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Förderung IQ134

GYiWbNichytAuxf


Zum Beispiel die Mensa. Da bin ich auch.

[[http://www.mensa.de/]]

g`au!lioisxe


Warum machen alle so ein rießen negatives tamm tamm darum, wenn sich bei einem Kinder herausstellt, dass es auf dem Gymi unterfordert ist?

Erstens macht das hier keiner, zweitens geht es um einen Grundschüler. Lesen hilft.

pSeacej.anxdi


Mit einem IQ von 134 ist man hochbegabt und nicht hochintelligent.

Und das wichtigste, was ihr tun müsst, ist dem Enkel NICHT davon zu erzählen. Sonst sieht er sich in jeder Hinsicht immer als super überlegen und besser als alle Anderen und wird dadurch noch verhaltensauffälliger.

Lasst ihn einfach in dieser Grundschulklasse. Er muss lernen dort klarzukommen. Er ist ein ganz normaler Schüler und nur wegen angeblicher Hochbegabung hat er noch lange keine Extrawurst verdient. Und wenn er soooo unterfordert ist, ist es nicht die Schuld der Schule. Es gibt auch nach der Schule noch genug Zeit zum Lernen. IHR müsst mit ihm neue Dinge erforschen und ihm ein Hobby suchen.

Ich kenne zum Beispiel einen Hochbegabten, der nach einem IQ-Test auf Wunsch seiner Eltern und Klassenlehrerin eine Klasse übersprungen hat, dort überhaupt nicht zurechtgekommen ist, noch eine weitere Klasse übersprungen hat und letztendlich ohne Abschluss die Schule verlassen hat. So kann's gehen mit dem Versuch jemanden zu "fördern".

sNe9n&si5be6lmCaxn


Bei normalenbegabten Kinder ist es Usus sie von der Haupt- auf die Realschule zu schicken wenn es auf der Hauptschule unterfordert sind, oder von der Realschule aufs Gymnasium. Oder sie wieder runterzunehmen, wenn sie auf der höheren Schule doch nicht zurechtkommen.

Es gibt hinreichend viele Länder (in Europa fast alle Länder), da gibt es diese Teilung in Hauptschule, Realschule Gymnasium überhaupt nicht. Ich halte dieses selektierende Schulwesen insbesondere in sozialer Hinsicht nicht für effektiv.

Die Förderung oder eine angemessene Betreuung eines Kindes mit besonderen Begabungen kann durchaus auch an einer normalen Schule erfolgen, wenn man sich an dieser Schule Gedanken macht- es setzte wohl andere Herangehensweisen voraus. Letztendlich hat jedes Kind in der einen oder anderen Weise besondere Begabungen. Ich hielte es für wenig hilfreich, jedem dieser Kinder eine eigene Schule zu schaffen. Zumal ich es auch aus sozialen Aspekten für wichtig halte, dass Kinder lernen, sich in normalen sozialen Umfeld zurechtzufinden (auch für die anderen Kinder ist es wichtig, mit hochbegabten Kindern umgehen zu lernen). Wenn man Kinder selektiert, findet dieses Zurechtfinden und die Auseinandersetzung darum nicht statt. Ich habe leider den Eindruck, dass sich Pädagogen um diese Sache zuwenig Gedanken machen- anstatt das Problem zu lösen, weicht man dem Problem durch Selektion und Separierung aus. Kinder mit unterschiedlichen Neigungen und Fähigkeiten zu integrieren ist pädagogisch sicherlich eine sehr anspruchsvollere Aufgabe- weswegen sie wohl gerne vermieden wird. Das Integrieren bedeutet zudem ja nicht, dass das Kind nicht mehr seiner Individualität folgen kann. Einige meiner eigenen Kinder, haben zum Teil Spezialbegabungen/Spezialinterssen, denen keine Schulform allein gerecht würde- immerhin spielen manche Spezialbegabungen in Schule keine oder nur eine untergeordnete Rolle.... Deswegen sollte sich jede Schule Gedanken um die Individualität der Kinder machen. Das ginge besser je kleiner die Klassen sind. Individualität geht meistens in der Masse unter.

