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Ist Kindergarten Pflicht oder Vorschulkindergarten?

Hgansjelinxe


Mikasmama: Ja. Also nicht schulreif, aber im schulpflichtigen Alter. Dort werden dann die Gründe für die "Unreife" bearbeitet.

Ich finde ein Jahr im normalen Kindergarten o.k., wenn es einfach nur daran liegt, daß das Kind ein "Spätentwickler" ist, also keine besonderen Schwierigkeiten hat. Aber bei echten Defiziten z.B. im Spracherwerb oder im Sozialverhalten meine ich, daß sehr gezielt daran gearbeitet werden sollte, und das kann ein Kindergarten i.d.R. nicht leisten.

"Streng" geht es auf der Vorschule nicht zu. Aber lernen, sich an Anweisungen zu halten, sich einzufügen und keine Extrawürste zu verlangen, auch mal was zu machen, wozu man nicht so direkt Lust hat (oder etwas seinzulassen, wozu man gerade Lust hat) - das gehört zu den Dingen, die man eben können muß, wenn man in der 1. Klasse nicht scheitern will. Das ist eben der Unterschied: In der Vorschule/Schulkindergarten wird das gelernt, in der 1. Klasse wird es weitestgehend vorausgesetzt.

Es geht dabei nicht darum, die Kinder zu drillen, sondern darum, Selbstvertrauen und Sicherheit im Sozialverhalten aufzubauen (was dann auch mit einer gesteigerten Fähigkeit zur Selbstkontrolle einhergeht). Soweit im sozialen Bereich. Sprachlich passiert auch so einiges, ebenso in Bezug auf die Konzentration... Im KiGa kann das i.d.R. (Ausnahmen bestätigen die Regel) nicht so gezielt gemacht werden.

Wenn das Kind nicht schulpflichtig ist, kann es zu gar nichts gezwungen werden. Trotzdem sollte man sich überlegen, ob man ihm den Schuleintritt irgendwie erleichtern kann. Also auch ohne Kindergartenpflicht ist es ganz sicher ratsam, einen Kindergarten zu besuchen; die Schule wird sonst höchstwahrscheinlich ein zu großer Schock.

EcifelRullix1


Ich finde es eigentlich von den Eltern unverantwortlich, Kinder nicht in den Kindergarten zu schicken. Den Kindern tut man damit überhaupt keinen Gefallen.

Letzte Woche hatten wir von der Vorschulgruppe einen Elternnachmittag. Huch, es ist echt grass zu hören, was die Kinder in dem letzten Jahr noch alles leisten müssen. Sie können schon da schon fast keine Kinder mehr sein. Es ist auch Vorraussetzung für die Schule. Wirklich wahnsinn, was dort schon alles gemacht wird und das sagen auch Eltern, die selbst Erzieher sind.

V io38


Bin Mama von einem fast vier-jährigen Sohn, der nicht in Kindergarten geht. Letztes Jahr war er drei Monate in einem Kindergarten und es gab nur Probleme. Ich fand ihn viel zu klein (keine drei Jahre) und hab ihn rausgenommen.

Ich lebe in Niedersachsen und wohne nicht weit von Salzgitter entwernt. Es tut mir am herzen weh, als ich erfahren habe, dort ist der Kindergarten für alle Kinder umsonst.

Ich sehe nicht ein, dass ich fast 200 Euro in Monat für drei stunden Kindergarten pro Tag bezahle.

Da es bei uns aber der letzte Jahr kostenlos Kindergarten ist, wird er letztes Jahr vor der Schule gehen.

Was seine Entwicklung angeht, muss ich mir keien Sorgen machen.

Er ist helfte des Tages mit seinen Geschwistern bescheftigt und ziemlich weit als Kinder in seinem alter *:)

m9arika Tstxern


warum willst du das denn wissen? it doch ne super sahe, also selbst wenn´s nicht verpflichtend wäre, hätte man doch eh die "moralische pflicht" sein kind da mitmachen zu lassen.

lOady/-li(ke


naja das muss ja jeder selber entscheiden, letztendlich aber ist die frage was nu richtig ist...es intressiert mich einfach , ich sehe das einige nicht gehn und was mich dabei halt intressiert ist bei der einschuluntersuchung wurde vom gesundheitsamt arzt zu denen gesagt kind soll in kita aber die gehn nicht... darum will ich wissen gibt es nu die pflicht oder nicht und was ist die konsequenz für die leute *:)

K5athl~eexn20


im Niedersächsischem Recht kenn ich mich leider nicht aus...

