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Mein Sohn hat Ticstörungen

I|rinxaR hat die Diskussion gestartet


Grüß Gott,

ich bitte um Hilfe oder Rat im dem Fall meines 11-järigen Sohnes.

Er leidet schon seit bereits 5,5 Jahren an einer Erkrankung, die die Ärzte als eine "chronische motorische Ticstörung" diagnostiziert haben.

Zu Beginn der Symptomatik seien überwiegend Schulterzuckungen aufgetreten. Im Weitern Verlauf verlegte sich die Symptomatik auf das Gesicht.

Aktuell vorwiegend mit Blinzel-Ticks der rechten und linken Gesichtsmuskulatur und Mundbewegungen. Häufigkeit: Mehrmals in der Minute.

Die Intensität der Symptomatik sei stark wechselnd. Verstärkung durch Anspannung oder Aufregung. Manchmal auch der Symptomatikfreie Zeit. Die EEG-Untersuchung und Kernspintomographie-Befunde sind unauffällig.

Die Ärzte raten "Antiepileptische Mittel (z.B.Kepra ) an, meinen aber, dass sie uns keinerlei Erfolg mit diesen Mitteln garantieren können und diese Nebenwirkungen im Gegenteil noch Schlimmere Folgen nach sich ziehen könnten als die Ticstörung selbst.

Die von mir bisher als Versuch angewandten Heilmethoden waren: Massagen, Akupunkturen, Hyperforat (Flüssigkeitsextrat aus Johanneskraut) und das Homoopatische Arzneimittel Zappelin.

Die Ärzte vermuten auch, dass mit dem Beginn der Pubertät die Symptome mit einer 50%-igen Wahrscheinligkeit leichter werden bis ganz verschwinden könnten.

Momentan besucht mein Sohn erfolgreich die fünfte Klasse eines Gymnasiums, doch gibt es uns der nun langwierige Verlauf dieser Erkrankung keine Ruhe. Der Schulmedizin mit ihrem Rat der Antiepileptischer Mittel zu folgen wollen wir nicht, wir haben zu viel Angst dem Kind damit noch mehr Schaden zuzufügen.

Ich bitte sehr um Rat was wir noch zu Heilung tun können.

Antworten
dWeovniic


hallo irina *:)

bei manchen kindern mit ticstörungen können zinkpräparate helfen. frag doch mal in der apotheke danach!

bei meinem sohn hats nichts gebracht, aber bei ihm hängen die tics auch mit seinem adhs zusammen...

alles gute für deinen jungen und liebe grüße @:)

S%ilpberfxeder


Hallo Irina! Mein Sohn hat auch dann und wann einen Tick. Nach einer Erkältung hat er wochenlang das Räuspern und Schniefen beibehalten. Dann kam noch ein ständiges Schulter-hochziehen hinzu. Das hat er sich einfach angewöhnt, nachdem er ein T-Shirt trug, dessen Ausschnitt so weit geschnitten war und auf der Schulter lag. Diese Ticks verschwanden wieder, monatelang nichts und dann plötzlich das Augenzucken, bis zu 40 mal in der Minute. Es ist nicht immer einfach darüber hinwegzusehen, die Lehrerin fragte meinen Sohn auch schon, ob er etwas mit den Augen hätte. Ich beschäftige mich schon über viele Jahre hinweg mit der Homöopathie und habe Tropfen gefunden, die meinem Sohn tatsächlich geholfen haben. Natürlich müssen diese Tropfen über einen langen Zeitraum gegeben werden. Eines Tages war das Blinzeln einfach weg, ich mochte meinen Sohn zuerst gar nicht darauf hinweisen, aus Angst, dass ihm das Zucken wieder einfällt Wenn du möchtest, kann ich dir den Namen der Tropfen gerne geben. Wir haben bis jetzt eine lange ticfreie Zeit. LG

D*as 8Entwxas


Hallo IrinaR

Hallo,

antiepelleptische Mittel sind in dem Fall ziemlicher Dummfug und zeugt davon, dass die bisher deinen Sohn behandelnden Ärzte so ziemlich wenig Ahnung von dieser Materie haben.

