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Beurteilung im Kindergarten: Ads?

SHhellxy


schon mal den gedanken gehabt dein kind könnte hochbegabt sein?

Aber auch hinter einer Hochbegabung steckt zumeist eine ADS.

Ich kenne z.B. einen Schüler, dem eine Hochbegabung diagnostiziert wurde, später dann eine ADS. Und er mußte zunächst, die ersten Schuljahre, zur Sonderschule, weil er im Unterricht überhaupt nicht mitkam. Er hat dann seinen Hauptschulabschluß gemacht! Ich habe ihn während eines Praktikums an einer Hauptschule selber kennengelernt und seine Klassenlehrerin berichtete mir von seiner Prolbematik. Weil er aus einer eher unteren sozialen Schicht kommt, haben sich seine Eltern nicht um ihn und seine Erkrankung gekümmert. Was dazu führte, dass er mit Hochbegabung nur den Hauptschulabschluß machen konnte.

skunshhiVney


stimmt, habe da mal was im fernsehen darüber gesehen, darum habe ich das hier erwähnt, oft ist es so das es zu spät erkannt wird......

Sjhe)lly


Aber auch wenn es erst später erkannt wird, kann dem Betroffenen noch sehr gut geholfen werden :)z Nur, dass er all die Jahre zuvor unnötig hat leiden müssen!

h}exexT.


Als hochbegabte und schulgeschädigte sage ich mal, eine hochbegabung und ADS/ADHS gehen häufig hand in hand, ist bei mir nicht der fall aber das problem des desinteresses weil einfach langweilig mußte ich fast zwei jahre ertragen, erst als ich am rande einer abschiebung in eine sonderschule stand wurde gehandelt.

Von daher befrage einen psychologen, rede mit deinem sohn und lasse ihn ev. testen. Je früher du bescheid weißt um so leichter kannst du reagieren. Auf aussagen aus dem kindergarten würde ich nichts geben, denn die wollen kinder die ruhig sind und pflegeleicht damit sie keine arbeit haben. Inder sind aber nunmal nicht so und hochbegabte oder auch Adsler schon gar nicht, die brauchen aufmerksamkeit und ggf. eine herausforderung die sie beschäftigt.

Allerdings sollte es dir möglich sein deinem sohn beizubringen, daß er morgens dieses stuhlritual halt über sich ergehen läßt ob langweilig oder nicht, zumindest bis du mehr weißt über ihn.

U@lmner& Spatxz


Oh je - schon wieder diese Kombination aus Hochbegabung und ADS... ":/

Scheint in Deutschland langsam zur Epidemie zu werden.

Eigentlich müßte es in unseren Schulen und Universitäten geradezu von Intelligenzbestien wimmeln. Seltsam, warum PISA-Studien immer wieder zu einem anderen Ergebnis kommen. Aber wahrscheinlich habt ihr recht. Diese läppischen PISA-Tests sind für unsere Intelligenzbolzen viel zu einfach, sie langweilen sich, wenn sie sich in der Grundschule nicht mindestens mit Quantenmechanik beschäftigen dürfen und verweigern deshalb die Listung - alles klar...

Aber OK, gebt euren Kindern ruhig Ritalin und nehmt auch selbst diese Droge, um im Studium und in der Arbeit noch besser zu funkrionieren - die Pharmaindustrie wird es freuen, wenn sie noch mehr von dem Zeug absetzen

Schaut mal diese Graphik an, ich denke, sie sagt alles:

[[http://www.esowatch.com/ge/images/thumb/8/84/Ritalin2.jpg/300px-Ritalin2.jpg]]

Gtregx91


Also ich würde ja auch eher sagen das es auf ne Hochbegabung anstatt auf ADS hinausläuft...das als gern beides zusammen diagnostiziert wird liegt wohl eher daran das die Pharmaindustrie auch gerne noch bissl was verdient...und hey angeblich funktioniert Ritalin ja auch echt prima %-| so prima das die damit en vermögen verdienen und Kindern Probleme anhängen die sie gar ned haben davor doch mal en fettes Respekt! :)^ oder nicht? ;-)

