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Warum immer Adhs?

d}evnfiic


Es sind aber nur 50% der 4-5% ADHS-Kinder, die das echte ADHS haben

kannst du mir bitte deine quelle nennen?

die hälfte von 4 oder 5 ist übrigens 2 oder 2,5 ..... ;-)

mag ja sein, dass viele kinder "vorschnell" in die adhs-schublade gesteckt werden. das lehne ich auch entschieden ab.

aber denjenigen, die wirklich unter dem störungsbild leiden, wird einfach unbeschreibliches UNRECHT getan, wenn ihnen "dummheit und respektlosigkeit" vorgeworfen werden, für dinge, die sich nicht willentlich beeinflussen KÖNNEN!

Bjlind feuxer


Es sind aber nur 50% der 4-5% ADHS-Kinder, die das echte ADHS haben. Wären wir also bei 0,02-0,025% "echter" ADHS-Fälle.

Dyskalkulie?

Nicht alle Menschen im ADHS-Spektrum sind auf Medikamente angewiesen - das mag sein.

gXaquloisxe


bist du dir da ganz sicher?

Ja, bin ich. Die geschilderte Szene fand in meinem Beisein statt. Hier jetzt auch noch das Tourette-Syndrom als Erklärung für erzieherische Defizite heranzuziehen, ist definitiv verfehlt.

einen reim kann sich nun jeder selber drauf bilden....

Hm, ja, laß mich überlegen...du findest für jedes verzogene Blag eine medizinische Erklärung? Oder was willst du damit sagen?

d4e8vn#ic


jetzt auch noch das Tourette-Syndrom als Erklärung für erzieherische Defizite heranzuziehen, ist definitiv verfehlt.

hab ich doch garnicht... ;-D ;-)

findest für jedes verzogene Blag eine medizinische Erklärung?

nein, ganz bestimmt nicht! es gibt auch genügend unerzogene kinder, das bestreite ich ja gar nicht. aber das hat nun mal mit diagnostiziertem adhs rein GARNICHTS zu tun!

Oder was willst du damit sagen?

ganz einfach: bei beiden erkrankungen (tourette und adhs) sind die selben gehirnregionen durch dysregulationen der neurotransmitter noradrenalin und dopamin beeinträchtigt.

ein patient mit tourette kann diverse motorische tics und/oder verbale entgleisungen nicht willentlich beeinflussen - und genau so wenig kann ein patient mit adhs diese gehirnregionen willentlich beeinflussen. bei beiden passiert das nicht ständig, sondern vorwiegend in emotionalen "erregungszuständen" wie z.b. nervosität, wut, ärger etc..

es ist einfach nicht fair, jemandem "dummheit und respektlosigkeit" vorzuwerfen, für etwas, das er nicht willentlich beeinflussen kann. dann könnte man genau so gut einem querschnittsgelähmten unhöflichkeit vorwerfen, weil er zur begrüssung nicht aufsteht!

und damit meine ich jetzt NICHT unerzogene kinder, sondern diagnostizierte patienten! aber hier wird leider dauernd alles über einen kamm geschert...

gNauloxise


Nein, das wird es in diesem Faden eben NICHT. Ich würde dich bitten, meine Postings nochmal genau zu lesen.

Ich habe gesagt, daß ich mit echten ADHSern arbeite. Und daß ich, dagegen gesehen, leider auch genügend Fälle persönlich kenne, wo die Diagnose das krasse Fehlverhalten der Eltern entschuldigen, erklären und ausbügeln sollte.

es ist einfach nicht fair, jemandem "dummheit und respektlosigkeit" vorzuwerfen, für etwas, das er nicht willentlich beeinflussen kann.

