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Probleme nach Rhesus-Prophylaxe

l\i%lWo7x7


Hallo Strahl,

Wiegesagt: ich finde deine entscheidung toll. nix dagegen. aber den ausdruck "blutgruppe und rhesusfaktor vom vater geerbt" ist medizinisch komplett falsch.

Mir wurde es so banal von einem Mediziner erklärt.

Im Interesse meines Kindes habe ich das einzige Richtige getan, das ist ja auch schließlich

das wichtigste.

s|trahh'li1


vom mediziner "banal" bzw. schlecht oder unrichtig erklärt, nix verstanden, und trotzdem eine entscheidung getroffen. das ist sehr lobenswert. 8-)

du kannst aber leider nicht von mir verlangen, dass ich aussagen von jemandem ersnst nehme, der mir erklären will was das "einzigst richtige" ist, wenn er weder verstanden hat, was der arzt ihm erklärt, noch genau wissen will worum es geht. DAS finde ich verantwortungslos. ganz unabhängig davon, dass es eben für dich, ohne zu begriffen haben um was es geht, die richtige entscheidung war.

so, nun hoffe ich dass der thread zum eigentlichen zurückkehren kann, nämlich, erfahrunge, egal ob positiv oder negativ, zur rhesusprophylaxe von res. neg. müttern, ohne diskusson und bewertung über die vergangen oder zukünftige entscheidung dazu. ich werde nicht weiter darauf eingehen.

l/ilox77


Liebe Strahli,

wie es aussieht hast du die Weisheit mit dem Löffel gefressen und kennst dich besser aus als die Mediziner.

Nachdem ich ja so "unverantwortlich" gehandelt habe, wie nachfolgender Artikel beweist,

frage ich mich, weshalb du als "Erleuchtete" dir die Spritze geben lassen hast?

[[http://de.mimi.hu/schwangerschaft/anti-d-prophylaxe.html]]

Ist das Blut der Schwangeren rhesus-negativ und das Blut des Kindsvaters Rhesus-positiv, so kann es sein, dass das Kind ebenfalls Rhesus-positiv ist. Gelangen dann Blutzellen des Kindes in den Blutkreislauf der Mutter, so können sich dort Antikörper gegen die Rh-positiven Blutzellen bilden. Zu dieser "Blutvermischung" kommt es jedoch in der Regel erst bei der Geburt, bei ener Früh- oder Fehlgeburtgeburt (oder bei einem Schwangerschaftsabbruch), also bei Beendigung der Schwangerschaft, so dass für das Kind keine Gefahr mehr besteht. Kritisch wird es erst bei einer weiteren Schwangerschaft, wenn das nächste Kind wiederum Rh-positiv ist. Die Antikörper im Blut der Mutter gelangen dann über das fetale Versorgungssystem in den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes und zerstören dessen rote Blutkörperchen. Dies ist für das Kind lebensbedrohlich. Ist eine solche Rhesus-Unverträglichkeit (auch Blutgruppenunverträglichkeit genannt) zu erwarten, wird bei der Schwangeren sehr früh und nochmals in der 24. Schwangerschaftswoche ein Antikörper-Text durchgeführt, und in der 28. Schwangerschaftswoche werden Anti-D-Globuline gespritzt, die die Bildung von Antikörpern verhindern. Sind beide Eltern rhesus-negativ, ist das Kind ebenfalls rhesus-negativ, in diesem Fall besteht keine Gefahr für das Kind.

Wenn das Kind Rh-positiv ist und die Mutter rh-negativ (also eine Rhesusfaktor-Unverträglichkeit vorliegt) führt man nochmals gleich nach der Geburt eine Anti-D-Prophylaxe durch. Der Mutter werden konzentrierte Anti-D-Antikörper gespritzt, die dazu führen, dass das mütterliche Immunsystem keine Abwehr gegen das kindliche Blut entwickeln kann. Diese Prophylaxe schützt jedes weitere Kind.

Ich glaube du hast keinen Tau von irgendetwas!

du kannst aber leider nicht von mir verlangen, dass ich aussagen von jemandem ersnst nehme, der mir erklären will was das "einzigst richtige" ist, wenn er weder verstanden hat, was der arzt ihm erklärt, noch genau wissen will worum es geht. DAS finde ich verantwortungslos. ganz unabhängig davon, dass es eben für dich, ohne zu begriffen haben um was es geht, die richtige entscheidung war.

Ja, ich bin sehr verantwortungslos %-| wie ich glaube nun zum 10ten mal schreibe bin ich Rhesusnegativ und mein Mann Rhesuspositiv.

Aber lesen scheint wohl nicht DEINE Stärke zu sein.