Aber zurück zum eigentlichen Thema meine Mutter arbeitet in nem Kindergarten und da gibts auch immer wieder solche Fälle wo Kinder einfach nicht sich konzentrieren können (eben auch beim Stuhkreis oder ähnlichem) nur war es in ca. 99% der fälle so das es entweder einfach nur daran lag das die Kinder entweder a) hochbegabt oder b) einfach nur gelangweilt waren (sowas solls tatsächlich geben) und das hat rein gar nix mit ADS zu tun...aber gut da muss jeder selber wissen ob er dann seinem Kind Medikamente verabreichen will um die Situation zu "verbessern" :=o

Ich persönlich halte eben nichts von dieser ganzen ADS sofort Medikamentenverabreich Methode aber erstmal muss man ja sehen was bei der weiteren Beobachtung rauskommt. Ich hoff einfach mals beste für euch :-)

W]ar mFale der xKater


Guten Morgen

erstaunliche Diskussion....AD(H)S, Hochbegabung, Ritalin, Psychologe....das Kind ist 5 und da habe ich ein mulmiges Gefühl.

Mich würde eher interessieren ob der Junge einen glücklichen, zufriedenen und ausgeglichenen Eindruck macht, geht er gerne in den Kindergarten ? Spielt er mit anderen Kindern ? Lacht er viel ?

AD(H)S und Hochbegabung sind zur Zeit in der Pädagogenszene (und in den Medien) hochgradig IN. Und das führt neben anderen Dingen oft zu einer Verunsicherung der Eltern, schliesslich möchte man ja das beste für sein Kind.

Wenn die Erzieherin einen Hinweis gibt ist das erstmal ihr persönlicher Eindruck und natürlich besteht theoretisch die Möglichkeit einer sogenannten Hochbegabung und auch AD(H)S. Es besteht aber auch immer die Gefahr ein eher lebhaftes Kind, das sich vielleicht einfach nur etwas langweilt wenn es stillsitzen muss, zu schnell ein Etikett verpasst bekommt das es später nur schwer wieder loswird.

Ich wünsche dir die nötige Gelassenheit um mit dieser Frage umzugehen, vertrau auf dein Bauchgefühl und ich denke du und dein Mann werdet im Sinn eures Sohnes richtig handeln.

SGhellxy


Leute, ich bitte Euch, wenn Ihr von etwas anscheinend nicht die Spur einer Ahnung habt, dann haltet Euch doch bitte zurück und verunsichert hier nicht die Menschen, die ihre Verantwortung gegenüber ihren Kindern wirklich wahrnehmen, und den aufgetretenen Problemen wirklich auf die Spur gehen!

Oh je - schon wieder diese Kombination aus Hochbegabung und ADS...

Bei längst nicht jedem Kind/Erwachsenen mit einer ADS/ADHS liegt auch eine Hochbegabung vor, aber bei vielen Hochbegabten eine ADS bzw. ADHS.

gebt euren Kindern ruhig Ritalin und nehmt auch selbst diese Droge, um im Studium und in der Arbeit noch besser zu funkrionieren

Weißt Du, Ulmer Spatz, es ist eigentlich unglaublich, was Du hier von Dir gibst :|N Falls Du mich damit angesprochen haben solltest, ich nehme Ritalin nicht, um besser zu funktionieren, sondern, um ÜBERHAUPT zu funktionieren! Wie ich oben schon erwähnte, mußte ich mein erstes Studium abbrechen, weil ich es mit dem Lernen nicht packte, aber nicht, weil ich zu dumm wäre, sondern, weil ich es mit der Organisation des Lernens und dem Lernen selber nicht geregelt bekam. Ich mußte z.B. in den Fachbüchern Kapitel zig mal lesen, um überhaupt mitzubekommen, was diese vermitteln wollten! Während des Lesens bin ich mit meinen Gedanken permanent abgeschweift, so dass ich so gut wie nichts habe aufnehmen können.

Dasselbe während meiner Ausbildung, die ich gerade so geschafft habe. Nun habe ich, wie gesagt, mein Studium abgeschlossen, welches ich begann, nachdem ich diagnostiziert wurde. Durch meine Medikation gelang es mir, das Lernen so zu organisieren, dass ich alles zeitlich gut schaffen konnte und auch das Lernen selber war mir mit Ritalin problemlos möglich. Den Inhalt der zu lernenden Texte der Fachliteratur verstand ich beim ersten Durcharbeiten dieser, so dass ich das Wissen gut abspeichern konnte.

