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Adhs und wieder ein neues Medikament

GHa5by xZ. hat die Diskussion gestartet


Als mein Sohn mit 7 jahren eingeschult wurde,wußte ich schon das es Probleme geben würde.Von ADHS hatte ich bis dato nie etwas gehhört.Nun,nach einer langen Untersuchungsreihe bei zig verschiedenen Ärzten hatte ich endlich eine Diagnose,und nicht mehr das Gefühl als Mutter versagt zu haben.Medikinet war das Mittel der Wahl,25mg,2mal täglich.Aber ich fand mein Kind unnatürlich,fast schon letargisch.Da ich mit dem Kinderpsychater niur Ärger hatte,macht nun mein Kinderarzt die Medikation mit uns.Wir entschieden uns letztes Jahr Ostern auf Concerta umzustellen.Und eigentlich sind wir sehr gut klargekommen,bis vor ein paar Wochen.Mitlerweile haben wir an manchen Tagen das Gefühl,er hätte keine Tablette genommen.Was kommt nun?Wieder ein neues Medikament?Bei Concerta hat er schon 56 mg,höher gehts doch nicht,oder?

Antworten
Gmlückli,cheseBienxchen


Schau mal in den Link.Vielleicht findest Du ja was,was Dir weiterhilft.

[[http://www.ads-hyperaktivitaet.de/]]

sxan.ne$34


Adhs

Hallo mein Sohn hat auch Concerta bekommen, hat nach ner Weile auch nicht mehr geholfen. Nun nimmt er 20mg Retard Medikinet und 10mg Medikinet. Das hilft sehr gut, er war vorher auch höher Dosiert. Das einzige Problem das wir haben ist das er absolut keinen Appetit hat wenn die Medikamente wirken.

Dfas E`twaxs


Mein Gott

wenn ich diese Dosishöhen hier lese, kommt mir gerade das kalte Grausen.

Ein befreundetes Kind von mir bekommt "nur" 10 mg Medikinet Retard und ist davon schon völlig von der Rolle (total abwesend, steht total neben sich, rafft für ein/zwei Stunden so gut wie gar nichts mehr) - aber was eure Kinder so - verzeihung - reingedonnert bekommen, das ist ja 'n Hammer.

SO HYPERaktiv kann man doch gar nicht sein, eure Kinder müssten ja ohne Tabletten förmlich die glatten Wände hochgehen, damit diese Dosen gerechtfertigt wären...

MGidlifeC`risxis


@Das Etwas

Liebes Etwas,

Du solltest mit Deinen Äußerungen hier vielleicht doch etwas zurückhalten. Deine Äußerung zeigt eindeutig, dass Du von der Materie keine Ahnung hast.

Methylphenidat wirkt bei jedem anders.

Ich kenne Erwachsene, denen reichen schon Einzeldosen von 5mg, während dessen andere 40mg brauchen und das bei ähnlichem Körpergewicht. Hängt eben vom Stoffwechsel ab und wir reden hier von einer Stoffwechselstörung.

Würde ich Deine Aussage nach Deiner Logik interpretiern, dann müßte das Kind von dessen Dosierung Du sprichst ungefähr 3-4 Jahre alt sein, vermutlich noch jünger.

Medikinet Retard wird in 2 Stufen abgegeben. Eine Dosis sofort, in Deinem Fall 5mg und der Rest über eine gewisse Zeit verteilt. Üblicherweise, wenn ich mich nicht irre insgesamt 8 Stunden.

Faustformel, 1mg pro Kg Körpergewicht = max. Tagesdosis

Also wiegt das Kind von dem Du sprichst 10 Kg.

Einem so jungen Kind Methylphenidat zu geben ist unverantwortlich!

Aber Spaß beiseite, die von Dir beschrieben Symptome zeigen eindeutig eine Überdosierung!

Richtig dosiert hilft es den Kindern Aufmerksam und motorisch Ruhig zu sein.

Es ist für sie eine Hilf aktiv am Leben der "Normalen" teilzunehmen.

Lieben Gruß

Frank

m%an%icx.


Concerta war bei meinen Kindern auch nicht optimal. Gerade die Anlaufszeit war zu lange und sie mussten nebenher noch "normales" MPH nehmen. Sie sind jetzt auf Medikinet retard umgestiegen. Damit läuft es wirklich sehr gut.

