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Verstopfung bei Kindern

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Hey Zoeschatz,

ich weiß, was du meinst, ich arbeite selber im Gesundheitswesen, und was mir da manchmal die Kunden erzählen, was sie beim Arzt erlebt haben, ist echt Hammer. Ich persönlich habe aber eigentlich noch keine schlechten Erfahrungen gemacht (außer dass ich einmal im Kkh nicht behandelt wurde bis die spitz gekriegt haben, dass ich privat vers. bin fürs Kkh zusätzlich- aber das ist eine andere Diskussion) so im normalen Leben sind wir auch "nur" gesetzlich versichert, aber es ging bisher immer. Ich fahre allerdings auch zu unserem Kinderarzt knappe 100 km und mittlerweile haben alle aufgegeben mich für bescheuert zu erklären, denn ich kann unseren Doc Tag und Nacht anrufen, er kommt notfalls her gefahren, ich warte dort nie länger als 10 min und muss um keine Untersuchung oder Behandlung bitten.

Es kann natürlich gut sein, dass die Probleme deiner Kurzen psychischer Natur sind, wie KiSeMi sagt, hast du da eine Idee was es sein könnte?

Geh mal ruhig zum Allergologen, wenn du zu dem Vertrauen hast, würde ich auch tun.

Kann natürlich auch sein, dass deine Tochter die Nase voll hat von dem Untersuchungsstreß und deshalb gar nicht erst was sagt, wenn sich eine Verstopfung ankündigt. Kinder denken in solchen Momenten ja leider nicht wirklich rational.

Aber woran es auch immer liegt, es muss ja erstmal "raus" aus dem Bauch. Versuch mal Glycerolzäpfchen, wenns mit den Hausmittelchen nicht mehr funktioniert weil es schon festgestopft ist.

Bis denn *:)

K]iS9eMxi


Hallo Aurora...

ich musste bei meiner tochter leider die Erfahrung machen, dass gerade die Verabreichung von Zäpfchen alle 3 Tage, wenns nicht mehr geht... bei den Kinder das Gefühl auslöst: "Ich muss nicht!"

Ich muss NIE! Mama gibt Mittel gegen Schmerzen, dann muss ich zwar, aber sonst nicht!"

Wir hatten folgendes Problem:

meine Tochter hat mit 2,5 Jahren angefangen Pisi auf die Toilette zu machen, auch nachts war sie ziemlich schnell trocken. Fürs große Geschäft habe ich ihr dann ne Windel angelegt.

Einmal hats per Zufall auch mit AA geklappt... ich habe mich riesig gefreut und ihr gesagt, dass sie das ja dann jeden Tag so machen kann. :-) Das ist vieeeeel besser!

Aber plötzlich hat sie angefangen ihren Stuhlgang aufzuschieben...

1. Tag kein Problem

2. Tag Bauch ist dick...und drückt etwas, aber es geht noch

3. Tag... Bauchschmerzen, sie bekommt ne Windel an, aber es geht nichts! Verstopfung!...ich hab ihr dann Rubilaxzäpfchen gegeben.

dann hat sie es wieder so gemacht, 3 Tage nichts...dann Verstopfung, wieder Zäpfchen!...

Ich habe ihr nichts stopfendes mehr gegeben und etwas Pflaumenmarmelade damit sie einen weicheren Stuhl hat und es besser geht...

aber sie hat es wieder aufgeschoben :-(...und die Bauchschmerzen kamen dann etwas früher...sie hätte gehen können, weils ja weich war....statt dessen hat sie geschrieen wie am Spieß ich soll ihr Zäpfchen geben!

Da haben bei mir die Alarmglocken gebimmelt!

Ich habe ihr tagelang nur weichmachendes gegeben und ihr dabei erklärt, dass das auch sowas wie Zäpfchenmedizin zum AA machen ist...nur das das nicht so blöd ins Popo muss :-) und auch nicht so brennt!

Wir haben uns die Häuflein an den Straßenseiten sogar angeschaut :-) Uyyy das muss ein großer Hund gemacht haben....und das da...das war bestimmt ein Vogel!

Alle machen Kaka! Hund, Katze, Maus, Ziegen, Elefanten, etc.

Ich habe ihr auch erklärt, dass es nicht schlimm ist, wenn sie noch in die Windel machen möchte.

