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Esprico bei AD(H)S

Jvance-C`laudxe


Sagt mir jetzt garnichts.

Ist das etwas ähnliches wie Ritalin oder Stratega?

Er ist in Therapie (Ergo und Heilpädagogik) Nerven? Inwiefern? Und was meinst du genau mit Geld?

Ist es ein neues Medikament? Wie ist hier die Zusammensetzung?

lde skang xreal


Nein, das sind gar keine Medikamente.

Das ist eine Therapie, bei dem dein Kind eine Rückmeldung über bis dahin unbewusste Vorgänge im Körper bekommt mittels Elektroden. Zum Beispiel die Muskelspannung, der Hautleitwert, Puls, Atmung, Hauttemperatur und bei Bedarf auch Gehirnwellen.

So kann man sehen, welche Daten aus der Reihe tanzen und mit Übungen und Training lernt der Patient, die Faktoren in die richtige Richtung zu lenken. Dazu sind meist um 30 bis 50 Sitzungen nötig, leider zahlt die Krankenkasse das noch nicht.

Du kannst mal hier lesen: [[http://www.akademie-neurofeedback.de/neurofeedback/neurofeedback-adhs/]]

l)e !saKng nrxeal


[[http://www.kjpd.uzh.ch/studies/neurofeedbak/Studien-Neurofeedback.pdf]]

lue s)ang preal


Hier eine komplette Dissertation:

[[http://opus.kobv.de/ubp/volltexte/2007/1535/pdf/bakhshayesh_diss.pdf]]

Hvo5lliWxood


also das soll jetzt nicht fies klingen usw.

aber hast du mal überlegt dir eine zweitmeinung einzuholen?

ich kenne ad(h)s in von einem anderen bild.

sprich die kinder sind unkontrolliert und kaum zu bändigen.

und selbst da finde ich es schon fragwürdig, diese kinder mit solchen hammer medikamenten ruhig zu stellen. ":/

ich würde vielleicht erstmal über eine verhaltenstherapie usw nachdenken, bevor ich mein kind mit irgendwelchen medikamenten voll zu pumpen!

lDe sangw real


Finde ich auch, deswegen auch der Hinweis auf das Bio-/Neurofeedback.

J\ane0-Clauxde


Holly,

ich will mein Kind nicht mit Medikamenten vollpumpen! Ritalin nur wenn alles andere nicht greift.

Esprico ist kein Medikament als Solches, hierbei handelt es sich um ein Nahrungsergänzungsmittel (Fischoel, Magnesium und Zink), welches wenn man dem Hersteller und anderen Müttern Glauben schenken kann, sich positiv auf den Hirnstoffwechsel auswirken soll.

Wegen der Diagnose waren wir bei zwei, von einander unabhängigen Psychologen.

Ich gehe mit meinem Sohn jetzt schon das dritte Jahr zur Heilpädagogik, als auch zur Ergo.

Insbesondere seine Feinmotorik macht mir immer noch große Sorgen ...

Auch machen wir täglich Übungen zur Hemmung frühkindlicher Reflexe.

le sang ...

die von dir beschriebene neue Methode klingt sinnvoll.

Denoch ist es für uns nicht durchführbar, da diese Art von Therapie in einem Umkreis von 100 km nicht angeboten wird. Aber danke für den Hinweis.

Hast du schon mal von Audiva gehört?

W(afDf eel


hallo,

bei uns hat weder das eine noch das andere geholfen.

unsere damalige ärztin war der meinung das unser kind ad(h)s hat. auch unsere neue ärztin war der festen überzeugung. bis man sich alle unterlagen und das kind nochmal genauer angeschaut hat und feststellte das es unter a-typischen autismus leidet, weil es dem ad(h)s sehr ähnlich ist. dieser prozess hat 4jahre gedauert.

also wie man sieht gibt es nie eine eindeutige diagnose.

