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Schreckliches Erlebnis nach Polypen-Op?

S+ilveDrP~earl


Zunächst mal muss ich sagen, dass ich verstehen kann, dass Du fast amok gelaufen bist und dass das Verhalten der Mitarbeiter wirklich einfach nur falsch war.

Mein Sohn wurde Anfang März in einer Uni-Klinik an einer Harnleiterfehlbildung operiert und ich hatte das Glück, dass er einen Beruhigungssaft bekam und ich bei ihm bleiben durfte bis wir im Aufwachraum waren, wo wir ihn später wieder holen sollten. Ich durfte ihn dann auf das andere Bett setzen. Dort bekam er dann die leichte Narkoseeinleitung und erst als sein Kopf dann wegsackte und er wirklich schon weg war, wurde er weggefahren und darüber war ich gottfroh. Und auch nach der OP wurden wir sofort geholt und ich konnte bei ihm sein, noch bevor er das erste Mal wach wurde.

Ich wünsche solche Stunden der Angst ums eigene Kind wirklich niemandem! Ich drück Dir die Daumen, dass es bei der Kleinen besser läuft! @:)

fFjlola


mal aus der sicht des kindes

kann ich berichten.

ich war 3 jahre alt, als meine augen operiert werden mussten.

meine mutter musste mich verlassen in dem moment wo ich im bett aus dem krankenzimmer geschoben wurde. d.h. vorbereitungsraum, op, aufwachraum war ich ganz alleine. man sagt zwar, in dem alter kann man sich nicht an alles erinnern, aber ich kann mich sehr genau erinnern. die ärzte in weiss und mit mundschutz haben mir angst gemacht, im grossen bett alleine zu liegen und durch fremde grellerleuchtete gänge (gar noch über den hof in ein anderes haus der klinik) gechoben zu werden war schrecklich. die narkose wollte ich nicht, man hat mir erzählt, es brauchte mehrere ärzte und schwestern um mich festzuhalten und mir die maske aufs gesicht zu drücken. ans aufwachen kann ich mich nicht mehr sehr erinnern. ich weiss nur, dass ich mich sehr alleine fühlte. meine mutter hatte wohl auch die gesamte klinik zusammengebrüllt und mit eiserner hand erzwungen, dass sie mit im krankenzimmer (mutter-kind-zimmer gab es damals anfang der 70er wohl noch nicht) schlafen durfte. die ärzte jedenfalls haben sich stur gestellt, und nicht im entferntesten dadran gedacht, dass so eine op mit allem drum und dran für so kleine kinder das grauseligste überhaupt ist. als eine 2. op anstand, einige jahre später, hatte meine mutter die grösste not, mich dazu zu bringen ins krankenhaus zu gehen. und sagen wir so, bis heute ist mir krankenhaus und op mehr als suspekt. ich fühle mich den ärzten ausgeliefert. und ob mans nun als trauma bezeichnen will, oder nicht, seit diesem op erlebnis mit narkosemaske aufs gesicht gedrückt bekommen, mag ich nichts enges mehr am hals haben, nichts auf dem kopf haben und schon gar nichts vorm gesicht haben. ich hab es bis heute z.b. nicht geschafft, zu schnorcheln, da ich es nicht ertrage die brille aufzusetzen und das schnorchelmundstück in den mund zu nehmen. ich glaube fest, dass das aus dieser op erfahrung herrührt.

ich hoffe wirklich, dass deine kleine lena, die mit 7 ja auch schon viel mehr mitbekommen haben wird, nicht so schreckliche erinnerungen hat!

es war zwar, wie einige sagen, richtig, dass du als mutter nicht bei der behandlung dabei warst, doch wenigstens hätten die ärzte bzw. das personal dich über den stand der dinge informieren sollen, und dich zu ihr lassen sollen als sie aufwachte. niemand kann ein kind besser beruhigen als die eigne mutter. die eigene angst, aufregung, besorgnis steht erstmal im hintergrund, wenn du dich um dein kind kümmern musst. das ist zumindest meine erfahrung.

t0ini0w078


silver pearl: das ist echt super - da hast du wirklich glück gehabt! *:)

fjola: ich kann mir auch sehr gut vorstellen, das das für dich echt traumatisch war und sowas hat natürlich auswirkungen auf das zukünftige leben!!

habe mit lena gestern abend noch mal gesprochen. mein mann und ich haben ihr erzählt, wie wir uns als kinder verletzt haben und wie das war und wie wir operiert worden sind.... sie fing dann von selber an zu erzählen wie das bei der op war. ich wollte sie bis dato nicht dazu drängen. sie weiß auch noch relativ viel.. wie man ihr die narkosespritze reingedrückt hat und das das so fest war und sie sehr geweint hat. und was mich erstaunt hat: sie sagte sie habe gemerkt als man ihr "den schlauch" aus dem halt gezogen hat... ??? und sie weiß auch noch, dass sie schlecht luft bekommen hat und sehr geweint hat - scheint dies durch die medikamente aber im nachhinein nicht als so furchtbar schlimm zu bewerten ?! keine ahnung... sie redete auch von schläuchen in der nase...? kann natürlich nicht alles 100% glauben eben durch die medis....