Und von einer Droge kann hier gar keine Rede sein!

Ulmer Spatz, Du solltest Dich besser erstmal informieren, bevor Du hier solche Fehlinformationen verbreitest und die Eltern betroffener Kinder hier unnötig verunsicherst! Einem Kind, welches unter dieser Störung leidet, nicht zu helfen, bedeutet, dass man ihm verwehrt sich so zu entwickeln, wie es sich entwickeln könnte, wäre es ohne diese Störung zur Welt gekommen.

angeblich funktioniert Ritalin ja auch echt prima %-| so prima das die damit en vermögen verdienen und Kindern Probleme anhängen die sie gar ned haben davor doch mal en fettes Respekt!

Ich frage mich, Greg91, wie Du dazu kommst, zu behaupten, den Kindern werden Probleme angehängt, die sie gar nicht haben? Du stellst also damit in den Raum, dass sämtliche Symptome der ADS bzw. ADHS gar nicht existieren und sowohl die betroffenen Erwachsenen bzw. Kinder selber als auch die Eltern und Lehrer sich diese Probleme nur einbilden? Ich frag mich, wie Du auf diese Idee kommst?

War mal der Kater, in Deinem Beitrag hast Du es super beschrieben! Man sollte sicher vorsichtig sein und nicht jeden möglichen Hinweis von z.B. Erzieherinnen als Anlaß nehmen, sein Kind als 100%ig betroffen anzusehen. Doch sollte man diesem nachgehen und sein Kind psychologisch/ärztlich untersuchen lassen, damit man über eine ggf. vorliegende Störung informiert ist und, wenn es notwendig ist, sein Kind rechtzeitig behandeln lassen, damit es seinen Weg problemlos gehen kann.

l!iloX77


Hallo,

Danke an alle die hier geantwortet haben!

Ich habe eure Antworten gelesen, habe im Moment keine Zeit darauf einzugehen, werde mich aber am Abend dazu äußern.

Danke!

Lilo

Mwayflxower


ich finde kindergärten und schulen sind mit der diagnose immer viel zu schnell. ist ein kind nicht ruhig und angepasst bekommt es sofort den stempel schwierig und adhs.

Im KiGa oder in der Schule hat es eine Menge Kinder des gleichen Jahrgangs. Da kann man gewisse Entwicklungs-Spannbreiten bestimmen. Die Mehrheit der Kinder befindet sich innerhalb dieser Spannbreite, ein kleiner Teil darüber oder darunter.

Lehrer und Kindergärtnerinnen sind dazu verpflichtet, in ihren Berichten auf Auffälligkeiten/Abweichungen hinzuweisen.

Nun wurde vereinbart, das eine Frau vom AKS kommt um ihn im Kindergarten zu bobachten.

Gespräche mit ihr und den Betreuerinnen sowie uns folgt, je nach "Urteil" wird der weitere Weg besprochen.

Ich hingegen bin froh, früh genug Bescheid zu wissen um ihn zu fördern.

Wenn ein Kind nach unten oder oben abweicht, dann macht es durchaus Sinn etwas genauer hinzuschauen. Das heisst noch lange nicht, dass man gleich therapieren muss. Man kann auch eine Entwicklung beobachten, ohne einzugreifen. Manche Dinge verschwinden von alleine, andere nicht. Und wenn ein Verhalten über einen längeren Zeitraum abweichend bleibt, muss man damit rechnen, das dies dem Kind zum Nachteil werden kann. Und das sollte nicht passieren, wenn man ein eigentlich die Möglichkeiten hätte, das Kind frühzeitig zu fördern.

Bei jeder organischen Auffälligkeit erwarten wir vom Kinderarzt auch, dass er der Sache auf den Grund geht, oder...?

lailpox77


Hallo!

@ HexeT

Allerdings sollte es dir möglich sein deinem sohn beizubringen, daß er morgens dieses stuhlritual halt über sich ergehen läßt ob langweilig oder nicht, zumindest bis du mehr weißt über ihn.

Ja, das stimmt. Ich habe mit ihm darüber gesprochen, das der Stuhlkreis sowas wie ne Schule sei (da will er ja unbedingt hin) und heute muß es ganz gut geklappt haben, da die Betreuerin auf meinen Mann zugekommen ist und ihn gelobt hat.