LESEN. Nicht nur das Zitat, sondern den Kontext. @:)

d_ev?nic


gauloise, meine antwort samt erklärung war nicht auf DEIN posting, sondern auf das von bailyes bezogen. ich wollte auch niemanden damit angreifen, sondern ERKLÄREN.

ich hab schon verstanden, dass du in deinem beispiel erklären wolltest, dass die mutter ein SCHEINBARES adhs ihren erziehungsdefiziten vorschiebt.

wenn dann allerdings sofort im nächsten posting beides wieder pauschalisierend in einen topf geworfen wird à la "adhs=automatisch unerzogen", dann sträuben sich mir einfach die nackenhaare!

wenn du mit adhs-kindern arbeitest und dich mit der thematik auskennst, dann weisst du doch sicher selber, dass die betroffenen an einer impulssteuerungsschwäche -verbale entgleisungen eingeschlossen- leiden. und dann weisst du sicher auch, dass man darauf am besten GARNICHT reagiert, weil dies ein verstärker des unerwünschten verhaltens darstellen würde.

ich kann z.b. auch nicht nachvollziehen, wie dann so ein satz von dir kommen kann:

Eine meiner Freundinnen hat zwei ADHS-Söhne (incl. Hochbegabung, haha), die sind aber schlicht bodenlos unerzogen.

wenn die kinder wirklich diagnostiziert sind, dann tust du der familie damit unrecht! und das erweckt dann eben schnell wieder den "klischee-eindruck" wie oben beschrieben.

verstehst du nun, wie mein beitrag gemeint war?

@:)

was die verteilung von diagnostiziertem adhs in den verschiedenen sozialen schichten angeht, hast du aber recht: es gibt KEIN gehäuftes auftreten in sozial schwachen familien, sondern tritt in ALLEN gesellschaftsschichten und auch kulturkreisen auf.

und im bezug auf adhs + hochbegabung gibt es auch keine "besondere häufung". nur etwa 1-3% der bevölkerung gilt als "hochbegabt" (mit IQ über 130). ob mit oder ohne adhs hat darauf keinen einfluss.

(allerdings fallen die ECHTEN adhs-betroffenen mit ECHTER hochbegabung EXTREM auf! DAS sind dann die richtigen "knallbonbons", die du sicherlich auch kennst... ;-) )

*:)

CIhePrrxy80


Hallo zusammen *:)

@ devnic

Ich glaube hier wurde einfach nur ein bißchen aneinander vorbeigeredet. @:) Ich glaube worüber sich die meisten hier aufregen ist eben die häufige FEHLdiagnose, die von den Eltern selbst gestellt wird oder eben von Kinderärzten, die KEINE Experten sind. Es geht nicht darum, dass wir anzweifeln, dass es ADHS gibt und es geht auch nicht darum, dass es die Betroffenen (Kinder UND Eltern) sehr schwer haben. Es geht lediglich darum, dass sehr sehr viele Menschen heutzutage sofort von ADHS reden, obwohl die betroffenen Kinder eben tatsächlich einfach nur völlig unerzogen sind. Und DAS ist es was nervt! Vor allem, weil so keinerlei Besserung in Sicht ist. Da wächst eine ganze Generation von unerzogenen Egomanen heran und anstatt mal die derzeitigen Erziehungsmethoden vieler Eltern zu überdenken wird den betroffenen Kindern dann gleich auch noch eine neurologische Störung angedichtet. DAS ist meiner Meinung nach gesellschaftlich fatal...

Und Du hast völlig Recht: Den tatsächlichen ADHS Patienten wird damit großes Unrecht getan. Denn wenn heute jemand sagt "mein Kind hat ADHS" (und es hat es tatsächlich), dann kommt von 10 anderen Müttern, "jaja, meins ja auch..." :(v Ich finde das wirklich schlimm! Zum einen werden die echten ADHS Fälle nicht mehr ernst genommen und auch Erzieher oder Lehrer können sich nicht mehr gezielt um solche Kinder kümmern. Und zum anderen wird bei den anderen 10 unerzogenen jegliches Fehlverhalten und Daneben-Benehmen mit ADHS entschuldigt. Ich möchte gar nicht wissen, wie unsere Gesellschaft sich entwickelt, wenn diese Generation erwachsen ist. Hoffen wir, dass viele davon trotz der Erziehungsdefizite von daheim noch die Kurve kriegen und sich zu vernünftigen Menschen entwickeln, sonst seh ich ziemlich schwarz...

