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Schwerhörigkeitsbehandlung ohne Röhrchen-OP?

lSuTpa&uxli hat die Diskussion gestartet


Ich habe Zwillinge bei denen man erst bei der U9 festgestellt hat, dass sie richtig schlecht hören. (Wir haben es aber schon geahnt. Man kann schon viel auf die Konzentration der Kinder schieben, aber es war schon auffällig)

Dann ging es sehr schnell--> Ünerweisung HNO--> OP- Termin in der folgenden Woche mit Röhrchen, Polypenentfernung und Kehlkopfspiegelung! Ich war total überfordert. Die Behandlung und Beratung hat für beide Kinder keine 5 Minuten gedauert. Nachdem es sich bei mir gesetzt hatte, habe ich mich im Internet erkundigt und war schockiert! Jeder Zweite schreibt, dass es keinen Sinn hatte, dass die Polypen nachwachsen, dass die Röhrchen rausfallen, dass sie schon das 2-te, 3-te, 4-te mal Röhrchen hatten. Da stehste da und kuckst dumm. Der Hauptgrund der sofortigen OP war nach Ansicht des Arztes, dass die Kinder keine sprachliche Entwicklungsverzögerung bekommen. Nun hatten wir den Vorteil, dass sie sprachlich wirklich gut drauf waren. Also habe ich den Termin abgesagt und bin zur Heilpraktikerin. Dort sind wir mit schwankenden Resultaten seit 1 1/2 Jahren in Behandlung. Sie vertritt genau so die Meinung, dass die Polypen wichtig sind, dass das lymphatische System gestärkt werden muss, dass die Infektabwehr gestärkt werden muss, damit sie nicht mehr jeden Husten und Schnupfen mitnehmen.

Alles schön und gut. Nun beginnt aber mein Problem. Meine Mädels sind seit ein paar Wochen in der Schule. Die Lehrerin meinte beim Schuleingangsgespräch, dass sie auf die Schwerhörigkeit Rücksicht nimmt. Nun war ich schon 2x dort, habe einen Brief geschrieben, aber die Kinder werden statt weiter nach vorn, weiter hinter gesetzt. Meine Tochter weinte gestern ganz fürchterlich, weil sie nichts versteht. Nun habe ich heute meinen Mann mit Kopien sämtlicher ärztlicher Atteste hingeschickt. Sie meint, sie will es beobachten ?????? Will sie jetzt ihre eingene Anamnese erstellen ???

Ich kann doch nicht, nachdem ich schon eine Odysee hinter mich gebracht habe, meine Kinder noch operieren lassen, nur weil die Lehrerin total uneinsichtig ist. >:(

Zumal mir von verschiedenen Seiten bestätigt wurde, dass sich diese Schallleitungstörung, hervorgerufen durch rez. Mittelohrentzündungen, mit zunehemenden Wachstum und Alter selbst erledigt!!!

Tut sie das?

Antworten
CPaqrale


Das wäre schön, wenn eine Schwerhörigkeit von selbst "auflöst". Nein, es wird wohl immer so bleiben. Man hört vielleicht einige dB besser, jedoch ganz weg wird es nicht gehen.

Ich würde an Deiner Stelle eine gute HNO-Ärztin oder einen Arzt suchen. Es soll ja besser werden, die Kinder beste Förderung erhalten. Aus welcher Gegend bist du, vielleicht kann ich Dir einige Adressen geben.

LG Carale

Kdemsoo


Hallo,

Paukenröhrchen beheben nit die Schwerhörigkeit - dienen regelrecht für die Belüftung im Ohr - aber ich würde davon abraten überhaupt eins legen zu lassen ... da es im Ohr wie ein Fremdkörper ist produziert es unmengen an Ohrenschmalz - sprich finger weg von Paukenröhrchen hilft in diesem Falle nits.

