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Entwicklungsverzögerung (leichte Form): Autismus?

DZa1gg5i68


Tja Moni..mit dem mitmachen ist das so eine Sache :-D ..er lässt sich nicht wirklich auf die Tante ein,die hat richtig zu ackern..ich aber auch weil ich sehr viel zu Hause mit ihm üben muss..und wie es halt so ist..es gibt Phasen,da klappt es mal richtig gut und dann wieder macht er 3 Schritte zurück.

Ne..tragisch find ich es auch nicht aber ich merke schon,das er beim Spiel mit anderen Kindern(wenn er denn mal willig ist)sich sehr schnell zurückzieht,wenn er merkt..er wird nicht verstanden.Selbst bei mir kommt es oft vor,das er resigniert ,wenn ich ihn nicht gleich verstehe.

Aber bei mir ist ja eh nur erst mal ein Anfangsverdacht,was nun ist werden die nächsten Untersuchen zeigen..hmm..was mir nicht so in den Kram passt..er soll sediert werden bei der Gehirnstrommessung..hat da schon einer Erfahrung?

M8oznika6x5


EEG, genau, das hat er natürlich auch verweigert, ganz klar, das hat ihm riesige Angst gemacht. Ich hätte ihn deswegen nicht sedieren lassen, im Leben nicht. Es wurde im Jugendalter mal gemacht, meistens kommt ja sowieso nichts dabei raus. Wird laut der Auskunft, die ich da erhalten habe, in erster Linie deshalb gemacht, dass man sehen kann, ob alle Medikamente in Frage kommen. Ob es da kleine Epilepsieherde gibt.

Wir sind lange und gut ohne das EEG ausgekommen, nicht mal eine Blutuntersuchung habe ich zu dem Zeitpunkt machen lassen, weil er so hysterisch auf Ärzte reagiert hat.

S+üntjxe


bei meiner Tochter wurde damals ein Schlafentzugs-EEG gemacht, das war ein Aufwand. Abends um20 hinlegen, um Mitternacht wecken, die Nacht um die Ohren schlagen, wir haben kistenweise Plätzchen gebacken, morgens zum Krankenhaus fahren, im Auto wie die Hölle aufpassen, dass das Kind nicht einschläft und dann beim EEG einschlummern lassen.......

aber da war sie auch noch klein, irgendwas im Kindergartenalter.

Monika, für mich ist meine Tochter behindert. Und ab und an denke ich mir, ein Kind mit Down-Syndrom hätte es leichter....

Glücklicherweise sind wir von unserer Kinderärztin von Beginn an wunderbar unterstützt worden.

D~agg;i6x8


Da sich ja schon viele mit der Problematik auskennen und ich ja noch von nichts eine Ahnung habe..ich schreib jetzt mal ein paar Verhaltensweisen auf und ihr könnt mir mal sagen,was ihr davon haltet:

Sprachverzögerung,spät laufen gelernt,Ordnungsfimmel(steht z.B.ein Stuhl nicht gerade,muss er ihn zurechtrücken)Objektliebe(er trägt immer das gleiche kleine Auto mit rum)Er ordnet Spielzeug in Schlangen,ineressiert sich sehr für Formen,zerreißt für sein Leben gerne Papier in Schnipsel,um es wieder zusammenzufügen,er isst nur bestimmte Sachen,neues wird grundsätzlich verweigert,das Essen muss aber so und so auf dem Teller liegen,sonst verweigert er total.Er kann es nicht ertragen,wenn seine Hände schmutzig werden,löst Puzzel in Höchstgeschwindigkeit(auch solche die eigentlich für ältere Kinder gedacht sind)..das wars in groben Zügen und was mir spontan einfällt.

M4o(ni6ka65


Süntje

Monika, für mich ist meine Tochter behindert. Und ab und an denke ich mir, ein Kind mit Down-Syndrom hätte es leichter....

Mein Sohn hat auch einen Behindertenausweis und früher hatte ich den Gedanken auch schon mal, dass man es mit Down leichter hätte. Aber inzwischen seh ich das anders, bin froh, dass er nicht Down hat. Wir haben auch ganz spezifische Probleme, die einen manchmal verrückt machen könnte, gerade die Diskrepanz zwischen Leistungsfähigkeit und Interessen. Das ist ein großes Problem, die Bewusstheit.. naja, wem erzähle ich das.

