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Humana-verschleimt

m&om0x7 hat die Diskussion gestartet


noch ne frage :-)

mein kleiner bekommt pre humana..und ist so schrecklich verschleimt....und schnarcht dadurch auch. ist das normal bei so fertig´nahrung ???

Antworten
jhn


> ist das normal bei so fertig´nahrung

Die Haut und auch die Schleimhäute sind ja auch große Ausscheidungsorgane. Bei vielen Kindern versucht der Organismus die minderwertigen Eiweiße der Milch-Fertignahrung zusätzlich über die Haut und Schleimhaut loszuwerden. Das zeigt sich dann häufig in Ekzemen und Verschleimungen.

Aus gesundheitlicher Sicht sind diese Fertignahrungspräparate nicht zu empfehlen, weil sie sehr stark verarbeitet sind, synthetische Vitamine enthalten und mit Fabrikzucker versetzt sind. Der Organismus benötigt natürliche Nahrung und native Eiweiße, wie sie bspw. die Muttermilch liefert, um gesund zu bleiben.

Wenn nicht gestillt werden kann, sind Frischkornmilch oder Frischkornmandelmilch brauchbare Überbrückungsmaßnahmen, bis das Kind auf Breinahrung umgestellt werden kann (was früher möglich ist, als man denkt). Die Frischkornmilch wird mit Roh- oder Vorzugsmilch zubereitet, die Frischkornmandelmilch verwendet Mandelmus als Basis und ist sinnvoll, wenn das Kind Kuhmilch nicht verträgt. Eine Risikobewertung, was nun problematischer ist - Rohmilch oder Fertigpräparat, muß jeder selbst durchführen. Ich persönlich sehe in einer Bio-Rohmilch kein Risiko, dafür hohe Risiken bei der Fertignahrung.

FNallCenAnZgel4xu


Das hat Jesse auch. Hatte er aber auch bei der Muttermilch, wird also normal sein....

@JN

soso, Fertigprodukte sind also falsch, bzw. bedenklich...ja nee is klar...dann haben Millionen von Müttern ja Glück dass ihre Kinder mit diesen Produkten gesund groß geworden sind. Ich übrigens auch bei meinem großen Sohn Raven :-p

MzartJha H3ari


Hallo momo07,

Dein Kind ist 5 Wochen alt, oder? Meine beiden Kinder haben in den ersten Wochen auch im Schlaf geschnarcht und "gegrunzt". Sowohl der Kinderarzt als auch die Nachsorgehebammen meinten, dass das normal sei. Die Atmung von Neugeborenen kann noch etwas unregelmäßig sein, die Atemwege sind noch sehr eng. Vielleicht hat sich Dein Kind einen Schnupfen eingefangen. Bei meinen Kindern hat es sehr gut geholfen, gehackte Zwiebeln neben das Bett zu stellen (oder in einer Socke als Säckchen ans Bett hängen). Das hält die Atemwege frei. Was sagt denn Deine Hebamme dazu?

Den Beitrag von jn halte ich für bedenklich. Ich hoffe, Du lässt Dich davon nicht beeinflussen. Wer nicht stillen kann oder möchte, sollte dem Kind im ersten Jahr Pre-Milch füttern. Die ist der Muttermilch am ähnlichsten. Keine Kuhmilch im ersten Lebensjahr. Schon gar keine Rohmilch. Die kann Keime enthalten. Sie wird für Kinder sogar in den ersten Lebensjahren nicht empfohlen. Das für Frischkornmilch verwendete Getreide kann Allergien auslösen. Lass Dich da lieber vom Kinderarzt und der Hebamme beraten.

Viele Grüße,

Martha

F9all%enAn^gel4xu


:)^ @ Martha

j5n


@FallenAngel

> soso, Fertigprodukte sind also falsch, bzw. bedenklich...

Ja.

> ja nee is klar... dann haben Millionen von Müttern ja Glück dass

> ihre Kinder mit diesen Produkten gesund groß geworden sind.

Nein, sie haben das Glück, daß ihre Kinder trotz der Fertignahrung groß geworden sind. Aber gesund sind sie nicht groß geworden. Die Krankheiten, die aus Ernährungsfehlern entstehen, benötigen ohne Vorbelastung rund 20 Jahre, um sich in sichtbaren Symptomen zu zeigen. Mit jeder Generation, die sich falsch ernährt, verschieben sich die Krankheiten mehr ins Kindesalter, weil die Vorbelastung durch die Eltern vererbt wird. Natürlich spielt dabei auch eine wesentliche Rolle, wie die Ernährung der Kinder nach der Säuglingszeit aussieht.

