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Was tun bei Lese-Rechtschreibschwäche?

p(um(i 2x4 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Bei unserem Sohn (9) vermuten wir eine LRS. Sein Vater hat diese auch und quält sich auch als Erwachsener damit herum.

Unser Sohn sprach spät aufgrund von Wahrnehmensstörungen. Er bekam Ergo, was ihm toll half. Später Sprachtherapie, als er zu stottern anfing. All das ist überstanden und nun quält er sich in Deutsch (3.Klasse), in den anderen Fächern ist alles goldene Mitte. Zuerst hatte er total Probleme beim Lesen. Er kam in der Schule in Förder, man sagte ich solle täglich mit ihm Lesen. Ich merkte aber, daß das nichts brachte. Dann erfuhr ich zum Glück, daß die AWO in unserer Stadt ein Lesenest hat, wo Kindern eine Gebärdensprache beigebracht wird, die den Kindern hilft, sich auf die einzelnen Buchstaben zu konzentrieren. Das half ihm auch sehr gut. Er ist zwar immer noch im Förder und hat den Stand der Klasse auch noch nicht erreicht, aber er liest flüssiger und springt nicht mehr so von Wort zu Wort (d. h. er packt z.B. Buchstaben aus dem 2. Wort nicht mehr ins 1.) Er verwechselt aber sehr oft das b und d. Aber er hat nicht mehr die Panik vorm Lesen, fragt sogar von selbst, ob er mir abends was vorlesen soll. Aber dann kommen die Diktate. Üben wir z. B. ein Übungsdiktat das 1. Mal, macht er 23 Fehler bei ca 60 Worten, obwohl mit diesem Text schon 2 Wochen gearbeitet wurde und er ihn 1 Stunde vorher komplett abschrieb (das war die Hausaufgabe). Beim nächsten Üben 10, dann 8, was ja schon ein super Fortschritt ist. Das schlimme ist, daß er so unglücklich ist. Er weint, wenn er sieht, wieviel Fehler er gemacht hat. Wir üben täglich, damit er dann, wenn das Diktat in der Schule geschrieben wird, nicht auch 20 Fehler macht. Dabei fällt mir auf, daß er Sachen, die er hören müßte, nicht hört. z.B. "fängt", ich betone, er soll genau hinhören und spreche das g ganz weich, und das t dann ganz hart. Er schreibt fänkd. Wenn er Bäume wie Beume schreibt, kann ich das verstehen, das ist wirklich schwer. Aber er weiß, daß das weiche ein g ist und das harte ein k. Aber beim Diktat kriegt er das nicht hin. Es passiert auch, daß er beim 1. Mal Bämme schreibt und beim 2. Mal Beume. Oder Storm anstatt Sturm. Oder Suden anstatt Süden. Die Ohren sind laut HNO okay. Er hörte vor ca 1 Jahr wirklich schlecht, bekam Röhrchen, der letzte Hörtest vor ein paar Monaten war super ausgefallen. Als ich die Probleme dort ansprach, daß er auch im Alltag Sachen falsch versteht, kam er auf eine LRS, ich solle das weiter beobachten. Montag ist wieder Termin bei ihm.

Nun las ich in der Zeitung einen Artikel eines Mannes, der LRS (Leghastenie) hat. Er berichtete, daß seine Eltern leider damals genau das Falsche machten, nämlich Diktate übern, und üben,... Das hat mich total erschreckt, weil ich das ja auch so mache. Ich möchte ihm doch nur helfen, daß er einigermaßen durch die Schule kommt und ihm vor allem das Lernen leichter fällt. Ich habe Angst, daß er vielleicht demnächst total blockiert und nur noch Panik hat.

Stimmt es, daß Diktate üben nicht gut ist? Was soll man stattdessen tun?

Ich hab schon versucht, mir beim Gesundheitsamt Hilfe zu holen. Nun muß ich erst bei der AWO einen Test mit ihm machen, wo ausgetüftelt wird, ob er die LRS hat.

Tips wollten sie mir vorab nicht geben.

Vielleicht könnt Ihr mir ja helfen und von Erfahrungen berichten.