H3ypaxtia


Ich sehe dies genau, wie viele andere: Kinder, die in der Schule unterfordert sind, haben umso mehr Zeit, ihren Horizont durch andere Beschäftigungen zu erweitern: Lesen, Musik, Sport, Tanzen, Theater, Sprachaufenthalte, ...: es fehlt nicht an Angeboten.

Hochintelligente Schüler sind in der Regel auch bescheiden; ihre Eltern übrigens auch. Sie fördern sich selbst, und fordern keine Sonderbehandlung durch Schule und Lehrer. Umgekehrt bemühen viele Lehrer sich, besonders wissbegierige Schüler mit zusätzlichem Material zu versorgen.

Und, ja: ich kann auch nur davor warnen, die Kinder auf den Gedanken zu bringen, sie seien hochbegabt oder hochintelligent. Es ist wie mit dem Geld: man hat es, und redet nicht davon. Eine Klasse überspringen bringt auch in den seltesten Fällen etwas.

Aanshxary


Auch Grundschüler kommen irngedwann auf eine andere Schule gauloise. Das Problem um das es mir geht hat nichts damit zu tun, dass ihr Enkel erst in der Grundschule ist. (das gelesen zu verstehen hilft auch manchmal gauloise, dann hättest du ggf begriffen, dass der Text sich nicht auf den Enkel bezieht)

Ich stimme dir zu sensibelman, dass unser Schulsystem nicht unbedingt ein positives Beispiel ist, wie man Schüler unterrichten kann.

Das Problem bei Schulen in Deutschland ist, dass sich die Lehrer in vielen Fällen eben keine Gedanken in dieser hinsicht um die Schüler machen. Was ob Überfoderung der Lehrer auch nicht weiter verwunderlich ist. Die Klassen sind zu groß, die Kinder haben soziale defiizite etc.pp.

Das Lehrere besonders interessierten Kindern entsprechende Unterlagen mitbringen habe ich in meiner Schulzeit auch nie mitbekommen. Wenn das an einer Schule gemacht wird ist das toll, aber ich denke nicht, dass das die Regel ist, auch wenn sie es sein sollte.

Sicherlich kann man Kinder auch privat fördern und ihnen entsprechend ihrere Interessen Dinge anbieten, sie in Kurse oder zum Sprot schicken, aber auch hier sollte man darauf achten, dass die Kinder auch noch irngedwann Kind sein können. Es gibt inzwischen viele Berichte, in denen kritisiert wird, dass Kinder "zu viele" haushäusliche "verpflichtungen" haben. Sei es Musik, Sport, tanzen oder andere dinge. Auch wenn es die Kinder lieben und supergerne zum Fussball, ins Ballett oder irgendwoander hin gehen... Es sind Kinder... Kinder sollten außerhalb eines Vereins- oder sonstigen Rahmen spielen und einfach nur Kind sein dürfen und freundschaften knüpfen und vertiefen. Das jedoch geht anscheinend langsam verloren. Zumindest wenn mann den Brichten Glauben schenken darf.

H&anwseylinxe


Einerseits stimme ich der Ansicht zu, daß alle lernen müssen, mit Langeweile klarzukommen und daß Förderung auch außerhalb der Schule möglich ist. So ähnlich hatte ich es ja auch angedeutet.

ABER: Es ist ein Unterschied, ob man sich AB UND ZU mal langweilt (so wie alle SchülerInnen eben) oder ob man permanent unterfordert ist.

Das Problem wird noch erschwert, wenn man eine Teilleistungsschwäche hat: Ich fühlt emich in der Schule ab der 6. Klasse extrem ÜBERfordert, weil ich mit allem, das mit Zahlen zu tun hat, absolut nicht zurechtkomme. Da ich mich sinnloserweise trotzdem damit beschäftigen mußte und ständig den Kampf gegen das SItzenbleiben sowie die allzeit drohende versetzung auf die Realschule führen mußte (in der 9. blieb ich dann mit 4 Fünfen in den entspr. Fächern sitzen und am Ende der Wiederholung wäre ich fast erneut sitzengeblieben – den Leistungen nach wäre das passiert, aber die Lehrer wollten mir die Zwangsversetzung auf die Haupt(!)schule ersparen, daher wurde eine 5 zur 4 gemacht), konnte ich in den Fächern, die mir sehr leicht fielen, auch nicht so glänzen und hatte auch keine Energie für die Beschäftigung mit weiterführenden Aufgaben.

