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Phimose-Op bei 2-jährigem Kind?

DPas EtBwa?s


Naja, dieses "Horrorszenario" der möglichen Wieder-Verengung bei Teilbeschneidung wird sehr gern als Begründung genommen, doch eine komplette Entfernung zu empfehlen. Die Wahrheit sieht aber so aus, dass diese Fälle in der Gesamtheit der vorgenommenen Teilbeschneidungen ziemlich selten (weniger als 2%) vorkommen und i. d. R. auf mangelhafte Nachsorge-Aufklärung seitens der operierenden Ärzte zurückzuführen sind.

Darüberhinaus gibt es die schon angesprochene Möglichkeit der Triple-Inzision, d. h. zweier schräger Einschnitte, die die Vorhaut weiten, sie aber gänzlich erhalten. Diese Technik beherrschen einfach nur die wenigsten Ärzte hier, weil viele sich mit ihrem Kenntnisstand für die Allergrößten halten und meinen, wenn sie schon 30 Jahre in dem Geschäft tätig sind, hätten sie es nicht mehr nötig, sich noch von irgendetwas anderem überzeugen zu lassen als dem, was sie seit 30 Jahren machen :=o - ein Grund mehr, weswegen ich Ärzten bei der Diagnose "Phimose, muss unbedingt operiert werden" generell misstraue, außer in solchen offensichtlichen Fällen wie von dir geschildert. Dieses Misstrauen hat sich bei mir, bei meinem Sohn und bei vielen anderen auch als gerechtfertigt erwiesen.

Faszinierenderweise hört man auch immer wieder, dass die Ärzte eine Beschneidung vornehmen und dann hinterher aus dem OP kommen und meinen "ja ja, das war ja höchste Eisenbahn, das musste ja unbedingt sein, da war ja schon alles verklebt". Was für ein BLÖDSINN!!! Da war NOCH alles verklebt - da hat sich die Natur was dabei gedacht. Aber schnell wird damit das eigene Gewissen und das der Eltern beruhigt, sie hätten mit der Beschneidung ja das einzig richtige gemacht.

Die Wahrheit sieht meist anders aus. Letztens bin ich über einen Bericht im Schweizer Fernsehen gestolpert. Dort wurde ganz klar gesagt, dass von 4.000 (!!!) Beschneidungen im Jahr min. die Hälfte glatt überflüssig ist und anders behandelt werden könnte. Hierzulande ist das nicht viel anders. Die Kinderchirurgen schicken ja sogar kleine Jungs, wo nur das Vorhautbändchen ein bisschen zu kurz ist (was man bei Jungs noch gar nicht sagen kann bevor der Penis ausgewachsen ist) zur Beschneidung!!

Ich vertraue dahingehend wirklich nur noch auf meinen gesunden Menschenverstand und dem Wissen, was ich mir in vielen vielen Stunden wälzen von Fachliteratur angeeignet habe, sowie meinen ganz eigenen Erfahrungen und denen von Freunden und Bekannten. Deswegen lautet meine erste Frage in so einem Fall immer: "Wie alt ist der Junge?" und dann "hat er mit dem momentanen Zustand irgendwelche Probleme?". Denn etwas was keine Probleme macht, operiert man nicht einfach mal, nur weil ein Weißkittel das so will. Und seit ich weiß, was so ein Weißkittel an einer solchen OP verdient, traue ich da erst recht nichts und niemandem mehr. Und Erfolgszahlen von 85% bei einer Dehnung + Salbenbehandlung sprechen wohl für sich.

Muon4ixka65


Ich kann nur nochmal betonen, dass sich das Problem bei meinem Sohn ohne jegliche Behandlung, Dehnübungen in der Pubertät erst gelöst hat. Ich weiß natürlich nicht, wie häufig sowas ist.

