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Ab wann spricht man von Verstopfung und was kann man dagegen tun

s0umsimli80 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

unser Sohn (wird im Maerz 3 Jahre) hat in letzter Zeit immer Probleme mit seinem Stuhlgang. Er macht oefter mehrere Tage keine Stuhlentleerung und wenn es dann mal soweit ist, dann quaelt er sich natuerlich sehr mit dem harten Stuhl.

Ich habe schon versucht, ihm Milchzucker einmal am Tag zu geben, ich habe die Milch auf ein Glas am Tag reduziert und ich achte vermehrt auf seine Ernaehrung, dass er mehr Ballaststoffe als frueher zu sich nimmt. Leider scheint das alles nicht zu helfen, denn am Freitag Abend war sein letzter grosser Toilettengang.

Hat jemand Erfahrung damit und kann mir ein paar Tips geben ??? So langsam bin ich naemlich am verzweifeln. Ich wuerde auch gerne zum Arzt gehen, aber ich wohne nicht in Deutschland und die Aerzte hier kann man in die Tonne schmeissen, wenn ich das mal grob ausdruecke.

LG, Sumsili

Antworten
H%ansXelixne


Manche Ärzte sagen einem, daß erst nach einer Woche ohne Stuhlgang von Verstopfung die Rede sein könne. Ich finde aber, es ist ja ganz egal, wie man das nun nennt, auf jeden Fall leidet dein Sohn unter FÜR IHN zu seltenem und hartem Stuhlgang.

Ganz wichtig ist, daß er genug trinkt, etwa einen Liter am Tag (nicht Milch, sondern Tee, Saft, Wasser).

Leinsamen helfen – du kannst sie geschrotet kaufen oder in der Kaffeemühle mahlen und jedem beliebigen Essen zufügen. Sehr wichtig ist dann aber erst recht, daß er viel trinkt! Sonst wirken Leinsamen (und auch andere ballaststoffreiche Nahrungsmittel) nämlich erst recht verstopfend. Sie brauchen genügend Wasser, in dem sie aufquellen können.

Was auch hilft – zusätzlich – ist Pflaumensaft. Ich weiß ja nicht, wo du wohnst und ob es das bei euch zu kaufen gibt, aber hier bekommt man in der Drogerie und im Supermarkt Saft aus Trockenpflaumen. Lieber erstmal nur ein halbes Glas geben...

Und viel Bewegung.

Hoffentlich konnte ich helfen.

HmansTelixne


Und frisches Obst essen (nur keine Bananen).

KOiSe.Mi


Wollte gerade auch das gleiche wie Hanseline schreiben: sehr viel trinken!!!

Was gut wirkt sind z.b. Apfelsäfte, Birnensäfte und Pflaumensäfte.

Wenn man die Säfte nicht so mag kann man Trockenobst geben, wie trockene Pflaumen.

Für extreme Notfälle kann man sich in der Apotheke rezeptfrei Zäpfchen besorgen, die deinem SOhn helfen den Darm etwas zu entleeren, damit es nicht zu sehr weh tut. (Glycilax, Rubylax)

Denn hat er ersteinmal Schmerzen beim Kaka machen gehabt, wird er nun richtig Angst haben vor dem Stuhlgang und erst recht es herauszögern.

Pass gut auf, das es nicht zum Teufelskreis kommt. Schmerzen als Ursache dafür, dass er es 1-2 Tage aufschiebt und dadurch harten Stuhl bekommt, das wiederum Schmerzen verursacht!

Ist gerade in der Phase von Windel auf Toilette umzusteigen?

Falls es wirklich mehr an der Angst liegt und er es mit Absicht auffschiebt, solltest du darauf achten, die Zäpfchen nicht zu häufig zu geben. 1x Verstopfung mit Zäpfchen lösen...dann 1 Woche lang den Stuhl mit der Nahrung weich halten. Wichtig ist ihm zu erklären, dass er wenn er Trockenobst isst, oder SAft trinkt,oder Apfelmus isst... das sein Kaka weich sein wird, und er keine Angst haben muss.

Und wenn er will, soll er ruhig noch das Große Geschäft in die Windel machen, wenn er das auf der Toilette noch nicht schafft. Er sollte keine Angst mehr haben vor den SChmerzen, denn die werden nicht kommen, wenn er von Anfang an gleich macht, wenn er muss!

:-) ICh wünsche alles Gute!

sPuUmsGili8x0


Danke für Eure Antworten.

Er trinkt eigentlich schon sehr viel, auf jeden Fall mind. 1 Liter am Tag, meistens sogar mehr. Er mag leider nicht so gerne Wasser, deshalb gebe ich ihm immer Apfelsaftschorle, wobei da mehr Wasser als Saft drin ist.