Viele Grüße

pumi

Antworten
MAarkuxs65


Viele Gedanken dazu!

Hallo pumi24!

Der Junge ist in einer schlimmen Situation. Es wird etwas von ihm erwartet, das er offensichtlich nicht schaffen kann. Das heißt aber keinesfalls, dass er "zu dumm" ist – er ist ANDERS, er lernt anders oder KÖNNTE es, wenn ihm die Erwachsenen die Möglichkeit dazu geben! Zurzeit fühlt er sich, übertrieben (?) ausgedrückt, als Versager. Das ist er ganz bestimmt nicht! Ich würde eher das Gegenteil vermuten!

Fast alles, was Du beschreibst, passt zum Bild der Legasthenie (b und d verwechseln, Wortteile durcheinander bringen, Buchstaben aneinander reihen, statt das WORT als Ganzes zu sehen, Wortteile einem anderen Wort zuordnen, Probleme bei der Laut > Buchstabe > Wort – Umsetzung)! Aber fangen wir woanders an:

Kinder werden irgendwie ständig "bewertet", nach addierbaren Punkten, werden in Normen gepresst, die dazu da sind, sie auf das Leben in einer "Leistungsgesellschaft" vorzubereiten. Dabei wird oft übertrieben. Was wird nicht alles gemessen, gewogen, überprüft und immer wieder kontrolliert. Sinnvoll, aber für das Kind auch oft lästig, unangenehm oder noch schlimmeres.

Alle müssen schön gleich sein, alle müssen in mindestens eine unserer "bewährten" Norm-Schubladen passen. Wer "schlechter" ist, aus dem "wird mal nichts" – genau so wie aus dem, der BESSER oder einfach nur ANDERS ist – DER ist nämlich in unserem System nicht vorgesehen.

Welche STÄRKEN hat dein Sohn? Wo könntest Du ihm Bestätigung geben (Lob, ihn was selber machen lassen, was Du ihm bisher gar nicht zugetraut hast). Was kann er besonders gut? Ich wette, da gibt es was! Ist er kreativ? Was macht er am liebsten? Ist er sehr sportlich? Hat er ein gutes Technikverständnis oder so was? Womit erstaunt er Dich vielleicht sogar manchmal? Fördere und unterstütze auch und vor allem das, was er GUT kann!

Worum es geht ist Selbstbewusstsein und Stolz auf Erreichtes. Wenn er mit sich selbst zufrieden ist und weiß, DASS er "was kann" geht er leichter und mit weniger Angst an die "LRS" heran, sozusagen als EINE Aufgabe unter vielen.

Bleibt die Frage, was DU konkret tun kannst. Ich hab’ eine ganze Weile gesucht und bin am Ende wieder dort gelandet, wo ich meistens lande, wenn ich ratlos bin. Lies mal hier nach:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Legasthenie]]

Du wirst vieles finden, das Dir bekannt vorkommt, erstaunlicherweise auch Persönlichkeiten, die scheinbar so gar nicht zu Legasthenie passen – und Du findest Links, wohin Du Dich wenden kannst, damit deinem Sohn die für IHN richtige Förderung zu Teil wird!

Noch was:

Evtl. hängt alles mit einer früheren Erkrankung zusammen. Die "Wahrnehmungsstörung" beunruhigt mich etwas. Das müsste man erstmal ausschließen. Welche Untersuchungen wurden denn schon gemacht? MRT z. B.? Gibt es bei Euch ein Sozialpädiatrisches Zentrum? Dort sind alle kindermedizinischen Fachrichtungen vereint, der Junge könnte "fachrichtungsübergreifend" untersucht werden (1 mal, statt viele mal) und die Ärzte sind nicht meilenweit voneinander entfernt, können besser und schneller Erkenntnisse austauschen.

Na ja, vielleicht helfen Dir diese Gedanken etwas – vor allem Deinem Sohn! :)^

Viele Grüße!

Markus *:)

p6umJi 2x4


Danke Markus

für Deinen Beitrag.

