet immer mit.

z$wergJ1B20x3


Gestern war unser großer Tag ...

... die Polypen wurden ambulant entfernt. Die OP ansich war nicht schlimm und hat auch nur 15 Minuten gedauert, aber die Zeit nach der Aufwachphase war der Horror.

Als er das erste Mal zu sich kam und relativ unruhig war, wurde er gleich noch einmal schlafend gespritzt. Es dauererte ca. eine halbe Stunde dann kam er wieder zu sich. Er schrie und tobte regelrecht vor Wut und Zorn und das fast 2 Stunden lang (obwohl er seinen Hals ja eigentlich schonen sollte).

Alles was ich versuchte um ihn zu beruhigen, schlug fehl.

Er wollte auf meinen Arm ... ich nahm ihn hoch ... er wehrte sich mit Händen und Füßen gegen mich. Ich legte ihn wieder in sein Bett ... war auch nicht richtig ... er wollte wieder hoch ... gleiches Spiel von vorn. Er zog mir Haare heraus, schlug um sich, riss mir die Brille von der Nase usw. und das ganze Spektakel dauerte 2 Stunden. Ich war so fertig und erschöpft, hätte nur noch heulen können. DAS war nicht mein Kind. So kenne ich meinen Sohn überhaupt nicht.

Ich wurde von der Narkoseärztin vorgewarnt, dass es solche Ausnahmen gibt, die aber ganz selten sind. Und ich hatte dieses "Glück". Da er mit seinen 20 Monaten das alles ja noch nicht so versteht und begreift, machte er sich damit Luft und seine ganze Wut brachte damit zum Ausdruck (so erklärte es mir die Ärztin).

Ich wünsche niemanden, dass er so etwas mit seinem Kind durch macht.

cLlau(di3x6


Oh Gott du Arme, muss furchtbar gewesen sein. Hoffe ihr habt jetzt allles überstanden.

z+werg1U203


Alles war ...

... vorbei indem Moment als wir die Praxis verließen. Er schlief sofort im Auto ein, zwar recht unruhig (weinte auch leise im Schlaf) hat aber alles in allem gut überstanden.

Heute ist er den ersten Tag wieder in der Kita. Hoffe sehr, dass der Eingriff was gebracht hat und er eine ganze Weile ohne Beschwerden (Erkältungen, Bronchitis usw.) bleibt *ganz.fest.die.Daumen.drück* :)^

mnariau:smaxma


Hallo zwerg1203

Ich bin neu hier und wollte mal hören wie dein kleiner die Op überstanden hat. Wir waren heute zum 3.mal beim HNO und jedes mal waren seine Ohren zu d.h er hat Flüssigkeit hinter dem Trommelfell. Wir haben jetzt für Montag einen Termin bekommen und der Arzt meinte das evtl auch die Polypen rauskommen.

Ich freu mich über eine Antwort.

Lg mariusmama

gQolf(77_un?d_Txim


Ja, mich würde auch interessieren, wie es mit deinem Kleinen weiter gegangen ist, was die vielen Erkältungen, Bronchiten betrifft. Wir stehen nämlich vor dem gleichen Problem, nur ist mein Sohn erst 15 Monate. Aber seine Polypen sind schon sehr groß und er ist auch andauernd krank (immer gleich Bronchitits oder Lungenentzündung), daher sollen sie nun raus. Hab auch schon Angst vor der Op und davor, wie es ihm dann hinterher geht, wie er alles verkraftet.

Wäre schön, wenn du noch mal was dazu schreiben könntest und vor allem, ob er jetzt weniger krank ist.

z2werg%12@03


Wo habt ihr den Faden denn ausgegraben ??? Ist doch schon sooooo alt ;-)

Mein Sohn war damals - nach der OP - ganze 4 Wochen frei von Erkältungen & Co. ... danach also von Nov. 05 bis zum Sommer des Folgejahres fast ununterbrochen krank. Bei ihm haben sich die Erkältungen hauptsächlich auf die oberen Atemwege gelegt, also hauptsächlich Bronchitis usw. Mir hat das alles keine Ruhe gelassen und ich hab mir im Frühjahr 2006 einen Termin beim Kinderlungenfacharzt (KiLuFa) geholt. Wir mußten dann leider über ein viertel Jahr warten. Im Aug. 06 waren wir also beim KiLuFa. Dort wurde uns dann ein Cortison zum Inhalieren verordnet ... wir sollten ein Viertel Jahr inhalieren und beobachten, ob es was bringt. Aus dem Viertel Jahr ist fast ein Jahr geworden, aber DAS hat uns wirklich was gebracht und hat wirklich geholfen :)^ :)^ :)^ Wir mußten damals zweimal täglich, also morgens und abends mit der Cortisonslösung inhalieren (Pulmicort). Seine ganzen Bronchen sind super ausgeheilt und er ist nicht mehr so anfällig. War in dem letzten Jahr kaum noch krank (in diesem Kalenderjahr gerade mal 1 Woche!).

Im nachhinein hätten wir die OP NICHT mehr durchführen lassen, weil sie UNSEREM Sohn null komma nix gebracht hat. Ich spreche hier aber nur von UNSEREM Sohn. Andere Familien waren oder sind mit dieser OP sehr zufrieden und bei denen hat´s auch was bewirkt.

g!olf77_2und_Tixm


Ohje, das ist ja weniger schön gewesen ... aber zum Glück habt ihr ja dann doch noch den richtigen Weg gefunden.

Von Pulmicort hab ich schon was gehört und gelesen ... aber noch sind wir nicht so weit. Am 6.11. haben wir auch einen Termin in einer KiLu-Klinik ... malsehen ... die Polypen sollen aber trotzdem raus. Malschauen.

z werg212803


golf77

Du kannst uns ja auf dem Laufenden halten. Mich würde interessieren, wie sich diese OP bei anderen Kids auswirkt.

Ich wünsche Euch alles Gute :)* @:) :)^

J1oli]84


Wir hatten die OP im januar 2007 meine Tochter war dort 2 3/4 Jahre alt. Bei uns wurden auch die Polypen rausgenommen, und ein schnitt ins Trommelfell gemacht. Sie war davor andauert krank und hat auch nicht so wirklich gut gesprochen. Nach dieser OP war sie bis jetzt 2mal krank mehr nicht :)^ Ich war/bzw. bin damit echt zurfieden, selbst das sprechen hatte sich in 4 wochen deutlich verbessert :)^ :)^ :)z

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