@ KiSeMi:

Ja, er ist gerade von der Windel weg. Eigentlich trägt er seit September gar keine Windel mehr. Zu der Zeit hat er dann aber einfach in die Hose gekackert und es war ihm egal. Seit etwa 2 Monaten geht er auch aufs Klo den Stinker machen und seit der Zeit etwa begannen die Probleme. Er freut sich riessig, wenn es geklappt hat und er sagt es auch. Ich vermute eben auch, dass es mit dieser Umstellung zusammen hängt.

Gestern Abend hat er sich "entleeren" können. Klingt vielleicht blöd, aber ich hab dann gesagt: "Wenn Du noch nen Stinker machst, dann kannst Du einen Film anschaun". Diese Motivation war dann wohl gross genug, dass er etwa 10 Minuten lang gedrückt hat und es geschafft hat.

Vor diesem Teufelskreis hab ich echt auch Angst. Ich hoffe das bekommen wir irgendwie hin. Nach dem Pflaumensaft schau ich mal, weiss ich ehrlich gesagt gar nicht, ob es das hier gibt. Könnte auch Traubensaft helfen? Den gibt es und den mag er.

Bewegung hat er sehr viel. Er geht in den Kindergarten und dort ist er nur am Rennen. Zu Hause sind wir auch oft draussen, daran sollte es also auch nicht liegen.

Diese Zäpfchen werde ich mir mal besorgen, bin in 2 Wochen in Deutschland.

Danke für die Tips. Wenn Euch noch was einfällt, bin ich um jeden Tip dankbar @:)

sfusm<sili8x0


PS: Ich wohne in der USA... haben 8 Stunden Zeitverschiebung... nicht, dass Ihr Euch wundert ;-)

a,kxaf


Sumsi Mensch, lass Dich doch in unserem Faden mal wieder sehen!!!

u0nko1mpliFzierxt


Hi sumsili

Wegen meiner neurologischen Darmlähmung habe ich mit Darmträgheit usw. recht viel Erfahrung. Von dreimal am Tag bis alle drei Tage gilt med. dies noch im Normalbereich. Hart sollte aber die Konsitenz nicht séin. das läßt sich aber sehr gut über die Ernährung einstellen. Meine Tipps:

Erstmal das was KiSeMi geschrieben hat kann ich aus eigener Erfahrung unterstreichen. Apfel-, Grapefruit- und insbesondere Traubensaft vorallem die etwas säuerlichen wirken bei mir gut. Letzterer so gut, dass ich keinen trinke. Das wirksamste nichtmedikamentöse sind Trockenfrüchte. Ursache ist der hohe Anteil von Fruchtzucker, die meisten Menschen können ihn in größerer Menge nicht richtig verdauen - Ergebnis erin voluminöser breiiger hellbrauner Stuhl. Gekochtes Rotkraut besonders wenn mann noch einen halben Apfel mitkocht, viel Gemüses/Salat und täglich einen Joghurt ( das muß kein macobiotischer Irgendwas sein, ein ganz normaler tut es genauso), "gut gehackt ist gut gekackt" also Nüsse auch ganz gut. Daher über die Ernährung sollte man die Konsistenz innerhalb von 10 Tagen hinbekommen, dann ist es für Sohnemann auch einfacher und erfolgreicher.

Noch ein Tipp. Esgibt kaum eine Körperfunktion die so gewohnheitsabhängig ist wie Stuhlgang. Ich gehe seit Jahren nur zweimal die Woche. Alle zwei Tage auf den Pott, ob er muß oder nicht, nach einigen Wochen klappt es immer alle zwei Tage.

Zäpfchen sind nicht unproblematisch. Es gibt zwei Arten, Die mit echten Medikamenten welche auf die Darmbewegung wirken. z. Bsp Dulcolax (Vorsicht nichts für Kinder - sehr heftig). Sollte man keinesfalls länger nehmen weil sonst stellt der Darm seine Tätigkeit ganz ein. Die anderen wie z. Bsp Glycilax enthalten als Wirkstoff lediglich Glycerin, welches keine wirkung auf den Darm hat. Es ist lediglich Schmiermittel.

GnänsWebX\mlexin


"Wenn Du noch nen Stinker machst, dann kannst Du einen Film anschaun"

Aufpassen, dass hier kein psychischer Druck entsteht, wenn "Kacka machen" mit Belohnung oder ähnlichem assoziiert wird. Es sollte was normales sein, kein großes Tam Tam drum.

Gerade bei Verstopfung nicht mit Balaststoffen anfangen, denn die Verursachen in der EInführungsphase meist Verstopfung. Auf Dauer sind die natürlich super und wichtig.

Ansonsten wurde ja schon gesagt, dass Saft gut hilft

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