Zumindest einen Anfang, ob es so bleibt fraglich.

@ Ulmer Spatz

Scheint in Deutschland langsam zur Epidemie zu werden.

Gut kommen wir aus Österreich ;-) ;-D

Ne Spaß bei Seite, ich weiß schon was du meinst. Diese Einstellung hatten wir auch, bevor wir

selbst damit konfrontiert wurden.

Zudem möchte ich sagen, daß von Ritalin noch garnicht die Rede ist und für mich im Moment auch kein Thema. Es ist ja noch garnicht untersucht geschweige denn bestätigt worden.

@ Greg 91

Aber zurück zum eigentlichen Thema meine Mutter arbeitet in nem Kindergarten und da gibts

auch immer wieder solche Fälle wo Kinder einfach nicht sich konzentrieren können (eben auch beim Stuhkreis oder ähnlichem) nur war es in ca. 99% der fälle so das es entweder einfach nur daran lag das die Kinder entweder a) hochbegabt oder b) einfach nur gelangweilt waren (sowas solls tatsächlich geben) und das hat rein gar nix mit ADS zu tun...aber gut da muss jeder selber wissen ob er dann seinem Kind Medikamente verabreichen will um die Situation zu "verbessern" :=o

Ich persönlich halte eben nichts von dieser ganzen ADS sofort Medikamentenverabreich Methode aber erstmal muss man ja sehen was bei der weiteren Beobachtung rauskommt. Ich hoff einfach mals beste für euch :-)

Ich habe ihn gefragt, wieso er an diesen Kreisen nicht teilnimmt, er meint es sei langweilig da oft gesungen wird ???

Wir haben auch nicht vor, Medikamente zu verabreichen falls ADS bestätigt wird, ich möchte da aber vorallem Shelly nicht auf den Schlips treten, da ich schon der Meinung bin das die Medikamente für viele bestimmt sinnvoll und richtig sind.

@ War mal der Kater

Mich würde eher interessieren ob der Junge einen glücklichen, zufriedenen und ausgeglichenen Eindruck macht, geht er gerne in den Kindergarten ? Spielt er mit anderen Kindern ? Lacht er viel ?

ja, er hat einen humorvollen, lieben Charakter. Er verträgt sich mit Kindern jeden Alters, war nie aggressiv (garnicht seine Art) geht auch auf Kinder zu, hält sich aber lieber im Hintergrund (ist ja auch gut so).

Mein Gefühl sagt mir, das er zwar immer er etwas anecken wird, aber er sich selber treu sein wird und vielleicht gerade weil er nicht mit dem Strom schwimmt, weiter kommt.

@ Shelly

Ich merke du weißt von was du sprichst, auch welche bedauerlichen Erfahrungen du gemacht hast. Ich merke auch wie dieses Thema umstritten ist und die Meinungen der Gesellschaft im allgemeinen gespalten auch in meinem privaten Umkreis (ohne das unser Problem bekannt ist!).

Das macht den Umgang nicht unbedingt leichter.

@ Mayflower

wir sind froh früh genug informiert zu werden um Möglichkeiten zu ergreifen, keine Frage.

*:)

h$exoeT.


Ulmer Spatz hat hier eine sehr eigenwillige ansicht, die m.e. ein mischung aus ignoranz, unwissen und eigenwilligen ansichten ist, wie auch immer so ganz ernst würde ich das nicht nehmen.

Ich weiß nicht ob ich ADS habe, fakt ist ich bin hochbegabt und habe nie irgenein medikamnet genommen, nehmen müssen weil lernen für mich immer spaß war, eine herausforderung die mir überwiegend leicht fiel und fällt. Allerdings habe ich einen unbändigen bewegunsdrang dem ich auch nachgebe, ich bin extremsportlerin und treibe sport seid frühester kindheit. Ich meine auch ADS/ADHS läßt sich bis zu einem gewissen grad ohne medikamente in den griff bekommen. Abe hier sind wir viel zu weit vorne um nicht zu sagen bei ungelegten eiern.

Wenn das mein sohn wäre, würde ich ihn mal testen lassen, ev. beratung bei einem psychologen oder auch logopäden holen und versuchen durch immer weiderkehrende gespräche mit sohnemann herauszufinden was in stört/ärgert und wo seine intgeressen leigen auch ausgefallene oder hochgestochene, diese würde ich gezielt fördern denn das ist das was hochbegabte mögen, gefordert werden, achtung nicht überfordert.

