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Mein Kind hat Krebs

Lpevixah hat die Diskussion gestartet


...und ich bin vollkommen überfordert.

Meinte Tochter ist 4,5 Jahre alt und vor wenigen Tagen bekamen wir die Diagnose Prä-B-ALL. Ich bin geschockt und habe Angst. Vor allem aber weiß ich nicht, wie ich ihr die Krankheit, die bald beginnenden Behandlungen, den Aufenthalt in der Klinik erklären und verständlich machen soll. Ich möchte ihr keine Angst machen, aber sie trotzdem so gut es geht auf alles, was uns in den nächsten Wochen und Monaten erwartet vorbereiten.

Hat jemand Rat?

Antworten
Bwohnnioe5 ;Iciaxr


Hallo Leviah!

wow, das ist natürlich eine krasse Sache.

ich glaube, das allerwichtigste ist, dass du ihr nicht zeigst, wie viel Angst DU hast. Denn dann kriegen die Kids auch Angst, unabhängig davon ob sie verstehen und begreifen was der Grund dafür ist.

Versuch ihr die Krankheit kindsgerecht zu erklären. Ich weiß nicht, was diese Krankheit ist, aber vllt. kannst du ja auch irgendwas malen, damit sie es besser versteht.

Versuch Vergleiche mit Situationen zu schaffen, die sie kennt. Ich hab wie gesagt keine Ahnung von der Krankheit, aber falls sie zb. oft müde sein wird wegen den anstrengenden Behandlungen, dann erkläre ihr zb. dass sie sich ab und an wie Dornröschen sein wird, weil sie so furchtbar müde ist.

Sag ihr, dass alles gut wird und sie keine Angst haben muss. Und dass sie tapfer sein muss.

Ihr schafft das zusammen! @:)

V-igexo


Hallo,

guck mal unter www.kinder-krebskranker-eltern.de. (auch wenn es in deinem Fall anders rum ist)

Dort gibt es Hinweise und Geschichten, wie man Kindern Krebs erklären kann.

Alles Gute!

HUlFodxyn


Das tut mir wirklich leid für deine Kleine und für dich. Ich würde ihr ein Paar folgen von: "Es war einmal das Leben" zeigen und ihr dann erklären, dass die Blutkörperchen bei ihr krank sind und ihr ihnen jetzt helfen müsst. Ich bin mir nicht sicher, aber ich denke es gab da sogar mal eine Folge über Leukämie (wenn du willst such ich gerne danach, hab die DVDs alle daheim).

Und nochwas: Ich denke dass es dir die Ärzte schon gesagt haben, ALL ist recht häufig bei Kindern und Jugendlichen und die Erfolgschancen bei einer Behandlung sind sehr gut.

Wünsche euch viel Kraft für die nächste Zeit :)*

rx a lx f


:[] gute besserung

[[http://www.foerderkreis-ulm.org/index.php?option=com_content&view=article&id=68&Itemid=81 ich hoffe da findest du hilfe]]

RxHW


Hallo,

vielleicht ist das hilfreich:

[[http://www.rehakids.de/phpBB2/forum21.html]]

[[http://www.nakos.de/site/grundlagen-und-erfahrungen/selbsthilfegruppen/finden/]]

Ich wünsche euch viel Kraft! :)* :)* :)*

Gruß

RHW

LYeviaGh


Hallo und vielen, vielen Dank für eure Antworten und vor allem die Links!

ich glaube, das allerwichtigste ist, dass du ihr nicht zeigst, wie viel Angst DU hast. Denn dann kriegen die Kids auch Angst, unabhängig davon ob sie verstehen und begreifen was der Grund dafür ist.

Ich weiß. Das ist sicher das wichtigste, aber zu gleich auch das schwierigste. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie groß meine Angst ist und es ist wirklich nicht einfach, das ganz zu verstecken. Aber es stimmt, solange ich keine Angst, sondern Hoffnung und Zuversicht ausstrahle, wird das meine Tochter – hoffentlich – auch so empfinden und nicht zu viel Angst haben.

