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Gar kein Platz da für neue Zähne, alles krumm und schief!

L ieselo6ttex-2 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

es geht hier um meinen Sohn, der jetzt 6 Jahre alt ist. Er hat einen sehr kleinen Kiefer und dazu noch einen Kreuzbiss. Selbst seine Milchzähne hatten gerade so Platz in diesem kleinen Kiefer. Jetzt bekommt er nach und nach die bleibenden Zähne und da wächst alles krumm und schief. Er hat z. B. schon die bleibenden Backenzähne, dadurch schoben sich dann aber auch die restlichen Milchzähne noch mehr zusammen.

Wir waren schon bei einer Kieferorthopädin, die sagte, da müssten bestimmt Zähne gezogen werden, später eine Zahnspange. Wir sollen wiederkommen, wenn die oberen beiden neuen Schneide-zähne durch sind. Bisher wackeln aber nur die beiden Milchzähne, es wird also noch ein Weilchen dauern.

Meine Fragen nun: Kann mir jemand seine Erfahrungen mitteilen? Wie wurden die Zähne gezogen? Unter Narkose? Wie hat sich das Gebiss dann entwickelt? Sollte ich den Rat eines anderen Kieferorthopäden einholen? Könnte man nicht jetzt schon Zähne ziehen,z. B. die neuen Backenzähne, damit die anderen Zähne die Chance haben, einigermaßen gerade herauszukommen.

Muss dazu sagen, die neuen Backenzähne liegen so weit hinten, dass da Zähneputzen nur mit Würgen geht. Bis jetzt sind die Zähne gesund, hab aber Angst, dass sich durch diese Schrägstellungen eher Karies bildet, da das ja nicht so gut zu putzen ist.

Kennt jemand diese Probleme?

Antworten
M`ika8smaxma


In dem Alter habe ich nicht die Erfahrung gemacht, kann Dir also nicht helfen, scheint mir bei Deinem Sohn auch sehr ausgeprägt zu sein, wie ich finde.

Mir wurden jedenfalls als ca. 12-jährige 4 Eckzähne gezogen, weil mein Kiefer etwas zu klein war und kein Platz für die letzten bleibenden war. Die Zähne haben bei mir vorher auch nicht perfekt gerade gestanden, aber mit einer anschließenden Klammer wurde die Stellung der Zähne dann auch korrigiert.

Das Ziehen der 4 Eckzähne geschah unter Narkose, soviel weiß ich aber noch.

Die neuen Backenzähne bei Deinem Sohn würde ich auf jeden Fall schon mal versiegeln lassen.

Wenn Du Dir total unsicher bist bei Deinem Zahnarzt/Kieferorthopäden, solltest Dir auf jeden Fall einen zweiten Rat einholen.

jxn


Nur am Rande bemerkt, falls es jemanden interessiert:

Die Engstellung des Kiefers ist die Folge der zivilisatorischen Fehlernährung der letzten rund 100 Jahre. Das wurde schon vor vielen Jahren weltweit von Weston Price, einem Zahnarzt, beobachtet. Er reiste um die ganze Welt und dokumentierte den Einfluß der Ernährung auf den Kiefer und die Zähne. Seine Dokumentation findet sich mit Fotos in "Gefährdete Menschheit" von Albert v. Haller. Auch aus Tierfütterungsversuchen ist der Effekt bekannt, bspw. hat Pottenger das bei Katzen beobachtet und untersucht. Nicht nur der Kiefer ist davon betroffen, sondern das gesamte Knochengerüst und auch das Becken wird immer enger, was Geburten zunehmend schwieriger macht.

-fHasxe-


Dein Sohn ist ERST 6, d.h. es werden noch viele Zähne durch bleibende ersetzt und auch eine Zahnspange wird in dem Alter noch nicht eingesetzt. Ich würde die Zahnentwicklung erstmal abwarten und auf keinen Fall vorschnell Zähne ziehen lassen.