Ein befreundetes Kind von mir bekommt "nur" 10 mg Medikinet Retard und ist davon schon völlig von der Rolle (total abwesend, steht total neben sich, rafft für ein/zwei Stunden so gut wie gar nichts mehr

Hm. Das ist nun wirklich keine erwünschte Wirkung von Medikinet.. und eigentlich sind ADSler VOR der Einnahme so, und nicht danach.

Warum geben die Eltern ihrem Kind MPH weiter, wenn es diese Wirkung hat? Diese Medikation scheint ja nicht erfolgreich zu sein. (Klingt eher als bekäme er sowas wie Tofranil)

Da ich ja nun selbst ADSler bin und auch Ritalin mal genommen hab, kann ich nicht nur aus der Literatur zitieren, wie es wirkt:

innerliche (und dadurch auch äußerliche) Ruhe, sortierte Gedanken, organisiertes Handeln.. und die Möglichkeiten sich besser wahrzunehmen (was am Anfang einer Behandlung sehr weh tun kann).

Erlernte Strukturen während der Therapie bleiben zum größten Teil erhalten, das Selbstbewusstsein verbessert sich sehr, wenn sich Erfolgserlebnisse einstellen...

LG

manic

DoasQ E[twas


@Midlife-Crisis und Manic

Überdosierung, wenn du gerade selbst feststellst, dass die dosierte Menge eher für ein 4-Jähriges Kind wäre?? Zur Info, der Junge ist 11 Jahre alt.

Und doch, ich habe Ahnung von der Materie, deswegen habe ich mich durchaus auch mal mit den Schattenseiten von Ritalin & Co. beschäftigt, man kann nämlich leider nicht alles glauben was die Hersteller so auf bzw. in ihre Packungen schreiben.

Ich arbeite als Jugendgruppenleiter und kann die o. g. Erfahrung mit einem weiteren Kind, welches in unserer Freizeitengruppe war und die gleichen Symptome zeigte, nur untermauern. Auch dieser Junge (8) wurde wesentlich "zugänglicher", nachdem wir Medikinet abgesetzt hatten. Nach der Tablette war der erstmal min. 'ne Std. für nix zu gebrauchen, stand geistig einfach neben sich, als hätten wir ihm 'ne Betäubung verpasst. Der war zwar noch wach, aber geistig nicht "da", man musste ihn direkt von vorne ansprechen und sich deutlich zu verstehen geben damit er überhaupt merkte dass man ihn meint. Und WAS man dann von ihm wollte, hat er nicht gerafft.

Warum die Eltern des 11-Jährigen ihn weiter unter Medikamente setzen? Tja, das frag mich mal - ich weiß es auch nicht. Weil er dann halt in der Schule (wo ihn die Lehrer sowieso auf dem Kieker haben) dann schön "funktioniert". So muss sich keiner mit ihm näher beschäftigen, keiner auf ihn eingehen (dazu ist nämlich keiner bereit), sondern er kommt ohne aus.

DESWEGEN nimmt er die Tabletten. Es ginge zwar mit einem Minimum an Aufwand auch ohne, aber selbst das ist von den Lehrern schon zu viel verlangt :-( Tja, so ist es halt.

Ich kenne mehrere Kinder wo es so ist. Der 8-Jährige von der Freizeit, bei dem ist's ganz genauso. Der kriegt die Medis nur für die Schule, weil die Lehrerin gesagt hat - ich zitiere: "In der Schule muss das Kind funktionieren". TOLL sowas. Zuhause und auf unserer Freizeit (in der großen Gruppe mit 40 Kindern) brauchte er keine Medis!

Diese Medikamente werden viel zu schnell verschrieben, teilweise nach einmal 'ner halben Std. beim spielen zugucken (ist kein Witz). Nee, da kann ich echt nur mit dem Kopf schütteln.

G/lücklsiche{sBienchen


Diese Medikamente werden viel zu schnell verschrieben, teilweise nach einmal 'ner halben Std. beim spielen zugucken (ist kein Witz). Nee, da kann ich echt nur mit dem Kopf schütteln.

