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Ritalin, ja oder nein?

bPob+by2x009


lampen-schirm

Die Symptome MÜSSEN in 2 verschiedenen Settings (also z.B. Schule und zu Hause) auftreten, da die Diagnose sonst nicht gestellt werden darf (Ausschlusskriterium).

Soweit zur Theorie - die Paraxis sieht dann aber leider oftmals so aus, dass das Verhalten in Schule und Klinik/Praxis von unqualifizierten Lehrern, bzw. vom behandelnden Arzt und die häusliche Situation von den Eltern beurteilt wird; wie sich das Kind unter Freunden, beim Sport oder allein in seinem Zimmer gibt, bleibt häufig genug aussen vor! Ich kenne jedenfalls keinen Arzt, der ein potentielles ADS-Kind schon einmal über einen aussagefähigen Zeitraum hinweg auch daheim beochachtet hat!

Richtig, deshalb wird es in solchen Fällen dann auch recht schnell wieder abgesetzt.

...

Und glaubst du tatsächlich, dass die Eltern ihren Kindern dann das Ritalin jahrelang weitergeben werden, wenn sie damit keine Erfolge erzielen ??? NEIN, daher wird es, falls es nicht anschlägt, auch schnell wieder abgesetzt.

Veränderungen im Verhalten stellen sich bei Ritalin-Gabe in den meisten Fällen recht schnell ein - und die sind i.d.R. auch für die Eltern erkennbar! Fragt sich nur, ob damit dann auch wirklich den einschlägigen Problemen abgeholfen und das gewünschte Ergebnis erreicht werden kann? Das zeigt sich jedoch üblicherweise erst im Laufe der Zeit. Falls sich dann, nach Monaten, jedoch tatsächlich herausstellt, dass man Symptomen begegnet ist, aber die Ursache nicht behoben hat, ist bestenfalls "nur" wertvolle Zeit verloren; mitunter führt das dann jedoch auch zur Resignation der Eltern - weil eben keine Alternative aufgezeigt wurde!

Bitte, um dies nochmals klarzustellen:

ich bin nicht grundsätzlich gegen Ritalin - in entsprechenden Fällen kann dies oftmals wirklich für alle Beteiligten die beste, wenn nicht einzige Lösung sein? Ich bin nur gegen Pauschaldiagnosen - bei denen der leichteste und bequemste Weg eingeschlagen wird, zu oft ohne hinreichende Sicherheit in der Diagnose und aufgrund unzureichender Kenntnisse und Qualifikation der behandelnden Ärzte!

Deshalb habe ich der TE auch empfohlen, andere Meinungen einzuholen und sich nicht auf die Einschätzung eines einzigen Arztes, der noch so gutwillig und kompetent sein mag, zu verlassen!

ich kann, trotz all der mehr oder weniger begründeten abweichenden Ansichten hier, noch immer nicht erkennen, was falsch daran sein soll, nicht "alle Eier in einen Korb zu packen"?

J>ulMia67


ohje, hätte ich gewusst was daraus wird, hätte ich damit nie angefangen. ich habe doch anfangs erwähnt, das ich alle möglichen diagnostischen möglichkeiten durch habe. mir wird indirekt unterstellt, das ich mich nicht richtig kümmere zb. toben spielen usw. weil ich nur von arzt zu arzt renne usw.

ich suche hilfe, bin bestimmt nicht verantwortungslos und will mein kind nicht einfach ruhigstellen!!!!

ich suche einfach nur sachlichen rat !!!!

JNulia6x7


aber trotzdem danke für eure meinungen und erfahrungen !!!!!

Lnuca-DoFminixk


Die Symptome MÜSSEN in 2 verschiedenen Settings (also z.B. Schule und zu Hause) auftreten, da die Diagnose sonst nicht gestellt werden darf (Ausschlusskriterium).

Das ist meist auch der Fall. Eltern bemerken recht schnell, wenn etwas mit ihrem Kind nicht stimmt, es sich verändert. Auch die Lehrer nehmen das wahr und geben den Eltern eine Rückmeldung. Eltern und Lehrer haben durchaus auch die Chance zu erkennen, wenn sich das Sozialverhalten einen Kindes verändert. All das sind ja die Gründe, warum Eltern mit ihrem Kind zum Arzt gehen.

Wenn bei einem ADHS/ADS kranken Kind Probleme in der Schule und bei sozialen Kontakten auftreten, sollte man sich wirklich über einen Versuch mit Ritalin gedanken machen, bevor die Krankheit dem Kind die gesammte Zukunft verbaut. Freunde und soziale Kontakte sind für ein Kind sehr wichtig.

Wenn ein Kind Ritalin nicht verträgt, sich dadurch nichts verbessert oder sogar verschlimmert, ist es ja jederzeit möglich das Ritalin wieder auszuschleichen.