Hioemspixe


Kiefer - zu wenig Platz

Wenn das Kiefer zu klein ist - bitte keine Zähne ziehen lassen.

Unsere Tochter hatte bereits mit den Milchzähnen massive "Platzprobleme". Ein Zahnarzt hat dann - beginnend mit dem 5. Lebensjahr - einen gesunden Zahn nach dem anderen gezogen. Erst bei dem 4. oder 5. Zahn hat die Kleine TOTAL verweigert und wir mussten Arzt wechseln. ZUM GLÜCK!

Andere Zahnärzte (haben dann - verunsichert- mehrere Meinungen eingeholt) haben uns mittgeteilt, dass das Kiefer nur noch kleiner wird, wenn die Zähne gezogen werden - außerdem konnte uns kein Zahnarzt glauben, dass ein ARZTKOLLEGE soviele gesunde Zähne entfernt!

Zusätzlich sind bei unserer Tochter die verbliebenen Zähne in die Zahnlöcher daneben abgerutscht. Schlussendlich haben wir erst eine (für das Kind unangenehme) Zahnstellungs-Korrektur vornehmen lassen müssen um die Zähne wieder gerade zu stellen - und dann (mit dem 7. Lebensjahr) mit festsitzender Zahnspange die Behandlung fortsetzen lassen.

Beim Erheben des Zahnstatus (6. Lebensjahr) - wurden im Oberkiefer 9 mm zu wenig Platz für die bleibenden Zähne errechnet. Mittlerweile (unsere Tochter ist 9 und noch immer mit abnehmbarer Zahnspange in Behandlung) bekommen ALLE bleibenden Zähne genug Platz - und kein einziger hat eine Fehlstellung.

Hoffe, unsere Erfahrung nützt.

Liebe Grüße

Hoempie

LQiesel\otte-x2


Ich danke euch für eure Antworten @:).

Ich denke auch, dass ich -falls die Kieferorthopädin auf das Zähneziehen bestehen sollte- nochmal den Rat eines anderen einholen werde.

Mir sind als Kind auch Zähne gezogen worden, weil der Kiefer so eng war. Allerdings war es nicht so extrem wie bei meinem Sohn.

Die Idee mit den Backenzahn-Versiegeln ist übrigens eine sehr gute! Haben im Juli einen Zahnarzttermin und da werde ich es auf jeden Fall ansprechen!

Dass die Tochter von dir, Hoempi, solche Probleme durch die falschen Entscheidungen des ersten Arztes hatte, gibt mir zu denken. Daher bin ich dankbar, dass du mir darüber berichtet hast!

Ein Grund mehr, noch eine andere Meinung einzuholen.

Liebe Grüsse

c=laudi3M7 e<x cla|udix36


Bei meinenem Sohn war auch alles krumm und schief, und ich dachte, dass seine bleibenden Zähne nie Platz haben würden. Der ZA beruhigte mich ,und meinte, das der Kiefer sich noch sehr verändert. Er ist jetzt 11J. und die Zähne finden immer mehr ihren Platz,und der ZA meint, dass mein Sohn evtl. keine Klammer braucht.

jxn


> Die Idee mit den Backenzahn-Versiegeln ist übrigens eine sehr gute!

Meinst du? Immerhin wird dabei der Zahn angeätzt, also gesunder Zahnschmelz zerstört, um etwas aufzubringen, das es an Härte mit dem Zahnschmelz nicht aufnehmen kann. Und wenn die Versiegelung Fluoridhaltig ist (was die Regel sein dürfte), hast du damit gleichzeitig als Dauerquelle ein Speicher-Enzymgift in den Mund gebracht, das selbst in geringsten Dosierungen schon Auswirkungen auf Enzymtätigkeit, Leukozyten, Kollagensynthese, DNA Reparaturmechanismen und anderes hat.