dheSvn_ic


cherry, das hast du echt gut ausgedrückt :)^ so sehe ich das ganze auch! @:)

bei uns in der gegend ist es aber eher so, dass kaum ein mensch adhs überhaupt kennt und man erst mal lang und breit erklären und um akzeptanz kämpfen muss. (..wohnen in nem kleinen "kaff" ;-) ...) auch ne ordentliche diagnose und die damit verbundene hilfe zu bekommen ist ein langer und steiniger weg. vielleicht kann ich deshalb nicht so gut nachvollziehen, dass manche eltern/kinder so "ruck-zuck" an die (mögliche fehl-)diagnose und/oder gar medikation heran kommen.

aber was das angeht, bin ich ganz deiner meinung @:)

g~aul_oi<se


wenn du mit adhs-kindern arbeitest und dich mit der thematik auskennst, dann weisst du doch sicher selber, dass die betroffenen an einer impulssteuerungsschwäche -verbale entgleisungen eingeschlossen- leiden.

Nochmal: genau lesen, bitte. Ich habe bei mir keine Kinder, das sind junge Erwachsene, deren Biografie von ADHS geprägt wurde und die jetzt so ganz allmählich da rauswachsen. Die aber immer noch kipplig sind, deren Psyche immer noch bei den entsprechenden Anlässen aus der Spur springt.

Das entsprechende Fachvokabular ist mir wurscht. Ich weiß, wie sie ticken, ich weiß, wie ich sie am besten runterkriege. Ich weiß, was ihnen alles zugestoßen ist bis jetzt, ich kenne ihre Geschichten. Und DAS ist mein Ansatz - weder medizinisch, noch psychologisch, sondern menschlich.

btw: die gehen jetzt in ihre Abschlußprüfungen und damit taugen dann alle Strategien nicht mehr viel...der Unterricht eben bestand aus einem großen Haufen Gezappel! ;-D ;-D ;-D

ich kann z.b. auch nicht nachvollziehen, wie dann so ein satz von dir kommen kann:

Eine meiner Freundinnen hat zwei ADHS-Söhne (incl. Hochbegabung, haha), die sind aber schlicht bodenlos unerzogen.

wenn die kinder wirklich diagnostiziert sind, dann tust du der familie damit unrecht!

OK, das habe ich zu schwammig ausgedrückt...ja, die Kinder sind diagnostiziert. Beim dritten Psychologen, nachdem die ersten beiden gesagt hatten, nee, ist nicht. Auch Ärzte und Psychologen haben die Wahrheit nicht gepachtet, auch die können sich irren, auch hier spielt es eine entscheidende Rolle, was die Mütter da vorführen.

S!amlMema


Ich hab mich einfach mal auf die Angaben aus dem Faden gestützt.

Ich meinte natürlich 2-2,5%, ich hab mathematisch gerechnet (100%=1,0, also 2%=0,02).

MaaExibu


Hallo! Finde den Faden und die Meinungen hier sehr interessant. Kenne eine Familie mit 2 Kindern, beide müssen Medikamente nehmen. Das Eine gegen ADHS und das Andere wegen ADS. Kommt mir spanisch vor ":/ . Die Kinder machen auf mich nicht den Eindruck "krank" zu sein, eher sehe ich das Problem bei den Eltern :=o

r<acdheen#gel65


schön, dass es diesen faden hier gibt. habe jetzt nicht alles gelesen, nur zum teil, aber gestern ist mir etwas passiert, was mich schon etwas aus der bahn geworfen hat :-/

mein fünfjähriger sohn, seit zwei jahren ist er im kiga, war gestern beim ohrenarzt, ganze zwei stunden, mußte hörtest machen usw. wurde natürlich immer zappeliger und unruhiger, bis die ärztin, die ihn schließlich ganze 10 minuten gesehen hat, ganz krass zu mir meinte, mein sohn hätte ja wohl adhs und bräucht dringend medikamente :-(

ich war erst mal geschockt, sagte ihr dann schließlich, dass er normalerweise nicht so extrem sein, aber die 2 stunden warterei hätten ihm wohl auch aufs gemüt geschlagen. die gute frau wurde dann etwas pampig und meinte, wenn ich das nicht behandeln lassen würde, würde es nur noch schlimmer werden.

