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Entwicklungsverzögerung (leichte Form): Autismus?

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Ja ich finde auch das meine Kinderärztin ziemlich unfähig ist die Lage zu erkennen. Ich werde nochmal hingehen und ihr genau mein Anliegen schildern, sollte die sich querstellen und wieder drauf hinweisen das sie einen Krankenhausbefund oder sowas braucht (ich denke es geht mehr ums Geld verdienen und ums absichern, es könnte ja theoretisch eine schwere organische Ursache dahinterstecken, deswegen KH), dann wechsel ich woanders hin. Krankenhaus kann man später allemal noch, ich möchte erst die sanften Diagnosemethoden. Hab mich mit diesem Problem nun auch an die Caritas gewandt, die werden mir nächste Woche Rückmeldung geben und ectl. die Adresse eines guten Arztes. :-)

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ich habe (auch ?) Asperger-Autismus und gebe Birkenblatt in allem recht... Und von dem, was du über deine Tochter erzählst, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass sie das hat... auch wenn es natürlich auch etwas anderes sein könnte (zwischen 2 verschiedenen Menschen, die beide Asperger haben, können himmelweite Unterschiede in allen möglichen Dingen sein... von daher ist es nicht sehr sinnvoll, wenn jemand hier sagt "bei meinem Kind, das Asperger-Autismus hat, waren diese Dinge nicht so, also glaube ich nicht, dass deine Tochter das hat"...)

Ich würde sagen: Sei FROH, dass deine Tochter nicht STÄRKER behindert/eingeschränkt/"hinterher" ist (außerdem ist sie ja noch nicht mal 2 Jahre alt! Wenn sie die bestmögliche, für sie passende Förderung bekommt, kann man bestimmt noch so einiges bewegen!)... Sie braucht vor allem euer Verständnis!!! Und KEINEN Druck!!! Warum sollte man ihr den auch machen! Und soviel Rückgrat sollte man wirklich haben, dass einem blöde Blicke oder Gerede von anderen egal ist (von irgendwelchen ach-so-tollen Mamis, die nichts anderes zu tun haben, als sich über anderer Leute Kinder Gedanken zu machen und das Maul zu zerreißen, und bei deren eigenen Kindern bestimmt auch längst nicht alles perfekt ist...) und einem sein eigenes Kind nicht peinlich ist... hier auch noch ein paar gute Sprüche dazu:

"Be who you are and say what you feel because those who mind don't matter and those who matter don't mind.”

*Ihr lacht über mich, weil ich anders bin? Ich lache über Euch, weil Ihr alle gleich seid*

Es gibt zwei Arten von Menschen:

Die einen kennen mich...

Die anderen können mich...

Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein. (Albert Einstein)

Versuche nicht, einem Schwein das Singen beizubringen, du

verschwendest nur deine Zeit und das Schwein ärgert sich. (deMello)

(bezogen auf gewisse, bevorzugt dumm daherredende, 08/15- Leute ohne Asperger...)

(womit ich natürlich keineswegs meine, alle neurotypischen, sprich "normalen" Leute seien 08/15! )

Jeder ist als Unikat geboren, doch die meisten sterben als Kopie

Viele Leute mit Asperger haben zwar wenige, aber dafür wirklich gute Freunde, die die Bezeichnung "Freund" auch verdient haben (und nicht unbedingt Außenseiter, oder selbst auffallend "anders" ,sind), dafür weniger bis keine oberflächlichen Bekanntschaften mit Leuten, denen es am wichtigsten ist, dass man alle gesellschaftlichen Normen erfüllt %-|

Ja, die meisten Leute, die Asperger haben, sind sich halt teilweise einfach selbst genug...Daran ist ja auch nichts FALSCHES, es ist einfach ANDERS als die Norm! Es gibt auch Extremfälle, die wirklich KEINEN Kontakt zu Anderen brauchen und wollen, sei froh, dass deine Tochter ja anscheinend durchaus an euch hängt (auch wenn sich das, je nach Situation, nicht immer gleich deutlich zeigt) und auch zumindest teilweise am Kontakt mit anderen interessiert ist!