Zu diesen Krankheiten gehören bspw. die sog. Allergien, Neurodermitis, Übergewicht, Diabetes, rheumatische Erkrankungen, u.a.m. Wenn du dir nun mal die Erkrankungsraten bei diesen Krankheiten speziell bei Kindern anschaust, wirst du einen dramatischen Anstieg feststellen. Nun frage dich mal, woher der kommt, wenn wir doch alle unsere Kinder so gesund mit Fertigprodukten ernähren. Mittlerweile haben schon Kleinkinder Diabetes, Rheuma und Übergewicht...

Ich weiß, daß das, was ich sage, ein Affront ist, denn viele von uns haben unsere Kinder mit Fertignahrung aufgezogen und diese Aussage bedeutet nichts anderes, als daß man sich Fehler eingestehen müßte, wenn man sie akzeptieren würde. Aber das sollte uns nicht davon abhalten, das ganze objektiv zu hinterfragen, denn wenn es stimmen sollte, bestimmen wir über die Ernährung die Gesundheit unserer Kinder in ganz erheblichem Maß mit.

> Ich übrigens auch bei meinem großen Sohn Raven

Auch ich bin mit Fertignahrung groß geworden und war bei allen Untersuchungen immer pumperlgesund. Ab der Bundeswehrzeit stellen sich dann aber immer mehr Krankheiten ein - Allergien, Magenbeschwerden, Kniebeschwerden, Übergewicht. Krankheiten, die heute aufgrund einer Ernährungsumstellung Vergangenheit sind. Ich mache meinen Eltern keinen Vorwurf, sie glaubten damals einfach der Werbung.

jxn


@Martha

Ich respektiere deine Ansicht, teile sie aber nicht, da meine Erfahrungen anderes zeigen.

> Die ist der Muttermilch am ähnlichsten.

Das ist nur aus einer eingeschränkten physikalisch-chemischen Sicht der Fall. Und in der Werbung der Hersteller.

Das Eiweiß dieser Produkte ist übrigens ebenfalls aus der Kuhmilch gewonnen, es wird nur entsprechend aufbereitet. Diese Präparate enthalten diverse synthetische Vitamine und die Gesamtzusammensetzung ist der Muttermilch angenähert.

Die Probleme liegen aber in einem anderen Bereich: Die Präparate enthalten herstellungsbedingt zwangsläufig nur denaturiertes Eiweiß - unser Organismus benötigt zur Gesunderhaltung aber natives Eiweiß. Weiterhin enthält die Muttermilch eine Vielzahl von Vitalstoffen, die das Präparat nicht enthalten kann, weil sie durch die Herstellung zerstört werden. Dazu zählen vor allem die Enzyme und die ungesättigten Fettsäuren, sowie sämtliche Schutzstoffe, die aus Proteinen aufgebaut sind. Letztere sind natürlich in der Kuhmilch auch nicht enthalten, deshalb ist jede Ersatznahrung letzendlich ein Kompromiß.

> Keine Kuhmilch im ersten Lebensjahr. Schon gar keine Rohmilch.

> Die kann Keime enthalten.

Wenn dein Kind seine Hand in den Mund steckt, dann führt es sich Milliarden(!) von Keimen zu. Desinfizierst du sein Hände auch regelmäßig? Beim Küssen werden Milliarden von Keimen übertragen - wird vor dem Küssen gewarnt? Wir leben mit Bakterien in einer Symbiose. Würden wir unsere Baktierienbesiedelung abtöten, würden wir innerhalb kurzer Zeit ebenfalls sterben.

Die Zeiten, daß Rohmilch aufgrund von TBC problematisch war, sind lange vorbei - ganz besonders, da bei Vorzugsmilch sehr hohe Anforderungen an die Verarbeitung und Lagerung gestellt werden, die auch sehr streng kontrolliert werden.

> Sie wird für Kinder sogar in den ersten Lebensjahren

> nicht empfohlen.

Natürlich nicht. Die Hersteller möchte ja ihre Produkte verkaufen.