Einige werden sich vielleicht über den Ausdruck "Versuch" ärgern. Jede Medikation egal ob beim Kind oder Erwachsenen ist ein "Versuch".

LG

Luca

v@erbal\isNt


Einige werden sich vielleicht über den Ausdruck "Versuch" ärgern. Jede Medikation egal ob beim Kind oder Erwachsenen ist ein "Versuch".

das unterschreib ich sofort.

mittlerweile bin ich aber eher vom ganzheitlichen ansatz überzeugt, d.h. neurotherapie, EFT, und alles was sonst noch hilft das gehirn langfristig auf vordermann zu bringen.

das problem ist nicht das ritalin sondern die wirkung von der man genauso abhängig werden kann wie von jeder anderen substanz die einen gewissen effekt zur folge hat, von coffein über ibuprofen bis hin zu viagra, mit der gewöhnung an den effekt kommt die suchtgefahr und irgendwann gehts nicht mehr ohne. [Das ist fachlich nicht korrekt]

schau dir mal an was so an deutschen arbeitsplätzen für zeug eingeworfen wird, nur um noch mitmachen zu können, ganz zu schweigen von sport und management wo nur noch die leistung zählt, im sinne von "hire or fire".

irgendwie sind wir doch alle ADHS-ler ;-D

k@lCeine*s goir?ly1


Vielleicht ist unser Phillip (5Post´s) vor mir ein gutes Beispiel um richtig auspowernden Sport zu machen das er dann nicht so "angeblich" wild wird

Von Ritalin wird man doch nicht abhängig die nebenwirkungen können unter umständen furchtbar sein und du wirst etwas schläfrig wie wenn man einviertel leichte schlaftablette nimmt.

@ Threadsteller

ein heisses Thema irgendwie musst du damit ein kleine bisschen rechnen das mal was in deine richtung fliegt (von mir net)

Auch wenn man sich nur informieren will kann schon bei manchen der Gedanke aufkommen können das man das Kind ruhigstellen will damit es weniger stress macht

Lbuc0a-D=omixnik


das problem ist nicht das ritalin sondern die wirkung von der man genauso abhängig werden kann wie von jeder anderen substanz die einen gewissen effekt zur folge hat, von coffein über ibuprofen bis hin zu viagra, mit der gewöhnung an den effekt kommt die suchtgefahr und irgendwann gehts nicht mehr ohne. [Das ist fachlich nicht korrekt]

Abetzreaktionen sind keine Sucht. Nimmt man läger z.B. Ibuprofen ein, hat man nach dem Absetzen sog. Arzneimittelkopfschmerzen. Bei Psychopharmaka kommt es beim kompletten Absetzen zu Absetzreaktionen, daher sollte das Medikament immer ausgeschlichen werden. Das hat aber rein gar nichts mit Sucht und Entzug zu tun.

L1uca-'Domiinxik


ein heisses Thema irgendwie musst du damit ein kleine bisschen rechnen das mal was in deine richtung fliegt (von mir net)

Psychopharmaka für Kinder sind ein heißes Thema, vorallem weil viele nur das "ruhigstellen" sehen!!! Und "versuchen".

Psychopharmaka stellen nicht ruhig, wenn sie eine zeitlang eingenommen wurden und sich der Körper daran gewöhnt hat.

Ein Kind mit Herzproblemen, Diabetes "versucht" man auch mit Medis einzustellen. Da regt sich aber keiner über das "versuchen" auf.

LG

Luca

Kvyyra-xLee


Liebe Julia,

Du hast es doch bestimmt schon bemerkt, daß bei diesem Thema die Emotionen recht schnell überkochen und dies dürfte hier nicht anders sein als in Deinem Bekanntenkreis. Wenn Du Dir jetzt all diese Beiträge nochmals betrachtest, was wird Dir auffallen?

Nun, mir zumindest ist aufgefallen, daß all diejenigen, die selbst nicht betroffen sind bzw. kein betroffenes Kind haben, gegen diese Art von Medikamentation sind. Mütter so wie ich, die sich dafür entschieden haben, taten dies nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko und keine von uns wird versuchen, letzteres herunterzuspielen. Der Beitrag von devnic ist vorzüglich und sagt Dir alles, was Du wissen solltest. Ihren Worten ist nichts mehr hinzuzufügen.

Luca-Dominik und natcho beispielsweise sind selbst betroffen und beide berichten von guten Erfahrungen.

Philipp_O hat hingegen es gar nicht geholfen, was entweder die Vermutung nahe legt, daß seine Diagnose falsch war oder daß er gar zu den seltenen Ausnahmen gehört, bei denen dieses Mittel keine Wirkung zeigt. Oder er ist nur ein 'leichter Fall', was aber ebenfalls devnics Worte bestätigt, eben daß eine Änderung der Lebensumstände bei manchen Menschen schon ausreichen kann.