in wie weit kann/darf ich die akten einsehen? das nach der narkose interessiert mich wahnsinnig.... ich weiß, viele denken sich ich sollte die sache auf sich beruhen lassen - ihr gehts ja gut und es war auch nichts mehr... aber das ganze lässt mir keine ruhe...

was meint ihr?

lg

tpini0Z078


ich meine hals, sorry

S%il\verPpeaxrl


Ich denke, Du kannst halt im Nachhinein nix mehr ändern. Die Schläuche in der Nase waren bestimmt der Sauerstoff, nach dem sie Extubiert worden war.

Klar, wurmen würde mich es auch. Aber soweit ich weiß hast Du ein Recht auf Kopie der Akten. Allerdings dürfen sie dann vorher subjektive Kommentar streichen.

tsin^i007x8


in wie fern subjektive kommentare?

und kannst du mir genau sagen, warum es überhaupt zu diesem krupp kam? durch die reizung der atemwege? dann muss ich doch immer wieder damit rechnen, wenn die atemwege gereizt sind.... ?bei normalen erkältungen hat sie das nie, wie gesagt das letzte mal als sie 2 war oder so...

SCiglverPxearl


Subjektive Kommentare wie z.B. die kleine ist verzogen oder sowas. Was die halt finden, was aber nicht medizinisch Objektiv ist. Wegen dem Krupp-Anfall. Das kann ich Dir leider auch nicht sagen. Frag mal den Kia oder geh auf [[http://www.rund-ums-baby.de]] Da kannst auch Kias fragen.

PIeterfGra6nce


Hallo Tini und alle anderen,

hierbin ich nocheinmal.Die Erfahrungsberichte sind teilweise erschreckend ich weis das alles. Ich selbst habe als Kind alle dies OPs Polypen,Mandeln,Blinddarm noch mit Äthertropfnarkose erlebt und denke noch mit Horror daran.

Diesbezüglich hat sich Gottlob alles geändert!

Was das Nachhaken im Krankenhaus wegen der Unterlagen angeht kann es passieren,das man plötzlich gegen eine Mauer läuft! Der vernünftigste Weg ist der über den Patientenbeauftragten. Die Erfahrung hat gezeigt das man an meisten erreicht,wenn man z.B. den Krupp Anfall zum Anlass nimmt und diesbezüglich weitere Informationen ERBITTET damit soetwas in Zukunft nicht mehr vorkommt. Sobald in KKH man den Eindruck hat ""Da ist jemand der will und eventuell ans Bein pink...." fällt der eiserne Vorhang. LEIDER

den Mitarbeitern wird sogar ein Maulkorb verpasst,da diese sich schriftlich zur Verschwiegenheit verpflichtet haben.

Auch wenn von deiner Seite liebe Tini großer Frust und Rage besteht ist der freundliche Weg der Erfolg versprechendere. Es besteht auch die Möglichkeit das der Kinderarzt wegen des KruppA. im KKH beim Anaesthesisten nachhakt,so von Kollege zu Kollege.

Grüße

tfini/0078


peterfrance

da hast du absolut recht. ich werde heute abend unsere kinderärztin anrufen und ihr das alles schildern und sie bitten, das sie die unterlagen anfordert. als kinderärztin sollte sie sowas ja eigentlich eh wissen, oder?!

nein, ich bin eigentlich kein mensch der unfreundlich oder ausfallend wird - auch nicht in extrem situationen. da bin ich eher relativ sprachlos und mit adrenalin vollgepumpt.... herzrasen ect... ich denke auch, das man mit sowas nichts erreicht - eher das gegenteil. ich denke auch, dass es für ihre zukunft auch wichtig ist, denn wenn sie nochmal irgendwann operiert wird, wäre es natürlich enorm von vorteil wenn man wissen würde woran das gelegen hat.

danke für die antworten!:)*

lg

Fvl<itzeFeJuerzQahn


tini0078

Normaler Weise hat man auch als Patient das Recht,Akteneinsicht zu nehmen.Da aber Deine Tochter vermutlich noch nicht vollständig lesen kann mit 7 Jahren,hast Du,als gesetzlicher Vertreter Deiner Tochter das Recht,diese Akten einzusehen.Sogar die aus dem Krankenhaus und selbstverständlich auch die von eurem Kindersarzt und eurem Hausarzt.

t&inzi007x8


flitzefeuerzahn: danke für deine antwort! das denke ich auch...