Ich kann erst jetzt antworten, da ich, seit ich ein neues Virenschutzprogramm habe, hier nur mit Schwierigkeiten reinkomme. >:(

Du sprichst mir aus der Seele. Es ist bestimmt nicht übertrieben ausgedrückt, wenn Du schreibst, daß er sich als Versager fühlt. Es trifft den Punkt! Er sieht die anderen Sachen nicht, die er gut kann, wenn er gerade wieder was falsch schreibt. WIR wissen, daß er nicht dumm ist, er zweifelt leider an sich. Wir sagen auch nie, daß er sich mehr anstrengen soll. Wir sehen ja, daß er sich total anstrengt und sein bestet tut.

Ich finde es auch schade, daß Menschen, die "anders" sind, nicht ins (Schul)system passen. Ich kenne viele Menschen, die in der Schule starke Probleme hatten, aber danach ihr Leben super gemeistert haben. Aber irgendwie muß er da ja durch...

Natürlich loben wir unseren Sohn, wo es nur geht (er ist zudem auch noch sehr sensibel), lassen ihn alles selber machen, was er kann, spornen ihn an, neues zu probieren, um sein Selbstbewußtsein zu stärken.

Ich suche auch nach seinen Stärken. Er spielt seit 1 Jahr Fußball, ist dort allerdings zu zaghaft. Rennen kann er super, leider wohnen wir auf dem Land und da gibt es keinen Leichtathletik-Verein. Aber es gibt manchmal einen Stadtlauf,mal sehen, ob er das nächste Mal mitmachen will.

Er ist sehr lieb mit unserer Katze, ich hab schon die meisten Aufgaben an ihn abgegeben.

Den link werde ich mir nachher mal zu Gemüte führen.

So, jetzt zum letzten Absatz.

Was für Untersuchungen wurden gemacht? Mal nachdenken.

MRT? Was ist das?

Mit 3 wurde er von einer Kinderpsychologin untersucht, die feststellte, daß er sprachlich Probleme hat, aber nicht warum.

Wir waren in einer Kindergehörklinik, um Hörprobleme auszuschliessen. Dort fand man nichts akutes behandlungsbedürftiges, sagte aber, sein Trommelfell könne sich nicht genug bewegen. Ich hab damals schon nicht verstanden, daß das kein Grund für eine Behandlung war. In den Befund für unseren HNO wurde auch nichts davon geschrieben, weswegen er ganz erstaunt war, als ich ihn fragte, ob man das nochmal testen lassen sollte.

Bei der Ergo sagten die dann, daß ihm die propiozeptiven (? Tiefenreize) fehlen und sich deshalb nicht genügend Synapsen im Gehirn gebildet hätten. Das wurde dann dort und auch zuhause, auch jetzt noch, nachgeholt. Außerdem arbeiten seine beiden Gehirnhälften nicht immer gut miteinander, weswegen er immer liegende Achten machen soll.

Weitere Untersuchungen wurden, außer den normalen Us beim Kinderarzt und der Einschulungsuntersuchung nicht gemacht.

Ein sozialpädiatrisches Zentrum gibt es hier nicht. Aber bei dem Test bei der AWO sind sicher verschiedene Spezialisten (Logopäden, Psycologen,...) anwesend.

Bin gespannt, was bei dem Test herauskommt. Falls die dann doch keine LRS feststellen, fahren wir nochmal mit ihm in die Gehörklinik und lassen das mit den Ohren abklären.

Ich hoffe, ich krieg das in Zukunft besser hin, auf diese Seite zu gelangen, wundert Euch bitte nicht, wenn ich nicht antworte...

Einen schönen, sonnigen Sonntag wünscht

pumi

Mparrkus6x5


Hallo pumi!

Also ich bin kein Fachmann und mir ist völlig klar, dass man auch keine "Ferndiagnosen" stellen kann und soll, aber ich finde doch, Du solltest erstmal in Richtung LRS/Legasthenie denken. Vielleicht druckst Du den Artikel aus der Wikipedia mal aus und nimmst ihn mit zu dem Test bei der AWO. Du hattest ihn noch nicht gelesen – wenn Du Probleme hast, ich kopier ihn Dir und schick ihn per Email (irgendwo ne Emailadresse?). Lies das erstmal, ich denke, dann bist Du schlauer. Das ist eigentlich genau das, was Du eingangs beschreibst!