im kiga ist er allerdings nie auffällig geworden, er hat wohl etwas probleme mit der konzentration, worüber ich auch mit den erzieherinnen gesprochen habe und sie mir auch einiges rieten, was ich mit ihm machen könne. allerdings hat keine der erzieherinnen mir je gesagt, dass ein verdacht auf adhs bestehen würde. und wenn das jemand beurteilen kann, dann doch wohl die erzieherinnen, die ihn ja mittlerweile schon 2 jahre kennen und auch mit adhs kindern arbeiten.

nun bin ich schon ziemlich unsicher, da ich ja auch nichts falsch machen möchte. mein sohn ist zu hause, in meinen augen, ein ganz normaler, aufgeweckter junge, der sehr lebhaft ist, aber alles im rahmen. ich denke mal, wenn er adhs hätte, würde er mich doch selbst auch irgendwie nerven, oder mir zumindest auffällig vorkommen.

bin im moment recht ratlos, was ich machen soll ":/

CPhermry80


Siehste devnic ;-) Ich wußte, dass wir eigentlich einer Meinung sind :)_ Aber Du hast ja auch Recht, das Thema ist oft emotionsgeladen und dann geht so ein Gespräch schnell mal aneinander vorbei :)*

Hallo racheengel65 *:)

die Ohrenärztin spinnt ja wohl. Eine ADHS Diagnose KANN man nicht in 10 min stellen :|N Mein Stiefsohn war dafür ganze zwei Wochen lang stationär in einer Klinik. Und der war sowohl zu hause, als auch im Kindergarten und später in der Schule massiv auffällig. Wenn Dein Sohn nicht weiter auffällig ist, dann ist es schon recht unwahrscheinlich, dass er ADHS hat. Und ganz ehrlich: nach 2 Stunden warten bin ich auch manchmal etwas pampig, wem ginge das nicht so? Wenn er sich schlecht konzentrieren kann, dann frag doch mal die Erzieherinnen gezielt, was man mit ihm üben könnte. Und dann behälst Du das erstmal im Auge. Kann sein, dass sich das bis zum Schuleintritt schon gebessert hat. Oder wenn Du den Eindruck hast, dass es nicht besser wird, dann gibt es auch ganz tolle Lern-Spielgruppen. Erkundige Dich mal. Da gehen die Kinder in der Regel gerne hin :)z Ansonsten lies Dir doch die genauen Definitionen, die devnic weiter vorne im Faden gepostet hat mal durch. Ich vermute, Du wirst nicht viel davon in Deinem Sohn wieder finden :)*

r&acheheng\exl65


vielen dank für die antwort *:)

ich kann mir auch nicht denken, dass er an adhs leidet, denn sonst wäre es ja wirklich schon im kiga aufgefallen. ich hatte auch bereits wegen seinen konzentrationsstörungen mit der kinderärztin gesprochen, die uns ein lernprogramm mitgegeben hat. auch im kiga hat man uns geraten, übungen, bzw. spiele mit ihm zu machen, die die konzentration fördern. sollte es nicht besser werden in diesem jahr, hat mir auch die kinderärztin zu einer solchen gruppe geraten, doch erst einmal soll ich mit ihm übungen usw. machen.

ich weiß auch nicht, was in diese ohrenärztin, die ja auch nicht vom fach ist, gefahren ist. klar, mein sohn war sehr unruhig an diesem tag und fummelte überall dran rum. vielleicht war sie ja nur genervt, ich weiß es nicht :-/

ich werde mir die definition auf jeden fall durch lesen. @:)

d'e*vnPic


@ racheengel

ich persönlich sehe da erst mal keinerlei handlungsbedarf.

ob da nun wirklich ein adhs dahinter stecken KÖNNTE, kann man weder aus der ferne, noch in ein paar minuten beim ohrenarzt beurteilen. im prinzip ist das ja auch gar nicht wichtig, so lange es dem kind im alltag GUT geht.

sollte irgendwann mal ein gewisser LEIDENSDRUCK entstehen, d.h. schwierigkeiten auftauchen, die deinen sohn in seinem alltag beeinträchtigen, dann kannst du immer noch handeln.

aber ansonsten lass dich da bitte nicht "verrückt" machen @:)

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