> Das für Frischkornmilch verwendete Getreide kann Allergien

> auslösen.

Das ist grundsätzlich falsch. Getreide verursacht keine Allergien. Tatsächlich sind die sog. Allergien die Folge einer Störung des Eiweißstoffwechsel. Die Ursache dieser Störung liegt in einem Mangel an Vitalstoffen durch stark verarbeitete Nahrung und der übermäßigen Zufuhr von artfremdem, tierischem Eiweiß. Die Fertignahrung kann daher Allergien nicht nur verhindern, sie verursacht sie. Die permanent steigenden Allergieraten bei Kleinkindern sollten hier zu denken geben.

Die Störung des Eiweißstoffwechsels zeigt sich dann in Reaktionen auf unterschiedliche Allergene - das kann durchaus auch Getreide sein. Aber das Getreide ist nicht Ursache(!) der Allergie.

> Lass Dich da lieber vom Kinderarzt und der Hebamme beraten.

Überlege doch mal bitte, woher diese Berufsgruppen ihre Informationen zu gesunder Kinderernährung erhalten. Hast du dich mal in der Praxis eines Kinderarztes umgeschaut, wieviele Hersteller von Kindernahrung dort auftauchen? Meinst du wirklich, die Ärzte sind hier objektiv informiert? Es gibt mit Sicherheit lobenswerte Ausnahmen, aber in der Regel erzählen die Ärzte genau das, was die Hersteller der Fertignahrung möchten.

Für Hebammen gilt im Grunde das gleiche, auch sie werden von den Herstellern der Fertignahrung regelmäßig 'beackert'. Dennoch sind hier häufig aufgrund der größeren Unabhängigkeit und besserer persönlicher Weiterbildung bessere Kenntnisse vorhanden.

FQallenfAngeKl4u


...und da Du eine Vollwerthomepage betreibst soll ich davon ausgehen, dass Du objektiv bist und Deine Produkte nicht verkaufen willst...so wie die Hersteller von Fertignahrung...

Ich habe Pharmazie studiert und arbeite seid 14 Jahren in der Apotheke...das Studium umfasste auch Ernährungswissenschaften...erzähl mir also keinen vom Pferd ;-D

MZart~hax Hari


@ jn

Zunächst mal sei gesagt, dass ich weder Mediziner noch Ernährungswissenschaftler bin, es mir also schwer fällt, Deine Theorien auf einer wissenschaftlichen Ebene zu widerlegen oder zu unterstützen. Ich habe schon zu einigen anderen Themen Deine Beiträge gelesen und finde sie z.T. gut und nachvollziehbar (z.B. als es um Antibiotika ging) und z.T. eben nicht. Das liegt sicherlich auch daran, dass Du Dich mit dem Thema Ernährung von einer bestimmten Position, die vielleicht auch ideologisch geprägt ist, beschäftigt hast.

Als Nicht-Ernährungswissenschaftler bin ich auf Quellen angewiesen. Wie in jedem anderen Bereich auch, sollte man sich Quellen genau anschauen und darüber nachdenken, wie objektiv sie sind. Da hast Du völlig Recht. Geht man davon aus, dass jede Quelle unter Berücksichtigung bestimmter Interessen verfasst wurde, gilt dies natürlich auch für befürwortende Informationen aus der Richtung alternativer Ernährungsformen. In diesem Bereich werden genauso (wenn auch nicht so flächendeckend) Produkte verkauft, es geht auch hier um Geld, auch hier wird ein bestimmter "Lifestyle" vermittelt, der mit Waren und Produkten erreicht werden kann. Die Herren und Damen Naturköstler und Makrobiotiker sind ja keine Ehrenamtler.

Auch unter Verfechtern von Naturkost wird der Einsatz von Frischkornmilch oder Frischkornmandelmilch als Muttermilchersatz kontrovers diskutiert.

Wenn dein Kind seine Hand in den Mund steckt, dann führt es sich Milliarden(!) von Keimen zu. Desinfizierst du sein Hände auch regelmäßig? Beim Küssen werden Milliarden von Keimen übertragen - wird vor dem Küssen gewarnt?

