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Mein Sohn (6) zeigt Symptome einer unsicher-ambivalenten Bindung

_QGelxi_ hat die Diskussion gestartet


Hallo,

..mein Sohn wollte seit jeher noch nie gerne von mir weg. Noch heute geht er nicht gern zur Oma, nicht so gern ohne mich zum Papa ..

- Bis zum letzten Kindergarten-Tag (/bis genau heute)

versuchte er mir so oft 'die Vorzüge des Zuhause-bleibens' (statt in den KiGa zu gehen) schmackhaft zu machen :> .

Er ist sonst nicht so ängstlich-hat keine Angst vor fremden Menschen, .. Er ist aufgeschlossen, sehr intelligent, und lebendig.

.. Er war nie 'scharf' auf andere Kinder (was sich im letzten halben Jahr denke etwas gebessert hat), und 'Rabauken-Kinder' beschäftigen oder stressen ihn schon sehr.

.. Ich denke seine weg-von-der-Mama-Angst hat sich im letzten halben/dreiviertel Jahr etwas gebessert (sicher auch durch mein konsequenteres Verhalten->regelmäßig Kindergarten ohne Frage, Oma- und Papa-Besuche allein), -und ich denke dass wir wohl auf einem guten Weg sind.

Trotzdem war ich gerade nun erschrocken, meinen Sohn in der Beschreibung der unsicher-ambivalenten Bindung wiederzufinden (Bindungsforschung von Bowlby).

Was ist wohl nun das Wichtigste, was das 'ihm Helfenste' was ich tun kann?

Gibt es vielleicht kleine erreichbare Ziele die ich mir stellen kann? Gibt es 'Tricks für den Alltag'? Was muss ich Tun, damit mein Sohn 'sich meiner sicher sein kann'??

Was 'ist wohl mein 'gröbster' Fehler' bisher gewesen/wie kam zu seiner Bindungsangst?

Dachte wäre gut und viel und stets für ihn da gewesen ..

Wenn jemand Ideen, oder Erfahrung hat, ober über Fachwissen verfügt, wäre ich ihm sehr dankbar ein paar Zeilen dazu zu schreiben.

Fände es auch interessant, mich mit anderen Müttern 'welche ähnliches erleben' auszutauschen.

...Ich will noch sagen, dass meiner Ansicht nach, 'Abnormität' im Allgemeinen/in unserer Gesellschaft viel zu sehr negativiert wird (anstatt die Bereicherung zu erkennen) – und das erst durch die Negativierung 'Krankheiten' entstehen. ..->Will mich mit diesem Hinweis auch selbst bremsen, dass ganze nicht zu brenzlich zu sehen.

Doch kann ich erst wirklich abschätzen wie 'brenzlich' es ist, wenn ich über mehr Fachwissen und Hintergrundwissen verfüge (Was bedeutet dieser (wahrscheinlich) Bindungsfehler für das Leben meines Sohnes? Welche Auswirkungen, welche 'Leiden'? Gibt es auch positive Aspekte/Auswirkungen – 'positive Besonderheiten' der Menschen heute, mit unsicher-ambivalente Bindung in der Kindheit ..? )

Lieben Dank für jede Antwort,

und lieber Gruß,

Geli

Antworten
Ivndivid}ualixst


Einmal hätte auch gereicht!

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/591894/]]

W\ar m-al derr Katexr


Guten Morgen

ich halte die "Selbstdiagnose" einer unsicher-ambivalenten Bindung nach Bowlby für problematisch. Und zwar nicht, weil ich die Bindungstheorie für Unsinnn halte (das tue ich nicht), sondern weil es spezieller Testverfahren bedarf, um Bindungsverhalten einzugrenzen. Diese Testverfahren werden von geschulten und erfahrenen (Entwicklungs-)Psychologen durchgeführt.

Bindungsverhalten zeigt sich dabei bei (sehr) kleinen Kindern in ihrer Bindung zu primären Bezugspersonen (z.B. Mutter). Dass dein Kleiner ungern in den Kindergarten geht oder auch sonst vielleicht etwas "kontaktscheu" reagiert, ist kein sicherer Hinweis auf eine unsicher-ambivalente Bindung.