Genauso wie mit der Polypenentfernung - es wird oft gemeint das es dadurch besser wird - zeitweilig ja ... auf dauer aber nicht

Schon mal über eine Hörgeräteversorgung deiner Kinder nach gedacht? :-)

JZoli[84


Hallo erstmal *:)

Also meine erste frage ist, haben sie denn oft eine Mittelohrentzündung ??? Wenn ja wie soll es denn besser werden ??? Denn die flüssigkeit hinter dem Trommelfell ist sooo zeh, das sie nicht von alleine abfließen kann :(v Mit den Polypen okay, das kann im laufe der Jahre besser werden, denn der Kopf wächst ja, wie gesagt KANN muss aber nicht. Und von Pauckenröhrchen abzuraten, wurde ich nicht. Ist doch egal ob mehr Ohrenschmalz produziert wird, das wichtigste hier ist es doch, das die Kinder wieder besser hören können. Klar kann es passieren, das es nicht reicht die nur 1xmal zulegen, aber das weiß man vorher nicht. Und du kannst dir ja mal Watte in die ohren stecken dann, weißt du wie deine Kinder hören ;-) Habe meine Lehre beim HNO gemacht, und dort sagte es so mein Chef immer zu den Eltern ;-D Und in den 3 jahren wo ich da war gab es vielleicht 5-6 fälle wo die polypen nachgewachsen sind, und 8-9 fälle wo mehr als einmal Röhrchen gelegt wurde. Und mein Chef hat jeden Mittwoch 7 Kinder operiert ;-)

A@ngix85


Also zum Thema Polypen kann ich nun wirklich nichts sagen.Aber ich würde ebenfalls von den Röhrchen abraten.Dies hat allerdings persönliche Probleme und natürlich gibt es etliche Kinder,bei denen es gut gegangen ist.Mein Sohn war damals drei und auch er hat echt schlecht gehört.Ich habe lange nach einem guten Arzt gesucht,ich wollte wirklich das alles gut läuft.Na ja beim Vorgespräch hat er mich beruhigt,meinte es wäre Routine und die Kinder würden das in der Regel auch gut verkraften.Na ja am Tag der Op war ich super nervös,vor allem,weil der Arzt mal locker ne viertel Stunde zu spät kam.Er operierte zwei Kinder,danach war mein Sohn dran.Ging ruck zuck,der Kurze hat natürlich nachher geheult ohne Ende.Wie auch immer.Bis zum Abend hatte ich ihn beruhigt und war froh als er eingeschlafen war.Am nächsten Morgen hörte ich nur ein Schreien "Mama,Mama" aus dem Kinderzimmer.Da hing mein Sohn in seinem Bett und sagte mir immer wieder er könne nicht aufstehen.Habe es mit ihm zusammen versucht,aber nichts ging mehr.Er sackte sofort wieder in sich zusammen.Bin dann natürlich sofort zum Arzt.In der Praxis übergab mein Sohn sich dann mehrmals.Die Sprechstundenhilfe meinte,wir sollten noch warten.Habe ihr dann ne kurze und knappe Ansage gemacht(als Mutter kann man bei sowas echt zum Tier werden) und wir konnten dann sofort zum Arzt rein.Er guckte sich meinen Jungen an und meinte nur "das wird schon,da kann man jetzt nichts machen.Üben sie täglich das laufen dann wird das schon"

Ich dachte echt mich tritt ein Pferd :(v

Bin dann sofort ins Krankenhaus.Da wurde er auf den Kopf gestellt(was die Hölle für ihn war)und das Ende vom Lied war,die Röhrchen wurden rausgenommen.Die Ärzte im Kh meinten,es könnte sein,dass die Röhrchen den Gleichgewichtssinn getroffen haben.Ah ja.Sie wollten ihn da behalten.Am nächsten Tag konnte mein Kurzer wieder laufen und da die Ärzte nichts besonderes feststellen konnten,habe ich ihn mit nach Hause genommen.Mein Sohn hat nie neue Röhrchen gesetzt bekommen.Wir müssen jetzt regelmäßig zum Arzt(den ich natürlich gewechselt habe),denn so alles halbe Jahr sitzt seit der damaligen Op das rechte Ohr voller Ohrenschmalz(der Arzt holt dann immer nen großen Propfen raus) und er hört dann wieder schlecht.

Ich will hier keinem Angst machen,es gibt wie gesagt bestimmt 1000Fälle in denen es gut gegangen ist,bei uns aber leider nicht :-(

lQupaLuli


Na das sind tolle Aussichten! Aber trotzdem erst mal DANKE! an Alle.