Eine Woche lang ging es gut, dann fing sie jedoch wieder das gleiche Spielchen an..."MAMA ich will nicht! Ich muss nicht! Ich möchte nicht Kaka machen!"

ich habe dann wieder auf sie einreden müssen, und erklären müssen, dass jedes Lebewesen MUSS! man sagt nicht umsonst "ich muss mal!"...weil das wirklich sein muss!

Jeden Tag gabs ne Belohnung nach dem AA machen...

Danach hat sich das Schritt für Schritt gebessert. Inzwischen klappts auch auf Toilette! :-)

Mit den abführenden Zäpfchen bin ich da wirklich vorsichtig geworden! Lieber geb ich Apfelsaft (Kinella z.b. ist stuhlllockernd), oder Pflaumengold, Pflaumenmarmelade, Linsensuppe, Mais, Leinsamen, oder ähnliches...so dass sie das Gefühl hat natürlich zu müssen und zu können, vor allem ohne Schmerzen!!!

Liebe Grüße

Kisemi

A&ur-ora-0x1


Hallo KiSeMi

Ich gebe dir da völlig Recht. Nur ist bei Pilzilein das Mädel ja schon neun Jahre alt und es ist ja sicher nicht mehr das Problem des Sauber werdens.

Generell bin ich immer dafür, Medikamente erst dann einzusetzen wenn es nicht mehr anders geht. Deshalb habe ich ihr ja auch die Glycerol- Zäpfchen empfohlen, denn bisher bekam das Mädchen ja sogar Einläufe, weil nichts mehr ging.

Deshalb halte ich in dem Fall, wenn nichts mehr geht, die Glycerolzäpfchen für angebracht, da sie stuhlerweichend wirken, sie bestehen nur aus Glycerol und enthalten keine weiteren Wirkstoffe, sie hindern den Darm auch nicht daran Wasser zurück zu resorbieren oder lähmen die Eigentätigkeit. Deshalb halte ich die immer noch für sinnvoller als irgendwelche anderen Abführmittel oder Einläufe.

Ich denke auch, es ist ein Unterschied ob das Kind grad zwei oder drei ist oder eben bereits neun was die Gabe von Medikamenten angeht. Ich wollte auch nicht den Eindruck erwecken dass ich empfehle einfach nur das Medikament zu wechseln, es geht vielmehr darum, ein wesentlich stärkeres Medikament mit vielen Nebenwirkngen durch eines zu ersetzen was schwächer oder "harmloser" ist damit sie langsam abgewöhnt wird, denn es wird eine Zeit dauern bis der Darm wieder völlig normal funktioniert.

Liebe Grüsse

d ori8x8


Hallo!

Ich habe diesen Beitrag eben gefunden und möchte meine Erfahrungen auch mal mitteilen.

Unsere Tochter(5) leidet seit fast 3 Jahren unter gelegentlichen, aber starken Verstopfungen. Erst hat unser KA an ihr herum laboriert: co2-Zäpfchen, Lactulose-Saft, Microklist-Einlauf. Die Zäpfchen und Einläufe waren das reinste Martyrium; halfen aber im Endeffekt überhaupt nicht.Nachdem auch die Lactulose-Dosis in's Unendliche hochdosiert wurde wollte ich dann endlich eine Lösung.

Mein KA überwies uns dann zum Kinderchirurgen in eine 100km entfernte Uniklinik(ist der nächste in unserer Gegend). Dort waren wir von Anfang an gut aufgehoben.

Leider mußte auch da erstmal ein Einlauf erfolgen. Danach wurde eine Manometrie durchgeführt(Messung Darmdruck).Der Verdacht auf Morbus Hirschsprung bestätigte sich zum Glück nicht.Dafür diagnostizierte der Arzt einen chron. Schließmuskelkrampf(Sphincterspasmus). Er verordnete Movicol-junior aromafrei , ein Pulver das in Speisen oder Getränke eingerührt wird und keinen Gewöhnungseffekt herbeiführt. Das nehmen wir heute noch wenns problematisch wird.

Natürlich müssen wir stopfende Nahrungsmittel meiden und ihr viel zu trinken geben. An Bewegungsmangel hat unser Kind ja noch nie gelitten. Mein persönlicher Geheimtipp ist gelbe Kiwi früh auf nüchternen Magen, das "haut" auch durch.