Wie muss ich mir den "Test bei der AWO" vorstellen? Ist das eine med. Einrichtung oder kommt da jemand in eine Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt, der dann nie wieder dahin kommt?

Was sagt eigentlich Euer Kinderarzt dazu – das ist doch eigentlich der erste Ansprechpartner? Und er/sie hat sicher mehr Kompetenz und kann schon "zielsicherer" zum richtigen Spezialisten überweisen.

Was Dein Sohn braucht ist 1. eine SICHERE Diagnose und 2. die daraus resultierende für IHN richtige Therapie (ich nenn’s jetzt einfach mal so). Ja, vielleicht können die in der Gehörklinik einen Hörschaden AUSSCHLIESSEN – das würde ja auch erstmal weiterhelfen, aber solche Dinge wie Teile von Worten anderen Worten zuordnen, Buchstaben spiegelverkehrt schreiben – nein, das kann ich mir nicht vorstellen, dass da eine Hörschädigung dahinter steckt.

Wie gesagt, ich sage hier nur meine Meinung. Ich mache mir Gedanken darüber, dass womöglich jetzt alle möglichen Ärzte, die gerade zur Verfügung stehen, "mal ausprobieren", was es denn sein könnte. Ich weiß wie das auf dem Lande ist, wenn man froh ist, dass überhaupt mal einer "greifbar" ist, aber ich befürchte, Du wirst womöglich in den "sauren Apfel beißen" und mit dem Jungen zu einem vielleicht weiter entfernten Spezialisten fahren müssen.

Versuch doch mal, Kontakt zu den im Artikel genannten BVL oder dem Schulpsychologen aufzunehmen. Die können Dir vielleicht auch spezialisierte Ärzte in deiner Nähe nennen! Das wäre doch erstmal das Naheliegende – es sei denn der AWO-Test bringt sofort Klarheit.

MRT = Magnetresonanztomografie (hoffentlich hab’ ich das richtig geschrieben), ein bildgebendes Verfahren ähnlich Röntgen, nur erheblich deutlicher und ohne Strahlenbelastung und ohne Notwendigkeit, Kontrastmittel zu geben. Dadurch können z. B. "weiche" Organstrukturen sozusagen scheibchenweise dargestellt werden (Schnittbilder).

LG

Markus *:)

prumi: 24


Nochmal Hallo

wow, diesmal gings ohne Probleme.

Ich habe inzwischen alle links gelesen und bin mir jetzt fast sicher, daß es LRS ist, da passte soviel...

Du hast Recht, viele Symptome würden, wenn "nur" Hörprobleme da wären, nicht auftreten.

Die Frau am Telefon war bei meinem Anruf nicht sehr informativ. Aber als bei unserem 2, Sohn der Verdacht auf ADS bestand, hat ihn bei der AWO das Früherkennungsteam untersucht. Wenn ich mich recht erinnere von einem Kinderarzt (oder -in), Kinderpsychologen, Logopäde, Krankengymnast und der Amtsärztin des Gesundheitsamtes. Die haben mich dann weiterverwiesen an einen Kinderpsychlogen vor Ort, der dann die Diagnose stellte und weitere Maßnahmen erteilte (Ergo, Psychomotorik).

Ich denke, daß das jetzt das gleiche Team sein wird.Die sind also ständig da und kennen auch die Ärzte der Umgebung. Ich hab ziemliches Vertrauen in die, da auch die erstan Untersuchungen, als er so schlecht sprach, dort so super verliefen.

Schade, ich muß jetzt weg. Schreibe morgen weiter.

Tschüß!

p|um:ix 24


so, ich bin wieder da.

...also weiter...

Beim HNO gerade wurde wieder ein Hörtest gemacht, der sehr gut ausgefallen ist. Er meint, wir sollen weiter in Richtung LRS forschen.

Also nochmal zum Test bei der AWO. Damals sollte unser Jüngster (wegen dem ADS) z. B. Bälle fangen, eine schräge Bank hochlaufen und runterrutschen, puzzeln, malen, schneiden, Formen vergleichen, etwas aufbauen, ich weiß garnicht mehr alles. Ich denke mal, das wird jetzt ähnlich, aber altersentsprechend und sicher mit Lesen und Schreiben. Ich werde das, wenn sie wegen des Termins anrufen noch erfragen. Wenn das interessiert, kann ich das ja posten.