Carale**

Ich bin aus Oberfranken- das heißt auch Westsachsen oder Südthüringen wären durchaus in der Nähe! Der Arzt, welcher so ratz fatz operieren wollte war in Kulmbach. Ich weiß, dass in Hof eine Arztpraxis ist, welche in Plauen operiert. Ich will aber doch nicht unbedingt operieren lassen! Sie waren FG, sowieso lange im Krankenhaus und eine ist damals schon operiert worden!

Kemoo**

Die Belüftung des Ohres und damit das Abfließen der Flüssigkeit soll ja das Ziel sein! Nur dadurch hören sie ja so schlecht. Wenn sie eine Zeit lang richtig gesund sind, bessert sich das Hören auch. Momentan ist aber Schmuddelwetter und Herbstschnupfen und es ist wieder besonders schlimm.

Joli**

Man merkt, du bist vom Fach. Schulmediziner argumentieren genauso. Ist mir auch schon einleuchtend, aber die Heilpraktikerin meint, dass der Abfluss besser wird, wenn die Zugänge sich durch das Wachstum erweitern.

Das war eigentlich meine große Hoffnung- noch eine Durststrecke, dann verwächst es sich.

Mit den Mittelohrentzündungen ist das so eine Sache. Ich kann es nicht mit Sicherheit sagen. Sie hatten nur 1-2 mal leichte Ohrenschmerzen. Allerdings waren wir auch einmal beim Kinderarzt (wegen Fieber) als er meinte, sie hätten eine starke Ohrenentzündung. Schmerzen hatten sie nicht. Dann habe ich mir gedacht, vielleicht haben sie so etwas öfter, aber ohne Schmerzen (wenn es so etwas gibt, normal schreien Kinder da ja sonst).

Angi**

Das ist ja die absolute Hölle! Zuzusehen, wie mein Kind nicht mehr laufen kann!!! Schrecklich. Und dann so lapidare Aussagen bekommen: Üben sie täglich das Laufen. Hilfe!

Aber die Röhrchen wurden ja gelegt, weil dein Sohn Flüssigkeit im Mittelohr hatte. Hat sich das dann gegeben? Ohrenschmalz kann ja nicht die Indikation zur OP gewesen sein? Wie alt ist dein Sohn?

JcoUli84


Dann habe ich mir gedacht, vielleicht haben sie so etwas öfter, aber ohne Schmerzen (wenn es so etwas gibt, normal schreien Kinder da ja sonst).

Bei einer Richtigen Mittelohrentzündung,haben sie Schmerzen und teilen dir es dann auch mit ;-) Hatte nämlich auch schon eine und die war nicht ohne :(v

Man merkt, du bist vom Fach. Schulmediziner argumentieren genauso.

Sorry wusste nicht wie ich es dir anders erklären soll ;-)

Und noch was, hatte ich vorhin garnicht erwahnt, meine Tochter hatte im Januar 07 auch ne OP wo die Polypen entfernt wurden und ein Schnitt ins Trommelfell gemacht wurde, sie war dort 2 3/4 Jahre. Und meine Tochter hat es sehr gut weggesteckt, haben keine Probleme danach gehabt nichts. Und die Polypen sind bis jetzt nicht nachgewachsen ;-)

Anngi8x5


Hallo lupauli,

mein Sohn ist mittlerweile 6 Jahre alt.Damals sagte mir der Arzt,dass er eben Flüssigkeit im Mittelohr hatte.Nur wie wohl verständlich habe ich ihm nach dem ganzen Theater keine neuen Röhrchen setzen lassen und wie gesagt,bis heute klappt auch so alles wunderbar.Ich bin natürlich jetzt nicht vom Fach...vielleicht hätte der Arzt damals ja gar keine Röhrchen setzen müssen,ich weiß es ehrlich nicht.Wie gesagt,wenn er wieder schlechter hört geht's zum Arzt,der macht dann auch immer direkt nen Hörtest und so und holt dann halt den Propfen Ohrenschmalz raus.Bei der Schuluntersuchung meinte die Ärztin auch er würde aber extrem schlecht hören.Bin dann wieder in Panik zum Arzt der meinte aber es wäre alles ok,vielleicht wollte er es nicht hören.Schon komisch...

l.u0paulxi


Hallo Angi,

Mhmmm ??? Irgendwie geht es euch genau wie uns- allerdings habe ich die OP- Erfahrung nicht -Gott sei Dank!