J#ane-.C!lamuxde


Hallo Waffel

vielen Dank für deinen Beitrag. Mit deiner Aussage

gibt es nie eine eindeutige diagnose.

hast du leider recht, da ja zur Diagnostik nur mit einem Ausschlussverfahren gearbeitet wird.

Bei N. wurden sonst nur EKG, Leber und Nierenwerte getestet, sowie ein genetischer Fingerabdruck erstellt – alles ohne Befund. Carnitin wurde aus Kostengründen vom behandelnden Kinderarzt abgelehnt :(v

Allerdings gibt es in meinem Familienstrang mehrere Personen die in das Ad(h)s – Raster reinpassen würden. Die Wahrscheinlichkeit das N. diese Stoffwechselstörung wirklich hat, ist also durchaus gegeben.

In unserem Freundeskreis gibt es auch ein Kind mit Asberger Autismus ... – kein Vergleich zu N.´s Problematik. Die Kleine hat immer wieder schwere Depressionen, setzt sich selbst ständig stark unter Druck – kann sich nicht in andere hineinversetzen. Ist gefühlskalt .... in der sozialen Entwicklung gehemmt.

W_af'fexl


ich find es ehrlich gesagt nicht ok, wenn ärzte immer jede diagnose mit ad(h)s begründen, obwohl oftmals eine andere krankheit dahinter steckt. die kinder werden dann falsch behandelt (zb. mit starken medis) oder gefördert.

eine bekannte hatte mich damals aufgeklärt: wenn bei der entbindung das kind ungünstig rutscht und fällt, kann es zu bösen verspannungen kommen und für die entwicklung der kinder erheblichen schaden anrichten, die auch mit ad(h)s zu vergleichen sind. aber dazu müssten man einen osteopathen hinzuziehen, der das dann rausfinden kann.

d@e@vnxic


sorry, nicht böse gemeint, aber diverse mutmassungen aus der ferne ersetzen keine klinische diagnose nach ICD 10 oder DSM IV.

weder ein kind mit KISS, noch ein "lebhaftes" kind ist mit einer echten adhs-diagnose zu vergleichen. gewisse formen aus dem autismusspektrumkreis sind zwar vergleichbar mit einigen symptomen einer adhs, dennoch nicht identisch.

wenn zwei voneinander unabhängige psychologen eine jeweils oderntliche (!) und ausführliche diagnose gestellt haben, dann sollte man davon ausgehen können, dass eine adhs klinisch diagnostiziert wurde und hier auch zugrunde liegt.

in diesem fall sind diverse "alternative mittelchen" leider gottes nutzlos, da keines davon in der lage ist, in den beeinträchtigten dopamin- und noradrenalinstoffwechsel des gehirn einzugreifen, welcher nun mal die hauptursache einer adhs darstellt.

neurofeedback steckt, soweit ich weiss, noch in den kinderschuhen, scheint aber eine gute möglichkeit zu sein, den kindern im umgang mit ihren täglichen schwierigkeiten zu helfen. ebenso eine geeignete verhaltenstherapie in verbindung mit einem adhs-elterntraining.

medikamente wie methylphenidat (der wirkstoff von ritalin, medikinet, equasym und co..) sind bei weitem nicht bei jedem kind mit adhs notwendig und angebracht. allerdings gibt es auch fälle, in denen es nahezu unverzichtbar ist, es einzusetzen. (nämlich dann wenn der leidensdruck des KINDES (!) zu gross und nicht mehr tragbar wird).

sicherlich wird man mit zappelin, esprico usw keinen "schaden" anrichten (..ausser den geldbeutel ein wenig erleichtern..) aber allzu grosse hoffnungen darf man sich bei der behandlung einer WIRKLICHEN ADHS leider auch nicht machen.

@:)

JAa*ne-Clcaudxe


Hallo Waffel,

Die Verspannungen bedingt durch ungünstige Bedingungen bei der Geburt ... das nennt sich Kiss.