Es bedeutet ja auch nicht, dass man einfach arrogant wäre oder einem andere Menschen "nicht gut genug" wären (wobei das schon insofern der Fall ist, dass man tendenziell lieber allein ist, als einfach mit "irgendwem", der gerade zur Verfügung steht und evtl. ein total oberflächlicher, nerviger, über andere herziehender, etc. Mensch ist, Zeit zu verbringen)... Man hat einfach das Bedürfnis nicht, je nach Situation/momentaner Stimmung!

Und wenn man sich mal überlegt, wie viele "normale" Menschen extrem unter Gruppenzwang leiden, nicht allein sein KÖNNEN, alles tun und sich total verbiegen und rumheucheln, nur um von anderen akzeptiert zu werden und "gesellschaftlichen Erfolg" zu haben, erscheint das ja wohl durchaus nicht nur in einem negativen Licht.

Und es ist wirklich so, dass der Augenausdruck, und allgemein der Gesichtsausdruck von Leuten, die Asperger haben, von "Normalos" ;-) meistens total fehlgedeutet wird. Mir geht es auch selbst meistens so, wenn ich irgendwo bin, merke ich selbst schon, dass mein Augenausdruck wohl irgendwie komisch ist, aber ich kann es anscheinend einfach nicht, einfach ganz normal, interessiert und aufmerksam zu schauen, wie andere Menschen auch... auch dann nicht, wenn ich mich speziell drauf konzentriere.

Einmal hab ich mich extrem drauf konzentriert und dachte, jetzt schaue ich bestimmt so, wie auch jemand anderes in dieser Situation schauen würde... Das war, als mir was bezüglich einem Nebenjob erklärt wurde, wodurch es für mich besonders wichtig war... Der Mann war zum Glück freundlich und hat sich an solchen Dingen nicht gestört, er meinte nur, ob ich noch irgendwelche Fragen hätte, ich würde so fragend schauen %-| :-)

Oft, vor allem, wenn ich irgendwo stehe, auf etwas warte und gerade nichts zu tun hab, aber eben viele andere Menschen um mich herum sind und ich mich auch beobachtet fühle, fühle ich mich, je nach Situation, mehr oder weniger unwohl, ich weiß nicht genau, wie ich schauen, dastehen, mich bewegen sollte... (jetzt weniger z.B. an der Bushaltestelle, wenn dort nur wenige Menschen sind, dort kann ich mich schon entspannen; aber z.B. in der Schlange im Supermarkt ist es schon oft so; außerdem sind mir dort, je nach dem, wie es mir gerade geht, auch einfach zu viele Menschen auf einmal viel zu nah, und ich kann ja nicht einfach weggehen, wenn es mir zuviel wird, sondern MUSS warten, bis ich drankomme und meine Sachen bezahlen kann...)

Der Augenausdruck von Leuten mit Asperger wird von anderen meistens als sehr verträumt, bis abwesend wahrgenommen (oder auch als traurig), auch wenn das gar nicht der Fall ist, oder das andere Extrem, man starrt extrem an eine bestimmte Stelle...Verträumt, bzw. abwesend ist man, wenn man das hat, natürlich schon öfter, bzw. dann oft geistig extrem "anwesend" bei dem Thema, das einen gerade beschäftigt ;-) :-)

fAairyd&ust8`4


Überempfindlich allem möglichen gegenüber ist man z.B. durch die Wahrnehmungsstörungen auch... Sei es, dass man auf Berührungen sehr empfindlich reagiert, oder auf Geräusche (ganz besonders, wenn mehrere Menschen durcheinander reden, oder laute Geräusche), oder darauf, wie etwas aussieht, oder auch z.B. Essen deswegen nicht mag, wie es sich anfühlt... Je nach Situation, und Verfassung gerät man auch mehr oder weniger leicht in einen Zustand, wo einen buchstäblich ALLES stresst... eben auch Dinge, die von anderen Leuten als völlig "normal" empfunden werden, und sie es überhaupt nicht nachvollziehen können, warum jemanden das stressen sollte.