ich habe heute abend mit unserer kinderärztin telefoniert. habe ihr alles geschildert und sie meinte, gerade in bezug darauf das sich lena an evt. die extubation erinnert, das sie einfach zu früh aufgewacht ist und wenn man mitbekommt, wie man extubiert wird, das ein extremes erstickungsgefühl hervorruft. und dann war halt auch noch keiner da... und dann hat sie sich reingesteigert.... kann aber auch anders gewesen sein! sie hat mir empfohlen einen termin mit dem anästhesisten zu machen und ihn zu fragen, ob es da was gibt oder gab, dass ich/sie für zukünftige narkosen wissen sollte. hört sich recht vernünftig an oder was meint ihr? und wenn er auf blöd macht kann ich ja immer noch akteneinsicht verlangen, oder?

sie hat sich heute mit ihrer freundin gestritten und die andere kleine hat ihr ans ohr gehauen... kann da was sein? also das das röhrchen verrutscht oder so? als sie geweint hat mußte ich gleich an dienstag denken und habe echt wieder panik bekommen das sie wieder anfängt keine luft zu bekommen.... weil sie am die. doch so geweint hat und das alles noch schlimmer gemacht hat... muss das endlich aus meinem schädel kriegen... :-/

lg

tini

ShilbeBrfedxer


Als meinen Kindern im Alter von 4 und 5 Jahren die Polypen entfernt wurden durfte ich mit in den OP und bin kurz vor der Intubation raus. Ich saß nebenan im Aufwachraum und gleich nach dem Eingriff wurden mir meine Kinder gebracht. Die Augen wurden ihnen nicht zugeklebt. So sollte es im Idealfall ablaufen :)^

B-ützeslchexn


Meine Zwillinge haben beide schon Op's hinter sich. Eine wurde Ambulant durchgeführt und zweimal im Krankenhaus. Und jedes Mal waren wir Beide als Eltern im Aufwachraum. Die Zwei haben die Augen aufgemacht und haben Mama und Papa gesehen und gehört. Es ist für mich unverständlich, daß man ein Kind allein im Aufwachraum aufwachen lässt. So etwas habe ich noch nie gehört. Ich denke, da solltest Du Dich an die Klinikleitung wenden und Dich auch nicht mit Ausreden abspeisen lassen. Heutzutage darf man sich nichts mehr gefallen lassen. Sonst machen die das mit einem immer wieder.

t$ini0x078


hallo ihr lieben!

gestern war also die kleine dran mit ihren zähnen - wunderbar!!

es ist so anders gewesen als bei lena.... konnte zwar ab 4 nicht mehr schlafen aber gut.

wir waren von anfang bis ende beide dabei! natürlich nicht im op. aber das erste was sie wieder gesehen hat waren unsere gesichter. sie hat nicht einmal geweint. und alle ärzte und schwestern waren super nett und haben sich gekümmert und mit uns geredet. es war klasse und zwei stunden später war alles wie immer!

es war sehr interessant was die narkoseärztin uns erzählt hat. wir haben ihr von lena erzählt und sie sagte das die anästhesisten wohl einen heidenrespekt vor einer polypenop bei kindern haben und das die op bei kindern ist, die am meisten komplikationen birgt. lena hatte bestimmt halsschmerzen und luftnot und war gerade aus der narkose wach und dann war auch noch niemand da... sie meinte auch, ich solle den narkosearzt einfach noch mal fragen was da war. werde ich morgen mal anrufen. einfach ganz unverbindlich.

bützelchen: du hast so recht! man darf sich echt nicht alles gefallen lassen.

lg

tini *:)

taini$007x8


hallo nochmal!

diese ganze geschichte ist jetzt fast 7 monate her...

soweit ist alles paletti, nur musste ich gestern mit ihr zum impfen. die zweite spritze nach dieser op.

es ist die hölle!!!! meine tochter schreit und weint und völlig außer sich - sie steht total neben sich und weiß quasi gar nicht mehr was sie tut.... sobald die ärztin mit der spritze auf sie zukommt...

sie hat die ganze praxis zusammengebrüllt und hat immer geschrien: fass mich nicht an fass mich nicht an geh weg NEIN NEIN NEIN!!

es war furchtbar und ich total machtlos... das zweite mal wie gesagt. vor der op war alles bestens - man konnte ihr sogar ohne probleme blut abnehmen... und jetzt ....

die ärztin war auch total geschockt und sagte, sie hätte durch diese sch... op ein trauma und das müsste unbedingt aufgearbeitet werden. habe sie abends dann mal in ruhe gefragt, ob sie sich noch an was erinnert.... und was sie sagte hat mich geschockt. sie ist nicht nur zu früh aufgewacht sondern auch während der op. sie hat gehört wie die ärzte ihr noch mal eine "spritze zum länger schlafen" gegeben haben. sie hat versucht die augen aufzumachen aber ging ja nicht, waren ja zugeklebt. nach ja und das mit dem beatmungsschlauch habe ich ja damals schon geschrieben. ich bin sowas von geschockt und wütend....

was würdet ihr machen? wie findet ihr das?

bin über jede antwort dankbar.

glg

tina

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