Darf ich fragen, welche Literatur du gelesen hast?

o_OMirixiOo


Mich würde auch interessieren, aus welcher Literatur du schliesst, dass dein Kind eine unsicher-ambivalente Bindung hat. Denn nur aus dem Grund, dass er sich ungern von dir trennt, heisst das ja nicht, dass er der C-Typ ist. Das Klammern steht genauso für den B-Typ, also die sichere Bindung. Das eine Kind fängt etwas früher an zu explorieren, andere Kinder brauchen dafür etwas länger. Bist du denn selbst ein ängstlicher Typ und schränkst vllt auch unbewusst durch negative Sätze seine Exploration ein (anstatt beim Klettern auf dem Baum zu sagen ''Wenn du runterfällst tust du dir sehr weh'' lieber ''Halte dich gut fest'') und vertraust du deinem Kind und lässt es Dinge selbst ausprobieren?

Das sind so viele Faktoren, die zu beachten sind, so viele Kleinigkeiten.

Ich bin selbst nur ein Laie, habe lediglich in meiner Psychologie-Prüfung über die Bindungstheorien geschrieben und ein fundiertes Fachwissen kannst du hier glaube ich nicht erwarten. Und wie 'War mal der Kater' schon schreibt:

Diese Testverfahren werden von geschulten und erfahrenen (Entwicklungs-)Psychologen durchgeführt.

Ayrterpia_ver`tebralis


Hallo Geli,

wie genau verhält sich denn Dein Kleiner? Und auch mich würde interessieren, wo genau Du das gelesen hast?

Den "Fremde-Situations-Test" von Ainsworth auf den Du Dich beziehst (wenn ich das richtig verstanden habe) führt man in der Regel mit kleineren Kindern durch (12-18 Monate)

Und dabei kommt es nicht auf die Trennung an sich an – in der reagiert fast jedes Kind mit Stress (Weinen, Schreien etc.). Bewertet wird das Verhalten des Kindes, wenn die Mutter/Bezugsperson wieder zurückkommt.

Ich würde mir jetzt keine allzu großen Sorgen machen. Es kann immer mal sein, dass ein Kind sich wütend oder aggressiv zeigt, wenn die Mutter zurückkommt. Das muss nicht zwangsläufig an einer unsicher-ambivalenten Bindung liegen. :|N

Falls Dir sein sonstiges Verhalten komisch vorkommt, dann einfach mal zu einem (Entwicklungs-)psychologen (wobei der, wie gesagt, den Fremde-Situationstest kaum mehr durchführen wird, wenn Dein Sohn schon im Kindergarten ist.)

Alles Gute und liebe Grüße!

Ohdino o1


der apfel fällt direkt hinter dem pferd.

armer knabe. so wie du hier nach einer erklärung für ein scheinproblem suchst, so erklärt er dir warum kiga heute ausfällt. sorry das liest sich nach FÜRCHTERLICHER ÜBERMUTTERUNG!!!!

lass ihn doch um himmelswillen einfach laufen lernen...

Sqydnxey


Geli

Kurz zu dem, was man sich wünscht und was man bekommt. Ich wünschte mir vor langer Zwit und vor meiner Schwangerschaft ein Kind, das ich, salopp formuliert "unter den Arm nehmen und überall mit hinnehmen könnte". Eben ein Kind, dem es reicht, dass ICH in seiner Nähe bin, egal wo wir uns befinden. Weit gefehlt!!!

Ich bekam einen Sohn, dem jede äußere Veränderung mißfiel, egal, ob ich dabei war, oder nicht! Heißt, Besuche bei anderen Leuten/Freunden waren schwierig und der Kindergarten war anfangs eine Tortour...

Was ich sagen will ist, Kinder haben eigene Persönlickeiten, Kinder können anders sein, als andere, aber trotzdem kein Leiden haben.

Mein Sohn wäre damals am liebsten die ganze Zeit Zuhause geblieben. Nichts desto trotz hat er sich zu einem tollen jungen Mann entwickelt, der gerne raus geht um Neues zu entdecken.

Deshalb finde ich Deine Fragen...
Was bedeutet dieser (wahrscheinlich) Bindungsfehler für das Leben meines Sohnes? Welche Auswirkungen, welche 'Leiden'? Gibt es auch positive Aspekte/Auswirkungen – 'positive Besonderheiten' der Menschen heute, mit unsicher-ambivalente Bindung in der Kindheit ..? )

...völlig überzogen, um nicht zu sagen schon fast ein wenig hysterisch, im Sinne von überspannt oder übernervös.Tu Deinem Kind den Gefallen und höre auf mit solchen holprigen Diagnosen, egal von wem sie sind.

Lass Deinem Kind den Raum, den es braucht, um sich zu entwickeln. :)^

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