Aufhalten läßt sich damit nur eine exogene Karies, also die Karies, die von außen auf den Zahn wirkt - und das auch nur begrenzt, weil die Fissurenversiegelung nur auf der Kaufläche aufgebracht wird, die Karies aber besonders gerne im Zwischenzahnbereich entsteht, wo die Zahnbürste schlecht hinkommt.

Gegen die endogene Karies - das ist die Karies, die sich von innen augrund einer Unterversorgung des Zahns über den Stoffwechsel entwickelt - hat die Versiegelung sowieso keine Wirkung, da hilft nur gesunde Ernährung.

MSarti{na9x9


Mein Sohn bekam mit 5 (Jänner 2007) eine herausnehmbare Kieferspange, die jeden 2. oder 3. Tag "nachgedreht" wurde, um das Kiefer nach außen zu dehnen. Anfangs hat er natürlich ein bißchen gejammert, aber mittlerweile hat er sich daran gewöhnt und trägt sie sehr brav. Bis Ende Oktober muß er sie noch tragen, dann ist die Behandlung beendet und die bleibenden Zähne sollten dann genug Platz haben.

LGiese(lotjte-x2


Hallo,

ich wollte nur nochmal den neuesten Stand der Dinge mitteilen:

Mein Sohn bekommt jetzt auch eine Zahnspange, um den Kiefer zu weiten. Außerdem sollen zwei Milchzähne gezogen werden, um den bleibenden Zähnen Platz zu machen. So weit so gut. Das Problem ist: Mein Kind lässt sich keine Zähne ziehen, obwohl der Zahnarzt echt geduldig war. Und bei der Kieferorthopädin ließ er den Abdruck vom Unterkiefer machen, aber als er merkt, wie eklig das ist, machte er für den Oberkiefer den Mund nicht mehr auf. Ich kann es ja verstehen und er hat echte Panik, da er so schnell würgen muss. Ich kenne das mit den Abdrücken, ich war damals viel älter als er und empfand es als Tortur. Zudem ist mein Sohnemann eh ein eher ängstliches Kind und stur noch dazu. Da ist dann nix mehr mit überreden, da wird komplett dichtgemacht.

Jetzt haben wir morgen einen Besprechungstermin bei einem Zahnarzt, der das unter Narkose macht. Ich bin da eigentlich nicht so glücklich drüber, wegen der Narkose. Ist ja immer ein Risiko.....da bin ich eher ängstlich. Auf der anderen Seite können wir ihn schlecht mit Gewalt dazu zwingen, dass er mitmacht. Also bleibt wohl kein anderer Weg. Bin ja froh, dass was getan werden soll, damit er keine Probleme kriegt. Aber das drumherum ist halt schwierig bei diesem Sturkopf.

Kann euch ja weiter berichten, wenn wir den Termin hatten und das endlich alles vorbei ist und er seine Spange hat. Dann fängt wahrscheinlich der nächste Kampf an......Ich höre mich jetzt schon tausendmal sagen: "Lass die Spange drin, ja es ist unangenehm, aber du brauchst sie nunmal, um schöne und gerade Zähne zu bekommen." Hilfe!!!!!!!!!!!!

Liebe Grüsse

L[iese%lottex-2


Ach so: Ich habe die Meinung eines zweiten Arztes eingeholt, der es auch als absolut notwendig sah, dass bei meinem Sohn was gemacht wird. Beispiel: Er hat oben alle vier Schneidezähne verloren und zwei neue sind da. Diese zwei neuen Zähne nehmen aber den ganzen Platz ein, so dass die zwei noch kommenden Zähne schräg aus dem Kiefer wachsen würden. Deshalb das Ziehen der zwei Milch-Eckzähne. Es ist bei meinem Sohn sehr ausgeprägt und daher bin ich auch dafür, dass was gemacht wird. Allerdings ist das halt alles mit Stress für Mutter und Kind verbunden. Da müssen wir durch.

