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Zweijährige weint jede Nacht: Weinen lassen?

R(ose2x4 hat die Diskussion gestartet


Hallo Zusammen,

ich weiss nicht mehr was ich machen soll. Meine Tochter wird diesen Monat 2 Jahre alt.

Mit einem Jahr fing es langsam an, das sie durchschlief, aber auch das war sehr wechselhaft. Phasenweise eben, was ich auch für normal hielt.

Seit einiger Zeit wird sie aber jede Nacht wach und weint. Manchmal sogar 2 oder 3 Mal innerhalb einer Stunde.

Der Nachtschreck ist es nicht. Sie ist ansprechbar.

Sie macht tagsüber kein Mittagsschläfchen mehr. Sie geht gegen 19 oder 20 Uhr ins Bett und schläft bis halb zehn morgens.

Sie geht auch gerne ins Bett. Sie hört dann noch ihre Einschlaf-CD, "liest" etwas in ihrem Buch und ist eigentlich meist zufrieden, ruhig und müde, wenn ich das Licht ausmache. Sie Türe ist ein Spalt auf, ein bisschen Licht fällt rein.

Wenn ich dann ins Bett gehe, decke ich sie nochmal zu, stecke ihr Nachtlicht ein und sie schläft dann auch immer schön tief und fest.

In den ersten Stunden ihres Schlafes wird sie aber immer wach und weint. Meist auch gegen 23:30 Uhr. Dann weint sie oft nachts gegen 2 nochmal. Ab ca 3:00 Uhr wird sie meist nicht mehr wach.

Ich habe keine Erklärung dafür. Sie ist Bauchschläfering und winkelt die Beine an. Vielleicht schlafen ihre Beine ein? Vielleicht kann sie sich unter der Decke nicht richtig drehen und bewegen? (sie bewegt sich viel, schläft meist auf dem Rücken ein und dreht sich dann auf den Bauch, dabei schravelt sie im Bett immer weiter nach oben).

Wenn sie weint, lässt sie sich oft schnell beruhigen. Manchmal wirkt sie aber auch verärgert. Wenn ich sie anspreche und frage, was sie möchte, wird sie richtig stinkig.

Die letzte Zeit hilft es nur noch, wenn ich mal richtig dolle schimpfe. Dann bin ich aber auch schon am Ende meiner Kräfte, denn normalerweise versuche ich sie ruhig zu beruhigen, sozusagen zu trösten und sage ihr, das alles ok ist. Denn vielleicht hat sie ja Alpträume?

Ich habe es schon versucht mit einer dickeren Decke, dünnere Decke, wärmere Kleidung und dünnere Kleidung (sie strampelt meist die Decke weg).

Nachts bekommt sie nichts zu trinken. Seit ich die Milch und Saft abgeschafft habe nachts, und es "nur" noch Wasser gab, verlang sie nicht mehr nach trinken. Ist DAS mein Fehler? Da Madame immer noch gerne aus der Flasche trinkt, möchte ich das nachts nicht wieder anfangen. Wegen den Zähnen schon allein.

Ich weiss nicht mehr weiter.

Ich habe auch noch eine Tochter (6 Monate, die nachts auch nach mir verlangt. So laaaaaaaaaaaaangsam schläft die Kleine mal 4 bis 5 Stunden am Stück bevor sie ein Fläschen bekommt, und dann muss ich trotzdem Nacht für Nacht für die Große aufstehen. Natürlich möchte ich für die Große auch da sein und mache es ja auch gerne, aber es wäre schon schön, wenn ich auch mal 4 Stunden schlafen könnte.

Weiss jemand Rat?

Hilft vielleicht doch nur "weinen lassen". Ich weiss nicht, ob ich das könnte. Muss das wirklich sein?

Antworten
pBinkxy69


Hallo Rose24

Wenn Sie immer zur selben Zeit wach wird, sind es sicher die verschiedenen Schlafphasen.

Meine Tochter, wird im März 5, hat auch manchmal so Phasen wo sie wach wird, und wie bei dir, wütend wird wenn ich sie anspreche. Ich dreh mich dann immer um und gehe, denn meistens schläft sie auch wieder sofort ein.

Hast du denn schon versucht sie weinen zu lassen, oder stehst du sofort auf?