Die Einzige die hier nichts begreift, bist wohl klar du. %-| %-| %-|

So, das wars für mich in diesem Faden, das ist mir schlichtweg zu blöd, gutgemeinte Antworten so ins Gegenteil umzukehren.

sKtraLhlxi1


hat hier noch jemand positive oder negative erfahrungen mit der rhesus prophylaxe gemacht?

mfg

MnonixM


Das nicht, aber ich bestätige buddleias Angaben mal mit dem Gesetzesbuchstaben

Aus dem Artikel 11a des Arzneimittelgesetzes, dem sich selbstverständlich auch alle beugen müssen, die in Dtl zugelassene Medikamente vertreiben: "§ 11a Fachinformation

(1) (...)Diese muss die Überschrift "Fachinformation" tragen und folgende Angaben in gut lesbarer Schrift in Übereinstimmung mit der im Rahmen der Zulassung genehmigten Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels und in der nachstehenden Reihenfolge enthalten:

(...) 2. qualitative und quantitative Zusammensetzung nach Wirkstoffen und den sonstigen Bestandteilen, deren Kenntnis für eine zweckgemäße Verabreichung des Mittels erforderlich ist, unter Angabe der gebräuchlichen oder chemischen Bezeichnung; § 10 Abs. 6 findet Anwendung;"

[[http://www.buzer.de/gesetz/7031/a140059.htm]]

"deren Kenntnis für eine zweckgemäße Verabreichung des Mittels erforderlich ist," schließt alle Inhaltsstoffe, also Wirk-und Hilfsstoffe mit ein, um mögliche Komplikationen für den Patienten (zB bei Allergien) ausschließen zun können.

buddleia hat also Recht: was in der Fachinfo nicht gelistet ist, ist auch nicht drin.

s|tra3hlix1


du scheinst nicht genau aufgepasst zu haben. ich habe gar nicht abgestritten, dass alle hilfsstoffe angegeben werden. nur weil du für dich irgendeinen schluss ziehst, ist das längst nicht tatsache. ich wiederhole mich aber gerne nochmal:

es wird vom gesetz her unterschieden zwischen "inhaltstoffen" und "zusatz- oder hilfsstoffen". zweitere müssen angegeben werden, erstere unterliegen dem "betriebsgeheimnis".

diese diskussion wurde schön längst beendet. bitte ausschliesslich um meldungen bezügl. verträglichkeit des anti-d.

mfg

sTtraphlix1


da ich nun zum 2. mal schwanger bin und mir wiederholt die frage nach der rhesus-prophylaxe stellen muss, und ich daher zum wiederholten male auf der suche nach neuen informationen zu genanntem thema bin, bin ich auf folgende seite gestoßen:

[[http://www.geburtshilfe.usz.ch/Documents/HealthProfessionals/Guidelines/Rhophylac_Dindd.pdf]]

dort wird eindeutig gesagt, dass bei der herstellung des anti-d eine "Aluminiumhydroxydgel-Behandlung" vorgenommen wird. Nach meinem Verständnis würde ich sagen, dass in dem Produkt demnach auch aluminiumhydroxydgel enthalten sein muss. da ich aber keine vermutungen anstellen möchte, werde ich einen weg finden hoffentlich über den hersteller eine genauere angabe dazu zu bekommen.

eines allerdings ist sicher: aluminiumhydroxydgel kann nebenwirkungen, sprich schäden hervorrufen!

soviel nochmal zu der aussage in anti-d wäre angeblich laut inhaltsstoffe kein aluminium enthalten!

mfg strahli

ps: freue mich immernoch über meldungen von menschen die gute oder schlechte erfahrungen mit der anti-d spritze hatten!

SbusaUenn0li7x2


Ich bin auch rh negativ und habe diese Spritze bereits 5 mal bekommen. Einmal nach einer Fehlgeburt, zweimal nach einer Chorionbiopsie (12.Woche) und zweimal in der 28. Woche.

Da meine Kinder auch alle rh negativ sind, habe ich nach der Geburt jeweils keine Spritze mehr bekommen.

Nebenwirkungen bei mir oder meinen Kindern habe ich keine festgestellt.

a/utschh2x26


@ strahli1

Ich habe noch keine Anti-D-Prophylaxe bekommen, aber mir steht diese naechste Woche auf jeden Fall bevor.