Versuch ihr die Krankheit kindsgerecht zu erklären. Ich weiß nicht, was diese Krankheit ist, aber vllt. kannst du ja auch irgendwas malen, damit sie es besser versteht.

Das ist etwas, das mich absolut überfordert. Für mich selbst sind die medizinischen Fakten so schwer verständlich. Ich musste gefühlte hundertmal nachfragen und die Ärztin musste mir die Krankheit und das Behandlungskonzept einige Male erklären, damit ich zumindest ein klein wenig einschätzen kann, was Sache ist. Ich bin medizinischer Totallaie, habe (zum Glück) niemandem in meinem Umfeld der diese oder eine ähnliche Krankheit hat oder hatte und kenne das alles nur aus den Medien und vom Hörensagen. Alles ist vollkommenes Neuland, ich versuche die Fachbegriffe zu verstehen, nachzulesen, Informationen zu sammeln und alles zu interpretieren, aber es ist wirklich nicht leicht. Das alles dann auch noch einem kleinen Kind altersgemäß zu erklären... Oh Mann. Abgesehen davon bin ich emotional total durch den Wind.

Ich würde ihr ein Paar folgen von: "Es war einmal das Leben" zeigen und ihr dann erklären, dass die Blutkörperchen bei ihr krank sind und ihr ihnen jetzt helfen müsst. Ich bin mir nicht sicher, aber ich denke es gab da sogar mal eine Folge über Leukämie (wenn du willst such ich gerne danach, hab die DVDs alle daheim).

Das wäre wirklich superlieb, Hlodyn!


Vielleicht gibt es Eltern, deren Kinder ebenfalls krank sind und die Erfahrungen mit langen Klinikaufenthalten und schwierigen Behandlungen haben?

Ich kann mir nur sehr vage vorstellen, was uns in den nächsten Wochen erwarten wird. In erster Linie habe ich natürlich riesengroße ANgst um meine Tochter, um ihre Gesundheit und um ihr Leben, aber ich fürchte mich auch vor der Zeit im Krankenhaus und davor, dass es ihr durch die Chemotherapie schlecht gehen wird. Paula ist ein Kind, dass ständig auf den Beinen ist, immer herumtobt, immer tanzt, läuft, spielt. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es ist, wenn es ihr richtig schlecht geht oder wie sie es aushalten soll, im Bett bleiben zu müssen, nicht raus gehen zu dürfen und dann sind da natürlich auch die Nebenwirkungen der Chemotherapie, mit denen sie vielleicht zu kämpfen haben wird. :°( Vielleicht kann jemand von seinen Erfahrungen berichten!

g0inaagiUrellixi


Ging es ihr denn vorher schon schlecht?war sie krank oder wie seit ihr überhaupt darauf gekommen, das Blut zu untersuchen?Weil wenn sie schon krank ist, könntest du ihr ja erklären das es ihr wegen dieser Krankheit so schlecht geht, und sie jetzt wieder gesund gemacht wird?Natürlich mit kindlicheren Worten....

tut mir wirklich leid für euch!!! @:)

LJeviaxh


Sie war in diesem Herbst sehr oft krank und hatte jedes Mal sehr, sehr hohes Fieber. Als sie vor zwei Wochen erneut krank wurde, hat unser Kinderarzt eine Blutuntersuchung gemacht, um zu sehen, ob irgendetwas schwerwiegendes hinter dem häufigem Kranksein steckt... Da gab es dann Auffälligkeiten, also stark erhöhte Werte, und wir mussten weitere, zum Teil sehr unangenehme, Untersuchungen im Krankenhaus machen, wo dann die Diagnose auch bestätigt wurde. Das kam für mich wie aus dem nichts, denn mit so etwas hätte ich nie gerechnet... Nun gibt es am Dienstag noch eine weitere Untersuchung in der Klinik und die Besprechung des Behandlungsverlaufes und am Freitag ist die stationäre Aufnahme.

G/ibNic?htAuxf


Es war einmal das Leben – Harte Schale, weicher Kern – Das Knochmark

So hieß die Folge über Lerukämie.