Worunter euer Sohn leidet dürfte eine Form des "Gille-de-la-Tourette-Syndrom's" sein - eine Störung der sog. "Basalganglien" im Gehirn (diese sind maßgeblich für die Bewegungen des menschl. Körpers mit verantwortlich), welche dazu führt, dass der Patient eben über bestimmte Bewegungen, Lautäußerungen o. ä. nicht unter Kontrolle hat.

Solche Tics können sein Augenblinzeln, plötzliches Mund öffnen (und wieder schließen), ständiges räuspern, Zuckungen irgendwelcher Extremitäten etc.

Die Therapie hängt von der Ausprägung dieser Tics ab, bei schwereren Ausprägungen, also z. B. unkontrolliertes "um sich schlagen" oder ähnlichem wird medikamentös mit versch. Präparaten behandelt, ansonsten lässt man es wenn es geht.

Die Ärzte vermuten auch, dass mit dem Beginn der Pubertät die Symptome mit einer 50%-igen Wahrscheinligkeit leichter werden bis ganz verschwinden könnten.

Dieser Aussage kann sich bei faktischer Betrachtung des Tourette-Syndroms ganz und gar nicht angeschlossen werden.

Vielmehr heißt es in eigentlich allen Informationsquellen zum Thema Tourette, dass genau das Gegenteil der Fall ist, dass die Tics mit der Pubertät erstmal zunehmen und erst später verschwinden.

So wird z. B. auf [[http://www.tourette.de]] folgendes beschrieben:

>

Wie sieht der Krankheitsverlauf beim Tourette-Syndrom aus?

Die Tics treten in aller Regel um das 7. Lebensjahr erstmals auf, nehmen dann einen wechselnden Verlauf (meist allmähliche Zunahme), verstärken sich während der Pubertätszeit, um zwischen dem 16. - 26. Lebensjahr meistens wieder nachzulassen. Bei einigen Betroffenen verschwinden die Tics vollständig; wenige Personen müssen versuchen, ein Leben lang mit den Tics zurechtzukommen. Es besteht eine normale Lebenserwartung.

Es ist anzuraten, den Jungen in einem Klinikum vorzustellen, welches Erfahrung mit der Diagnostik und Behandlung von Gille-de-la-Tourette hat. Persönlich empfehlen kann ich hierzu das Universitäts-Klinikum Göttingen sowie die Medizinische Hochschule Hannover. Diese sind absolut führend auf dem Gebiet AD(H)S und psychomotorische Auffälligkeiten (zu denen ja Tourette gehört).

Auch empfehlen kann ich dir die o. g. Seite [[http://www.tourette.de]] - dort erfährst du sehr viel über dieses "Kranheitsbild" (klingt grauenhaft das Wort).

Was du tatsächlich nicht tun solltest ist blindes "herumstochern" in irgendwelchen vermeintlichen oder tatsächlichen Therapien für dein Kind, denn dahingehend haben die Ärzte leider Recht: Falsch behandelt kann sich dies eher noch verschlimmern als verbessern. Darum ist ein Spezialist dringend angebracht.

Wenn du möchtest, kann ich dir Adressen und Telefonnummern der genannten Kliniken gern zukommen lassen.

Freundliche Grüße

zxuckFerrüpbe


Habt ihr schon mal einen Psychologen zu Rate gezogen, kann oft auch was psychisches dahinterstecken, von dem man bisher nix gemerkt hat. NUr so ein Gedanke!

knic,si


vielleicht hier nachlesen

[[http://www.praxis-heiz.ch/]]

gruss

lhusihs2k002


Hallo Silberfeder,

ich habe soeben deine Nachricht mit Erstaunen gelesen, denn ich habe darin genau meinen Sohn wieder erkannt.

Deine Nachricht ist schon lange geschrieben worden, hoffe jedoch, dass du noch ab und zu in dieses Vorum schaust. Würdest du mir bitte den Namen der Tropfen nennen können? LG, L.

B7urzelJchen


Hallo Silberfeder,

so geht es uns mit unserer Tochter , habe schon einmal einen PN geschrieben aber noch keine Antwort erhalten.

Würdest du uns bitte den Namen der Tropfen nennen können?

Mit freundlichen Grüssen

Burzelchen *:)

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