U?lmer JSpatxz


Hexe T. natürlich informiere ich mich, ich falle aber nicht so leicht auf die Propagfanda der Pharmafirmen herein:

Hier mal ein Link für Dich:

[[http://www.bernerzeitung.ch/schweiz/standard/Ritalin-als-Opium-fuer-das-Volk/story/26684028]]

Wenn die Kinder wirklich alle so hyperintelligent wären, dann würde ein solch intelligentes Kind wohl rasch herausfinden, wie eine Gruppe funktioniert und wär auch klug genug, zu erkennen, wie es sich verhalten muß, um sich in die Gruppe zu inmtegrieren. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass Kinder, denen seit frühester Jugend eingeredet wurde, sie seien hochintelligent ("besser als die Anderen"), dieser "vermeintliche Zustand schnell in den Kopf steigt und sie immer eine Extrawurst haben möchten und verhaltensauffällig wurden. Vor allem fällt es ihnen extrem schwer, wenn sie mal "verlieren" (z.B. wenn ein anderes Kind besser ist als sie selbst). Meiner erfahrung nach war es eher so, dass die wirklich Intelligenten Kinder meist eher ruhig, ja oft fast schüchtern sind und man erst mal gar nicht merkt, was für ein "Käpsele" man da vor sich hat. Sie ziehen sich eher in ihre eigene Welt zurück und brauhen Bestätigung. Bei den Verhaltensauffälligen gilt dagegen meist nur "große Klape und nix dahinter". Im Gegenteil, sie verunsichern die Schüchternen durch ihr dominantes Auftreten.

Ich versuche daher meist, diesen Kindern eben nicht so viel Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, damit sie merken, dass dieses Verhalten nicht zum Erfolg führt. Für mich ist solch ein Verhalten nicht intelligent, sondern einfach nur egoistisch.

Zu Dir, Shelly:

ich nehme Ritalin nicht, um besser zu funktionieren, sondern, um ÜBERHAUPT zu funktionieren!

Das würde mir persönlich sehr zu denken geben, hört sich sehr nach ucht nach diesem Zeug an

konzentration für's Studium kann man lernen, ohne Medikamente geht es häufig sogar besser, ist aber am Anfang mehr Arbeit. Oft ist es nur ein organisatorisches Problem bzw. mangelnde Kenntnis der passenden Lerntechniken. Deine Beschreibung der Leistungssteigerung durch Ritalin klingt für mich so wie die Schwärmerei eines Sportlers: "Bevor ich Anabolika genommen hab, hatte ich immer Probleme mit meinen Laufzeiten - seit ich diese nehme, fühl ich mich stärker und das Laufen geht wie von selbst..."

Aber ich behaupte, dass Du Deinem Hirn längerfristig mit Chemie nix Gutes tust.

Ulmer Spatz, Du solltest Dich besser erstmal informieren, bevor Du hier solche Fehlinformationen verbreitest und die Eltern betroffener Kinder hier unnötig verunsicherst!

Ich rate das Selbe vorgehen Dir, bevor Du leichtfertig verunsicherten Eltern rätst, ihren Kindern irgendwelche Pillen zu geben, deren Langzeitwirkung alles andere als gesichert ist.

Kuckt mal hier:

[[http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Haeufige_Probleme/s_997.html]]

SXhelxly


Ulmer Spatz

Das würde mir persönlich sehr zu denken geben, hört sich sehr nach ucht nach diesem Zeug an

Ich vermute, das "ucht" sollte eigentlich "Sucht" heißen? ;-) Weißt Du, allein diese Vermutung von Dir läßt bei mir ein belustigtes Lächeln entstehen, zeigt es doch einmal mehr, dass Du von dieser Thematik nicht die Spur einer Ahnung hast, sonst wüßtest Du, dass das Methyphenidat bei einer oralen Einnahme keine Substanz ist, der Suchtpotenzial zugeschrieben werden kann.