Den Schulabschluß habe ich dann in England gemacht, dort hat man freie Fächerwahl, daher habe ich einen sehr guten Abschluß gemacht. Außerdem wurden – zumindest an dieser Schule – alle gemäß ihren Leistungen und Fähigkeiten gefördert, vielleicht nicht perfekt, aber grundsätzlich war es ein erkennbares Anliegen der Schule.

Wirklich problematisch wurde es im Studium – ich war permanent sehr unterfordert, d.h. in fast allen Seminaren wurde gerätselt, was der und der Text uns eigentlich sagen wolle – mir war es gleich beim Lesen klar und ich hatte eigentlich gedacht, daß man an der Uni über den Hintergrund, den Wahrheitsgehalt, die Implikationen... der Textaussagen redet und sich nicht mit dem bloßen Nachvollziehen des Inhalts beschäftigt. Ich dachte immer "lesen kann ich eigentlich schon", während die meisten anderen sehr schwierig oder anspruchsvoll fanden, was gemacht wurde... Und es glaube ja niemand, daß Professoren es etwa GUT fänden oder FÖRDERN würden, wenn jemand leistungsfähiger ist. Im Gegenteil. Ergebnis: Sehr große Motivationsschwierigkeiten, Abschluß nach 20 Semestern nur knapp geschafft. Und ich kenne mehrere, denen es ähnlich ergangen ist und die sich alle durch überdurchschnittliche intellektuelle Leistungsfähigkeit hervortun.

Ich wegen des Problems zur psychologischen Studienberatung gegangen. Die Antwort: "Für solche wie Sie sind wir nicht zständig – wir kümmern uns nur um die, die echte Probleme haben, die mit dem Studium überfordert sind. In Wirklichkeit wollen Sie doch was ganz anderes von uns, geben Sie´s zu (???)! – Sie können sich ja ein Hobby suchen oder ein Doppelstudium machen." Nun ja, die Variante Doppelstudium wurde von einer Freundin und von mir ausprobiert. Bei ihr verdoppelte es nur das Problem, da das von ihr gewählte Fach noch viel mehr Blabla enthielt. Ich hatte das Glück, ein anspruchsvolleres Fach gewählt zu haben – aber es war dann organisatorisch nicht durchführbar.

In meiner Freizeit habe ich mich natürlich NICHT gelangweilt – das Problem ist aber, daß einen das in Bezug auf den Schul- oder Studienabschluß nicht weiterbringt. Nach den zusätzlichen Kenntnissen oder Fähigkeiten fragt keiner bzw. sollte man sich hüten, bei der Bearbeitung von Prüfungsaufgaben ein gewisses Niveau zu ÜBERschreiten, sonst fühlt sich der Prof. angegriffen und läßt einen durchfallen.

Für Schüler heißt das: EIn tolles Hobby ändert nichts daran, daß man die Schule aushalten muß. Und heutzutage ist die nicht mehr um 13 Uhr vorbei, sondern um 16 Uhr. Das ist keine Entschuldigung für z.B. aggressives Verhalten, aber hinreichender Grund für Motivationsverlust und "underachievement". Außerdem glaube ich, daß manches nur vom Lehrer als "Verhaltensauffälligkeit" interpretiert wird, weil es diesem nicht paßt, daß der Schüler schlauer ist als er selbst. Es kratzt an seiner Rolle.

H.ans$eliVne


Die allermeisten Unterforderten würden sich aber auf einer normalen Schule ausreichend wohl fühlen, denke ich, wenn einfach etwas Rücksicht auf sie genommen würde: Z.B. werden die meisten SchülerInnen unruhig, wenn sie mit einer Aufgabe früher fertig sind als andere und für sie eine Wartezeit entsteht. Für solche Zeiten sollten Extraaufgaben bereitstehen. Bei den Hausaufgaben könnte man eine alternative Aufgabe oder anspruchsvollere Fortsetzung der Aufgabe anbieten. Und besondere, herausragende Leistungen auch irgendwie würdigen.

sse)nsibFelm;an


Die allermeisten Unterforderten würden sich aber auf einer normalen Schule ausreichend wohl fühlen, denke ich, wenn einfach etwas Rücksicht auf sie genommen würde:

:)^

Das sehe ich als das eigentliche Problem.

aFGiTrxl


Also ich habe selbst einen IQ von 140, habe die 1. Klasse Volksschule übersprungen weil ichmir lesen und schreiben selbst beigebracht habe und bin jetzt in der Oberstufe in einer Schule für Hochbegabte. Überspringen hat bei mir (soweit ich mich erinnern kann) sehr geholfen, da ich wirklich unterfordert war und selbst jetzt, obwohl ich ein Jahr jünger bin als die Meisten in meiner Klasse, immer noch zu den Besten gehöre.