Teilweise ist man einfach auch sehr (bis extrem...) leicht überfordert, was du ja zum Glück bei deiner Tochter schon richtig erkannt hast. Nochmal, BITTE mach ihr keinen Druck! Darunter würde sie nur unnötig leiden, und es wäre absolut kontraproduktiv. Wenn die Diagnose Asperger bei ihr zutrifft, aber auch sonst, von dem her, was du über sie geschrieben hast, ist sie einfach ANDERS als der Durchschnitt, bzw. wohl anders als die allermeisten anderen Menschen... Was ja nicht in allen Details negativ sein muss.

Und mach dir immer bewusst, dass deine Tochter andere Bedürfnisse hat, als der Durchschnittsmensch... und dass man nicht versuchen braucht, ihr irgendetwas aufzuzwingen, nur weil man meint "das ist normal, das machen "alle" so, also muss sie das auch mögen/genauso machen/genauso können, etc."

Faul in dem Sinne ist sie bestimmt nicht... Sie hat wohl einfach andere Prioritäten ;-) , und bei vielen Dingen ist es bestimmt so, dass sie schon "wollen würde", aber einfach zu sehr gehemmt ist... Da hilft wohl wirklich nur Geduld, egal wie lange sie braucht, um etwas zu "lernen" oder eine Fähigkeit zu erwerben (auch, wenn sie es, bei manchen Dingen, vielleicht nie schafft), und die beste Förderung, die ihr bekommen könnt.

Mir, und auch anderen Leuten mit Asperger, geht es auch oft so, dass ich irgendwas, das ich mir bisher nicht zugetraut habe, plötzlich dann kann, wenn ich mir gar keine Gedanken drüber mache, und quasi "vergesse", Angst zu haben, oder dass ich das ja eigentlich "gar nicht können dürfte"; und wenn ich das dann schon einige Male geschafft habe, dass ich einfach an mich glaube und mir keine großen Gedanken mache, sondern etwas einfach TUE;dann entsteht manchmal auch ein totales Flow-Gefühl, ist bei mir z.B. bei sowas unspektakulärem wie dem Maschinenschreiben der Fall; wenn ich mich beobachtet fühle, oder es mir gerade ganz besonders wichtig ist, schnell zu schreiben (z.B. bei einem Test, den man im Internet machen kann), krieg ich manchmal regelrechte Koordinationsstörungen, rege mich total auf (nicht im Sinne von wütend werden) und fange manchmal sogar an zu zittern;

bei dieser Art Test war das schnellste, was ich geschafft hab, dann auch knapp 400 Anschläge pro Minute, teilweise wesentlich weniger, je nach dem, wie unsicher ich geworden bin; ich bin mir sicher, dass ich, wenn ich einfach entspannt vor mich hinschreibe, so wie jetzt gerade, und zwar schon auch schnell schreiben möchte, aber mir keinen Druck mache, auf 500 Anschläge komme.

Was bestimmt auch interessant für dich wäre: Lies doch mal ein bisschen im Forum aspies.de (dort muss man auf der Startseite links "Selbsthilfeforum" auswählen), wenn sie das wirklich hat, wird dir dort bestimmt ein Licht nach dem anderen aufgehen :-) (wobei eine Diagnose natürlich im allgemeinen trotzdem nötig ist.. wobei man allerdings auch sagen muss, dass selbst viele "Experten" auf diesem Gebiet nicht so wirklich Ahnung haben, einfach nach Schema F vorgehen (oder sogar sagen "du/Sie sprechen ja mit mir, also können Sie kein Autist sein" %-| %-| %-| ) und auch viele Fehldiagnosen stellen)

Auch dieser Selbsttest wäre evtl. für deinen Freund interessant (wenn du schon sagst, er sei auch "sehr ruhig und sensibel", und dass es ihm evtl. zu sehr auf die Nerven gehen würde, oder zuviel wäre, wenn er 1-2 Wochen mit eurer Tochter im Krankenhaus wäre und es stressig werden würde; und "Störungen aus dem autistischen Spektrum" ;-) werden meistens vererbt, bzw. die Veranlagung dazu)