Meine hat auch noch immer ihr Fläschchen am Bett stehen, mittlerweile auch mit Wasser. Sie steht dann auf, trinkt, legt sich wieder hin und schläft weiter.

Na wenn ich mir deinen Text so durchlese, stehst du direkt auf wenn sie weint. Versuche Sie einmal weinen zu lassen, vielleicht schläft sie vom selben wieder ein.

Sagt sie denn auch nicht warum sie weint?

J9ens Ldovxer


Das Verhalten deiner Tochter ist meiner Meinung völlig normal. Die Dunkelheit in der Nacht hat für Kleinkinder immer was bedrohliches. Außerdem werden die Träume komplexer. Als unser Sohn anfing, nachtshäufiger wach zu werden, sind wir zuerst auch immer aufgestanden. Mittlerweile darf er zu uns ins Bett, wenn er nachts wach wird. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase fahren wir alle damit am besten; der Sohn schläft sofort weiter und wir müssen nicht mehr aufstehen und können auch weiterschlafen.

Mit der Flasche oder Wasser in der Nacht würde ich auf keinen Fall anfangen, denn die Aufnahme von Nahrung oder Wasser ist erstmal nicht gut für die Zähne, unterbricht den Schlafrhythmus und es besteht die Gefahr, dass die Windel ausläuft.

R,ose2x4


Hallo Pinky, danke für deine Antwort @:)

Ja, ich stehe meistens sofort auf, wenn sie weint. Ich habe schon versucht sie weinen zu lassen. Einmal hat sie eine halbe Stunde gejammert und da habe ich es nicht mehr ausgehalten. Manchmal schlief sie auch wieder ein, aber nur ein paar Minuten und dann wieder Geheule. Ich sitze dann beim kleinsten Piep senkrecht im Bett, weil meine Ohren so auf sie "eingeschossen sind" und mein Adrenalin-Spiegel in die Höhe schnellt, wenn sie anfängt.

Vorgestern Abend, als wir noch wach waren, wurde sie auch schon ständig wach und ich sagte zu meinem Mann, das wir jetzt NICHT hingehen. Sie würde uns ja schließlich auch hören und wüsste demnach ja auch, das sie nicht alleine ist. Sie schlief auch wieder ein. Allerdings eine halbe Stunde später wieder das selbe Spiel. Und nachts auch wieder Geheule. :°(

Nein, sie sagt leider nicht, warum sie weint. Sie hat dann auch definitiv keinen Durst, sonst würde sie fragen.

Wenn ich frage, was los ist oder was sie möchte, fängt sie meist noch mehr an zu weinen. Manchmal, wenn ich sie streichel, hält sie meine Hand fest damit ich sie weiter streichel.

Hi Jens Lover, ja, das mit dem bei uns im Bett schlafen ist so eine Sache. Das möchte ich eigentlich nicht. Sie schließ das erste Jahr mit bei uns im Zimmer. Nun schläft ihre kleine Schwester dort. Das reicht mir schon. Meine Große kennt es auch gar nicht, bei uns im Bett zu schlafen, hat sie noch nie gemacht. Sie hat eigentlich immer gut und gerne in ihrem Bett, und seit dem 1. Lebensjahr in ihrem Zimmer geschlafen. Und sie hat auch noch Gitterstäbe drin. Sie könnte also auch gar nicht zu uns kommen.

Wegen der Dunkelheit hat sie ja auch ihr Nachtlicht, damit sie sich immer orientieren kann.

Genau, wieder nachts mit Flasche anzufangen halte ich auch für nicht gut. Und das vermeide ich auch. Ich glaube auch nicht, das DAS ihr Problem ist.

Ich weiss einfach nicht, ob sie uns manchmal doch veräppelt und immer ihren Willen durchsetzen will.

pginkyx69


Unsere Kleine hatte auch eine Phase wo sie nachts nicht schlafen wollte. Wir haben sie dann weinen lassen. Mein Mann sagte mir jetzt daß der grosse das auch gemacht hat. Am ersten Abend brüllte er über eine Stunde, am zweiten Tag noch ne Halbe, am dritten noch 10 minuten und dann war es gut. Die beiden hatten damals auch noch ihr Gitterbett.