ELhemaqlig'er Nutzver (#6992x8)


Und ist dort sichtlich unterfordert. Er war auch schon mal in einer Eizelförderung, die ihm sehr gut getan hat. Doch jetzt glänzt er eher mit Verhaltensauffälligkeiten.

Es gibt spezielle Schulen für hochbegabte Kinder, wenn es dich interessiert, kannst du dich bei örtlichen Vereinen erkundigen. Ich bin jedoch kein begeisterter Vertreter dieser Schulen. Sie heften einem schnell ein Etikett an und schaffen zudem eine Erwartungshaltung, der das Kind nicht immer gerecht werden kann. Nicht jeder Hochbegabte ist auch ein Hochleister, und selbst ein Hochleister ist nicht auch zugleich ein "Wunderkind". Dann gibt es noch die Möglichkeit, eine Klasse zu überspringen. Wenn man nicht gerade einen möglichst frühen Schulabschluss haben möchte, ist das in einem normalen Schulsystem wenig hilfreich. Sobald man gesprungen ist, sitzt man in der nächsten Klasse, in der es genau wie in der früheren Klasse läuft.

Ich würde das Kind einfach privat fördern, wenn es unterfordert wirkt, ganz unabhängig von seinem Testergebnis. Schulen sind wichtig, aber sobald man irgendwie die Möglichkeiten hat, sollte man nicht die ganze Verantwortung auf sie abschieben. Besonders im Grundschulalter können die Eltern selbst das Kind fördern, später bieten sich Ausflüge, Vereine und Gruppen an. Welche das sind, hängt von den Interessen des Kindes ab. Normalerweise hat jeder etwas, was ihn interessiert und begeistert. Für den einen ist es Sport, für den nächsten sind es Mineralien oder Astronomie, und so weiter und so fort. Ich würde möglichst viel anbieten.

WUaf"fexl


es ist recht interessant dies hier zu lesen, aber um meinen sohn mal zu beschreiben: er hat sich mit 2 jahren für 4 ausgegeben (sich demnach älter gemacht, damit er schnell in die schule kommt), hat sich mit 4 für tiere, die entwicklung und die gesamte welt interessiert. mit 5 hat er sich das lesen und schreiben beigebracht. der überdurchschnittliche iq wurde mit 5 festegstellt von einer psychologin (bei der wir, seit er 4 jahre alt ist, wegen seiner aggressionen und seinem altersuntypischen verhaltens waren) er verlor sich im kindergartenalter in eine fantasiewelt und hatte demnach keine freunde. ich habe ihn nie mit der intelliegnz gelobt, den für mich war entscheident die alltäglichen dinge des lebens auf die reihe zu bekommen. mit seinem wissen hat er selbst geprallt, es wurde einem auf die nase gebunden.

nachdem er eingeschult wurde, änderte sich sein verhalten erneut. er wollte dort nicht mehr hin. im unterricht wurde er vor ein buch gesetzt oder zur kontrolle seiner mitschüler ausgenutzt. die schule haben wir sofort gewechselt. aber auch dies war ein fehler. die anfänglichen versprechen er würde entsprechend geführt werden, wurden von der schule nicht umgesetzt. ein neuer iq-test von einer schulpsychologin wurde durchgeführt. ergebnis: ja er ist überdurchschnittlich intelligent, aber das arbeitsgedächnis reißt alles runter. was halt bedeuted er bleibt nicht lange bei einer sache. nach monatelanger quälerei in der schule, mussten wir ihn stationär behandeln lassen. da er zusätzlich ticks bekommen hatte und sich die haare rauszog. es wurde festgestellt das er genetisch bedingten autismus hat. den er möglicherweise von seinem erzeuger geerbt hat. in der klinik hatte er die förderung bekommen die er benötigt und ich nicht umsetzen kann.