Ich desinfiziere hier zuhause überhaupt nichts, weil ich es für unnötig und sogar kontraproduktiv halte. Das Ungeborene gewöhnt sich bereits im Mutterleib an die häusliche Keim-Welt. Es bringt bereits Antikörper gegen die im Haus vorkommenden Keime mit. Das kann aber kein Argument dafür sein, es deshalb frühzeitig (d.h. als Neugeborenes) weiteren Keimen auszusetzen. Hab nur mal kurz gegoogelt:

Untersuchungen der Bundesanstalt für Milchforschung (BAfM) in Kiel haben nun ergeben, dass unter lebensmittelhygienischen Gesichtspunkten der Direktverkauf von Milch und Milchprodukten nicht unproblematisch ist. So konnten aus 149 Proben von Milch-ab-Hof in 30 Proben (20,1 %), die aus 22 verschiedenen Betrieben stammten, Krankheitserreger isoliert werden, davon zweimal EHEC-Bakterien und 15-mal Listeria monocytogenes. Ähnlich sah es bei den Milchprodukten aus: In 334 Rohmilchkäseproben wurden sieben Mal EHEC-Bakterien gefunden. Mit EHEC werden Giftstoffe produzierende Coli-Bakterien bezeichnet, die zu ernsten Magenbeschwerden, blutigen Durchfällen, aber auch zu Nierenschäden führen können. Listerien können besonders bei anfälligen Personen wie Schwangeren, Kleinkindern und immungeschwächten Menschen Fieber, Erbrechen und Erkrankungen wie Hirnhautentzündung hervorrufen.

Zu Deiner Theorie mit den denaturierten Eiweissen kann ich gar nichts sagen, denn damit habe ich mich noch nie beschäftigt.

Was die Folgeerkrankungen nach frühkindlicher Ernährung mit herkömmlichem Muttermilchersatz angeht, kann ich nur sagen, dass ich selber meine Kinder auch nicht gestillt habe und sie nach bestem Wissen und Gewissen mit dieser Ersatznahrung ernährt habe bzw. immer noch ernähre. Rein interessehalber habe ich zu dem Thema eine kleine Umfrage in meinem Freundeskreis veranstaltet. Das Verhältnis gestillt oder nicht gestillt lag ungefähr bei 50:50, was sicherlich an der Generation liegt (70er Jahre). Merkwürdigerweise sind alle diejenigen, die sich mit schwerwiegenden Allergien rumplagen, als Baby gestillt worden. Zwei hatten als Kind Neurodermitis (einer wurde gestillt, eine nicht), wobei sich die Krankheit bei beiden im Jugendlichenalter ausgewachsen hat. Der Gestillte war dabei wesentlich stärker von Neurodermitis betroffen als die Nichtgestillte. Bei Über- bzw. Normalgewicht konnte ich keine Tendenz feststellen. Bei der allgemeinen Immunabwehr bzw. Anfälligkeit für Krankheiten waren auch eher die Nichtgestillten im Vorteil. Das ist natürlich nicht repräsentativ, aber erstaunlich fand ich es schon.

Wie erklärst Du Dir, dass Allergien immer mehr zunehmen, obwohl immer mehr Kinder gestillt werden im Vergleich zu den 70er Jahren? Ehrlich gesagt, glaube ich, dass Allergien andere Ursachen haben. Kinder sind heute einfach wesentlich weniger Keimen ausgesetzt (damit meine ich jetzt auch wieder eine "normale", gesunde Keimwelt und nicht die Verabreichung von Rohmilch an Neugeborene), spielen weniger im Dreck, Sauberkeit wird zunehmend nicht mehr mit Reiniger und Lappen erreicht, sondern es wird direkt mit antibakteriellen Putz- und Spül- und Waschmitteln hantiert... Für diese Theorie spricht auch, dass Allergien in der ehemaligen DDR weniger verbreitet waren, als in der alten BRD. Dort wurden die Kinder schon zu einem wesentlich früheren Zeitpunkt in Krippen untergebracht, was natürlich auch zu einem vermehrten Kontakt mit Keimen und Krankheitserregern führt. Meiner Meinung nach sind Allergien die Folge eines unterbeschäftigten Immunsystems. Deshalb werd ich auch nicht gleich panisch, wenn sich mein knapp einjähriger Sohn mal wieder eine Handvoll Sand in den Mund schaufelt. ;-D

So, Finger erfolgreich wund getippt.

