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Vorhautverengung bei 4-Jährigem

afngst2hase21 hat die Diskussion gestartet


Hallo alle miteinander,

mein 4-jähriger Sohn hat laut Kinderarzt eine Vorhautverengung. Der Arzt hat zu einer möglichst baldigen Operation geraten. Mein Mann und ich sind aber eigentlich dagegen, wir würden 1. lieber erst was anderes probieren (Salbe etc.) 2. das Kind lieber in diese Entscheidung miteinbeziehen, wenn er älter ist.

Was ist Eure Meinung, bzw. wer hatte ein ähnliches Problem mit seinem Sohn und was habt Ihr getan?

Danke angsthase21

Antworten
-{Hasxe-


Scroll mal auf dieser Seite runter, da ist schon ein Thread zum Thema ;-)

DGas EstwOaxs


Hallo,

hat euer Sohn denn wegen der diagnostizierten Vorhautverengung irgendwelche Probleme, sei es schmerzhaftes Aufblähen der Vorhaut beim Wasserlassen oder ständig wiederkehrende Entzündungen?

Wenn nicht, so ist klipp und klar zu sagen, dass eine Operation der Vorhaut bei einem 4-Jährigen tatsächlich nicht not tut. Es ist zu früh.

Eine Vorhautverengung kann sich bis zur Pubertät hinziehen und sofern keine der o. g. Probleme vorliegen, sollte man dem ganzen mindestens bis dahin die Zeit geben, sich entweder auf natürlichem Wege zu weiten oder durch diverse Manipulationen und Dran Herumspielereien seitens des Kindes selbst geweitet zu werden.

Auch besteht die Möglichkeit - und diese sollte auf jeden Fall vor einer OP ergriffen werden - eine Vorhautverengung mit Hilfe spezieller Salben (steroid- oder kortisonhaltig) und vorsichtiger mechanischer Dehnung der Vorhaut (also vorsichtige Zurückziehversuche tatsächlich aufzudehnen.

Die Erfolgsraten für eine solche Behandlung liegen bei 80-90 %, so dass diese eine wirksame Alternative zur "klassischen" OP, der Ganz- oder Teilbeschneidung der Vorhaut, darstellen.

Sehr nützliche Informationen zu diesem Thema gibt es u. a. auf den folgenden Seiten:

[[http://www.eltern.de/gesund_schoen/gesundes_kind/vorhautprobleme.html]]

[[http://www.pharmavista.net/indexD.htm?http://www.pharmavista.net/news/PVP/0001969D.htm]]

[[http://www.aerztezeitung.de/docs/2004/09/27/173a0401.asp?cat=]]

[[http://www.aerztezeitung.de/docs/2004/04/21/073a0403.asp?cat=/medizin/kinderkrankheiten]]

Ist euch seitens des Arztes die angeblich dringende Notwendigkeit der Beschneidung irgendwie begründet worden (außer dass die Vorhaut nicht über die Eichel geht, was an sich ja kein OP-Grund darstellt)?

Unter'm Strich kann man eure Einstellung hierzu nur begrüßen. In der Tat sollte ein Kind nur dann ungefragt bzw. von den Eltern her entschieden beschnitten werden, wenn die Situation dies unbedingt erforderlich macht, wenn also gravierende med. Probleme vorliegen, die einen Aufschub dessen nicht dulden und das Nicht-Operieren mehr Probleme als Nutzen mit sich bringen würde.

Wenn der Junge aber schlicht und ergreifend eine Vorhaut hat, die einfach "nur" nicht über die Eichel gezogen werden kann, so ist dies bis zur Pubertät völlig legitim und bedarf keiner Behandlung. Bei einem vorpubertären Kind oder gar Kleinkind besteht keine Notwendigkeit, die Vorhaut über die Eichel ziehen zu können. Wenn es möglich ist, soll drunter mal gereinigt werden, wenn nicht, so muss man diesen Umstand jedoch nicht gewaltsam durch Operationen oder gewaltsame Zurückreiß-Aktionen herbeiführen wollen. Dazu hat die Natur lange lange Zeit, dies selbst zu regeln.

Wäre schön, wenn du dich dazu nochmal melden würdest. Ich hoffe, ich konnte ein Wenig Licht ins Dunkel bringen.

Schöne Grüße

H)y>perixon


wie

"das etwas" schon sagte kann sich eine verengung bis zur pubertät hinziehen bevor es zu einem lösungsprozess kommt. eine voreilige operation (ohne absolute notwendige indikation) ist daher nicht nötig.

eine verengung kann man sehr gut konservativ behandeln mit guten erfolgsausichten. das setzt natürlich regelmäßiges und gewissenhaftes üben voraus!!

wie gesagt, abwarten und dann kann man immer noch sehen was wird.

gruss

a"ngs7thasex21


Danke...

...schonmal für alle Eure Beiträge. Die Links werde ich mir alle noch anschauen.

@ Das Etwas:

Der Kleine hat beim Wasserlassen keine Probleme, es schmerzt nach seiner Aussage auch nichts. Eine richtige Entzündung hatte er auch noch nie, jetzt die Tage war die Spitze ein bißchen gerötet und leicht entzündet, aber nach einem Tag mit Zinksalbe ist das schon wieder besser.