Dennoch will ich zu Ihrer letzten Ausfuehrung ueber die "Aluminiumhydroxydgel-Behandlung" bei dem oben genannten Antikoerper-Praeperat gerne noch ein bis zwei Worte verlieren (als Information ich bin meines Zeichens Chemikerin und kenne mich daher mit den im Artikel genannten Reinigungsverfahren aus):

Die Aluminiumhydroxydgel-Behandlung dient zum Abtoeten von Proteasen im zur Herstellung des Praeparats verwendeten Serum. Das Praeparat wird gewonnen aus menschlichem Serum, wobei alle Bestandteile (eben z.B. Proteasen, also Enzyme, die Eisweise spalten) entfernt werden muessen um etwaige unerwuenschte Reaktionen oder Krankheiten ausschliessen zu koennen. Nach der Aluminiumhydroxydgel-Behandlung erfolgt noch zwei Reinigungsschritte, die gewaerleisten, das alle Proteine mit Ausnahme des Anti-D-Immunoglobins und alle bei der Reinigung zugegebenen Reagenzien entfernt werden. Dabei gewaerleistet schon der Reinigungschritt auf dem Ionentauscher, dass das Aluminium entfernt wird (geht hier zu weit, das genau zu erklaeren). Also sollte im fertigen Praeparat auch kein Aluminium enthalten sein. Die Reinheit des Anti-D-Immunoglobins nach der Aufreinigung ist > 99 % - wobei das Praeparat keine Stoffe/Molekuele enthalten darf, die potentiell schaedlich sind (wird schon bei der Zulassung genauestens ueberprueft)

Wenn zur Stabilisierung des Impfstoffs zusaetzliche Reagenzien zugegeben werden (z.B. Stabilisator mit Quecksilber o.ae.), dann muss das spaeter auf jeden Fall deklariert werden, weil diese Stoffe ja theoretisch Allergien/Nebenwirkungen ausloesen koennten. Das ist auch vom Arzneimittelgesetz so vorgesehen. Ihre Information zur nicht Notwendigkeit der Deklarationen wg. Betriebsgeheimnis bezieht sich ausschliesslich auf Verfahren und Reagenzien, die waerend der Aufreinigung verwendet werden, aber vor der Fertigstellung des Praeparats auch wieder entfernt werdene muessen und im Medikament auch nicht mehr enthalten sein duerfen, d.h. unterhalb der Nachweisgrenze liegen und daher auch keinen Schaden anrichten (Sie kommen auch im normalen Leben mit Aluminum oder Quecksliber in Beruehrung bzw. nehmen die beiden Stoffe in Ihren Koerper auf, wobei die Konzentrationen, die sie in ihren Koerper aufnehmen deutlich hoeher ausfallen. Informieren Sie sich z.B. mal ueber die Quecksilberbelastung von Speisefisch...). Da das Praeparat aus menschlichem Blut hergestellt wird und es sich bei dem Anti-D-Immunoglobin um ein menschliches Eiweiss handelt kann es jedoch sein, dass die Person, der das Praeparat verabreicht wird auf das Eiweiss allergisch reagiert (z.B. durch Neurodermitis).

Zu Ihrer Ablehnung gegen die Prophylaxe noch kurz: Es geht dabei nicht um Ihre Gesundheit oder die Gesundheit des Babies, dass sie gerade erwarten, sondern um die Gesundheit jedes folgenden Kindes. Die Folgen einer Rhesus-Sensibilisierung sind da schon gravierend (fuer jedes weitere Kind, weil die Sensibiliesierung hat kaum Auswirkung auf eine bestehende Schwangerschaft, wenn waerend der Schwangerschaft zum ersten Mal Antikoerper gebildet werden) - beginnend bei Blutarmut des Kindes, ueber vergroesserte Milz/Leber, Haematome, Wasseransammlungen im Bauchraum des Ungeborenen, Fehlbildungen bis hin zu Fehlgeburten (so gesehen kann ich schon etwas zu Ihrer Frage beitragen - meine Grossmutter ist rhesus-negativ, nur wurde auf dem Land in den 50er Jahren noch nicht auf sowas geachtet, bzw. war auch keine Prophylaxe verfuegbar. Zwar haetten sich meine Grosseltern immer ein zweites Kind gewuenscht, aber da meine Grossmutter nach der Geburt meinen Mutter rhesus-sensibiliesiert war, hatte sie nur noch Fehlgeburten). Und eben weil die Folgen so gravierend sind ist die Rhesus-Prophylaxe in der 28. SSW auch keine Entscheidung der Mutter, sondern wird fuer alle rhesus-negativen Muetter vorgeschrieben. Sie wird selbst dann durchgefuehrt, wenn der Vater des Kindes ebenfalls rhesus-negativ ist, also eigentlich sicher ist, dass das Kind rhesus-negativ ist. Einzig auf die Behandlung nach der Geburt kann verzichtet werden, wenn sich herausstellt, dass das Baby definitv Blutgruppe D-negativ ist. Die Sensibilisierung wird auch durchgefuehrt, wenn bekannt ist, dass die Mutter auf fremdes menschliches Eiweiss allergisch reagiert.

Viele Gruesse

s%tra~hlxi1


danke diese argumente sind mir bekannt. ich würde mich freuen wenn sie ein paar monate nach der 2. oder 3. prophylaxe posten würden ob alles ohne nebenwirkungen geklappt hat.

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