Wir haben jedoch immer wieder Phasen in denen es wunderbar klappt (Länstens war jetzt 3 Monate),dann aber klappt wieder überhaupt nichts. Sie kackert dann permanent ein und wenn man sie auf das Toi-gehen hinweist sagt sie immer, sie müsse nicht. Wir sehen nur ständig, das sie sich hinhockt und verklärt guckt. Aber anpacken und zur Toi tragen bringt auch nix. Sie macht dann nur noch mehr zu.

Am Popo läßt sie sich auch nix mehr machen(Zäpfchen usw. sind tabu - blöd nur wenn Pseudokruppanfälle auftreten; da habe ich mittlerweile einen Inhalator).

Aufgrund der Verstopfung und des Stuhlschmierens kommt es auch immer wieder zu Harnwegsinfekten. In Folge muß sie öfter Antibiotika einnehmen und danach eine Darmsanierung mit Omniflora machen.

Der Kinderchirurg hat aber festgestellt, das es größtenteils Psychische Ursachen hat. Einerseits ist sie manchmal ganz schön stur, andererseits aber auch sehr sensibel. Wenn es mir schlecht geht oder im Kiga Probleme auftreten oder (wie aktuell) Oma und Opa massive Probleme haben, dann reagiert sie sofort mit Verstopfung.

Wir sind deshalb in Kinderpsycholog. Behandlg. und machen Ergotherapie(da es ja eine Einschränkung der Selbständigkeit ist).

Zur Mutter-Kind-Kur waren wir auch schon. Leider kein Erfolg, da uns unsere Krankenkasse in ihre eigene Klinik "gestopft" hat ,die aber nicht für diese Indikation ausgelegt war. Ich hatte eine andere Klinik(mit passender Indikation!) über's Müttergenesungswerk. Das hat aber meiner KK nicht gepasst. Und das ist nun der Endeffekt.

Da wir momentan wieder in einer kritischen Phase sind, werden wir ab demnächst noch Osteopathie-Behandlungen bekommen. Nur leider muß ich das selber bezahlen(25,-€/Behandlg. Kinder bis 14 Jahre).

Wir klammern uns halt an alle Strohhalme.

Aber wir sind optimistisch das wir es zusammen bald alle schaffen werden.

Manchmal denke ich, das sie mit 5 Jahren(fast 6) doch verstehen müsste, das wenn sie auf die Toi kackert ihre Blasenprobleme aufhören und sie sich doch auch besser fühlt (sie hat es doch so oft schon selber gemerkt!). Aber all zuviel auf sie einreden hilft auch nichts, da macht sie dicht.

So, das war nun mein "Erfahrungsbericht".Vielleicht kann sich der/die Eine oder Andere was daraus entnehmen oder kann mir noch Tipps und Ratschläge geben.

Liebe Grüße!

MQicha j180x4


Hab jetzt nicht alle Beiträge gelesen, aber ganz wichtig ist genügend zu trinken - Apfelsaft unterstützt den ganzen Prozess.

Meine Tochter hatte dieses Problem auch. Sie bekam aber keine Einläufe sondern das Mikroglys - Gel (schreibt man das so ?) in den Po - auch 2x täglich, weil der After durch den harten Stuhlgang verletzt war und das Gel die ganze Sache "zum flutschen" brachte.

Wir haben dann darauf geachtet, dass sie weniger Zucker bekam, jedene Tag 2 Äpfel und mehr zu trinken. Das wars eigentlich schon.

Heute ist sie 7 und das Problem tritt nur dann auf, wenn sie auswärts übernachtet - da mag sie dann nicht aufs Klo.

DEuchkess


hey ich wollte den thread mal wieder hochholen da ich eine frage zu den kümmelzäpfchen habe.

helfen die wirklich und machen den stuhl weicher oder hilft so ein joghurt wie activia ?

ich bin echt verzweifelt weil der stuhlgang derbe wehtut und ich seit 2 tagen oder so nicht mehr groß war :°(

N"etma<n32


Lies mal den Beitrag,

hole dir Mikroklist in der Apotheke,solange Du das nicht ständig nimmst,ist das ok!

Ansonsten auf die Ernährung achten,viel trinken(2-3l am Tag),öfter mal naturtrüber Apfelsaft hilft auch oft.

Schreibe mal,wie es dir geht.

Frohes neues Jahr und wünsche dir gute Besserung!

[[http://www.med1.de/Forum/Magen.Darm/100711/]]

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