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Adhs erblich?

C?hri'stixnaO hat die Diskussion gestartet


Hallo *:)

Mein Mann hat aus erster Ehe zwei Söhne, von denen einer wohl ADHS hat. Nun bekommen wir selbst auch Nachwuchs und ich frage mich, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass unser Kind auch ADHS haben könnte? Der Cousin meines Mannes hat auch ADHS. Ansonsten wissen wir leider nicht, ob väterlicherseits eventuell noch mehr ADHS Fälle in der Familie liegen oder nicht, da der Vater meines Mannes sozusagen "unbekannt" ist. Also, wie sieht es aus mit der Erblichkeit von ADHS? Ich habe wirklich Angst, unser Kind könnte das auch bekommen...

LG, Christina

Antworten
CThrisHtinxaO


Hat da niemand eine Ahnung ???

GIras-tHalm


Fazit ist, daß ADHD sich in Geschwister und Zwillingsstudien als stark erblich heraus stellte. ADS tritt in der Verwandtschaft von Betroffenen 5-6 mal häufiger auf als in der restlichen Bevölkerung. In zwei Studien mit eineiigen Zwillingen hatten in 80 oder mehr Prozent der Fälle beide Zwillinge ADS. Der genetische Anteil am Entstehen von ADS kann daher sehr hoch auf mindestens 80 Prozent geschätzt werden. Die Umwelt hat also lediglich einen geringen Einfluß das Entstehen von ADS bei vorhandener genetischer Disposition zu fördern oder zu verhindern.

Neben genetischer Disposition gibt es für ADS wohl auch eine weitere Ursachen in Form von Komplikationen während der Schwangerschaft, der Geburt und der frühen Kindheit. (Hierfür wäre meiner Meinung nach, so man zwischen genetischer Dispotionion und anderen Ursachen diferenzieren wollte, die früher bei ADS Symptomen gestellte Diagnose MCD bzw. MZD - Minimale Zerebrale Defekte - angebracht.)

Wie Singer in der Zusammenfassung der Studie Are perinatal complications relevant to the manifestation of ADD? Issues of comorbidity and familiality. an gibt, unterscheidet sich so entstandenes ADS von genetisch bedingtem ADS insofern, daß ein starker Zusammenhang zwischen Komorbidität und nicht-familiärem ADD mit Komplikationen während der Schwangerschaft, Geburt oder frühen Kindheit festgestellt wurde.

Quelle + Fachartikel (leider auf Englisch):

[[http://www.ads-shg.de/literatur_ads_fachartikel.shtml]] (ganz unten)

CmhriostilnaxO


Dankeschön @:)

D.h. also, dass die Frage ist, ob das ADHS beim Sohn meines Mannes von seiner Seite der Familie oder von der der Ex-Frau vererbt wurde, richtig? Das ist natürlich schwer festzustellen... In meiner Familie ist das jedenfalls seit Generationen noch nie aufgetreten. Hoffen wir das beste :-|

-_sonnSe-


In unserer familie hat es meine mutter, ich habe es bzw. hatte und nun hat es mein sohn.

d?evnixc


huhu *:)

die wahrscheinlichkeit, adhs zu vererben liegt höher, als die wahrscheinlichkeit, die augen- oder haarfarbe zu vererben.

ich selber und mein großer sohn haben ne adhs diagnose, mein bruder auch, bei meinem vater vermute ich es stark ;-) und mein kleiner sohn zeigt auch ganz deutliche anzeichen, ist aber noch zu klein für eine diagnostik.

du brauchst keine panik haben - selbst wenn euer kind ad(h)s haben sollte, ist das keine katastrophe! denn entgegen der weitläufigen meinung haben diese kinder auch unheimlich viele POSITIVE eigenschaften, die andere kinder NICHT haben!

und je früher man die symptome erkennt und fördernd eingreift, umso besser lernen die kinder mit den adhs-spezifischen handycaps umzugehen!

falls du mal was darüber lesen möchtest, kann ich dir dieses buch empfehlen: "das hyperaktive baby und kleinkind" von cordula neuhaus. sie beschreibt sehr verständlich erste "mögliche" anzeichen und gibt viele praktische tips für den alltag.

oder wenn du noch konkrete fragen dazu hast, kannst dich gerne an mich wenden *:)

-xsonpne-


[[http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/hintergrund/237696.html]]

hmm hoffentlich funzt der link jetzt..

BjeatxCh


Eine Erbkomponente ist unbestritten dabei.

Aber die Tatsache IST Zitat: "In zwei Studien mit eineiigen Zwillingen hatten in 80 oder mehr Prozent der Fälle beide Zwillinge ADS." ABER DIE SCHLUSSFOLGERUNG "Der genetische Anteil am Entstehen von ADS kann daher sehr hoch auf mindestens 80 Prozent geschätzt werden. Die Umwelt hat also lediglich einen geringen Einfluß das Entstehen von ADS bei vorhandener genetischer Disposition zu fördern oder zu verhindern." IST NICHT KORREKT! Erstens trifft es nicht alle eineiigen Zwilinge, was den Umwelteffekt beweisst und zweitens bekommt das Kind während der schwangerschaft von der Mutter wesentlich mehr mit, als nur die Gene, wie zB Giftbelastung, Ernährungen Medikamente etc etc. Anders gesagt wirkt auch die Umweltbelastung über die Mutter auf die Kinder.