N. ist seit seinem Säuglingsalter immer wieder von einem Chiropraktiker dagegen behandelt worden.

Es half. Zumindest anfänglich. Er kam aus der C – Haltung, konnte gestillt werden, weinte weniger.

Im Moment gehe ich mit ihm alle paar Wochen bis Monate zur Osteopathin, – die mir immer wieder auf´s neue bestätigt das vor allem das Kopfgelenk wieder blockiert ist.

Hat er nun Kiss oder ADS? Oder beides?

Eine Bekannte von mir hat sich auf das Hemmen von frühkindlichen Relexen spezialliesiert, – sie schwört darauf, das all diese Wahrnehmungsstörungen auf noch persistierenden Reflexen beruhen. Man diese aber mit viel Geduld und Konzequenz in der Ausübung hemmen und somit überdecken kann.

dsevnxic


jane-claude

ich denke, dass kiss und adhs sich nicht gegenseitig ausschliessen.

mein drittes kind ist während den presswehen bei der geburt zwischen meinen beckenknochen stecken geblieben und beinahe erstickt, wurde in aller eile per not-kaiserschnitt geholt.

sein halswirbel war dermassen verrenkt und blockiert, dass er die ersten 10 wochen seines lebens nur nach rechts schauen konnte (..bis wir das endlich mal bemerkt haben..), er konnte lange zeit nur mit rechts greifen, sich nur über rechts drehen, konnte später krabbeln und laufen als seine brüder. über ein jahr lang therapie (osteopathie, cranio, atlas und manuelle kg) haben ihm ermöglicht, mittlerweile seine entwicklung aufzuholen. er war auch ein kleiner "schreihals", zappelig, schnell unzufrieden usw... ABER: es ist kein vergleich zu seinem ältesten bruder mit diagnostiziertem adhs. es sind einfach äpfel und birnen, die man nicht in einen topf werfen kann @:)

J*ane1-Claxude


Dev,

du hast also Beides. Ein Kind mit ADS und eines mit Kiss ...

Könntest du mir mehr Details zu den Auffälligkeiten der Beiden, im Vergleich zueinander geben?

d#evnixc


der kleine (KISS) ist ja erst 16 monate alt, der grosse (ADHS) fast 15 jahre ;-)

einen definitiven vergleich kann ich wohl erst in ein paar jahren ziehen. dennoch fallen einige dinge auf...

in dem alter war der grosse noch absolut pflegeleicht, hat nie geschrien, war aber motorisch viel unruhiger, ist früher gelaufen, hat früher gesprochen, weniger geschlafen...alles in allem aber "mit ich zufrieden". schwierig wurde es mit dem trotzalter, was EXTREM ausgeprägt war (und scheinbar nie wieder aufgehört hat ;-) )

der kleine war von anfang an sehr "unruhig", kaum zufrieden zu stellen. erst als die halswirbelblockade per manueller therapie gelöst war, konnte er mal ein wenig länger am stück schlafen. er ist auch motorisch unruhig, aber irgendwie anders... ":/ er klettert auch sehr viel, aber nicht so "sinnlos" wie der grosse damals. der grosse ist geklettert um seinen bewegungsdrang auszuleben, hat aber z.b. nie schränke ausgeräumt, kaum war er irgendwo oben, gings wieder runter und auf das nächste regal.... der kleine sieht was, egal wie weit oben, will es haben und hört erst auf, wenn er oben ist und er es runterschmeissen kann... er klettert nicht um des kletterns willen, sondern um des "haben-und-runterschmeissen-wollens" :-p weiss leider nicht, wie ich es gut beschreiben kann...

den kleinen kann man aber besser ablenken, wenn er z.b. nen wutanfall hat, kann man ihm spielzeug anbieten und er hört auf zu schreien...der grosse war mit nichts und niemandem auf der welt ablenkbar, wenn er in seinem hyperfokus steckte (auch heute noch...)

finde es sehr schwer in worte zu fassen, aber sie sind einfach "anders" ;-)

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