: Bei psychotherapiepraxis.at auf der Startseite ganz oben "Selbsttests" auswählen (ist ganz klein geschrieben), dann ca. als 5. von oben kommt der Asperger Syndrom-Screening-Selbsttest (?); natürlich kann auch der eine Diagnose nicht alleine ersetzen, aber als Anhaltspunkt ist es auf jeden Fall schon mal gut; ich habe den auch als erstes, eigentlich eher durch Zufall gemacht, hätte ja nie gedacht, dass ich autistisch bin... Und was soll ich sagen, ich hab ihn auch SEHR ehrlich gemacht, es wäre mir zunächst echt lieber gewesen, wenn ich das laut Test nicht gehabt hätte, aber bei mir haben sehr, sehr viele Dinge zugetroffen, und ich bin mittlerweile auch diagnostiziert

Es ist ja noch nicht gesagt, dass deine Tochter Asperger hat, aber die meisten Dinge, die ich geschrieben hab, sind wohl in jedem Fall für eure Situation wichtig

f[aiFrydust]84


oh, hab deine letzte Antwort nicht mehr gesehen... Super, dass es dir wichtig ist, erstmal nicht ins Krankenhaus zu gehen! Wenn deine Tochter in einer solchen Stresssituation nur schreit und ohnehin auf keinen Fall so ist, wie normalerweise, wäre das ja wohl eh nicht besonders aussagekräftig... und sowas sollte man ja sowieso vermeiden...gott, wenn ich mir vorstelle, ich hätte in dem Alter eine Woche ins Krankenhaus gemusst, und dann evtl. auch noch ohne meine Mutter :-o ... In der ersten Woche im Kindergarten (mit 3 Jahren) war es für mich schon schwer genug

f]air6ydustx84


oh, habe gerade gesehen, dass das mit den Sprüchen im ersten Beitrag bisschen unübersichtlich geraten ist...

WAolf|gagng


fairydust, dein offener Bericht über dich selbst ist eindrucksvoll und interessant. Man darf aber nicht vergessen, dass Angstpatient Kind erst etwa 2 Jahre alt ist und dass noch niemand die Diagnose "Autismus- irgendwie" gestellt hat. Da gibt es noch viele andere Möglichkeiten.

AvngTst0patieHnt0x07


du sprichst mir aus der Seele! :-o Angst!! Ich bin auch so! als du gesagt hast du hättest diesen ,,komischen" Blick....ich hab den auch oft. Ich bin übrigens auch Einzelgänger, habe nicht viele Freunde, allerdings wurden bei mir als Teenie mal Persönlichkeitsstörungen diagnostiziert. Später Depressionen und jetzt gerade aktuell Angststörungen. Könnten bei mir also auch andere Sachen sein, die sich aber ähnlich äußern wie bei dir mit Asperger.

Ich war als Kind auch immer ,,anders" als die Mehrheit und auch später. Allerdings war ich nie verzögert. Ich glaub den Selbsttest mache ich besser selbst mal, bei meinem Freund denke ich das bald mal eher nicht.

ASngstNpatiWent0x07


hab den Test gemacht, habe nur 26 von 50 Punkte. also eher nicht. Allerdings einige Charakteristika des Asperger-Spektrums.. Aber wie schon vernutet, sind bei mir andere Ursachen.

A6ngsGtpatiOenxt007


jetzt bin ich grad total sauer: mich rief eben die Caritas an wegen meinem Anliegen. Da sagte sie mir das meine Kinderärztin bei unter 4-jährigen generell keine Überweisung in ein SPZ gibt, da das SPZ erst ab 4 Jahren einen genauen Behandlungsplan erstellt, bei jüngeren Kindern sollte man noch abwarten und erst wenn ab 4 Jahren immernoch Defizite da sind, dann müsse man behandeln. Auch von meinem Kinderpsychiater riet sie ab, sie würde ihn kennen und er hätte die Einstellung das man bei 2-Jährigen Kindern noch nicht viel machen könnte und er sie daher nicht behandelt. Das einzige was sie sagte ist das ich eben eine 2. Meinung bei einem anderen Kinderarzt holen sollte, sie nannte auch einen Namen, es wäre angeblich meine einzige Chance , da dieser sogenannte Arzt frisch von der ,,Schule" ist und enge Beziehungen zum SPZ habe. Dieser Arzt könne sich mein Kind angucken und dann weiterentscheiden. Würde mir bloß nicht viel nutzen wenn es stimmen sollte das unser SPZ erst ab 4 Jahren behandelt.

