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Vorhautverengung bei Kleinkindern?

aszerIty hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mein Sohn ist mittlerweile 6 Jahre alt und er kann die Vorhaut immer noch nicht ganz zurûckziehen... die Kidnerärzte haben uns unterschiedliche Naweisungen gegeben...der eine meinte: nicht dran gehen, irgendwann verschwindet es von selbst. Der andere meinte: jeden Tag beim Baen zurückziehen!!!!

Ich habe Angst, dass der Penis durch diese Verenngung auch nicht richtig wachsen kann...

Ich wollte schonmal einer Teilbeschneidug zustimmen, aber ich hoffe einfach das man das auche ohne hinbekommt....

Habt ihr erfahrung damit?

Antworten
-=Hasxe-


Zum Dehnen würde ich mal "das Etwas" fragen [[http://www.med1.de/Forum/Visitenkarte/Etwas-schreibt/]]

HDyper{ioxn


nun

ersteinmal großes lob an die beiden kinderärzte!

der lösungsprozess der vorhaut kann schon mal länger andauern und sich bis zur pubertät hinziehen.

daher ist es nicht notwendig eine bescheidung durchzuführen da man hier sehr gut konservativ behandeln kann.

wie der arzt schon sagte kann man während des badens versuchen die vorhaut immer ein kleines stückchen nach hinten zu zeihen also bis zur schmerzgrenze.

die dehnung 10-15 sek halten und mehrmals wiederholen.

du kannst deine sohn auch entsprechend anleiten sodas er die übung selbst durchführen kann weil er ma besten selbst merkt wo die grenze liegt.

die übung kann auch ohne baden durchgeführt weden unter zuhilfenahmen einer salbe z.b. vaseline.

wichtig ist das die übung regelmäßig und gewissenhaft durchgeführt wird damit sie erfolg bringt.

wie gesagt, eine beschn ist nicht notwendig.

gruss

M)azrkusx65


Hallo azerty!

Genau! Keine Panik! Solange der Junge keine Probleme mit der Vorhaut hat (wiederholte Entzündungen, Schmerzen, Probleme beim Wasserlassen) ist es nicht nötig, einzugreifen. Eine enge Vorhaut für sich gesehen ist kein krankhafter, sondern in den ersten Lebensjahren, manchmal bis zur Pubertät, ein natürlicher Zustand.

Normalerweise löst sich das Problem von selbst, häufig vor Eintritt ins Schulalter, oft bis zur Pubertät und in seltenen Fällen kann der Zustand auch länger andauern.

Wichtig ist immer die Frage: Führt die Verengung/Verklebung zu Problemen? Ist das nicht der Fall kann man abwarten.

Versuche, eine verengte oder verklebte Vorhaut mit Gewalt zurück zu ziehen, sollten tunlichst unterbleiben. Sie können zu haarfeinen Rissen führen, die später vernarben, was dann wirklich zu einer Verengung des Narbengewebes führen kann.

Zu unterscheiden sind Vorhautverengung (Phimose) und Vorhautverklebung (Eichel und Vorhaut sind noch miteinander verbunden).

Sollte wirklich Handlungsbedarf bestehen, versucht man – sofern nicht schmerzhafte Zustände oder Probleme beim Urinieren schnelleres Handeln erfordern – immer zuerst die "sanften" Methoden, die keine körperlichen Veränderungen hinterlassen, z. B. Behandlung mit Salben. Sie fördern die natürliche Entwicklung und damit den Ablösungsprozess (bei Verklebung) und machen die Haut weich und elastisch und damit dehnfähiger (bei Verengung).

Da eine OP (Beschneidung = äußerlich sichtbare, bleibende Veränderung am Körper mit später möglicherweise auch unerwünschten Folgen) auch psychische Auswirkungen auf den Jungen haben kann (vom üblichen OP-Risiko und den damit verbundenen körperlichen Belastungen abgesehen) sollte man sie, solange es möglich und vernünftig ist, vermeiden.

Führt eine Salbenbehandlung nicht zum Erfolg kommen plastische OP-Verfahren in Betracht, z. B. Triple Inzision (3 kleine Längsschnitte in die Vorhaut) o. ä., wobei KEIN Gewebe entfernt wird. Der Penis sieht hinterher normal aus, die Eichel bleibt geschützt und sensibel, so, wie es die Natur vorgesehen hat.

Hier eine österreichische Publikation zu diesen Möglichkeiten

[[http://www.universimed.com/frame.php?frame=http%3A//www.universimed.com/stage/networkcenter.php%3Fnw%3D2%26cat%3D%26table%3D%26view%3Darticle%26id%3D10272]]

Das Problem dabei ist, dass diese Varianten nicht flächendeckend angeboten werden und daher – der "Einfachheit" halber und weil man den Patienten nicht verlieren mag – schnell mal radikal beschnitten wird (komplette Entfernung der Vorhaut).