Die Begründung des Kinderarztes war einfach nur das die Vorhaut eben verengt ist und es wäre auch viel hygienischer. Salben oder ähnliches hat er überhaupt nicht erwähnt, da bin ich erst Internet ´drauf gestossen. Außerdem hat er selbst (der Arzt) als unser Sohn noch ein Baby war, mal so energisch dran gezogen, das es hinterher leicht am bluten war :(v

Damals hatte ich mich noch nicht so schlau gemacht, sonst hätte ich sofort protestiert.

Ich bin nach Euren Beiträgen ziemlich sicher, das eine OP erstmal nicht in Frage kommt!!! :)^

Gruß angsthase21

Hgype1rioxn


:-/

es wäre viel hygienischer

traurig das es ärzte gibt die so einseitig denken

energisch drann gezogen das es leicht am bluten war

den arzt müsst ihr auf jedenfall wechseln!!

bedauernswert das es solche (kinder)-ärzte gibt!!

man muss sich immer selbst informieren sonst ist man verloren.

gruss

oIlli>---1>973


Der (richtige) Hinweis den Arzt zu wechseln ist ja bereits gekommen, eine Operation ist - auch das wurde schon geschrieben - in den meisten Fällen auch nicht notwendig. Was sich der Arzt dabei überhaupt gedacht hat, ob er überhaupt großartig nachgedacht hat, darüber möchte ich jetzt nicht spekulieren aber gerade das Alter von 4 Jahren ist im Bezug auf einen derartigen Eingriff wenn keine zwingende Notwendigkeit dazu besteht wirklich gänzlich falsch gewählt:

"Aus psychologischer Sicht wird zum Teil empfohlen, eine Beschneidung bei vier- und fünfjährigen Jungen zu vermeiden, da Operationen an den Geschlechtsorganen in dieser Entwicklungsphase (phallische Phase) Kastrationsängste hervorrufen können"

[[http://www.meduniqa.at/491.0.html]]

Und die Hygiene? Ist in dem Alter ohnehin im Bezug auf die Vorhaut eher nebensächlich denn da sammelt sich in aller Regel noch nichts was gefährlich werden könnte. Und später, da hat sich die Vorhautverengung (wenn es denn überhaupt eine ist und nicht eine auch in diesem Alter noch vollkommen normale Verklebung) vielleicht schon von selbst in Wohlgefallen aufgelöst. Falls nicht hilft mit sehr großer Wahrscheinlichkeit eine Salbenbehandlung. Und wenn wieder erwarten auch das nicht helfen sollte, dann kann man immer noch operieren, und zwar so wie es dein Sohn haben möchte.

Ist schon schlimm welchen sehr einseitigen Unsinn Ärzte immer noch von sich geben.

D~a`s Et$waxs


Da drängt sich förmlich der Gedanke auf, dass solche Ärzte eben ihre eigenen Präferenzen anstatt medizinische Kompetenz als "Beratung" zum besten geben.

Einen 4-Jährigen interessiert aber nunmal nicht, ob der Onkel Doc. einen beschnittenen Penis gerade schöner findet, und für die Eltern ist diese persönliche Sichtweise in Bezug auf ihr Kind auch nicht nützlich. Schließlich geht es nicht darum was der Doc. schöner findet, sondern der Junge.

Deswegen @Angsthase:

Danke, dass ihr vernünftig genug seid, euch über die Aussage Gedanken zu machen und euch zu informieren. Für euren Sohn kann dies nur von Vorteil sein.

eArika2x4


ich kann da nur zustimmen das keine op erstmal nötig ist! bei der u8 bei meinen jungs wurde dieses auch festgestellt bei meinem grossen ist es noch etwas vorhanden,aber meine kinderärztin sagte mir auch das man es durch übungen verhindern kann eine op zuveranlassen!das ist eine sehr grosse belastung für das kind.ich hatte mit meinem sohn torben letztes jahr im mai eine mandel und polypen entfernung und das war echt nicht leicht anschliessend,daher würde ich meine kinder nie wieder so schnell operieren lassen!und torben hat diese vorhaut verengung auch gehabt mit 4 meine ki-ä sagte damals in dem alter ist das völlig normal und muss nicht operiert werden! stattdessen machen meine jungs diese übungen ,also langsam die vorhaut zurück zu schieben selbst! denn sie wissen am besten ab wann es weh tun wird und hören dann auf!und es wird immer besser!

lg

Tkow6ondxa


Vorhautverengung

.... hatten meine Jungs auch lange. Ist von alleine weg gegangen. Mit 4 Jahren operieren finde ich deswegen verfrührt.

Viele Grüsse

TTowolnda


Kamillosan

... Hab noch was vergessen. Meine Jungs hatten auch manchmal ein entzündetes Spitzchen am Penis. Mit Kamillosanteilbad ist es immer weggegangen.

MWarkuxs65


Hallo Angsthase21!