:°_

gxinamaggirellixi


oh gott, wie schlimm :( die arme maus....aber dann kommt s ja für sie nicht wie aus heiterem Himmel...wenn sie schon so oft krank war....vllt kannste das gleich nutzen und ihr sagen, das ihr jez erstmal für länger ins krankenhaus zurück müsst, weil sie dort gesund gemacht werden soll :( ich bin da auch voll ratlos!!

s:abbi"leixn


das tut mir unendlich leid :°_ ich schick euch alle kraft der welt. ihr schafft das :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

s?pie^lvielxspiel


Liebe Leviah,

zuerst einmal wünsche ich euch von Herzen alles Gute und viel Kraft!

Dass du Angst hast, ist sehr verständlich, aber keine Schande!

Wie du es ihr verständlich machen könntest:

Kinder verstehen sehr viel, dazu brauchen sie nicht viele Worte. All die medizinischen Fakten sind unwichtig, auch für dich. Was auf jeden Fall wichtig ist: sei ehrlich mit dir, und mit deiner Tochter!

Wie gesagt sind Kinder nicht dumm, sondern sehr sensibel. Sie wissen, spüren und erkennen viel mehr, als wir glauben.

Deshalb darfst du deine Angst auch zum Ausdruck bringen. Wenn du sie unterdrücken würdest, würde Sie dich sowieso durchschauen, bestimmt.

Natürlich kann ich dich verstehen, wenn du ihr deine Angst nicht zeigen und sie nicht hinunterziehen willst. Es stimmt auch, dass es ihr helfen würde, wenn sie spürt, dass du zuversichtlich bist – aber diese Zuversicht sollte echt sein, und nicht gespielt indem du deine Angst einfach unterdrückst.

Dazu müsstest du dich erstmals mit dir selbst befassen, mit den grossen Fragen. Was ist der Tod? Was ist das Leben? Was hält mich am leben, was bereichert mich? Weshalb habe ich Angst, ist sie begründet?

"Der Tod ist nicht das Ende, nur die Wende, Beginn der Ewigkeit"

Zum jetzigen Zeitpunkt kannst du ihr am meisten helfen, indem du für sie da bist. Sie deine Zuneigung spüren lässt, und sie sich geborgen fühlen kann, gerade dann, wenn sie im Spital ist. Nicht selten herrscht dort eine hektische Atmosphäre, die verwirrend und beänstigend sein kann für ein Kind (und auch für Erwachsene).

Des Übrigen kannte ich eine Familie, die einen sehr ähnlichen Fall hatte vor einigen Jahren. Die Tochter hatte auch Chemotherpien als sie ca. 5 Jahre alt war. Sie hat es sehr gut überstanden und ist wieder frisch und fröhlich (sie ist jetzt ca. 12 Jahre alt). :)z

Alles, alles Gute!

Lmeviaxh


GibNichtAuf

Danke dir, für die Information! Ich habe mir die Folge eben im Internet angesehen. Nun, ich habe das alles jetzt plastischer vor Augen, aber ich glaube, für meine Tochter ist das alles doch noch einen Tick zu kompliziert. Aber mir gibt es auf jeden Fall Ideenansätze, wie ich es ihr besser erklären kann.

spielvielspiel

Danke, für deine Antwort. Du hast schon recht mit dem, was du sagst. Kinder spüren immer, was man wirklich fühlt, selbst, wenn man versucht, es nicht offen zu zeigen. Trotzdem will ich meine Tochter natürlich so gut es geht vor meiner Angst beschützen. Ich habe diese Angst, weil ich die Fakten und Tatsachen kenne und verstehe. Das fällt bei ihr ja weg und sie bekommt wohl erst dann Angst, wenn sie merkt, dass auch ich mir Sorgen mache und sie so versteht, dass es ernst ist. Das möchte ich, sofern es möglich ist, vermeiden. Ich denke, die Situation in der Klinik wird für sie ohnehin sehr, sehr belastend sein und so will ich sie vor allem, was Zusatzbelastung sein kann, schützen.

G|i%bNichtxAuf


[[http://www.kinderkrebsstiftung.de/infomaterial/kategorien.html?tt_products[cat]=10]]

Hier ist sicher ein Buch dabei, was helfen könnte.

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