Bei meiner Tochter hatte die Ärztin noch nicht einmal beim Spielen zugesehen.Wir waren lediglich ca.20 Minuten in ihrer Praxis und schon hatte sie das Medikinet auf´s rezept geschmiert und geholfen hat es nicht die Bohne.Also ich halte von Medikinet überhaupt nichts.

E%lluorxan


Vielleicht eine Hilfe!

Diese Auffälligkeiten sind nicht neu. Man kennt diese schon ein paar Jahrzehnte. Was mir hier fehlt, bei der ganzen Diskussion, ist die Ursache für eine solche Verhaltensveränderungen herauszufinden. Denn alles hat eine Ursache und eine Wirkung. Sprich das Gehirn des Kindes wird durch einen äußeren Reiz (vielleicht Schadstoffe) oder einen inneren Reiz (Farbstoffe, Ernährung ect.) einfach fehlgeleitet. Das kann sehr schlimme Auswirkungen haben. Meist ist das limbische System betroffen das direkt mit der Nase und damit mit der Außenwelt in Verbindung steht. Es arbeitet unbewusst ist aber für Affekte wie Angst, Wut, Konzentration, Bedürfnisse wie Essen, Trinken ect. zuständig.

Eine Ärztin die dieses Thema seit zwanzig Jahren gründlich erforscht hat, ist Frau Professor Dr. Rapp. Ihr Buch heißt: Ist das ihr Kind. Und da wird sehr deutlich warum bei Kindern der Gehirnstoffwechsel nicht mehr richtig funktioniert. Sie hat sehr beachtliche Erfolge mit ihrer Therapie erzielt, die jeder umsetzen kann, der sein Kind nicht immer mit chemischen Medikamenten vollstopfen will.

Man sollte sich immer vor Augen halten. Nichts, aber auch rein gar nichts geschieht im Menschen einfach so. Allergien, Umwelterkrankungen und auch ADHS haben eine Ursache. Und die herauszufinden ist wichtig. Alles andere ist eine Sackgasse.

Viele Grüsse

mQarndicx.


Ist ja schlimm, was ihr alles für Erfahrungen macht.

Ich kenn das ganz anders.

Meine Kinder wurden x-mal getestet bevor sie Medikamente bekamen. Dazu noch EEG, EKG, Blutuntersuchungen...

Dann das ganze nochmal mit Medikation, um einen Unterschied zu erkennen. Und jetzt immernoch halbjährig alle Kontrollen, obwohl sie "stabil" sind.

Meine Kinder geht es mit Medis sehr gut. Nur allzu großen Hunger haben sie nicht. Diese Nebenwirkung hatte MPH "leider" bei mir nicht.

Es muss klar sein, dass es nicht "den" ADSler gibt. Unter den ADSlern sind die Begabungen genauso verteilt wie unter der "Normalbevölkerung", manche meinen sogar, dass ADSler im Durchschnitt besser begabt sind. Das weiß ich nicht, und will da auch nicht spekulieren. Ich kenne da auch solche, und eben andere. Die sozialen Hintergründe sind genauso vielfältig. Ich kenne auch Lehrer und Ärzte mit ADS, nicht nur gescheiterte Existenzen.

Meine Kinder gehören zu den mit Intelligenz Gesegneten und wären an ihrem schulischen Scheitern zerbrochen. So haben sie die Möglichkeit, ihr Abitur zu machen.. und dahin sind sie auch auf dem besten Weg.

Vor 5 Jahren sollte mein Sohn noch in die Sonderschule, in weiteren 5 Jahren wird er nach seinen jetzigen Leistungen studieren.

Ich komme jetzt auch nicht aus der Gosse und bin schulisch trotz ADS und ohne Behandlung auch ziemlich weit gekommen.. aber das waren andere Zeiten. Da war man halt ein "bisschen komisch", aber da wurde kein Drama draus gemacht. Trotzdem hab ich eine typische ADS-Karriere hinter mir, mit Schulabbruch in der 11. Klasse und "Abhauen" von Zuhause.. viel Alkohol und Zigaretten. Glücklicherweise hat sich das mit 20 bei mir wieder eingerenkt... bei vielen ADSlern endet das anders. Jeder sollte sich mal mit der Statistik der Folgen eines unbehandelten ADS befassen.