Ich kann Dich also nur ermutigen, weiterhin Deine Fragen zu stellen. Daß Du aus den vielen Antworten die sachlichen Informationen aus den emotionsgeladenen Beiträgen heraussortieren mußt, ist bei so vielen unterschiedlichen Menschen vollkommen normal.

Dir alles Gute @:)

Hhypcerixon


Verbalist.

das problem ist nicht das ritalin sondern die wirkung von der man genauso abhängig werden kann wie von jeder anderen substanz die einen gewissen effekt zur folge hat

ein Zitat aus [[http://de.wikipedia.org/wiki/Methylphenidat Wikipedia]] zum Thema Ritalin und Abhängigkeit:

Abhängigkeitsgefahr

Methylphenidat wird seit Jahrzehnten in der Therapie von ADHS verwendet. Bei fachgerechter medikamentöser Therapie von ADHS mittels Methylphenidat konnte bisher kein Fall von Abhängigkeit festgestellt werden. Das plötzliche (eigenmächtige) Absetzen von Methylphenidat sollte jedoch unterlassen werden, da dies unter Umständen zu so genannten Absetzerscheinungen wie etwa verstärkter Hyperaktivität, Gereiztheit oder depressiver Verstimmung führen kann. Vor allem nach einer langfristigen und hochdosierten Behandlung sollte Methylphenidat daher nach ärztlicher Anweisung ausgeschlichen werden.

Studien zeigen, dass der Einsatz von Stimulanzien wie Ritalin die Suchtgefahr bei AD(H)S-Kindern senkt.

Bei ADHS-Betroffenen wird teilweise eine generell erhöhte Suchtneigung angenommen. Ursächlich hierfür ist jedoch nicht die Behandlung mittels Methylphenidat, sondern der gestörte Dopaminhaushalt. Die Betroffenen versuchten, sich mittels Nikotin und anderer Drogen, die sich auf den Dopaminhaushalt auswirken, selbst zu behandeln.

Wenn das Medikament richtig und individuell dosiert gegeben wird, besteht keine Ahängigkeitsgefahr. Das wäre bei einer Überdosierung der Fall.

Louca-Doomin%ik


@ Hyperion

Exakt den gleichen Text mit der gleichen Quelle hatte ich bereits gestern in diesen Faden gesetzt!!!

LG

Luca

Hqyp<eri(on


Luca

Oh echt |-o

Naja ;-D

b6obby2x009


Luca

Eltern bemerken recht schnell, wenn etwas mit ihrem Kind nicht stimmt, es sich verändert. Auch die Lehrer nehmen das wahr und geben den Eltern eine Rückmeldung. Eltern und Lehrer haben durchaus auch die Chance zu erkennen, wenn sich das Sozialverhalten einen Kindes verändert.

Ja, Eltern bemerken sowas ... oder sollten es zumindest. Das hat auch niemand in Frage gestellt. Auch dass Eltern und Lehrer durchaus auch die Chance haben, zu erkennen, wenn das Sozialverhalten einen Kindes auffällig ist, wird nicht bestritten - hoffen wir mal, dass sie diese Chance dann auch wirklich immer nutzen?

All das sind ja die Gründe, warum Eltern mit ihrem Kind zum Arzt gehen

Eben. Aber das sind alles noch keine Gründe, unbedingt und notwendigerweise auch immer gleich Ritalin zu verabreichen, ohne auf Alternativen überhaupt noch zu schauen!

Denn die Eichtigkeit der Diagnose und die Notwendigkeit von Psychopharmake können die Eltern nicht erkennen ... und die oftmals überforderten Lehrer ohnehin schon mal gar nicht!

Aber genau darum geht es hier, nicht darum, ob Ritalin in bestimmten Fällen sinnvoll ist oder nicht? nochmal: in ADS/ADHS - Fällen kann Ritalin (oder was auch immer) durchaus hilfreich sein und allen Beteiligten, vor allem jedoch dem betroffenen Kind, tatsächlich helfen! Das ist nie ernsthaft bestritten worden und deshalb geht deine Argumentation hier auch an der eigentlichen Sache vorbei!

LTuca5-Domeinixk


@ Hyperion

Nachdem das Gerücht, dass Ritalin abhängig macht, immer noch durch diesen Faden gestert, ist es gar nicht schlecht, wenn das hier nochmal erwähnt wird. Doppelt hält besser. :-)

LG

Luca

LLuGca-D+omixnik


@ bubby2009

nun meine frage: ich habe so viel über nebenwirkungen gelesen, ist das wirklich so schlimm ?? ist der nutzen größer als evtl. ein schaden durch [[http://www.med1.de/Apotheke/Wirkstoff/Methylphenidat/ Ritalin]] ??

So die TE.. Meine letzten Beiträge/Argumente betreffen durchaus diese Frage von Julia.

LG

Luca

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