Viele Grüße,

Martha

Mmarthga Htarxi


@ FallenAngel

*:)

j8n


@Martha

Hallo Martha,

> Geht man davon aus, dass jede Quelle unter Berücksichtigung

> bestimmter Interessen verfasst wurde, gilt dies natürlich auch

> für befürwortende Informationen aus der Richtung alternativer

> Ernährungsformen.

Absolut. Ich würde jedem empfehlen, Informationen generell nicht blind zu glauben, sondern immer mit wachem Verstand zu hinterfragen. Was man nie vergessen sollte ist das "cui bono" - wem nützt es, wenn man die Information annimmt. Ich schließe dabei das, was ich sage, keineswegs aus, im Gegenteil.

> In diesem Bereich werden genauso (wenn auch nicht so

> flächendeckend) Produkte verkauft, es geht auch hier um

> Geld, auch hier wird ein bestimmter "Lifestyle" vermittelt,

> der mit Waren und Produkten erreicht werden kann.

Stimmt. Darin unterscheidet sich die Naturkostszene leider nicht mehr allzu sehr von der konventionellen.

> Die Herren und Damen Naturköstler und Makrobiotiker sind

> ja keine Ehrenamtler.

Von Ausnahmen mal abgesehen... ;-)

> Auch unter Verfechtern von Naturkost wird der Einsatz von

> Frischkornmilch oder Frischkornmandelmilch als

> Muttermilchersatz kontrovers diskutiert.

Richtig. Man sollte sich dabei vor allem anschauen, welche der Verfechter denn nun welche praktische Erfahrungen haben. Die meisten haben eines gemeinsam: Sie sind weder Ärzte noch haben sie ausreichend praktische Erfahrungen damit.

Auch in der Naturkostszene gibt es eine blühende Industrie für Kindernahrung, daher sollte man auch hier das cui bono nicht vergessen.

> Ich desinfiziere hier zuhause überhaupt nichts, weil ich es für

> unnötig und sogar kontraproduktiv halte. Das Ungeborene

> gewöhnt sich bereits im Mutterleib an die häusliche Keim-Welt.

> Es bringt bereits Antikörper gegen die im Haus vorkommenden

> Keime mit.

Das sehe ich genauso.

> Das kann aber kein Argument dafür sein, es deshalb frühzeitig

> d.h. als Neugeborenes) weiteren Keimen auszusetzen.

Man sollte sicher vermeiden, es pathogenen Keimen auszusetzen. Aber diese Gefahr sehe ich bei der Vorzugsmilch auch nicht. Meldungen wie die zitierte haben natürlich einen Hintergrund. Auch hier wieder: cui bono. Wer profitiert, wenn keine Rohmilch gekauft wird? Tip: Rohmilch wird direkt ab Hof verkauft...

Noch etwas, das uns dabei zu denken geben sollte: Als ich noch klein war, gab es nur Rohmilch, die wir mit dem Kännchen direkt abholten. Ganze Generationen von Kindern wuchsen seit Jahrhunderten mit Rohmilch auf...

> Zu Deiner Theorie mit den denaturierten Eiweissen kann ich gar

> nichts sagen, denn damit habe ich mich noch nie beschäftigt.

Prof. Kollath hat das eingehend untersucht und bei Pottenger finden sich bspw. praktische Beweisführungen anhand von Fütterungsversuchen.

> sie nach bestem Wissen und Gewissen mit dieser Ersatznahrung

> ernährt habe bzw. immer noch ernähre.

Ich möchte auch niemandem ein schlechtes Gewissen einreden. Es geht mir eigentlich nur darum, zu verdeutlichen, daß fabrikatorisch hergestellte, hoch verarbeitete Produkte gesundheitlich nachteilig sind. (Das gilt natürlich auch für Erwachsene - das dem Kind sein Fertigbrei ist dem Erwachsenen seine Fertigpizza.)

> Merkwürdigerweise sind alle diejenigen, die sich mit

> schwerwiegenden Allergien rumplagen, als Baby gestillt worden.

Interessant. Aber daraus darf man natürlich nicht ableiten, daß Stillen Allergien fördert. Das widerspräche auch den gängigen Erfahrungen. Man müßte sich dazu die Gesamternährung anschauen, auch die der Mütter.

> Zwei hatten als Kind Neurodermitis (einer wurde gestillt, eine

> nicht), wobei sich die Krankheit bei beiden im Jugendlichenalter

> ausgewachsen hat. Der Gestillte war dabei wesentlich stärker

> von Neurodermitis betroffen als die Nichtgestillte.