Pauschale Verurteilungen sind absolut falsch und unangebracht.

Jeder Kurzsichtige kriegt seine Brille, jeder Diabetiker sein Insulin.. und jeder der sich wirklich mit der Materie befasst hat, weiß, dass der Vergleich mit Diabetes und Insulin gar nicht weit hergeholt ist.

Kann man natürlich auch versuchen, nur diätetisch und mit viel Sport zu behandeln.. und mal schauen, ob´s gut geht. Kann - muss aber nicht.

@ GlücklichesBienchen

Wenn man seinem Kind nach so einer Diagnostik schon ein Medikament wie MPH gibt, dann muss man sich *sorry* auch ein bisschen selbst an die Nase fassen! Das entschuldigt natürlich nicht das Vorgehen der Ärztin.

Da ich auch in der medizinischen Branche tätig bin, weiß ich natürlich, dass es schwarze Schafe gibt. Mir ist allerdings persönlich in Sachen ADS noch nie einer über den Weg gelaufen.

Da gibt es eher uninformierte, die nur ungern überhaupt MPH verschreiben.. so meine Erfahrung.

mQanicx.


Im Übrigen...

versuche ich hier keinen zu überzeugen! Ihr dürft Euere Meinung behalten.

Ich möchte nur hilfesuchenden, verzweifelten und verunsicherten Eltern von ADSlern die "andere" (derzeit anerkannte) Seite aufzeigen.

Ich hab bei meinen Kindern auch lange mit der MPH-Gabe gewartet... länger als bei mir selbst.

Oft ist dies aber eben die einzige Lösung in der Akutsituation. Und da braucht man sich keine Vorwürfe gefallen lassen.

Wenn mein Kind sozial völlig isoliert in einer Förderschule frustriert wird, mit 15 Drogen nimmt und sich mit 20 Jahren das Leben... dann hilft mir hier auch keiner.

Ich bin hier auch nicht gegen Förderschulen, wenn es eben dem Begabungs-Niveau des Kindes entspricht.

...ach, genug geschrieben. Wer verstehen will, versteht´s auch.

PFummevl+chlen


@manic

Da kann ich Dir in allen Punkten nur Recht geben @:) *:)

@Elloran

Ich glaube nicht das bei ADS-lern durch Stoffe jeglicher Art etwas fehlgeleitet wird. ADS entsteht schon im Mutterleib und nicht durch äußere wie innere Umwelteinflüße.

MKarkZus65


@ gaby z.

Concerta (18 mg) hat bei unserem Sohn gar nicht angeschlagen, Concerta 36 mg nur vorübergehend, jetzige Medikation Medikinet 20 mg Retard schlägt gut an, ohne "ruhig zu stellen". Von Appetitlosigkeit ist nichts mehr zu spüren (war früher aber so) – liegt vielleicht an der Pubertät.

@manic

Entschuldige bitte, dass ich mich nicht wieder bei Dir gemeldet hatte – aber ganz im Gegenteil zu u. a. hier geäußerten Meinungen versuche ich mich durchaus auch um meine Kinder zu kümmern.

Dein Beitrag könnte – wie schon einmal – auf unsere Situation zutreffen: Ausführliche Diagnose in einer kinderpsychiatrischen Klinik mit allen nur erdenklichen Untersuchungen (ich weiß nicht, ob ich das einem Kind noch mal zumuten würde), krasse schulische Probleme vor Beginn der Therapie und klare Verbesserung danach (statt geplanter Sonderschule nun Leistungsdurchschnitt 2,4 Realschule). Ich hatte auch nicht den Eindruck, zu Ritalin gedrängt zu werden, im Gegenteil – der Arzt erschien mir eher zögerlich und ich hatte durchaus den Eindruck, mit einem kompetenten Mediziner zu reden.

Eine Medikation nach "einer halben Stunde spielen" halte ich für völlig unqualifiziert und wenn sich danach dann auch noch herausstellt, dass das Medikament gar nicht wirkt ist ja wohl klar, dass es dann eben sehr wahrscheinlich kein ADHS ist, welches die Probleme hervorruft.

@Das Etwas

Auch dieser Junge (8) wurde wesentlich "zugänglicher", nachdem wir Medikinet abgesetzt hatten.