Frage mich dann bloß wozu es die U-Untersuchungen gibt wenn man Kinder mit Verzögerungen doch eh erst ab 4 Jahren behandelt!!!!!!!!!!!!!!!?? :|N >:( >:( >:( %:| Selten so einen Blödsinn gehört, bei anderen klappts doch auch! Habe das auch gesagt, das ich Eltern kenne die mit 1-Jährigen Kindern schon in der Frühförderung sind oder in anderen Therapien. Da meinte die Frau von der Caritas nur das diese dann womöglich nur das Geld brauchen und deswegen behandeln. Physiotherapie wäre noch ok, aber alles andere wäre bei Kleinkindern nicht möglich. ]:D

Tja was sagt man dazu. Ich glaube aber nicht das es so ist. Und wenn doch, dann könnte man U-Untersuchungen abschaffen, man kann ja angeblich eh nix dagegen machen!! :°(

Muss ich wirklich erst in eine andere Stadt oder in ein anderes Bundesland ziehen damit meine Tochter eine Chance bekommt? Mit 4 Jahren anfangen zu behandeln halte ich persönlich für zu spät.

Hoffentlich ist der andere Kinderarzt anderer Ansicht und hilft mir doch irgendwie ins SPZ zu dürfen. Wenigstens das Kind mal angucken! :[]

W8ol)fganxg


Ehrlich, du tust mir leid! :°_ :°_ :°_

statt Hilfe und Unterstützung bei dieser schwierigen Frage legt man dir nur Steine in den Weg! Vielleicht ist der andere Kinderarzt aber fachlich kompetenter als die Ärztin, die du bis jetzt hast. (Fachlich kompetenter zu sein sollte bei dieser Ärztin nicht schwierig sein. :-( )

Im übrigen hast du völlig Recht mit deinem obigen Text.

AUngsVtpat;ientx007


ja werde einen Termin machen bei der anderen Kinderärztin und mal schauen, ist meine letzte Chance, und sei es das sie ne Therapie verschreibt zur Wahrnehmungsförderung oder sowas. Physiotherapie hatte meine Kleine ja seit dem 3. Lebensmonat ohne Erfolg. Vielleicht helfen andere Therapien auch besser. Aber das hätte ein SPZ am besten beantworten können, ich brauch nur meine Eintrittskarte dafür. Im Grunde könnte ich auch in ein anderes SPZ dann gehen, aber ohne Überweisung läuft da nirgendwo was denke ich. Und wenn ich dann doch mal ne längere Strecke fahren müsste, dann sollte sich das auch lohnen, denn einfachso mal reinspazieren geht ja schlecht.

Jaja, mit den Ärzten hier hat man so seine Probleme. Nicht nur bei Kinderärzten, sondern auch bei den Hausärzten oder fachärzten, man wird überall nur fix abgewimmelt, nicht ernst genommen.

Untersuchungen werden nicht gründlich genug gemacht oder man bekommt Nichtssagende Erläuterungen. Als ich wegen Herzbeschwerden zum Arzt ging wurde ein Ruhe-EKG gemacht und abgehört, und weil man da nichts fande (was ja erstmal beruhigend ist) habe ich gesagt das die Beschwerden meistens nur bei Anstrengung und Stress auftreten, doch da meinte der Arzt nur ,, ach in Ihrem Alter, da hat man es noch nicht so mit dem Herz, Sie sind doch noch jung..." :-/

Ich bekam dann auch Schilddrüsentabletten wegen meiner Struma, die man bei Herzproblemen nicht nehmen sollte, obwohl ich damals aktuell welche hatte....