Versuch doch mal die beiden Stangen rauszunehmen, so daß sie von alleine aufstehen kann.

Aber ich würde sagen bei ihr ist es noch anders als bei uns damals, denn meine beiden weinten nur beim einschlafen, danach war Ruhe. Da sie aber ein paarmal wach wird, denke ich mir daß sie wach wird zwischen den verschiedenen Schlafphasen und dann Probleme hat wieder einzuschlafen.

Das heißt sie hat auch schon in ihrem Zimmer geschlafen als ihr Schwesterchen kam, oder ist sie erst dann in ihr Zimmer "gezogen"?

Rxosxe24


Sie hat schon 7 Monate in ihrem eigenen Zimmer geschlafen bevor das Baby kam.

Tja, beim Einschlafen abends gibt es keine Probleme. Sie ist eigentlich gerne im Bett, verbindet nur Gutes damit. Nur halt nachts das Geweine. Und ich weiss einfach nicht warum und kann es nicht herausfinden. Das lässt mich langsam verzweifeln :-(

JFensv Loxver


Unsere Kleine hatte auch eine Phase wo sie nachts nicht schlafen wollte. Wir haben sie dann weinen lassen. Mein Mann sagte mir jetzt daß der grosse das auch gemacht hat. Am ersten Abend brüllte er über eine Stunde, am zweiten Tag noch ne Halbe, am dritten noch 10 minuten und dann war es gut. Die beiden hatten damals auch noch ihr Gitterbett.

Ich finde so eine Vorgehensweise einfach nur grausam. Kleinkinder sind darauf angewiesen, in der Nähe der Eltern zu sein und haben ein starkes Nähebedürfnis. Wenn dieses Nähebedürfnis verweigert wird, können Bindungsstörungen entstehen, die sich in der Pupertät bemerkbar machen können.

@ Rose24

Meiner Meinung ist das Weinen der Wunsch nach Nähe. Versuche doch, einfach nur in ihr Zimmer zu gehen und sie zu streicheln. Stelle keine Fragen nach dem Warum. Den Kleinkinder können das Nähebedürfnis ja nicht verbalisieren, weil das Bedürfnis instinktiv ist. Daher fühlt sie sich auch verunsichert, wenn sie nach dem "warum" gefragt wird. Geh dann erst wieder aus dem Zimmer, wenn sie tief eingeschlafen ist.

S#terncxhen09


Meiner Meinung ist das Weinen der Wunsch nach Nähe. Versuche doch, einfach nur in ihr Zimmer zu gehen und sie zu streicheln. Stelle keine Fragen nach dem Warum. Den Kleinkinder können das Nähebedürfnis ja nicht verbalisieren, weil das Bedürfnis instinktiv ist. Daher fühlt sie sich auch verunsichert, wenn sie nach dem "warum" gefragt wird. Geh dann erst wieder aus dem Zimmer, wenn sie tief eingeschlafen ist.

:)^ :)^

zpim5tzickxe


Ich würde sie auf keinen Fall weinen lassen, wie Jens Lover schon schrieb, das ist einfach grausam für so ein kleines Kind - denn das ist es auch mit seinen zwei Jahren noch.

Wir hatten auch so eine Phase, als meine Große zwei war, und nach vielem Hin und Her, das für keinen von uns gut war, haben wir uns entschlossen, sie in solchen Nächten bei uns schlafen zu lassen (die Gitterstäbe waren da allerdings schon aus ihrem Bett raus, so dass sie zu uns kommen konnte, wenn sie wollte). Das haben wir dann ein paar Mal gemacht und danach war der Spuk seltsamerweise ganz schnell vorbei. Sie brauchte (nachdem es in unserem Leben ein paar einschneidende Veränderungen gegeben hatte) einfach unsere Nähe und nachdem sie sich dieser wieder sicher war, konnte sie wieder beruhigt durchschlafen.

Vielleicht magst du das mal ausprobieren. Es ist unterm Strich längst nicht so anstrengend wie mehrmals nachts ins Kinderzimmer zu tapern, ganz abgesehen davon, dass man nicht wirklich entspannt schläft, wenn man weiß, irgendwann weint das Kind wieder (war bei uns jedenfalls so).