Wer ist wir?

Vielleicht verstehe ich deine o. a. Beiträge falsch oder werte sie zu pauschal – was meinen Sohn betrifft ist es aber wirklich NICHT so, dass er die Medikamente nur zur "Ruhigstellung" bekommt. Es wurde sehr gründlich untersucht, er wurde in der Klinik über einen längeren Zeitraum ohne Medikamente beschult und erst dann auf Ritalin, jetzt Medikinet eingestellt. Ergebnis: Er wäre ohne Medikamente nicht normal schulfähig. Dabei geht es gar nicht mal um die Unruhe oder das "nicht brav sein", sondern um Konzentration und Selbstkontrolle / Selbstwahrnehmung. Er wird 13 und er kann sich gut artikulieren und uns auch selbst sagen, wie er sich wann fühlt und wie das damals alles für ihn war. Ich höre ihm auch zu – wir reden sehr oft sehr lange miteinander, auch wenn ich in der Erziehung vielleicht nicht immer alles richtig mache. Noch was: Bevor er behandelt wurde kam es schon mal vor, dass es zu Hause nur noch laut zuging oder dass man von Leuten offen oder versteckt als asozial beschimpft wurde, weil man unfähig sei, sein Kind mal ordentlich zu vermöbeln.

In 2 Punkten muss ich Dir recht geben: Es wird viel zu oft viel zu schnell verschrieben (manchmal aber auch zu spät, wenn es dem Kind bzw. der gesamten Familie schon richtig schlecht geht) und manche Leute, dazu zähle ich durchaus auch Lehrer ohne jemanden pauschal verurteilen zu wollen, sehen in Ritalin DAS Mittel zur Disziplinierung unangenehmer Schüler.

@all

Ich denke, man sollte in Sachen Ritalin nicht pauschal urteilen – das Medikament kann einem Kind wirklich helfen. Wichtig ist aber, dass man sehr verantwortungsvoll damit umgeht und dass gewährleistet ist, dass das Kind regelmäßig von einem dazu befähigten Arzt untersucht und ab einem bestimmten Alter vor allem auch aufgeklärt wird, was und warum es überhaupt Medikamente einnehmen muss und dass man als Eltern eben auch regelmäßig nachfragt, wie sich das Kind fühlt, dass man nicht alle Entscheidungen dem Arzt überlässt, sondern immer wieder nachfragt: Ist es noch notwendig, ist die Einstellung zu hoch / zu niedrig? Man muss als Eltern selbst aktiv sein und sich nicht treiben lassen.

Was mir hier wie auch in Diskussionen zu anderen Themen immer wieder fehlt ist das Gespräch MIT dem Kind, das meiner Meinung nach ab einem bestimmten Alter immer dazu gehört. Bei vielen Beiträgen habe ich den Eindruck, die Schreiber sind so sehr mit dem Problem und ihrem Standpunkt dazu beschäftigt, dass sie manchmal gar nicht mehr danach fragen, wie sich das Kind dabei eigentlich fühlt oder was es dazu sagt.

@Elloran

Was Du schreibst klingt sehr interessant. Ich würde zwar eine Behandlung, die nachweislich Erfolge bringt, jetzt nicht abbrechen, aber wer vor der Alternative steht Therapie oder Medikamente wird sicher ein offenes Ohr dafür haben. MEIN Problem mit Therapien ist nur immer wieder das: Das Kind soll möglichst 3 mal pro Woche zu irgendwelchen therapeutischen Veranstaltungen, darf das und jenes nicht essen und wird mitunter ziemlich eingeschränkt in seiner Freizeit, was dazu führt, das dieses Kind, das vielleicht sowieso schon kaum Freunde hat, dann auch keine Zeit mehr für soziale Kontakte zu Gleichaltrigen hat, ganz abgesehen davon, dass so was nur in der typisch deutschen Familie funktioniert - Mann arbeitet, Frau steht am Herd und kümmert sich um die Kinder. Eine solche Familie sind wir nicht und wollen es auch nicht sein. Dazu kommt, dass die vielen Arztbesuche irgendwann mal ein Ende haben müssen – so was kann ein Kind nämlich auch kaputt machen – es muss irgendwann mal überschaubar sein, fürs Kind, nicht nur für die Eltern.