Da man die gene nicht ändern kann, aber die Umweltbelastung und die genetischen Auswirkzungen behandlen kann, ist eine mitursächliche Behandlung von ADS möglich und es ist sogar eine Heilung dadurch möglich, was ja rein genetisch ja eigentlich nicht möglich ist. Entsprechende Erfahrungen haben wir nicht nur in der Familie mehrfach gemacht. Prof Dr Egger, Prof Dr Rapp, Dr Reichelt sind vieleicht die bekanntesten, aber nicht die einzigen die damit grosse Erfolge hatten

Weitere Infos bitte per pn verlangen, da nur unregelmässig hier bin

d+evnixc


und es ist sogar eine Heilung dadurch möglich

???

vielleicht habe ich deine aussage falsch verstanden - man kann zwar die AUSPRÄGUNG der symptome mildern und positiv beeinflussen, aber man kann adhs nicht heilen!

nichts für ungut, aber kannst du diese aussage belegen? gibt es da studien?

danke und liebe grüße

*:)

BDeaetCh


Hallo devnic

Da ADS anhand gewisser Symptome/Auffälligkeiten diagonstiziert wird, ist jemand von ADS geheilt, sobald er diese Symptome nicht mehr hat.

Aus erfahrung kann ich sagen das es dies gibt und nicht so selten ist.

Direkte Studien dazu gibt es nicht (in einem unterpunkt ist eine Aussage vieelicht vorhanden), aber Studien das die durchschnittliche Ausprägung der symptome wesentlich abgenommen hat. Da liegt es auf der hand, dass die besten dann so gut sind das ADS nicht mehr diagnostiziert wird.

Einige Bsp. Lancet Studie von Coleman mit Vitamin B6 bei einer Untergruppe von ADS Kindern. Fettsäurestudie mehrere (die meisten sind auf [[http://www.cenaverde.com]] aufgeführt). Mehrere oliantigene Diät Studien von Prof Dr Egger (bis 80% erfolgsrate). Eine von Deutschland (24% erfolgsrate)

Studien mit ursächlichen nicht patentierbaren Mitteln loghnen sich finanziell nicht, weshalb selten solche gemacht werden

dAeJvnic


naja, okay, das ist definitionssache.... ;-)

im prinzip kann man adhs nicht "heilen" - aber man kann durch veränderungen vieler äusserer umstände die symptomatik verbessern bzw. ganz in den griff kriegen. würde man DANN eine diagnose nur aufgrund von verhaltensbeobachtungen machen, wäre die person quasi "geheilt" - obwohl man die "abnormen" stoffwechselvorgänge im frontalhirnlappen nach wie vor mithilfe eines quantitativen eeg's bzw. einer bildgebenden radiologischen untersuchung nachweisen könnte. ;-)

BmeathCh


Hallo devnic

"naja, okay, das ist definitionssache... "

eigentlich nicht! Es ist klar definiert, wann jemand als ADS gilt und wann nicht (OK es gibt eine Grauzone). Aber wenn jemand aufgrund der offitiellen Kriterien ADS hat und er später naxch diesen Kriterien kein ADS mehr hat, dann hat er es schlicht nicht mehr, er ist dann wie Du sagts nach der Definition wie man ADS definiert geheilt.

Aber ich verstehe was Du meinst, er wäre dann natürlich noch nicht "normal gesunf, da dies ja nicht heisst, dass er keine "Abnormalitäten mehr hat. Aber wenn man etwas hatm das sich nicht mehr auswirkt, ist sja auch nicht so schlimm oder?

"obwohl man die "abnormen" stoffwechselvorgänge im frontalhirnlappen nach wie vor mithilfe eines quantitativen eeg's bzw. einer bildgebenden radiologischen untersuchung nachweisen könnte"

Da bin ich mir nicht einmal mehr sicher, sondern behaupte sogar, das es bei einigen nicht mehr nachweisbar wäre.

Gründe:

1. Die abnormen Stoffwechselvorgänge haben ja einen Ursache. Wenn man die ursache behebt, dann ist es ja weg. zb Wenn man den serotoninhaushalt durch die Einnahme zB (nur Bsp) von B6, B12, NADH normalisiert, oder die plockeirueng dieser Stoffe durch eine hg-Ausleitung aufhebt) dann sind sie nicht mehr da.

2. Oft liegt auch ein Hirnmreifungsproblem vor. wenn man die Hirnreifung nachholen kann, ZB durch einnahme von Omega3 / EPA Fettsäuren, dann ist mittelfristig die hirnreifung ja auch wieder OK.

Studien das es wirksam gegen die diagniosekriterien ist, gibt es einige wenige, denke aber genug. Leider ist mir keine bekannt, die mittels bildgebenden Verfahren auch eine Veränderung nachweisen oder widerlegen könnte. Schade, aber wichtig ist es ja, das es dem kind hilft.

L_aura3-Je`nnifxer


Hallo,

Ich habe Dir eine PN geschrieben.

HKannesxhenner


Die Vererbung von ADHS lässt sich nicht verhindern!

Es macht auch keinen Sinn darüber zu spekulieren und vor allem sind Schuldzuweisungen absolut fehl am Platze.

Die Anforderungen der heutigen Gesellschaft, lassen diesen Menschen, keine Lebensniesche mehr zu, das ist ein viel größeres Problem als diese Erkrankung. Menschen die ADHS und ADS haben, müssen die gleichen Lebenschance haben wie andere auch.

Es ist viel wichtiger diesen Menschen Lebenswege zu ermöglichen, als an ihnen herum zu Probieren,es wird irgendwann einmal möglich sein wird, zu heilen vielleicht auch nie, was wollen wir bis dahin Tun, diese Menschen abschreiben und einstampfen?

Es ist viel wichtiger diesen Menschen auch eine Welt zu Öffnen, in der es sich Leben lässt.

Das was bis jetzt geschieht, ist Stümperhaft!???

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