Bei gestillten Kindern kann das auch auftreten, wenn die Mutter Kuhmilch trinkt.

> Das ist natürlich nicht repräsentativ, aber erstaunlich fand

> ich es schon.

Ich auch.

> Wie erklärst Du Dir, dass Allergien immer mehr zunehmen,

> obwohl immer mehr Kinder gestillt werden im Vergleich zu den

> 70er Jahren?

Weil das Stillen nur eine kleine Zeitspanne ausmacht. Wichtig ist die Ernährung insgesamt und da geht es nach dem Stillen ja in der Regel mit Fertigprodukten weiter.

> Ehrlich gesagt, glaube ich, dass Allergien andere Ursachen

> haben.

Ich bin mir da bezüglich der Ursachen sicher, nicht zuletzt aus eigener Erfahrung. Ich hatte ja selbst 30 Jahre lang eine Allergie. Und ich habe Kontakt zu vielen, die die gleichen Erfahrungen gemacht haben.

> Für diese Theorie spricht auch, dass Allergien in der ehemaligen

> DDR weniger verbreitet waren, als in der alten BRD.

Mal davon abgesehen, daß ich die Argumentation immer ein wenig unschön für die Bürger der neuen Bundesländer finde, spricht dagegen vor allem, daß durch mehr Dreck noch nie eine Allergie verhütet oder geheilt wurde. Durch Ernährungsumstellung schon.

Mit der Wende kam ja vor allem eines über die neuen Bundeländer: Ein gigantischer Ansturm der Segnungen der Nahrungsmittelindustrie. Die Ernährung war vorher deutlich naturbelassener als sie es heute ist.

M6arthaH Harxi


@ jn

Noch etwas, das uns dabei zu denken geben sollte: Als ich noch klein war, gab es nur Rohmilch, die wir mit dem Kännchen direkt abholten. Ganze Generationen von Kindern wuchsen seit Jahrhunderten mit Rohmilch auf...

Ich habe auch gar nichts gegen Rohmilch (und vor allem nicht gegen Rohmilchkäse, denn der ist lecker). Ist halt nur die Frage, ob ich die einem Neugeborenen verabreichen muss.

Aber daraus darf man natürlich nicht ableiten, daß Stillen Allergien fördert.

Nein, aber dass es nichts damit zu tun hat. Das könnte man schon ableiten.

Wichtig ist die Ernährung insgesamt und da geht es nach dem Stillen ja in der Regel mit Fertigprodukten weiter.

OK, da bin ich mit Dir einer Meinung. Allerdings glaube ich, dass ein Unterschied besteht zwischen der Fertigpizza und der streng kontrollierten Babynahrung. Da vertraue ich schon auf Organisationen wie Stiftung Warentest, Ökotest oder Verbraucherzentralen. Im übrigen glaube ich, können sich Konzerne wie HIPP, etc. einen Skandal bezüglich verunreinigter oder sonstwie gesundheitlich bedenklicher Babynahrung nicht erlauben. Ob dann alle angebotenen Produkte sinnvoll sind (fertiger Abendbrei mit Schoko-Geschmack), ist wieder eine andere Frage. Oh, doch, da fällt mir ein, dass ausgerechnet Alnatura (Bio-Marke von DM) vor ca. 3 Jahren in Verruf geriet, weil Weichmacher in den Deckeln der Gläschen gefunden wurden.

Mal davon abgesehen, daß ich die Argumentation immer ein wenig unschön für die Bürger der neuen Bundesländer finde, spricht dagegen vor allem, daß durch mehr Dreck noch nie eine Allergie verhütet oder geheilt wurde. Durch Ernährungsumstellung schon.

Ich habe ja nicht geschrieben, dass in der DDR weniger geputzt wurde, sondern dass Kinder dort früher in Krippen gingen und dadurch auch früher mit einer größeren Anzahl an Keimen in Kontakt kamen.

Ich glaube schon, dass durch "mehr Dreck" (und damit meine ich keine unhygienischen Zustände, sondern ein normales, zwar sauberes, aber nicht keimfreies Zuhause, viel Kontakt zur Natur, viel Kontakt zu anderen Kindern, etc.) Allergien verhindert werden können. Die Theorie mit dem unterbeschäftigten Immunsystem klingt für mich einleuchtend.

