Pendelhoden...

...mein Sohn hat einen. Festgestellt hat das der Kinderarzt schon bei der U6. Bei der U7 das selbe spiel und jedes mal wurde mir gesagt, ich soll zum Urulogen und das sollte operiert werden, damit der Hoden unten bleibt.

Bei Urulogen war ich gleich nach der U6 und sollte da eigentlich wieder auftauchen, aber ich wartete ab.

So, jetzt steht die U8 am Montag an und ich weiß jetzt schon was wieder zur Ansprache kommt. Ich will aber nicht. Ich musste meinen großen Sohn mal operieren lassen und es war Horror pur. Für Spätschäden der Narkose soll ich unterschreiben und da steht, dass mein Kind geistig behindert werden kann, da Narkosen bei Kleinkinder nicht unbedingt das beste sind!

Warum soll ich das unterschreiben. Ich seh das gar nicht ein. Ich bin kein Arzt und kann das selbst nicht beurteilen. Und ehrlich gesagt, mag ich mein gerade gewordenes 4-jähriges Kind nicht unter das Messer legen.

Wie ist Eure Erfahrung zum Thema "Pendelhoden"?

M`onikaM x79

Ich habe keine Ahnung, was Pendelhoden sind. Aber eine OP wird ja meist empfohlen, wenn es nötig ist (einfach mal vernünftig betrachtet: die Kassen zahlen doch auch nichts unnötiges). Und das wird dann schon seinen Sinn haben. Ich hätte als Mutter keine Lust, dass mein Kind mir später vorwirft, unfruchtbar zu sein oder was da passieren kann, wenn man das nicht machen lässt, nur weil man selbst nicht damit klarkommt. Das ist wirklich dein Problem, dass du Angst hast, aber du kannst deinem Kind dann keine nötige OP verweigern, es wird dich evtl. später dafür hassen, also überleg dir das gut.

Fühlst du dich vielleicht nicht gut genug beraten? Dann frage doch ganz genau nach, löcher den Arzt ruhig richtig. Oder geh nochmal zu einem anderen. Oft soll man sowas unterschreiben und kein Mensch redet mit einem, dann musst du fragen, wenn was unklar ist, das Recht hast du und solltest du dir auch nehmen.

Ich musste auch bei einem kleinen Schnitt an der Hand unterschreiben, dass ich davon nen Herzinfarkt kriegen kann oder Schlaganfall oder so... aber guck doch mal, wie unrealistisch das eigentlich ist. Frag doch nach, wie wahrscheinlich die Komplikationen sind, die da stehen. Das meiste davon passiert fast bei niemandem. Was denkst du, wieviele Kinder operiert werden... ich hab wirklich noch nicht sehr oft davon gehört, dass sie gestorben sind oder so.

Aber lass dich einfach beraten, ich hab das Gefühl, die nehmen sich nicht wirklich Zeit und deshalb hast du Angst, weil du gar nicht weißt, was los ist. Hätte ich auch.

W%atUer:lxi

Folgen

Die wesentlichsten medizinischen Konsequenzen der verschiedenen Lageanomalien sind die Gefahr der Entstehung bösartiger Hodentumore bzw. einer resultierenden Zeugungsstörung (Impotentia generandi).

[Bearbeiten] Maligne Entartung

Das Risiko für die Entstehung eines Hodentumors ist ohne entsprechende Therapie 32-mal höher als bei normal deszendierten Hoden, insgesamt aber abhängig vom Zeitpunkt der Operation und von der Höhe, in der der Wanderungsstopp erfolgte:

* bei im Bauchraum verbliebenen Hoden liegt das Entartungsrisiko bei 5–10 %

* bei Leistenhoden bei 1–2 %

Bei Haushunden stellt Kryptorchismus ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Hodentumoren dar, bei einseitigem Kryptorchismus besteht jedoch kein erhöhtes Tumorrisiko für den im Hodensack liegenden Hoden.[4]

[Bearbeiten] Fertilitätsstörung

Nach Angaben der WHO (1987) liegt bei gut einem Fünftel der Fälle unerfüllten Kinderwunsches die alleinige Ursache in einer Fertilitätsstörung des Mannes, wobei alle Lageanomalien des Hodens zusammen (nebst der sog. Varikozele) die häufigste Ursache darstellen dürften. Wirklich aussagekräftige Studien zu Fertilitätsstörungen sind allerdings prinzipiell schwer durchzuführen, u.a. da erst der Vaterschaftstest Klarheit bringt (pater semper incertus). Auch nach zeitgerechter Orchidopexie stellt reduzierte Fertilität die Hauptkomplikation des primären Kryptorchismus dar.[5] Die neoadjuvante GnRH-Behandlung verbessert den Fertilitätsindex primär kryptorcher Kinder (ebd.).