Wenn Deine Therapie (zu der Du ja noch nichts Konkretes gesagt hast) dazu passt, dann immer her damit!

Viele Grüße!

Markus

G4lücklic/hesBi'enchexn


Markus65

Was mir hier wie auch in Diskussionen zu anderen Themen immer wieder fehlt ist das Gespräch MIT dem Kind, das meiner Meinung nach ab einem bestimmten Alter immer dazu gehört. Bei vielen Beiträgen habe ich den Eindruck, die Schreiber sind so sehr mit dem Problem und ihrem Standpunkt dazu beschäftigt, dass sie manchmal gar nicht mehr danach fragen, wie sich das Kind dabei eigentlich fühlt oder was es dazu sagt.

Bei meiner Tochter war esz.Bsp.so:Sie wurde mir vom Kika als Verhaltensauffällig gemeldet und ich möchte doch mit ihr zu einem Psychologen gehen.Was macht man da als besorgte Mutter?Richtig:Man geht dahin.Nun hat die Psychotante nur mit mir geredet und das Kind nur aus dem Augenwinkel beobachtet.Das ganze Szenarium hat so etwa 20-25 Minuten gedauert und am Ende hatte sie "Medikinet" auf ein Rezept gekritzelt.Ich gab nun also meiner Tochter schön brav jeden Morgen das Medikinet,auch noch als sie dann zur Schule ging.Irgendwann nach ca.einem 3/4Jahr sprach mich die Lehrerin an und fragte,was denn mit meiner Tochter los sei,denn sie wirke täglich abwesend und würde ihrer Meinung nach irgendwie neben sich stehen und in "ihrer Welt" versinken.Ich also wieder zu der Psychotante und ihr die Problematik klargemacht.Wieder nur ne Unterhaltung mit mir und Beobachtung des Kindes aus dem Augenwinkel.Am Ende die gleiche Situation,wie beim ersten Gespräch,nur ein anderes Medikament auf dem Rezept.Meine Tochter das Medikament schön brav jeden Morgen genommen.Nach ca.8Wochen wieder ein Gespräch mit der Lehrerin,wieder das gleiche Problem.So,nun hatte ich die Faxen dicke.Zu dieser Psychotante bin ich nie wieder gefahren,das Medikament habe ich persönlich abgesetzt,und was soll ich Dir sagen,meiner Tochter ging es viel besser.Auch sie selbst hat es dann gemerkt,daß sie nicht mehr so müde und lustlos war.Das hat sie mir dann mal gesagt,als ich mich mit ihr darüber unterhalten habe.

M`idlif0eC#risixs


@Das Etwas

@Das Etwas

Liebes Etwas,

du sagst:

Überdosierung, wenn du gerade selbst feststellst, dass die dosierte Menge eher für ein 4-Jähriges Kind wäre?? Zur Info, der Junge ist 11 Jahre alt.

Ich möchte hier nochmal darstellen, was meine Kernausssage war:

Methylphenidat wirkt bei jedem anders.

Ich kenne Erwachsene, denen reichen schon Einzeldosen von 5mg, während dessen andere 40mg brauchen und das bei ähnlichem Körpergewicht. Hängt eben vom Stoffwechsel ab und wir reden hier von einer Stoffwechselstörung.

Diese Medikamente werden viel zu schnell verschrieben, teilweise nach einmal 'ner halben Std. beim spielen zugucken (ist kein Witz). Nee, da kann ich echt nur mit dem Kopf schütteln.

Da schüttel ich gerne den Kopf mit. Zum einen über die Ärzte die zu vorschnell diagnostizieren, zum Teil sogar ohne die entsprechenden Fachkenntnisse, zum anderen über die Eltern, die sich mit der Thematik nicht auseinandersetzen.

Wir haben uns lange Gedanken über die mögliche Diagnose und auch über die mögliche Medikamentöse Behandlung gemacht.

"In der Schule muss das Kind funktionieren".

Dazu kann ich nur sagen, es ist leider so.

Viele Lehrer wollen es gar nicht wahrhaben und unsere Gesellschaft im allgemeinen ist nicht Willens und in der Lage diese Kinder so zu akzeptieren wie sie sind.

Liebe Grüße

Frank

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