D$ads Etzwqas


Sehr häufig - so man dem ganzen bis dahin Zeit lässt, was wiederum nicht sonderlich häufig der Fall ist. I. d. R. wird ein Junge mit nicht zurückziehbarer Vorhaut auch heute noch spätestens zum Schuleintritt (als würde es eine Rolle spielen, ob der Junge mit enger, weiter oder gar keiner Vorhaut im Unterricht sitzt %-|) beschnitten. Die meisten Ärzte machen spätestens zu diesem Termin entsprechend Druck, dem sich Eltern in den meisten Fällen beugen - sie vertrauen ja darauf, dass der Arzt weiß was er sagt. :|N :|N :|N

MEoniKka65


Das stimmt natürlich, weil man selber keinen Grund hat, daran zu zweifeln. Mir war die Op einfach nicht geheuer. Da er keine Beschwerden hatte, verschob ich das auf einen Zeitpunkt, wenn er nahezu erwachsen ist und den Krankenhausaufenthalt besser verkraftet als im Kindesalter. (Wobei die Ärzte wiederum argumentieren, dass es im Kindesalter weniger schmerzhaft sei) Und als dieser Zeitpunkt heranrückte, war es eben nicht mehr nötig. Heute, er ist 17, ist seine Vorhaut völlig normal, das hätte sich vor ein paar Jahren noch keiner vorstellen können.

S/ilvlerP$eaxrl


Hab ich grad durch Zufall gefunden und musste an diesen Faden hier denken.

Quelle: [[http://www.kinderaerzteimnetz.de/aerzte/arzt_84_18.html]]

Zitat:

Fragestellung: Was kann man gegen Präputialveklebung tun?

Name: jana göttlich

Erklärung: Präputialverklebung war die Diagnose der U7 meines Sohnes (inzwischen 3 Jahre alt). Was ist das und was kann man tun?

Antwort: Nichts. Bei Geburt ist die Innenseite der Vorhaut mit der Schleimhautoberfläche des Penis in aller Regel noch verschmolzen. In vielen Fällen löst sich die Vorhaut dann zwischen dem 1. und 4. Lebensjahr selbstständig von der Eichel ab. In manchen Fällen dauert der vollständige Ablösungsprozess allerdings bis in die Pubertät hinein. Die Verklebung bietet im übrigen häufig Schutz vor Entzündungen, gelegentlich festzustellende Smegma-Ansammlungen unter der Vorhaut sind keimfrei und erfordern ebenfalls keinerlei Maßnahmen.

Nach meiner Erfahrung wird hierzulande viel zu früh und unnötigerweise an der Vorhaut manipuliert. Dagegen ist es wichtig, noch in der Vorpubertätsphase (8. bis 10. Lebensjahr) eine einwandfreie Verschieblichkeit und Dehnbarkeit der Vorhaut durch einen Jugendfacharzt festzustellen. Dies ist schon aus Reinlichkeitsgründen unerlässlich. Außerdem erfahren Jugendliche mit unbehandelten Vorhautverengungen große Ängste, erhebliches Leid und Schmerzen in einer Entwicklungsphase, in der ein unbefangener Umgang mit diesen Fragen (und somit der Gang zum Arzt) ohnehin nur sehr schwer möglich ist.

Merke: um bei der Vorhautverklebung eine Vorhautverengung auszuschliessen, sollte in jedem Falle die Harnröhrenmündung an der Eichelspitze gut sichtbar sein. Spätestens im Alter von 10 Jahren muss sich die Vorhaut vollständig bis zur Präputialfalte, (dem sog. Sulcus coronarius) zurückschieben lassen.

Penis und Penisspitze sollten im Säuglings- und Kleinkindesalter mit Wasser, gegebenenfalls auch mit milden Waschlösungen (Kamille) sachte gereinigt werden. Ihr Dr. Martin Lang, Kinder-und Jugendarzt, Augsburg

*:)

M~onikfa65


Hm, naja, wie gesagt, bei meinem Sohn war es ganz anders. Die Vorhaut war vorne ganz eng, nur so eine kleine Öffnung. Die Harnröhrenöffnung war sichtbar, mehr aber nicht. Und mit 10 ließ sich noch nicht viel verschieben und schmerzte ihn auch. Mir war immer klar, dass das operiert werden müsste und dann, so ungefahr mit 13 oder 14 war das Thema gegessen.