also selbst wenn ich ihm, damit er keine langeweile hat, irgendein hobby anrede, würde er es nicht machen. weil es ihn einfach nicht interessiert. und die probleme in der schule würden es nicht ändern, denn er kann nicht mit gleichaltrigen umgehen: störung des sozialverhalten.

da er sich während seines klinikaufenthaltes sehr wohl gefüllt hat ist es für uns wichtig eine schulform zu finden, die auch eine freizeitliche förderung anbietet. in der er das sozialverhalten und sonstige störungen in den griff bekommt...

T>öSrtel


Hallo Ihr Lieben

Bin angenehm überrascht wie groß die resonanz auf meine Anfrage ist.

Wie ihr sicher mitbekommen habt, hat sich meine Tochter jetzt mit eingeklinck und einiges über meinen Enkel erzählt.

Ihr seht sicher das es nicht um schwarz oder weiß geht.

Doll finde ich wie viele Hochbegabte von ihren Erfahrungen berichten. Ob nun mit oder ohne Förderung. Ich denke da muß jeder für sich auch einen Weg finden. Beim einen wars gut beim anderen ebend nicht. Da war es dann vielleicht der falsche Weg.

Bloß am Ende müssen sich doch die Eltern sagen können wir haben nichts unversucht gelassen, oder sehe ich das etwa falsch?

E*hemauligerP Nutzer (S#6992x8)


Wie ihr sicher mitbekommen habt, hat sich meine Tochter jetzt mit eingeklinck und einiges über meinen Enkel erzählt.

Die dabei auch neue Informationen geliefert hat. Ein "nur" hochbegabtes und unterfordertes Kind ist etwas anderes, als ein Kind, das zudem noch unter Autimus leidet. Bei Verhaltensstörungen in diesem Fall zuerst an intellektueller Unterforderung zu arbeiten, erscheint mir als der falsche Ansatzpunkt.

N]amjxa


Zum Autismus-Teil kann ich nichts sagen, zum Rest schon.

Ich habe selbst eine nicht ganz einfache Schullaufbahn hinter mir. In der Grundschule schon offensichtlich unterfordert, aus "sozialen Gründen" nicht übersprungen, man wollte mich nicht "aus der Klassengemeinschaft herausreißen". In der 3. und 4. Klasse extrem oft wegen (im Rückblick) psychosomatischer Probleme – Bauchweh, etc. – gefehlt; trotzdem problemlos aufs Gymnasium gekommen.

In der 5. Klasse hervorragende Noten gehabt, die 6 übersprungen, und hier gings richtig los. Ich war nie sonderlich gut mit Menschen, hatte/habe aber immer ein paar Freunde gehabt – nur nicht in der Schule. In der 7. Klasse extrem gemobt worden; wäre ich zu der Zeit nicht so gut im Judo gewesen, hätte sich das Mobbing sicherlich auch nicht auf die psychische Komponente beschränkt, so aber haben die 2 die versucht haben mich körperlich anzugehen sehr schnell eingesehen, dass das eine schlechte Idee ist. Nachdem der Kerl der mir einen Eisbrocken (nein, nicht Schneeball) in den Nacken geworfen hatte danach mit dem Kopf ziemlich tief in einer Schneewehe steckte, war was den Teil angeht Ruhe. Mein Selbstbewusstsein, insbesondere was die zwischenmenschliche Komponente angeht, hat allerdings nachhaltig Schaden genommen in dieser Zeit.

Im Laufe der Zeit wurde es besser, vor allem weil die Ober-Mobber samt und sonders durchgefallen sind. Wirkliche Freunde hatte ich in meiner Klasse aber eigentlich nie. Die 11. nochmal übersprungen; zu dem Zeitpunkt hatte ich mich schon damit abgefunden auch in der nächsten Stufe eine Einzelgängerin zu sein, das war dann auch so. Die meisten waren einfach mindestens zwei, teilweise bis zu vier Jahre älter als ich. Ob man jetzt 15 oder 18 ist macht einen enormen Unterschied.