Liebe Grüsse *:)

MdinnNimaxusi


Mein Sohn hatte auch sehr kleinen Oberkiefer und auch einen Kreuzbiss. Er hat Asthma und als Kind eine ständig verstopfte Nase

(allergisch bedingt). Bei geschlossenem Mund liegt die Zunge unter dem Oberkiefer und somit wächst der Oberkiefer natürlich mit. Durch seine Mundatmung (weilNase ständig verstopft), lag die Zunge im Unterkiefer und somit wuchs der Oberkiefer nicht mit. Dadurch waren sämtliche Schneidezähne im Oberkiefer verdreht und krumm. Die 2er Zähne sind ganz oben im Kiefer über den einsern rausgekommen. Mit 8 hat er eine Spange nur für nachts bekommen. Diese wurde alle 2 Tage nachgestellt. Beim Kieferorthopäden gabs keine Probleme. Vielleicht lags am Alter !? Er durfte zur Erstellung des Abdrucks aktiv mithelfen. Z.B. den Brei anrühren, das nahm im die Angst.

Im wurde von Anfang an erklärt das ein Kieferorthopade keine schmerzhafte Behandlung durchführt. 1 Echzahn wurde unter örtlicher Betäubung von Zahnarzt gezogen. Da geht nix ohne Belohnung. Jetzt ist er 12, und braucht seit ca. 1 Jahr keine nächtliche Spange mehr. Allerdings bekommt er nun, wenn seine restlichen 2ten Zähne kommen, eine feste.

Liebe Grüße

LBies"elottex-2


Hallo,

danke für deinen Bericht, Minnimausi. Da dieser extrem enge Kiefer eher selten vorkommt, bin ich froh, auch mal von anderen zu hören. Ja, vielleicht liegts auch am Alter, dass mein Sohn soviel Angst hat. Aber er ist sowieso ein sehr ängstliches Kind, dass immer erst ins kalte Wasser geschubst werden muss, um zu merken, dass alles nur halb so schlimm ist. Dass kann man in manchen Situationen auch erzwingen, aber leider nicht beim Zahnarzt oder Kieferorthopäden. Kann ja seinen Kiefer nicht mit Gewalt aufhalten...seufz.

Die Kieferorthopädin und auch ihre Helferinnen waren super-geduldig und supernett zu ihm. Die haben gar keinen Stress gemacht, ihm alles gezeigt und erklärt. Aber der Sturkopf ist halt ein kleiner Schisshase, der sich in seine Ängste so reinsteigert, dass nichts mehr zu machen ist. Sein niedriges Selbstbewusstsein ist ein Grund, warum er zur Ergotherapie geht. Hat auch gut angeschlagen, aber dass ist für ihn eine Extrem-Situation....

Gestern waren wir zwei (!) Stunden beim Zahnarzt, der ein Röntgenbild von seinen Zähnen wollte. Nix zu machen....Das blöde war auch, dass wir den Termin erst am späten Nachmittag hatten und unser Sohnemann schon todmüde war. Also sind wir ohne Bild und mit einer Riesenwut im Bauch nach Hause gegangen....Heute morgen hatten wir einen Termin bei der Kieferorthopädin. Nach langem Gespräch (und etwas Bestechung in Form eines Hot-Wheel-Autos ;-D) hat er da doch ohne Mucken ein Röntgenbild machen lassen. Danach kam der obligatorische Satz: "Tat ja echt nicht weh. War ja gar nicht schlimm." Grrrr, das haben wir ihm gestern zwei Stunden lang versucht zu erklären. Schwierig, schwierig manchmal.....Na, wenigstens haben wir das Bild und der Rest geht eben nur in Narkose. Kein gutes Gefühl, aber es muss nunmal gemacht werden. Da werden wir am Freitag nochmal hinmüssen und kriegen dann einen Termin.

Berichte weiter.

Liebe Grüsse

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