Tja, beim Kinderarzt war ich garnicht. Als unser Sohn damals die Sprachverzögerung hatte, lief auch viel übers Gesundheitsamt, deswegen war das jetzt meine erste Anlaufstelle. Und wenn ich mir einen Arztgang ersparen kann, dann mache ich das doch.

Ich denke nicht, daß er da kompetenter ist.

Ich warte den Test bei der AWO ab, und sehe dann weiter.

Durchs Lesen in verschiedenen homepages wird man leider auch verwirrt. Der eine schreibt, man soll bloß keine Diktate üben, das Kind solle sich einfach nur mit Buchstaben beschäftigen, spielen, Texte abtippen.

Der andere ist überzeugt, daß es bestimmte Blöcke von Vokabeln auswendig pauken sollte.

Wieder andere empfehlen, daß Buchstaben über alle Reize des Körpers erlernt werden soll.

...hm, da muß man sich wohl etwas herauspicken

Erstmal

Tschüß

B0eautCh


Hallo Pumi

LRS haben meist auch eine organische Komponente. Wenn dies zutrifft, könnte eine entsprechende Behandlung gute bis sehr gute Resultate bringen.

Eine aBSCHÄTZUNG INWIEWEIT DIES BEI dEINEM KIND ZUTREFFEN KÖNNTE, MÜSSTE ICH FOLGENDE aNTWORTEN HABEN:

- Hat das Kind trockene haare, Lippen, Haut oder Hautprobleme?

- Hat das Kind weiche, ausgefranste, oder splitterige Fingernägel?

- Wie ist der stuhlgang des Kindes? Eher weich (könnte nicht am Stück aufgehoben werden), unverdaute Speiseteile darin?

- Hat das Kind sehr durst, uniriert es im Vwerghleich zum trinken sehr häufig?

Hat das Kind Einschlaf- und ufwachprobleme?

Ist das Kind bleich im Gesicht?

Hat das Kind manchmal rote Ohren und event. Backen, wenn es von draussen rein kommt?

Hat das Kind ein kleines Bäuchlein, eventuell Blähungen oder Verdaaungsschweirigkeiten?

Hat das kind Nahrungsvorlieben, welche?

Hat das Kind sehr gerne Süsses?

Hat das Kind Ringe und/oder Falten unter den Augen?

Hat das Kind oft Ohreentzündungen gehabt, oder ist sonst oft krank, Schnupfen oder so was?

Was für körperliche Auffälligkeiten hat das Kind allenfalls noch?

freundliche GRÜSSE

BEAT

pWumhi 2G4


Hallo BeatCh,

ich kann fast alles beneinen.

Er ist körperlich topfit, keine Schlaf- oder Stuhlauffälligkeiten,...

Daß er, wenn er nach dem Fußballspielen z. B. mit roten Wangen reinkommt, halte ich für normal.

Beim Essen ist auffällig, daß er Fleisch nur mag, wenn man es nicht gut sieht (Bolognesesoße, panierte Schnitzel, Hamburger), er ißt am liebsten Obst und frische Gurken und sowas (was will man mehr?).

Okay, Mittelohrentzündungen hatte er einige, deswegen hat er ja jetzt das Röhrchen.

Daß körperliche Ursache der Grund sind, davon gehe ich mal aus. Die sind doch dann im Gehirn zu finden.

Oder an was denkst Du?

Tschüß

pumi

Bye3atCxh


Hallo Pumi

Rote Wangen nach strengen Fussballspielen können normal sein, wenn sie sonst nicht auftreten, das heisst seine Wangen nach einem längeren Aufenthalt an der kühlen/kalten Luft nicht auftreten. Am besten vergleicht man es mit anderen Kindern, die dieselbe Aktivität mitmachten. Wenn er fast der einzige ist der rote wangen hat, dann könnte es einen speziellen Grund haben.