Zuerst mal möchte ich Dir sagen, dass ich es super finde, dass Du Dich informierst und so verantwortungsvoll an die Sache herangehst und dass Du eben auch daran denkst, dass Dein Kind später mit sich selbst und seinem Körper zufrieden sein soll.

Allem, was hierzu bisher gesagt wurde stimme ich zu.

Natürlich kann man als Außenstehender schlecht nachvollziehen, weshalb der Arzt die OP angeraten hat, aber grundsätzlich machst Du nichts falsch, wenn Du sagst: Solange die Situation das Kind nicht belastet, also nichts weh tut oder sich entzündet und "Pipi machen" problemlos geht ist eine OP nicht notwendig. Eine enge Vorhaut allein ist kein OP-Grund.

Wichtig ist meiner Ansicht nach auch, darauf hinzuweisen, dass die Vorhaut kein einfaches oder gar überflüssiges Stück Haut ist, das man einfach mal eben wegschneiden kann. Mit der Vorhaut verliert der Junge einen Teil seiner sexuellen Wahrnehmungsfähigkeit, einen weiteren dadurch, dass die Eichel nach ihrer "Bloßlegung" trocken und unempfindlich wird. OB das irgendwann als belastend empfunden wird oder nicht kann NIEMAND vorhersagen. Leider wird über diese Auswirkung nur selten geredet oder geschrieben, obwohl sogar in der Patienteninfo zur Beschneidung darauf hingewiesen wird (wenn auch eher beiläufig).

Nicht zu vergessen, was oben schon geschrieben wurde: Jede OP belastet ein Kind und besonders angenehm ist das nun ja auch nicht, danach mit beschnittener Eichel bei jeder Berührung, beim Pinkeln usw. erstmal Schmerzen zu haben, auch wenn das nach ein paar Tagen vorüber ist.

Mir fällt auf, dass Ärzte die Sache ziemlich "kühl" und "körperlich-funktionell" beurteilen – es funktioniert ja danach alles noch und das AKTUELLE "Problem" (Phimose) wurde beseitigt. Die Überlegung, dass der JUNGE später einmal mit dem "Ergebnis" rein äußerlich unzufrieden sein könnte, es z. B. als unästhetisch, als Makel oder "Beschädigung" empfindet oder sich später Einschränkungen der sexuellen Wahrnehmung einstellen (auch wenn diese Fälle wohl nicht allzu häufig sind?) – DIESE Überlegung spielt offenbar für den Arzt keine Rolle. Das ist noch nicht einmal abwertend gemeint – es hat für den Arzt mit der OP einfach nichts zu tun und wenn draußen das halbe Wartezimmer voller Patienten sitzt kann ich mir vorstellen, dass auch wenig Zeit ist, sich mit derlei Problemen zu befassen. Und das ist eben der Teil der Entscheidung, für den die ELTERN und bei größeren Kindern auch der JUNGE SELBST zuständig sind, denn hier geht es nicht um med. Wissen, sondern darum, wie ich als Mutter oder Vater mit der Verantwortung auch für die ZUKUNFT meines Kindes umgehe. Und die Entscheidung über eine OP treffen letztlich immer noch die Eltern.

Übertrieben? Vielleicht. Wenn ich mir überlege, vor welch unwahrscheinlichen Nebenwirkungen in manchem Beipackzettel gewöhnlicher Kopfschmerztabletten gewarnt wird (in 1 von 10.000 Fällen … usw.), dann wundere ich mich schon, weshalb eine postoperative Komplikationsrate von immerhin 2 % (2 von 100 – bitte mich zu berichtigen, falls das nicht stimmt) im Falle der Phimose-OP so "locker" gesehen wird, wobei hierin die oben genannten individuellen und sexuell-funktionellen Folgen ja noch nicht einmal berücksichtigt sind.

So, das war mal ein etwas abschweifender Beitrag – ich wollte eigentlich nur sagen: Wenn die OP nicht nötig ist, dann lasst es sein. Und Hygiene ist für mich kein Argument – sonst wären ja alle unbeschnittenen Jungen und Männer kleine "Ferkel", oder?

Alles Gute dem Kleinen!

Markus

a]ngstYhasxe21


Hallo nochmal,

tja,wie gesagt, die OP ist mittlerweile vom Tisch. Wir beobachten das einfach weiter und der Papa zeigt ihm immer mal wieder, wie er das zurückschieben vorsichtig üben kann :)^.

@Towonda - danke für den Tipp mit dem Kamillosan, das Zeug haben wir eh immer im Haus!

Gruß angsthase21

bGaxlzi


GutervTipp, vielleicht...

Bei meinem Sohn haben Ärzte zur Operation geraten, wg. der berühmten Vorhaurverengung.Mit 4 gingen die Diskussionen los und nun ist er über 6 Jahre.Wir sind zum Kinderchirugen gegangen und der hat gesagt : alles im grünen Bereich. Wir haben eine spezielle Salbe bekommen, die vom Kinderarzt hat nichts gebarcht und die Vorhaut wird nicht oben bewegt, sondern von ganz unten am Penis leicht runtergezogen. Der Doc hat es meinem Sohn gezeigt und nun kann er "trainieren"!! Also keine OP.

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