Soviel zu fachlicher Kompetenz. Und bei den Kinderärzten scheints nicht anders zu sein. Bei dem was andere Mütter jedenfalls berichten, da will man eigentlich nur noch weg aus dieser Stadt. %-|

ich kann jetzt nur abwarten und sehen was rauskommt.

MboHnikax65


Ich finde, dass die Frau von der Caritas recht hat. Mit 2 Jahren ist noch so viel im Fluss, es hat sicher seine Berechtigung noch abzuwarten, zumal diese ganzen Testungen für ein ohnehin empfindliches Kind ziemlicher Stress ist, bei meinem Sohn waren sogar mit 4 Jahren nicht alle Tests möglich (zum Beispiel das EEG, weil er vor Angst verrückt gespielt hätte). Es kann für sie so belastend sein, dass man ohnehin keine wirkliche Diagnose stellen kann.

Du solltest ein bisschen mehr Ruhe reinbringen, tut mir leid, wenn ich dir da an den Karren fahre.

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nein ist schon ok, jeder hat dazu seine Meinung. Ich bin auch dafür nicht unnötigen Stress am Kind selber zu veranstalten, aber ich hätte wenigstens einmal gewusst woran ich bei ihr bin, wie ich ihr selber helfen kann . Und die ein oder andere Therapie wäre sicher auch hilfreich, man kann ja nicht wissen ob es ihr hilft, vielleicht ja doch. Krankenhaus möchte ich nicht, da stehe ich nach wie vor dazu, aber ich möchte mein Kind deswegen nicht im Regen stehen lassen.

Gerade weil sie mit so vielen normalen Dingen Probleme hat, wäre es ja besser mit ihr über eine andere Schiene zu kommunizieren und sie anzuregen, aber da kenne ich mich eben nicht aus und weiß manchmal nicht was ich mit meinem Kind anfangen soll, außer auf dem Spielplatz zu gehen und sie trotzdem unter andere Kinder zu setzen und eben alle Spielzeuge anzbieten die interessant sein könnten, ich kenne echt keine Spiele die einem Kind wie meinen Spaß machen könnten, damit es aus der Reserve kommt oder so. Spaß macht ihr sicher manches, da bin ich schon froh drüber, aber nie genug um dabei mutiger zu werden oder kontaktfreudiger. Aus der Ferne anhimmeln, jedem Kinderwagen hinterherschauen, das macht sie gerne, aber wehe jemand kommt zu nahe heran. Sicher nicht immer, je nach Laune, aber im Großen und Ganzen ja doch.

Wenigstens habe ich seit ein paar Tagen etwas Neues in ihr Leben gebracht: einen Stuhl mit Tisch, da haben wir den alten Hochstuhl auseinandergenommen. Und siehe da, sie nimmt beides als Gehhilfe oder setzt bzw. stellt sich auf den Stuhl, natürlich immer mit festhalten um Balance zu halten. Stehen muss ich ihr zwar ,,abgewöhnen" wegen runterfallen, aber ich bin froh das es sie so interessiert. :)z

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Bei meinem Sohn hat es viel geholfen, behutsam die angstbesetzten Situationen anzugehen. Erstmal aus der Ferne und dann immer etwas mehr davon. Manchmal hatte ich auch das deutliche Gefühl, jetzt ist die Zeit gekommen und habe ihn trotz Ängsten und Geschrei der Situation ausgesetzt, zum Beispiel S-Bahn fahren. Aber da war er auch schon älter und ich kannte ihn genauer. Bei einem 2jährigen ist das nicht so einfach. Wenn sie echt autistisch sein sollte, ist das Wichtigste, dir klarzumachen, dass du nichts beschleunigen kannst, sie haben ein sehr eigenen Entwicklungsrhythmus und du findest das mit der Zeit raus, wann du mal Druck machen kannst und wann nicht. Das Beispiel mit dem Stuhl zeigt doch, dass du auf dem richtigen Weg bist.