Hier in Hessen ist es so, dass Kinder, die nicht im Kindergarten waren, vor der Einschulung zum Schulpsychologen müssen um festzustellen, ob sie "normal" am Unterricht teilnehmen können.

Es geht dabei wohl darum, dass viele Kinder Trennungsängste haben, wenn sie es vorher nicht gewohnt sind längere Zeit ohne ihre Eltern zu sein.

Damit dieses Phänomen nicht den Unterricht beienträchtigt wird manchen Eltern dann geraten ihr Kind erst mit 7 in die Schule zu schicken.

Das ist wiederum Entscheidung der Eltern! Sie müssen nicht auf den Schulpsychologen hören, können aber das Problem bekommen, dass sie von einer Schule abgelehnt werden.

Dann bloß nicht verzweifeln, sondern die nächste Schule anschreiben (oder anrufen).

Ein persöhnlicher Termin mit dem Direktor regelt sowas schon. ;-)

KUajth&leen2x0


im Niedersächsischem Recht kenn ich mich leider nicht aus...

Hier in Hessen ist es so, dass Kinder, die nicht im Kindergarten waren, vor der Einschulung zum Schulpsychologen müssen um festzustellen, ob sie "normal" am Unterricht teilnehmen können.

Es geht dabei wohl darum, dass viele Kinder Trennungsängste haben, wenn sie es vorher nicht gewohnt sind längere Zeit ohne ihre Eltern zu sein.

Damit dieses Phänomen nicht den Unterricht beienträchtigt wird manchen Eltern dann geraten ihr Kind erst mit 7 in die Schule zu schicken.

Das ist wiederum Entscheidung der Eltern! Sie müssen nicht auf den Schulpsychologen hören, können aber das Problem bekommen, dass sie von einer Schule abgelehnt werden.

Dann bloß nicht verzweifeln, sondern die nächste Schule anschreiben (oder anrufen).

Ein persöhnlicher Termin mit dem Direktor regelt sowas schon. ;-)

KUathjleeEn20


oh sry doppelpost |-o

RRossencrJeutz


Ich komme zwar auch nicht aus Niedersachsen, dennoch will ich mal versuchen, Dir weiter zu helfen.

Euer Kita-Gesetz kennt eine solche Verpflichtung nicht, sondern lediglich den [[http://www.nds-voris.de/jportal/?quelle=jlink&query=KiTaG+ND+%C2%A7+21&psml=bsvorisprod.psml&max=true/ Anspruch]] auf unentgeltlichen Besuch einer solchen Einrichtung im Schulvorbereitungsjahr.

Das Niedersächsische Schulgesetz wiederum sieht mE genau zwei Fälle vor, in denen eine Verpflichtung zum Besuch einer Kindertagesstätte vorliegen kann:

1. für "Kinder, deren Deutschkenntnisse nicht ausreichen, um erfolgreich am Unterricht teilzunehmen [...]" ([[http://www.nds-voris.de/jportal/?quelle=jlink&query=SchulG+ND+%C2%A7+54a&psml=bsvorisprod.psml&max=true/§ 54a Abs. 2 Satz 1]]) bzw.

2. wenn eine Rückstellung um ein Jahr in Betracht gezogen wird ([[http://www.nds-voris.de/jportal/?quelle=jlink&query=SchulG+ND+%C2%A7+64&psml=bsvorisprod.psml&max=true/ § 64 Abs. 2 Satz 2]]).

Ob etwas davon auf Dich (oder vielmehr Dein Kind) zutriftt, wirst Du sicherlich selbst am besten wissen. ;-D

W#eihr{auch


Ich komme aus Niedersachsen und habe Kinder, eines davon ist fünf und soll nächstes Jahr zur Schule.

Es gibt keine Verpflichtung zum Kindergartenbesuch.

Das letzte Jahr vor der Éinschulung ist beitragsfrei.

Schulkindergärten sind Pflicht. Aber das sind besondere Kindergärten, in denen die Kinder, die schulpflichtig sind, aber nicht schulreif, auf die Schule vorbereitet werden, die werden also von sechs oder siebenjährigen besucht, die normalerweise zur Schule gehen würden.

Bei der Schulanmeldung wird getestet, ob ein Kind sprachlich dem Unterricht folgen können wird, ist dies nicht der Fall, weil das Kind kaum Deutsch spricht, muss es zum Deutsch lernen, also zur Sprachförderung. Ob diese in speziellen Kindergärten stattfindet, bezweifel ich, wohl eher werden diese Kinder stundenweise im Schulkindergarten in speziellen Gruppen unterrichtet.

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