Diesen Beitrag:"Die hören aber extrem schlecht!" bekomme ich auch immer wieder.

Aber wie gesagt, ich hoffe immer noch auf DIE MUTTER, welche hier reinschreibt: "Macht euch mal nicht heiß-so lange die Kinder keine sprachliche Verzögerung haben erledigt sich die Sache mit zunehmendem Alter von selbst. Ich weiß das aus eigener Erfahrung!" Ach das wäre schön!!!

Hallo Joli,

noch eine Frage an die Fachfrau ;-)! Wenn dein Chef täglich solche OP's macht, in welchem Alter sind die Kinder dann?

(:-D Du weißt worauf ich hinaus will? :-D)

JHolix84


Er machte sie nicht täglich sondern 1x pro woche ;-D

Alter von 1-5 jahren manchmal auch welche dabei gewesen die waren schon 6-8 jahre ;-)

A~ngQi8x5


Ich meine bei deinen Kindern wird doch wohl was dran sein,dass sie schlecht hören oder ??? Also mein Soh hat in der Schule keine Probleme.Er sitzt auch ganz hinten.Keine Verzögerung nichts dergleichen.Oh man ich hoffe wirklich,dass deine Kinder um eine Op herum kommen.Es muss doch andere Möglichkeiten geben.Hast du schonmal ne zweite Meinung eingeholt ???

CZa;ralNe


Oberfranken, dann sind wir fast Nachbarn. Ich werde mich schlau machen.

lQupaCuQlxi


Joli

Okay- genau das ist das Problem. Warum ist die Obergrenze 8 Jahre? Ist dann sowieso Hopfen und Malz verloren- oder sollte meine Heilpraktikerin recht haben und es gibt sich einfach ???

JUoli8;4


Okay- genau das ist das Problem. Warum ist die Obergrenze 8 Jahre? Ist dann sowieso Hopfen und Malz verloren- oder sollte meine Heilpraktikerin recht haben und es gibt sich einfach

Warum wir nicht ältere Kinder hatten kann ich dir nicht mal sagen. Aber eins kann ich dir sagen wir hatten auch erwachsene die Röhrchen gelegt....das wurde dann aber ambulant gemacht ;-) Mehr kann ich dir dazu gerade nicht sagen, bin auch schon fast 5 jahre raus aus dem beruf :=o :=o :=o :=o Jedenfalls nicht mit dem ob es danach besser wird :-/

Emifelaulli1


Ich habe mich bei meinem Sohn irgendwie auch gegen die Röhrchen gewehrt. Doch nun, wo sie über 1,5 Jahren drin sind, bin ich heil froh, es gemacht zu haben. Bei jedem Schnupfen war halt der Druckausgleich nicht ok, dadurch hörte er nicht gut und wibbelte wie wild. Nach der OP merkte man erst, was für Fortschritte er in der Entwicklung machte und auch er war dankbar, Mama, das höre ich nun. Wir haben allerdings die bleibenden, die erst mit einer OP raus sollen (na ja, eine Seite kam von alleine und schwups kam die Mittelohrentzündung). Nun muß ich in Kürze wieder in die Klinik, danach wird entschieden, ob sie nun rausdürfen.

Schlecht hören ist wirklich ätzend, kann aus eigener Erfahrung reden. Wegen Ototsklerose war ich fast taub. Hätte ich nicht die OP's gemacht, wäre bald schicht gewesen und ganz taub geworden. Erst wurde es nicht erkannt, bin somit zu spät operiert worden.............Innenohr ist bereits geschädigt und ein HG noch ein kleines MUSS!!! (aber ohne geht zur Not endlich auch wieder)

Ich würde jedenfalls einen guten Ohrenarzt ausfindig machen, damit die Kinder auch einen guten Schulstart haben.

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