SPilve;rxPearl


Wollts ja auch nur mal reinschreiben weil drin stand, dass man im jetzigen Alter noch nix machen muss. ;-)

5fjesxsi5


vielen, vielen dank für die antworten, besonders an "das etwas". ich bin nun um einiges beruhigter und werde erstmal abwarten und tee trinken.

aber meinst du soll ich trotzdem nochmal von nem spezialisten schauen lassen? bei uns in der gegend wird sich noch ein kinder chiroug schlecht finden lassen...

darf ich fragen woher du das alles weist? hast du selber erfahrung damit oder beim kind?

danke nochmal!

5Yjess{ix5


vielen, vielen dank für die antworten, besonders an "das etwas". ich bin nun um einiges beruhigter und werde erstmal abwarten und tee trinken.

aber meinst du soll ich trotzdem nochmal von nem spezialisten schauen lassen? bei uns in der gegend wird sich noch ein kinder chiroug schlecht finden lassen...

darf ich fragen woher du das alles weist? hast du selber erfahrung damit oder beim kind?

danke nochmal!

ACsksisaxm


Hallo,

ich habe mit meinem Sohn-26MOnate das gleiche Problem. Nur mein Arzt rät mir auch, warten es kann sich immer noch auswachsen.

Und auf jeden Fall solltest Du noch andere Ärzte zu Rate ziehen.

Alles GUte und LG

assisam

Aissisxam


Hallo,

ich habe mit meinem Sohn-26MOnate das gleiche Problem. Nur mein Arzt rät mir auch, warten es kann sich immer noch auswachsen.

Und auf jeden Fall solltest Du noch andere Ärzte zu Rate ziehen.

Alles GUte und LG

assisam

D4as Etxwas


@ 5Jessi5

Nun, ehrlich gesagt sehe ich keinen Sinn darin, noch jemanden draufgucken zu lassen. Höchstwahrscheinlich wirst du nicht viele andere Antworten als "müssen wir operieren" bekommen. Ärzte - gerade die Fachärzte - operieren da einfach nur allzu gern. Wie gesagt, sie verdienen daran ja.

Ich war mit meinem damals 8-Jährigen Sohnemann bei insgesamt 8 (!) verschiedenen Ärzten gewesen, und alle haben das gleiche gesagt. Ich habe mir mitunter schlimmste Sachen anhören dürfen, das ging bis hin zu "Sie sind ja sowas von verantwortungslos, was Sie Ihrem Kind antun..." etc. etc. Der einzige, der uns in unserer Haltung unterstützt hat, war unser damaliger Kinderarzt, bei dem ich selbst schon als Kind Patient war. Er war schon bei mir damals gegen eine OP (obwohl entsprechend jeder ärztlichen Definition eine OP unumgänglich gewesen wäre, die Vorhaut war bei mir quasi zu gewachsen, genauso war es bei meinem Sohn auch). Er war der einzige, der entsprechende Alternativen aufgezeigt hat und uns, solange die Phimose keine weiteren Probleme machen würde, zum abwarten geraten hat. Die einzige "Einschränkung" die mein Sohn hatte war eben die, dass er nicht im stehen pinkeln konnte, weil eben kein gerader Strahl rauskam.

Aber ausgerechnet ER sollte sowohl bei mir damals als auch bei meinem Sohn später Recht behalten. Bei mir löste sich das Problem nach einem Jahr intensivem Dehntraining, bei meinem Sohnemann hat es wg. einer Fehlbildung der Vorhaut (die Vorhaut war vorne an der Spitze quasi schichtweise übereinander gewachsen) einiges länger gedauert, aber nunmehr löst es sich auch bei ihm immer mehr.