Gerade weil sie mit so vielen normalen Dingen Probleme hat, wäre es ja besser mit ihr über eine andere Schiene zu kommunizieren und sie anzuregen, aber da kenne ich mich eben nicht aus und weiß manchmal nicht was ich mit meinem Kind anfangen soll,

Nach meiner Erfahrung wissen sie das selbst sehr genau und beschäftigen sich auch, biete ihr einfach so viel wie möglich an und erzwinge nach Möglichkeit nichts. ABer natürlich geht es manchmal einfach nicht anders. Ich habe häufig Dinge vermieden, wie mit ihm einkaufen gehen oder gemeinsam irgendwo hinzugehen mit der ganzen Familie, weil es in dem Alter noch zu anstrengend war, später ist es leichter geworden. Schau zum Beispiel mal, wie sie auf ein Schwimmbad reagiert (da gabs bei uns große Anfangsprobleme, aber dann war es echt gut) oder geh mit ihr zum Bahnhof etc.

Spaß macht ihr sicher manches, da bin ich schon froh drüber, aber nie genug um dabei mutiger zu werden oder kontaktfreudiger.

In dem Punkt kannst du in diesem Alter echt gar nichts erzwingen, wenn du das jetzt versuchst, dann wird es später nur problematischer, wie gesagt, es gibt da einen Entwicklungsrhythmus. In ungefähr 2 Jahren kannst du sie, falls die Probleme immer noch bestehen, in einen geeigneten Kindergarten geben, also eine vorschulische Einrichtung zum Beispiel von der Lebenshilfe, da wirst du sicher noch beraten, mit Fachpersonal. Da hat sie dann genug Kontakt, später in der Schule und Ausbildung auch. Lass sie jetzt eine gute Grundlage in der Familie entwickeln.

An deiner Stelle würde ich nochmal schauen, ob es Frühförderstellen bei euch gibt und selbst beim SPZ anrufen. Weniger, um sie jetzt gleich da hin mitzunehmen, sondern zur eigenen Beratung. Autismusberatungen gibt es übrigens in vielen Fachkliniken und die meisten bieten Elternsprechstunden an, auch die allermeisten SPZ und Frühfördereinrichtungen. Ich würde versuchen, erstmal für dich selbst so einen Beratungstermin zu bekommen, sollte das bei dir echt nicht möglich sein, dann halt mal irgendwo hinfahren. Hier in Bayern wüsste ich mehrere Stellen, bloß mal als Beispiel, ich glaube auch in Leipzig gibt es Möglichkeiten, schau dich mal um. Wie gesagt, erstmal ohne Kind diese Kontakte knüpfen, damit du mal deine ganzen Sorgen ansprechen kannst. Das, was du da jetzt erfährst, ist gar nicht so ungewöhnlich, ging uns auch so, man erhofft sich oft auch mehr von den Fachstellen, als sie letztlich bieten können.

DKagg\i68


Hallo.Waren gestern im SPZ Zentrum..endlich nach sehr langem warten einen Termin und der Arzt hatt auch eine vorsichtige Diagnose gestellt.Autistische Züge..in wie weit und ob klärt jetzt eine Gehirnstrommessung und ein Spezialist schaut sich meinen Kleinen auch noch mal an.Entwicklungsverzögert ist er,das weiß ich,er bekommt auch Sprachförderung und seine Motorik wird auch geschult aber trotz der vielleicht Diagnose bin ich erleichtert..das vorige Wischiwaschi um das Thema woran es denn liegt,was es denn genau ist,ob sein Verhalten so normal ist(Blickkontakt meiden,Ordnungsfimmel,Sprachverzägerung,spät laufen gelernt usw.) geht mir auf die Nerven..bloß keine konkrete Aussage,weder von Therapeuten noch vom Kinderarzt.

Mein Sohn ist jetzt 3 1/2 Jahre und soll im August in den Kiga.Ich hoffe sehr,das sich das alles nicht so in die länge zieht,denn ein integrativer Kiga wäre bei einer autistischen Störung eine bessere Wahl als ein normaler.Aber Behörden halt.. :(v Für seine Frühvörderung haben die 8!!!!!!!Monate gebraucht um das alles zu bewilligen.

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