Durch das Verordnen von Methylphenidat in speziellen Darreichungsformen, wie z.B. Ritalin (in Tablettenform), welches sich nicht auflösen lässt, wird ein evtl. möglicher Missbrauch durch intravenöse Applikation nämlich vermieden. Eine Suchtproblematik kann somit nicht entstehen. Du kannst Dir aber sicher sein, ich nehme es nur als Tablette ein ;-) Sei gewiß, ich befasse mich seit fast 10 Jahren, auch durchaus kritisch, mit diesem Thema, ich habe eine Menge Betroffer kennengelernt und ich habe auch beruflich mit diesem Thema zu tun. Ich denke somit, es ist nicht übertrieben, wenn ich sage, dass ich hinsichtlich dieses Themas über ein sehr großes Wissen verfüge. Von daher kann ich mich über das, was Du hier postest, wirklich nur amüsieren.

konzentration für's Studium kann man lernen, ohne Medikamente geht es häufig sogar besser, ist aber am Anfang mehr Arbeit.

Falsch! Bei einer vorligenden ADS bzw. ADHS kann man das nicht erlernen! Diese Funktionsbeeinträchtigung des Frontalhirns und der nachfolgenden betreffenden Nervenzentren, durch welche die Symptomatik der ADS bzw. ADHS zustande kommt, wird durch ein nicht vorhandenes Gleichgewicht der Neurotransmitter verursacht. Was bedeutet, dass das Gehirn die eigentlichen Leistungen nicht bringen kann, die es eigentlich bringen können sollte, weil, simpel ausgedrückt, die Chemie im Gehirn nicht ordnungsgemäß funktioniert, so wie es bei Gesunden der Fall ist. Einem Organismus, der z.B. aufgrund seiner Diabetes kein Insulin produzieren kann, kannst Du es auch nicht antrainieren, Insulin zu produzieren. Hier kann man, in beiden Fällen, nur aufgrund einer medikamentösen Unterstützung etwas bewirken, so dass normale Funktionen möglich werden. Im Falle einer ADS/ADHS, die normalen Funktionen des Gehirns.

Oft ist es nur ein organisatorisches Problem bzw. mangelnde Kenntnis der passenden Lerntechniken.

Oft ja, das ist richtig, bei nicht betroffenen Menschen! Aber nicht, wenn diese Problematik durch eine ADS/ADHS bedingt ist! Bei einer vorhandenen ADS bzw. ADHS nützen auch andere Lerntechniken nichts, denn wenn das Gehirn nicht in der Lage ist, eine Leistung/eine Funktion zu erbringen, dann kann das auch nicht mit anderen Lerntechniken erreicht werden. Denn es handelt sich hier um eine hirnorganische Störung, nicht um ein z.B. umweltbedingtes Abgelenktsein.

Aber ich behaupte, dass Du Deinem Hirn längerfristig mit Chemie nix Gutes tust.

Ich versichere Dir, ich lasse mich aufgrund meiner Medikation regelmäßig ärztlich untersuchen. Und bisher gab es keine Untersuchungsergebnisse, die zur Beunruhigung Anlaß gegeben hätten ;-) Ich habe mich, obwohl ich sonst, wo es geht, Medikamente auch meide, für die Einnahme des Riatlins entschieden, weil ich meinem Gehirn damit helfe, so zu arbeiten, wie es das eigentlich sollte, mein Gehirn dies aber leider nicht kann, weil ich diese Störung mitbekommen habe.

irgendwelche Pillen zu geben, deren Langzeitwirkung alles andere als gesichert ist.

Auch das ist eine Fehlinformation, denn aufgrund der mittlerweile mehr als 60-jährigen Erfahrungen, die durch die Behandlungen und wissenschaftlichen Untersuchungen mit Methylphenidat gewonnen werden konnten, kann diese Art der Stimulazien als eines der sichersten Pharmaka bezeichnet werden.

Utlkm:er3 Spxatz


Hallo Shelly,

... sonst wüßtest Du, dass das Methyphenidat bei einer oralen Einnahme keine Substanz ist, der Suchtpotenzial zugeschrieben werden kann.

Na, wenn Du nicht davon abhängig bist, dann lass es doch einfach mal die nächsten 3 Monate weg.

Methylphenidat steht als Wirkstoff im Betäubungsmittelgesetz - wenn ein erwachsener Mensch meint, ohne dies nicht auskommen zu können, ist das seine Sache, aber ich halte es für verantwortungslos, so etwas Kindern zu verabreichen, nur damit man es als Erzieher "bequemer" hat. Meiner Meinung nach sind 95% der Diagnosen auf ADS falsch.