Zurückziehen beim Baden:

Das kann der Junge mit 6 ganz sicher selber machen – und er wird von sich aus dort aufhören, wo es unangenehm wird. Normalerweise ziehen kleine Jungs ihre Vorhaut aber nicht zurück, sie ziehen sie (meist unbewusst) lang, nach vorne, vom Körper weg – und unterstützen damit unbewusst den Ablösungsprozess bzw. dehnen die Haut.

Das Wachstum des Penis wird durch eine Verengung nicht eingeschränkt. Die Haut wächst ja mit – sie ist an der Öffnung lediglich zu eng oder noch mit der Eichel verbunden.

Zu Erfahrungen mit diesen Problemen schicke ich Dir eine kurze PN.

Informieren kannst Du Dich hier:

[[http://www.eltern.de/gesund_schoen/gesundes_kind/vorhautprobleme.html]]

[[http://www.phimose-info.de/]]

(Info für Eltern und Info für Jungen im Downloadbereich)

Ich empfehle, die weitere Entwicklung ohne Panik und Angst zu beobachten und dann ärztlichen Rat einzuholen, wenn die o. a. Probleme auftauchen sollten. Die Vorhaut ist ein Körperteil, der einen Sinn erfüllt, auch, wenn das gelegentlich aus den verschiedensten Interessenlagen heraus anders dargestellt wird.

Viele Grüße!

Markus

Dfas fE=txwas


Im Prinzip haben meine Vorredner alles soweit erläutert, dem ich mich so uneingeschränkt anschließen kann.

In diesem Zusammenhang danke für die "Empfehlung" meiner Person an -Hase- :-)

Generell gilt: Alles was aktuell keine Probleme macht, lässt man nicht operieren - auch eine Vorhaut nicht. Wie Markus schon schrieb, das Wachstum des Penis wird durch eine Vorhautverengung in keinster Weise eingeschränkt. Selbst bei starker Ausprägung einer Vorhautverengung wächst der Penis ganz normal, die Vorhaut dehnt sich dann halt mit und im Falle einer Erektion ist die Vorhaut dann halt "ausgefüllt", aber das tut i. d. R. nicht weiter weh und schränkt auch die Größe des Penis keineswegs ein.

Wenn Ihr Sohn, wie Sie schreiben, die Vorhaut noch nicht ganz zurückziehen kann, ist dies sicherlich kein Grund für eine Beschneidung. Manche Jungs können es in dem Alter schon, manche gar nicht, und manche eben noch nicht ganz. Alle 3 Varianten sind aber völlig natürlich und in dem Alter sicher kein Grund zur Beunruhigung.

Eine Vorhautverengung darf sich bis zur Pubertät Zeit lassen, sich von selbst auszuwachsen. Dann kommt der Junge auch in das Alter, wo er selbst entsprechend an der Vorhaut zu manipulieren beginnt, und dadurch wird eine dann evtl. noch vorhandene Verengung meist erledigt - durch den Jungen selbst.

Sofern das "Problem" dann noch weiter besteht, können dann immer noch entsprechende Maßnahmen (die aber auch noch lange nicht gleich Operation heißen müssen) ergriffen werden. Als zusätzlicher positiver Faktor kommt dann noch dazu, dass der Junge dann in einem Alter ist, wo man diese Angelegenheit mit ihm besprechen und ihn um seine Meinung fragen kann (und sollte).

So hat mein Sohn z. B. klipp und klar eine OP abgelehnt, trotz dass er eine Vorhautverengung hat. Solange diese aber keine Probleme macht, werde ich dieses NEIN von ihm akzeptieren. Dies ist wichtig, schließlich geht es um das intimste Teil IHRES SOHNES.

Der Ratschlag, beim Baden zu versuchen die Haut zurückzuziehen, ist sicherlich nicht verkehrt. Die Vorhaut ist zwar empfindlich, aber nicht SO empfindlich dass man da gar nicht dran dürfte. Wenn Ihr Sohn oder Sie vorsichtig sind und die Vorhaut wirklich nur so weit bewegen wie es ohne Kraftanwendung und ohne Ziehen oder Schmerzen möglich ist, passiert da gar nichts. Aber er/Sie tragen damit zum Weitungsprozess der Vorhaut positiv bei. Wie gesagt, seine Sie halt vorsichtig, dann passiert da nichts.

Wie Hyperion schon schrieb, kann diese Behandlung auch ohne Badewasser stattfinden mit Hilfe von Vaseline oder Babyöl. Hierbei sollte das Babyöl/die Vaseline zunächst 5 Min. einwirken können, bevor man die Vorhaut vorsichtig bewegt.

Also, machen Sie sich keine Sorgen. Eine Beschneidung ist hier sicherlich nicht erforderlich.

Liebe Grüße und alles Gute

-AHasex-


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