[Bearbeiten] Therapie

In den ersten sechs Lebensmonaten wird der Verlauf abgewartet und kontrolliert. Ist bis dahin der Hoden nicht dauerhaft im Hodensack tastbar, so kann eine Hormontherapie mit Gonadoliberin für vier Wochen, im Anschluss β-hCG für drei Wochen (beides als Nasenspray erhältlich) erfolgen, die den spontanen Abstieg des Hodens fördern, und die Reifung der Keimzellen stimulieren soll. Bleibt diese Therapie erfolglos, so empfiehlt sich eine operative Fixierung der Hoden im Hodensack (Orchidopexie). Obwohl der Zeitpunkt der Operation Gegenstand der Diskussion ist, tendiert zur Zeit die Fachmeinung dazu, dass mit Vollendung des ersten Lebensjahres die Behandlung abgeschlossen sein sollte. Ebenso ist der Stellenwert einer Hormontherapie nach erfolgter Operation, um Folgeschäden entgegenzuwirken, noch nicht eindeutig geklärt. Der Therapieerfolg besonders nach hormoneller, aber auch nach operativer Therapie, bedarf der regelmäßigen Kontrolle, da Rezidive auftreten können.[6]

Quelle: Wikipedia.

Die Entscheidung liegt bei dir. Die Frage ist, ob du das Risiko eingehen willst, dass dein Sohn eventuell einen bösartigen Tumor bekommt oder dass er Zeugungsunfähig wird- Dagegen stehen die OP- Risiken. Dort steht natürlich alles drin, was eventuell unter Umständen in Ausnahmefällen auftreten könnte. Wenns nach dem ginge, dürfte man sich nichtmal den Blinddarm rausholen lassen.

u#nsh^ackl\ed

Wobei:

Pendelhoden, Wanderhoden: Der Hoden befindet sich, zum Beispiel bei sexueller Erregung (siehe Kremasterreflex) abwechselnd im Leistenkanal und im Skrotum. Dies ist im allgemeinen nicht behandlungsbedürftig und stellt normalerweise für sich alleine keine Bedrohung für die Fruchtbarkeit dar.

Kommt nun drauf an, wie stark es ausgeprägt ist.

u<nishZacklxed

Monika, dann google doch einfach nach "Pendelhoden". Wenn Du dann liest, dass sie zu Unfruchtbarkeit und Hodenkrebs führen können, kannst Du ja noch einmal darüber nachdenken.

Z_wackx44

Da steck ich aber dann 50 / 50 in der Sache. Was wenn ich ihn operieren lasse und er von der Narkose dann geistig behindert ist, weil er sie nicht vertragen hat. Dann sag ich toll, du bis fruchtbar und Krebs bekommst du da unten auch nicht. Leider bist du halt jetzt geistig behindert!

Ja, stimmt. Es ist mein Problem damit fertig zu werden. Aber die Narkose wird oft als viel zu verständlich betrachtet so wie das Impfen. Und wieviele Kinder haben Impfschocks! Ich alleine kenne 4! Und ich kenn auch 3 Familien mit Narkosefolgen! Ich kenne aber niemanden der Hodenkrebs oder Unfruchtbar aufgrund von Pendelhoden ist. Ist da jetzt Skepsis und Angst nicht an der richtigen Stelle?

Shit, was mach ich nur? Der eine sagt, ich bin ohnehin schon zu spät dran, der nächst meint ich kann mir Zeit lassen bis er 6 ist. Was denn jetzt? Und je mehr ich lese, je mehr Angst bekomme ich!

Mein armes Kind!

M$oniLkax 79

Mein Mann wurde es als Kind daran operiert, das ist zwar unangenehmen aber sicher besser, als zeugungsunfähig zu sein, oder Krebs zu bekommen

Aber die Narkose wird oft als viel zu verständlich betrachtet so wie das Impfen. Und wieviele Kinder haben Impfschocks!

Das ist Einstellungssache, aber eher ein geringes Risiko.

H_asxe

Monika

Für Spätschäden der Narkose soll ich unterschreiben und da steht, dass mein Kind geistig behindert werden kann, da Narkosen bei Kleinkinder nicht unbedingt das beste sind!

Das das passiert ist m.W. sehr sehr gering und die Ärzte müssen halt jede noch so kleine und selte Komplikation und noch so seltenes Riskio auf den Aufklärungsbogen schreiben um sich rechtlich abzusichern.

Ich schlage vor, dass du das Gesrpäch mit dem narkosearzt suchst und mit ihm über deine Bedenken bzgl Narkose zu reden. Der Narkosearzt kann dir auch genau erklären was es für Risiken gibt, welche sehr selten sind und was passieren kann.