In dem Stil, in dem Du schreibst und die "Wunderpille" Ritalin in den 7. Himmel lobst, nehme ich fast an, du arbeitest in der Arzneimittelindustrie bzw. bist Pharmareferentin...

Und wenn ich höre, wie ein Kind zu mir sagt: "Ich mag es nicht, wie ich bin, wenn ich diese Pillen nehme", dann schrillen bei mir doch die Alarmglocken. Auch wen keine körperliche Abhängigkeit von dieser Droge nachgewiesen werden kann, eine persönlichkeitsveränderde Wirkung hat sie und das halte ich für die Psyche des Kindes sehr gefährlich.

Diese Funktionsbeeinträchtigung des Frontalhirns und der nachfolgenden betreffenden Nervenzentren, durch welche die Symptomatik der ADS bzw. ADHS zustande kommt, wird durch ein nicht vorhandenes Gleichgewicht der Neurotransmitter verursacht.

Das ist lediglich eine unbewiesene Vermutung. Sag, hast Du Dir nie Überlegt, woran es wohl liegt, dass es heute ca. 10 mal so viele "ADS-Patienten" gibt wie vor 20 Jahren? Wenn diese Verhaltensweise wirklich eine rein chemische Ursache hat, woran liegt es dann, dass viele Kinder - auch ohne Pille - plötzlich ganz "normal" werden, wenn man sie einige Tage in eine andere Umgebung bringt?

Ich bin überzeugt, dass in 95% der Fälle die Hibbeligkeit nicht durch eine Störung des biochemischen Haushalts vorliegt, sondern exogene Faktoren die Ursache sind. Kurz gesagt ist es die immer rascher steigende Informationsmenge, die junge Kinderhirne überfordern. DU mußt Dir nur mal eine Kindersendung von 1970 mit einer von 2010 ansehen (achte mal weniger auf den Inhalt, als viel mehr auf die Schnitt-Geschwindigkeit zwischen den Szenen). ca. 90% der Viertklässler haben heute ein Handy. Ich habe Kinder erlebt, die überstehen keine große Pause, ohne auf ihrem Nintendo & Co zu spielen. Eltern machen ihren Sprößlingen schon in der ersten Klasse Angst vor Arbeitslosigkeit und üben enormen Druck aus ("Du mußt unbedingt auf's Gymnasium kommen"). Viele Kinder werden zu reinen Informationmskonsumenten erzogen - die Phantasie bleibt auf der Strecke und ist oft sogar unerwünscht. Und da wundern wr uns, dass unsere Kinder hibbelig werden? Aber ach ja, es gibt ja Ritalin, dieses Wundermittel und schon "funktionieren" die Kinder wieder (Shelly, auch Du hast dieses Wort im Bezug auf Deinen eigenen Zustand verwendet. Laß es nochmals auf Dich wirken. Fällt Dr gar nicht auf, wie Du Dich damit selbst auf die Stufe eines Roboters bzw. einer Maschine begibst, die funktionieren muß)

Die ständige Überfütterung mit dauernd neuen Reizen führt auch dazu, dass sich die wenigsten Kinder heute allein in einer Gruppe beschäftigen können. Dauernd muß jemand da sein, der sie wie ein Showmaster "bespaßt". Das mehr an Informationen führt aber nicht zu gibildeteren Kindern. Häufig wird "Wissen" mit "Bildung" verwechselt. Millionen kleiner Informationshäppchen werden den Kindern eingetrichtert, sie verkommen zu "Lernmaschinen". Das Hirn tut zum eigenen Schutz das, was in solch einer Situation das Einzig Sinnvolle ist: es schaltet auf Durchzug. Meine Kusine hat das mal "Mülleimer-Lernen" genannt. Vor der Klassenarbeit das Hirn auffüllen, dann in der Klassenarbeit ausleeren und dann den leeren "Container" wieder füllen. Lernen ist nicht mehr "Nachhaltig", um ein anderes Modewort zu benutzen.

Sprich: ADS wird "gemacht"

Ich wette, dass auch Du, Shelly, wenn Du nicht mehr von außen (oder auch durch Dich selbst) so sehr unter Drck gesetzt würdest - mit ziemlicher Sicherheit auch ohne die Pille auskommen würdest.

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