Ist übrigens bei dem aufwändigen EEG was rausgekommen?

Daggi

Lernt er normal sprechen? Also der übliche Ablauf, kennt er das Wort Ich?

Grundsätzlich könnte das, was du schilderst schon auf Autismus hindeuten, ist aber nicht wirklich eindeutig. Mein "normaler" Sohn konnte auch Änderungen nur schwer ertragen, Stühle zurechtgerück, Dinge wieder zurückgestellt, die ich verändert habe, es gibt viele Kinder (man nannte sie früher schwierig..), die nur bestimmte Dinge essen, in bestimmter Reihenfolge, nur ganz bestimmte Sachen anziehen etc. Jungs sind häufig etwas mehr objektorientiert. Viele Kinder haben ein Lieblingsspielzeug, dass immer dabei sein muss. Aber wie gesagt, unter autistische Züge würde das vermutlich schon laufen.

Ist er ängstlich? Wie verhält er sich in fremder Umgebung mit fremden Menschen?

D2agggi6x8


@ Moni

Was heißt schon normal sprechen?So wirklich Altersgemäß spricht er ja eh nicht ;-) ..was aber auffällig ist..er spricht nicht ums verrecken seinen Namen aus(Jonas)Jojo kommt aber problemlos über seine Lippen.Ich sagt er aber.

Ängstlich..jein.Wenn wir z.b.in gewohnter Umgebung einen Spaziergang machen,läuft er erst mal auf alles zu,dreht aber kurz vorher ab und sucht Schutz bei mir.Bei ungewohnten Situationen tickt er aber völlig aus(wie Arztbesuche z.B Untersuchungen an ihm sind nicht möglich)..egal ob mit oder ohne weißen Kittel,egal ob Ohrenarzt,Zahnarzt usw.im SPZ das gleiche Drama..solange der Arzt spielerisch mit ihm umgegangen ist,wars noch nett..als er aber untersucht werden sollte(Herzchen abhören,Reflexe prüfen)wars aus.

Mjoni'kBa6x5


Das mit dem Austicken war bei meinem Sohn ähnlich, ebenso in großen Supermärkten und Schwimmbädern. Manchmal auch einfach bei einer Kaffeerunde.

Das mit dem Sprechenlernen war anders gemeint, es gibt Kinder, die lernen langsamer sprechen aber auf normale Art und Weise. Soll heißen, der Wortschatz vergrößert sich nach und nach, ebenso der Satzbau. Sie machen ganz typische Grammatikfehler, die aber erkennen lassen, dass sie das System begriffen haben. Wie zum Beispiel "Die Mama gehte heim.." Sie können Aufforderungen nachkommen, das ist übrigens ein wichtiges Kriterium für Autismus. Ebenso Nachahmen, Kleinkinder ahmen Eltern und Geschwister nach, sie wollen "helfen", mitmachen. Mein Sohn hat das zum Beispiel kaum gemacht, er wollte eher seine eigenen Sachen machen. Beim Sprechen war es so, dass er eine eigene Sprache hatte, er hat sozusagen Sprechen "gespielt", völlig unverständliche Wörter, aber mit normaler Satzmelodie, in die ab und zu ihm bekannte Wörter eingebaut waren. Er hat auch nie so typische witzige Sachen gesagt, wie man es bei Kleinkindern sonst so antrifft. Nach und nach wurde es mehr, aber eher so, als ob er Japanisch lernen würde, nicht seine Muttersprache, er musste es sozusagen richtig lernen. Er hat dann ganze Sätze aus irgendwelchen Filmen angewendet, aber situationsgerecht. Das klang dann gar nicht wie ein Kind.. Ist vielleicht jetzt für dich nicht so klar, was ich meine, wenn das dein erstes Kind ist.

Wie gesagt, das, was du von deinem Sohn schilderst, könnte eine ähnliche Autismusform sein wie bei meinem, muss aber nicht. Nur so von dem, was du sonst schilderst.

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