Das gehört jetzt eher in die Rubrik Kuriositäten, aber ich habe irgendwann mal einen Artikel über einen asiatischen Arzt gelesen, der angeblich seine Allergie damit geheilt hat, dass er sich regelmäßig "Dreck" injiziert hat. ;-)

Viele Grüße,

Martha

Y[osi)ex4


Ah unser JN ist vom Impfen weg und in die Nahrung des Kindes übergegangen. %-|

Also ich habe 4 Kinder, und alle meine 4 Kinder sind gesund, waren bis auf den ersten, ist aber ein anderes Thema, nie krank, bis auf die Wetterzeitenwehwehchen.

Ich kenne eine StillMama der ihr Kind war ständig krank.

Es kommt schon alleine auf das Kind selbst drauf an.

Und achja ich bereute NIEMALS nicht gestillt zu haben

j_n


@Martha

> Ist halt nur die Frage, ob ich die einem Neugeborenen

> verabreichen muss.

Wenn du nicht stillen kannst, brauchst du einen Ersatz. Nun legt jeder natürlich unterschiedliche Maßstäbe an. Die Werbung sagt, daß es auf Keimfreiheit und geringe Schadstoffanteile ankommt. Alles andere spielt keine Rolle.

Und genau da liegt das Problem, denn tatsächlich spielen für die Gesunderhaltung des Organismus ganz andere Dinge eine Rolle. Natürlich solllte die Nahrung keine schädlichen(!) Keime enthalten und der Schadstoffanteil gering sein. Weit aus wichtiger - und das verschweigen die Hersteller wohlweislich - ist nunmal der Verarbeitungsgrad der Nahrung. Fakt ist, daß Krankheiten umso schneller und früher entstehen, je verarbeiteter die Nahrung ist. Das ist seit Jahrzehnten in Tierfütterungsversuchen nachgewiesen und kann bei Kollath und Pottenger nachgelesen werden. Und es ist mindestens genauso lang beim Menschen bekannt und wurde weltweit beobachtet und dokumentiert ("Gefährdete Menschheit" von Albert v. Haller)

Es ist natürlich einfacher, das als Humbug abzulehnen und den Werbeaussagen der Hersteller zu vertrauen, aber ich empfehle dann doch mal eine nähere Beschäftigung mit der Thematik. Es geht dabei ja um die Gesundheit unserer Kinder.

> Allerdings glaube ich, dass ein Unterschied besteht

> zwischen der Fertigpizza und der streng kontrollierten

> Babynahrung.

Bezüglich des Verarbeitungsgrades (und damit des Vitalstoffgehaltes) überhaupt nicht. Da würde ich die Fertigpizza noch besser bewerten, die enthält weniger Chemie.

> Da vertraue ich schon auf Organisationen wie Stiftung

> Warentest, Ökotest oder Verbraucherzentralen.

Diese Organisationen testen bestenfalls die Schadstofffreiheit, aber nicht die langfristige Wirkung der Nahrung auf die Gesundheit. Die Gefährlichkeit besteht nicht in eventuell enthaltenen Schadstoffen, sie besteht in einem Mangel(!) an Vitalstoffe und nativem Eiweiß.

> Im übrigen glaube ich, können sich Konzerne wie HIPP, etc.

> einen Skandal bezüglich verunreinigter oder sonstwie

> gesundheitlich bedenklicher Babynahrung nicht erlauben.

Deshalb achten sie ja auch so auf Verunreinigungen. Krankheiten, die erst in 10-20 Jahren auftreten, führt kein Mensche auf die Säuglingsnahrung zurück. Und selbst wenn sie früher auftreten, steht ein Heer von Rechtsanwälten und Wissenschaftlern bereit, um zu erklären, daß das gar nicht sein kann. Sorry, aber den Herstellern geht es um dein Geld und nicht um die Gesundheit deiner Kinder. Solange mehrere Kinder nach dem Verzehr einer Fertignahrung massiv krank werden und das zweifelsfrei auf die Nahrung zurückgeführt werden kann (was nicht möglich ist), sind die Hersteller aus dem Schneider. Es gab ja bereits einen Fall, bei dem der Hersteller den Zusatz eines einzigen(!) Vitamins vergessen hatte, wodurch etliche Kinder krank wurden und afair auch starben. Das allein zeigt schon, wie minderwertig diese Produkte sein müssen. Bei naturbelassener Nahrung kann dir das nicht passieren.