Aufgrund Deiner Antworten nehme ich sonst an, dass Du alle Fargen mit Ausnahme der Ohrenentzüdung negativ beantworten kannst.

Die häufigen Ohrenentzündungen sind ein typisches Indiz einer Nahrungsunverträglichkeit. In den meisten Fällen ist es die Milch!

Ob dies zutrifft, würde ich abklären lassen. Leider verstehen die allermeisten Ärzte die Zusammenhänge nicht. Deshalb rate ich dir zum Buch "Ist das Ihr Kind?" von Prof. Dr Doris Rapp. Das Buch war übrigens monatelang Bestseller der New York Times.

Das Buch zeigt mögliche Auswirkungen auf und wie man sie abklären lassen kann.

Diese Nahrungsunverträglichkeit können nämlich auch Störungen im Gehirn verursachen.

"Daß körperliche Ursache der Grund sind, davon gehe ich mal aus. Die sind doch dann im Gehirn zu finden.

Oder an was denkst Du?"

Aus Erfahrung ist es häufiger in Fällen wie Deinem Kind umgekehrt!

Körperliche Störungen z.B. im Stoffwechsel, durch Belastungen oder Defizite, etc wirken sich auf das Gehirn aus. Diese Auswirkungen zeigen sich dann eben in Verhaltens- Entwicklungs- und/oder Lernschwierigkeiten.

Als Beispiel führe ich hier mal eine Darmgrippe aus. Man ist müde, mag Lautstärke und viele Informationen nicht, das Denken kann schwerfallen etc, dabei befindet sich der Virus bzw die Bakterien doch im Darm, oder?

Der Darm sendet einerseits Nervenimpulse an das Gehirn und andererseits produzieren die Bakterien etc Stoffwechselprodukte die das Gehirn iritieren. Dies als ein kleines Beispiel.

Nebst dem Buch kann ich Dir auch mal einen Versuch empfehlen. Gib dem Kind mal einen Monat absolut und ganz streng keine Milchprodukte mehr, auch keine verborgenen in Fertigprodukten etc etc. Eine Veränderung könnte sich beim Kind einstellen. In den ersten Tagen sind sogar Verschlechterungen möglich (wie Entzugserscheinungen), welche ein gutes Zeichen wären.

Liebe Grüsse

Beat

A1bs7olutex_w


Bin grad bei stöbern über dieses Posting gestolpert und muß nun auch mal meinen Senf dazu geben.

Erste Anlaufstelle bei Verdacht auf Legasthenie ist immer die Lehrerin/der Lehrer, der dann Kontakt zum Schulpsychologen aufnimmt.

Der Schulpsychologe besucht das Kind dann in der Schule und kann nach ein paar Tests feststellen, ob es sich wirklich um eine Lese-Rechtschreibstörung handelt. Sollte dies der Fall sein, führt Euer nächster Weg zum Kinderpsychologen.

Dieser wird anhand verschiedenster Tests feststellen, ob es sich um Lese-Rechtschreibschwäche, Legasthenie oder eine andere Störung handelt( es gibt hier unmengen von verschiedenen Störungen).

Sollte es sich um eine wirkliche Legasthenie handeln, so bekommt Ihr vom Kinderpsychologen ein Attest und Euer Kind wird von der Benotung bei allem was mit Lesen und Rechtschreiben zu tun hat, befreit . Dies nennt sich Nachteilsausgleich( sprich: Diktate dürfen nicht bewertet werden, Rechtschreibfehler bei Proben in anderen Fächern dürfen nicht berücksichtigt werden, bei z.b. Textaufgaben muss der Schüler entweder mehr Zeit bekommen um zu den Lösugen zu kommen bzw. der Lehrer muß die Texte vorlesen, damit der Schüler den Anforderungen auch gerecht werden kann).

Der Nachteilsausgleich wird immer wichtiger, je älter das Kind wird. Wie soll ein Legastheniker, der schon in seiner Muttersprache gravierende Schwierigkeiten hat, in Fremdsprachen gute Leisungen bringen ohne irgendwelche Hilfen.

Meine Tochter geht in die 5te Klasse und muß z.B. keine Schularbeiten in Englisch mitschreiben, bei Ihr werden die Vokabeln nur mündlich abgefragt und benotet.