Auch jetzt im Studium habe ich nicht wirklich Studienkollegen-Freunde, ich tu mir einfach sehr schwer damit auf Leute zuzugehen, bzw. habe immer das Gefühl ihnen auf die Nerven zu fallen, frei nach dem Motto: "Wenn sich der mit dem ich mich letzte Vorlesung unterhalten hab nicht neben mich sondern wo anders hin setzt, wird er wohl nicht mit mir reden wollen."

Meine beste Freundin kenne ich seit ich ein halbes Jahr alt bin, wir waren nie in der gleichen Klasse; nicht mal im gleichen Kindergarten. Vielleicht hat es deshalb funktioniert.

Meinen derzeitigen Freund habe ich über ein gemeinsames Hobby kennengelernt, meinen vorigen (ersten) Freund über Mensa (wurde ja schon verlinkt).


Jetzt aber eurem Sohn/Enkel. Im Allgemeinen kann ich die DGhK nur empfehlen, genauso wie Mensa. Ich weiß noch wie ich von meinem ersten Mensa Ostercamp aus überglücklich meine Mutter angerufen habe, weil die Leute da – in MEINEM Alter, das war was ganz neues – verstanden haben, wovon ich geredet habe! Leute die nicht wegen jedes "komischen" (sprich: nicht in ihrem Vokabular vorhandenen) Worts auf einem rumgehackt haben. Leute die wussten wie es mir ging. Es war absolut toll.

Auf einem späteren Mensacamp habe ich dann meinen ersten Freund kennengelernt, da war ich 14. Die Beziehung hielt 5 Jahre, ist inzwischen aber auch schon wieder 4 Jahre vorbei, wir sind allerdings immernoch in Kontakt und gut befreundet.


Überspringen als Förderung finde ich nur begrenzt sinnvoll. Ich hatte schulisch danach zwar keinerlei Probleme, zwischenmenschlich aber eben schon. Das ganze wird von den Mitschülern, insbesondere denen, denen die ganze Angelegenheit nicht so leicht fällt eben doch als Statement wahrgenommen "ich bin schlauer als ihr". Stimmt zwar meistens, wollen die aber nicht hören :=o

Wenn überspringen, dann in der Grundschule (da ist Mobbing noch nicht so ein Problem, und selbst wenn ist es mit dem Schulwechsel erledigt) oder spät, so wie in meinem Fall die 11. Die 6. zu überspringen war sozial gesehen ein riesen Fehler.

An diejenigen die sagen: Man hat ja den ganzen Nachmittag um spannende Dinge zu tun. SUPER! Deswegen langweilt man sich aber TROTZDEM den ganzen Vormittag zu Tode, da hilft der Nachmittag nicht im geringsten.

Zusätzliche Aufgaben, wie hier vorgeschlagen, sind an sich sinnvoll, allerdings nicht, wenn diese sich auf dem gleichen Niveau befinden, sie müssten schon ein ganzes Stück anspruchsvoller sein, sonst artet das ganze in stupide Fleißarbeit aus.

An der Stelle muss ich aber doch mal meinen Ex-Freund zitieren (wohl der intelligenteste Mensch, den ich je kennengelernt habe, allerdings auch nicht gerade ein einfacher Fall – 4 mal von der Schule geflogen, mehrere Selbstmordversuche, Magersucht&Bulimie; allerdings inzwischen relativ gesund und stabil ;-)): "Frau yy, ich weiß Sie werden es nicht mögen, und vielleicht auch nicht verstehen, aber dürfte ich in Ihrem Unterricht ein Buch lesen? Ich kann mich dann besser auf den Unterricht konzentrieren."

Das Problem ist immernoch, dass die meisten Lehrer es gar nicht gerne sehen, wenn man, auch wenn man mit der Aufgabenstellung fertig ist etwas anderes macht, als das, was sie vorgesehen haben (=dumm rumsitzen und warten bis die anderen irgendwann auch fertig sind). In der Hinsicht wäre es wichtig mit den Lehrern zu sprechen, damit entweder anspruchsvollere Zusatzaufgaben vorhanden sind, oder aber der Schüler wenn er fertig ist etwas anderes machen darf (z.B. ein Buch lesen). Durfte ich nie, und hätte mich sicherlich motiviert, die Aufgaben (schneller) zu machen, anstatt rumzusitzen und Löcher in die Luft zu starren, weil ich danach hätte lesen dürfen.

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