Zwar brauchte er beim Pinkeln immer viel Geduld und Zeit, weil es eben nur langsam ging, aber es hat nie Probleme verursacht. Alle Vierteljahre gab es einen Check ob Blase und Nieren einwandfrei damit klarkommen, das war zu jeder Zeit der Fall, also haben wir nichts gemacht - außer eben fleißig die Vorhaut gedehnt, sowohl mit als auch ohne Salbe.

Und ganz lange Zeit sah es so aus als würde es absolut nichts bringen, erst seit etwa einem 3/4 Jahr sieht man eine Erfolg. Mittlerweile kann man die Eichel zumindest durch ein kleines Löchlein schon hindurch erahnen, vorher war nicht einmal das möglich und man fragte sich allen Ernstes, wo diese Vorhaut noch eine Öffnung hat.

Ich habe ihn selbst immer wieder gefragt, ob er es "gemacht" bekommen haben möchte, er war strikt gegen eine OP, also haben wir es so lange gelassen wie es medizinisch vertretbar war. Und es sollte sich als gut und richtig herausstellen.

Nach der Pleite mit sämtlichen aufgesuchten Ärzten habe ich begonnen, mich selbst sehr intensiv in das Thema einzulesen und auch Bekannte, Freunde und Verwandte dazu zu befragen. Und ich stieß auf ähnliche Reaktionen und Erfahrungen, die mich in meiner Meinung noch weiter bestärkten. Dazu kam eine umfangreiche Internet-Recherche, die bis heute noch andauert. Doch die Erfahrungen sind sehr zahlreich und mittlerweile glücklicherweise auch endlich mal ärztlich belegt - dass die Vorhaut eben DOCH in den allermeisten Fällen ohne OP geheilt werden kann. Deswegen bin ich heute dahingehend so "stur" und ärgere mich umso mehr über Ärzte, die in 2 Sek. anschauen eine Phimose diagnostizieren und ihr Skalpell wetzen... :(v

wUatdeynnu


"Das Etwas" hat recht ......

Ich habe nichts Neues hinzuzufügen, möchte aber trotzdem anmerken, das sich die Erfahrungen von "Das Etwas" mit den meinigen decken. Auch ich hatte leichte "Vorhautprobleme" und habe sie allerdings ohne Berater auf die angesprochene Art und Weise lösen können. Ich bin auch davon überzeugt, dass über 90% der "arztindizierten" Vorhaut-OPs aus Unkenntnis oder Geldgier durchgeführt werden.

Wichtiger als Arztbesuche sind in einem solchen Fall ein vertrauensvolles und ungezwungenes Verhältnis zwischen Sohn und Eltern, damit im Zweifelsfall darüber gesprochen und aufgeklärt werden kann.

MfG *:)

CvlEarauHi-mm!el


es gibt auch salben, mit denen man sowas behandeln kann, was das zurückziehend ann erleichtern soll. frag mich jetzt aber nich, wie die heißen,a ber vllt weiß da shier jemand

ich hab meinen großen sohn dann operieren lassen, als er 8 war, weil er aber dann auch tatsächlich probleme hatte mti entzündungen

aber selbst die könnte man noch mti salben beheben.

ich würd kein 2-jähriges kidn am piphahn operieren lassen,w enn s nich unbedingt nötig is

es gibt doch genug urologen und kinderärzte, ich würd da auch auf jeden fall noch meinungen einholen

5qjesPsi5


@ das etwas

danke nochmal für dein bemühen.

dein sohn ist 8. er kann dir sagen, ob er schmerzen hat usw. mein kleiner sagt noch kaum was und wenn eine phimose bis ca. 3 jahre normal ist, dann kann ich doch mit salben und dehnen nur mehr schaden durch einreißen machen oder?!

ich hab die op abgesagt und werde ersteinmal zeit abwarten.

bei wem habt ihr denn die blasen und nierenuntersuchungen durch führen lassen und ab welchem alter?

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