Schnapp Dir Dein Kind und sie zu, alles zu tun was möglich ist, um ihm das Leben zu erleichtern! Nicht nur das schlechte Deutschzensuren auf die dauer das Kind entmutigen, Du wirst sehen, der gesamte Unterricht wird ihm mehr Spaß machen!

Ach ja noch was: Die Schule ist laut Gesetz dazu verpflichtet, jedem Schüler einen gewissen Wissensstand zu vermitteln. Kommt der Klassenlehrer nicht mehr weiter, empfiehlt es sich beim Direktor die Bereitstellung der mobilen Dienstes zu fordern (diesen gibt es in jedem Bundesland). Diese speziell ausgebildeten Fachkräfte besuchen bei Bedarf den Schüler regelmäßig während der Unterrichtszeiten und trainieren mit Ihnen bestimmte Lernarten was Lesen und Schreiben betrifft.

h=onexyx14


hi ,

ich habe auch leghastenie. ich hatte seit dem ich in der schule war probleme beim schreiben und lesen (mehr beim schreiben). in der grundschule war es auch so wie bei deinem sohn ,ich machte irsinnig viele und dumme fehler , jedoch waren viele ausländische kinder in meiner klasse so das es nicht auffiel ,weil die noch mehr fehler machten .es kam aber vor , dass ich eine seite schrieb fast ohne fehler . meine eltern sprachen oft mit meiner klassenlehrerin doch sie meinte, dass ich oft unkonzentriert wäre (haben mir meine eltern erzählt).Als ich dann aufs gymnasium kam und wir die ersten diktate geschrieben hatten ,die voller fehler waren ,sprachen meine eltern noch mal mit der neuen lehrerin und sie fragte ob ich denn schon mal auf lrs getestet wurde.Ich haben dann den test gemacht der positiv war . ich fand es grauenvoll , der typ hat mich behandelt mich als ob ich dumm sei . meine kinderärztin meinte dann ich sollte noch einen test machen um zu schaue welche therapie form für mich am besten wäre. Diese frau war noch furchtbarer als der typ .1.sagte meine mutter erst zwei tage vor dem termin dass wir zu dieser frau gehen würden (und sie wusste es schon 2 monate vorher),2. war ich total krank und fertig und 3. war sie total so psycho mäßig drauf, voll komisch und unangenehm.

als ich dann diesen test gemacht hatte wurde ich bei einem institut angemeldet .Die machten dann auch noch einen test . ich kam dann in eine gruppe und die therapie hat richtig spaß gemacht (ernst gemeint).Wir haben die erste 3/4 std übungen gemacht und dann haben wir gespielt .Diese therapie dauerte glaube ich 3 jahre ein mal die woche eine std in einer gruppe von 4 kindern .Ich habe in dieser zeit sehr viel an selbstvertrauen gewonnen und ich finde sie hat mir auch sehr geholfen .

während der therapie gehörte ich zeitweise zu denen mit den wenigsten rechtschreibfehlern in meiner klasse .jetzt ein jahr nach der therapie gehöre ich zwar nicht mehr zu den besten aber mein fehler index ist relativ okay .von 19 fehlern sind 3 rechtschreib fehler (insgesammt 225 Wörter) .

Außer in englisch da bin ich furchtbar schlecht und in französchisch bin ich auch relativ gut was die fehler betrifft.

Ich habe keinerlei probleme mit der lrs ,ich kenne viele die sich damit verstecken und wo es nur die lehrer wissen.ich habe auch nicht die erfahrung gemacht ,dass mich freund oder klassen kamerraden für dumm halten.

ich denke du solltest deinen sohn auch eine therapie machen lassen ,aber pass auf das es ihm spaß macht ! auch wenn diese teuer ist .Frag mal bei der caritas nach da haben wir zuschüsse bekommen bzw. sie haben 1 1/2 jahre die kosten übernommen.

Von den angeboten der schule würde ich abraten in meiner schule macht das eine lehrerin die die kinder zwingt die aufgaben zu machen , aber unter zwag lernt man nicht und man findet auch keinen spass am lesen oder schreiben.

viel glück

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