> Oh, doch, da fällt mir ein, dass ausgerechnet Alnatura (Bio-

> Marke von DM) vor ca. 3 Jahren in Verruf geriet, weil

> Weichmacher in den Deckeln der Gläschen gefunden wurden.

Bioprodukte sind da keinen Deut besser als konventionelle Produkt, da hast du Recht. Der Verarbeitungsgrad und damit die Vitalstoffarmut ist bei beiden gleich.

> Ich habe ja nicht geschrieben, dass in der DDR weniger

> geputzt wurde, sondern dass Kinder dort früher in Krippen

> gingen und dadurch auch früher mit einer größeren Anzahl

> an Keimen in Kontakt kamen.

Das ist doch heute auch im Westen so. Unser KiGa nimmt bspw. mittlerweile Zweijährige auf... Dennoch steigen die Allergieraten immer weiter.

> Die Theorie mit dem unterbeschäftigten Immunsystem

> klingt für mich einleuchtend.

Ich halte sie für eine Scheinursache, weil die tatsächlichen Ursachen unbekannt sind oder nicht genannt werden sollen. Aber wir können ja jeder unsere Meinung haben. :-)

> Das gehört jetzt eher in die Rubrik Kuriositäten, aber ich

> habe irgendwann mal einen Artikel über einen asiatischen

> Arzt gelesen, der angeblich seine Allergie damit geheilt hat,

> dass er sich regelmäßig "Dreck" injiziert hat.

So kurios ist das nicht, das ist hierzulande eine anerkannte Therapie - die Hyposensibilisierung basiert ja auf diesem Prinzip.

qruikxie


Hallo

Also erst mal zum ersten Beitrag, meine Kinder haben erst auch geschnarcht,waren allerdings nicht verschleimt. Sie nießen und Husten auch immer in den ersten paar Wochen, und ein bißchen Dreck kommt dann auch mit raus, soll an Fruchtwasserresten liegen.

Meine Kinder sind alle gestillt worden und haben nie Fertiggerichte bekommen. Aber die Aussage von JN mit seinen Frischkornmilch und Co finde ich sehr bedenklich und zwar aus folgenden Gründen.

Es gibt eine Stoffwechselstörung Namens Zöliakie/Sprue, bei dieser wird die Dünndarmschleimhaut durch die normalen üblichen Getreidesorten geschädigt wird. Was dann zur Folge hat das die Kinder keine Nährstoffe mehr aufnehmen können und sich schlecht bis gar nicht entwickeln.

Das ist keine Allergie und meistens angeboren. Je kleiner das Kind ist um so heftiger sind die Symptome.

Zum anderen, wenn man schon nicht stillen kann/will, dann sollte man schon auf die Fertignahrung zurückgreifen. Allerdings auf die HA. Unbehandelte Milch hat in der Kinderernährung nichts zu suchen. E-Coli und Co sind nicht witzig und können schlimme Krankheiten auslösen. schließlich wäscht man sich nach einem Toilettengang die Hände.

Früher sind etliche Kinder aufgrund von Infektionen gestorben. Der Rest war mehr oder weniger gesund. Wachsen in Deutschland Mandeln? Nein. Also weiß man auch nicht womit der Importeur die Mandeln behandelt hat.

Früher gab es weder Bananen,noch Ananas, noch andere Exoten,die normal hier nicht wachsen, oder sie waren so teuer das die Kinder sie nicht bekommen haben. Buchweizen ,Hirse wurde früher hier viel gegessen ist aber schwer zu bekommen und auf Dauer super teuer.

Irgendwelche Studien zu allen möglichen Themen findet man überall, im Zweifel liest man nur das,was einen Interessiert und übersieht den Rest. Oder er wird gleich falsch übersetzt.

Im übrigen Kniebeschwerden kommen durch Übergewicht, Übergewicht kommt von falscher Ernährung, wenn einem das erst auffällt wenn man zum Bund muß, ist das schon übel. Eigentlich ist man schon in jüngeren Jahren fähig zu isolieren, was gesund ist und was nicht. Das können schon meine sechs und achtjährigen, den die Aufklärung darüber beginnt heute schon im Kiga.

So ich werd mich wieder in den Garten begeben, mein Gemüsebeet wartet.

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