Und wie gesagt - bitte nicht weinen lassen!

LG

pdinkyy<69


@ Jens Lover

es war keine suche nach nähe, sondern nur um seinen Willen durchzusetzen. Ich kann auch unterscheiden ob er weint weil es ihm schlecht geht oder nur um nicht ins Bett zu gehen. Natürlich klingt das grausam, aber ihm immer seinen Willen durchgehen zu lassen ist auch nicht die Lösung.

MkugXgelxi


Hallo Rose24 !

Wo schläft das Baby ???

Schläft das Baby bei Mama und Papa im Zimmer und die Große muss alleine schlafen, dann könnte es schon das Problem sein.

Das könnte dann Eifersucht oder eine Reaktion gefühlter mangelnder Aufmerksamkeit sein. Auch wenn Du Dich mit Sicherheit genau so gut um sie kümmerst, wie um das Baby, empfindet sie das in der Nacht vielleicht so.

Versuche doch, sie mit in die Fürsorge für das Baby einzubeziehen, als "große". Ihr einfach das Gefühl geben, dass sie auch schon gebraucht wird.

Einfach mal versuchen, sie mit dem Baby in einem Zimmer schlafen zu lassen, falls nicht der Fall.

Vielleich funktioniert es wenigstens für kurze Zeit, um wenigstens herauszufinden, ob es ein Näheproblem ist.

Die Kinder, die am längsten bei den Eltern im Zimmer schlafen, sind meistens am entspandesten. Das soll bis zu 2 Jahren gut sein.

JAensq Loxver


@ pinky

es war keine suche nach nähe, sondern nur um seinen Willen durchzusetzen. Ich kann auch unterscheiden ob er weint weil es ihm schlecht geht oder nur um nicht ins Bett zu gehen. Natürlich klingt das grausam, aber ihm immer seinen Willen durchgehen zu lassen ist auch nicht die Lösung.

Wenn es darum geht, dass das Kind nicht ins Bett will, obwohl Schlafenszeit ist, stimme ich zu, dass man konsequent bleibt. Dann sollte man als Éltern die Kinder nicht allein im Zimmer schreien lassen, sondern sich dazusetzen, bis sie sich beruhigt haben. Wenn man sie allein lässt, kommt zusätzlich zum Trotz noch die Verlustangst dazu. Dem Trotz soll man nicht nachgeben, aber es soll keine Verlustangst dazukommen.

mJa<sterOswifxe


Ja kenne ich, ich wuerde nicht viel machen. Geh zu ihr ans Bett, nimm sie in den Arm, drueck sie kurz, leg sie hin und deck sie zu. Dabei musst du gar nicht mit ihr reden. Ich wuerde auch nicht schimpfen, sie braucht einfach "die Mama ist da" Gefuehl.

Meine wird jetzt bald drei und das kommt auch mindstens 2 mal die Woche vor. Es passiert einfach viel am Tag, da hat der Kopf einiges nachts zu tun und da wacht man eben auf und moechte sich vergewissern das Mama da ist............................ :)^

pDinky6x9


@ Jens Lover

das haben wir alles ausprobiert. Wir haben das auch nicht auf die leichte Schulter genommen. Aber irgendwann gehts nicht mehr. Es ist ja nicht so daß wir Rabeneltern wären. Die beiden haben auch immer ihre Tür aufstehen und wenn was in der Nacht ist, stehe ich auch auf und schaue nach. Sie kommen auch ab und an zu uns ins Bett. Das ist gar nicht das Problem.

dDie_na:sdewFeisxe


Hallo Rose,

könntet ihr euch vorstellen, eure Tochter mit bei euch im bett schlafen zu lassen?

Wir haben seit Jahren ein Familienbett, und es geht uns allen supergut damit. Wenn mal ein Kind wachgeworden ist in dem Alter, war es ruckzuck wieder beruhigt, ohne dass ich richtig wachgeworden bin.

Vielleicht ist das einen versuch wert.

Denn schreien lassen finde ich auch grausam.

Und als älteres geschwisterkind eines 4monatigen babys muss deine Große doch bestimmt tagsüber auch öfter zurückstecken, und da ist es doch schön, wenn sie nachst immer die Nähe der Eltern spürt.

Liebe grüße

Susanne

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