WIe gesagt, sprich mal mit dem Narkosearzt :-)

Gruss

HZy#perioxn

Zur Vorab-Info: [[http://narkoserisiko.com/]]

EBdmu)nxd

Da steck ich aber dann 50 / 50 in der Sache. Was wenn ich ihn operieren lasse und er von der Narkose dann geistig behindert ist, weil er sie nicht vertragen hat. Dann sag ich toll, du bis fruchtbar und Krebs bekommst du da unten auch nicht. Leider bist du halt jetzt geistig behindert!

ich wurde auch mit 4 jahren operiert, allerdings war das eine 11 stündige herz-op. diese op wurde im jahr 1986 durchgeführt also im jahre schnee!

heute ist die medizin erstens schon mal viel weiter! und zweitens darfst du deinem kind keine notwendige op unterschlagen, er ist ein mensch, er hat ein recht drauf nur kann er dies noch nicht selbst entscheiden!

er kann was abkiegen von der op, aber er kann auch was abkriegen wenn du es nicht machen lässt!

die ärzte wissen was sie tun!

umsonst würden sie nicht schon so früh operieren wollen

I3NR-mitVlexser

Das Problem kommt wohl mit der Pubertät, mein Mann wurde zweimal operiert, einmal als Kleinkind und einmal kurz vor der Pubertät.

Der FA hat mir damals gesagt, dass ich froh sein kann, dass ich überhaupt schwanger geworden bin, da das sehr oft der Grund für zeugungsunfähigkeit ist.

Ansonsten stimme ich **INR-mitleser ** voll zu :)z

H#ase

Mein Exfreund meinte immer, er sei wegen eines PEndelhodens beim Bund ausgemustert worden zu sein.

ALso wird er sowas wohl gehab haben. Keine Ahnung was es sein soll: Ich weiß nur, dass er jetzt Papa wird...

Scheint bei ihm dann wohl weniger schlimm gewesen zu sein.

ZU der OP und der NArkose. Ich denke nicht, dass es häufig vorkommt, dass ein Kind davon geistig behindert wird. Ich wurde als Kind sehr oft operiert und in den 80ern waren die Narkosen noch viel viel höher dosiert.

Sie müssen dich halt einfach über die möglichen Komplikationen aufklären.

Eine Bekannte von mir musste ihr neugeborenes am Herzen operieren lassen. Es ist alles gut gegangen.

Ich denke, du solltest dich nicht zu sehr von diesem Zettel beeindrucken lassen.

DIe Narkosen sind heutzutage sehr gut verträglich- @:) @:) @:)

g&a_ggagug(gu

Hallo,

mein Kleiner (10Jahre) wurde jetzt am 04.08. schon das zweite Mal in diesem Jahr unter Vollnarkose operiert. Er hat beide Narkosen super überstanden, OHNE Probleme. Du solltest wirklich mit einem Narkosearzt sprechen, um deine Ängste in den Griff zu bekommen. Wenn heute Notfallmäßig was passiert kannst du auch nicht lange überlegen, da unterschreibst du dann auch die Einwilligung. Glaub mir ich spreche aus Erfahrung.

Grüße

h,ege

Ich weiss nur, dass ich meinen Eltern ziemliche Vorwürfe machen würde, wenn ich keine Kinder bekommen könnte, weil sie Schiss vor (sehr selten auftretenden) Narkosefolgen gehabt hätten und über meinen Kopf hinweg dieses Risiko der Unfruchtbarkeit eingegangen wären. Narkose ist ausser für alte oder sonstwie schon sehr schwache Menschen heutzutage kein Problem mehr.

ukpela

Du solltest mit einem Anästhesisten über die Risiken reden. Bei der Narkose und bei jeder anderen Behandlung besteht immer die Gefahr von Komplikationen die aber äusserst selten vorkommen. Je größer/länger die Op um so eher besteht ein Risiko was aber immer noch sehr gering ist. Wenn der Pendelhoden mal nicht mehr zurück kommt steht eine unvermeidliche und größere OP ins Haus die mit dem Verlust eines Hodens enden kann.

Wenn du dir wirklich nicht sicher bist wegen der notwendigkeit einer Op, dann hol dir eine zweite Meinung ein. Wenn der zweite Arzt die Notwendigkeit bestätigt solltest du dir eben einen erfahrenen Urologen suchen der sich mit dem Gebiet vielleicht besonders gut auskennt.

Ansonsten kann ich nur sagen warte nicht sondern tu was das beste ist für Dein Kind! Dein Arzt sollte das in diesem Fall eigentlich wissen! ;-)

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