Hallo, meine Kleine ist 6 und wird dieses Jahr eingeschult. Im Kindergarten hatten wir heute ein Entwicklungsgespräch und die Erzieherinnen haben mir empfohlen sie auf Hochbegabung zu testen. Ich (...) >>>
C@ofCfexe am 27.07.11 23:24
29.07.11 23:07
Wenn sich in der Schule herausstellt, dass sie schneller und weiter ist als der Rest wird schnell das Thema "Klasse überspringen" im Raum stehen und dann kannst du zusammen mit deiner Tochter entscheiden, ob ihr diesen Weg gehen wollt.
Seid ihr diesen Weg gegangen? Bei meiner Tochter stand dieses Thema auch im Raum, sie sollte auf Empfehlung der Schule am Ende der 1.Klasse gleich in die 3.Klasse gehen. Wir haben damals davon abgesehen, da sie eh schon die Jüngste in ihrer Klasse war und wir sie nicht aus dem Klassenverband reißen wollten. Mich interessiert aber, wie es Kindern ergangen ist, die eine Klasse übersprungen haben 
Einen Test haben wir auch nie durchführen lassen, haben dazu keine Notwendigkeit gesehen. Meine Tochter hat aber ein Gymnasium mit mathematisch-naturwissenschaftlichem Schwerpunkt besucht, da wurde sie gefordert und hat ein sehr gutes Abi "gebaut". 
29.07.11 23:30
Wir sind diesen Weg nicht gegangen – meine Tochter – eher sozial nicht so "begabt" wollte, als sie von der 1. Klasse direkt in die 2. hätte springen können, in ihrem vertrauten Klassenverband bleiben und hat es vórgezogen, ihr "Bildungsbedürfnis" mit Bergen von Büchern zu stillen. Und ich selbst habe dieses eher zurückhaltende Kind nicht irgendwann mit bereits 9 1/2 auf dem Gym inmitten von 11jährigen gesehen. Als sie von der dritten sofort in die 4. hätte gehen können, hätte sie mit "halbem Herzen" wohl gewollt – geschmeichelt gefühlt hat sie sich zumindest – aber ich fand es immer noch besser, sie – fast die Jüngste der Klasse – zu lassen wo sie ist.
Nach den Ferien wird sie ganz normal nach vier Jahren Grundschule mit einem sehr guten Zeugnis aufs Gym gehen. Wie sie sich dort weiterentwickelt wird man sehen...
30.07.11 00:49
Danke euch. Mich hat es nämlich interessiert welche Vor- und Nachteile man durch so einen Test hat.
Würde mich freuen wenn jemand Erfahrungen schreiben könnte, die man als Betroffener oder als Angehöriger gemacht hat 
02.08.11 18:39
Hallo Coffee,
meine Tochter ist auch ein überaus kluges Mädchen.
Viele der Punkte, woran man Hochbegabung erkennt werden von meiner Tochter erfüllt.
Auch die Lehrerin sprach mich darauf im Elterngespräch an.
Sie fragte mich jedoch, wie ich das mache, dass sie so ein gutes Sozialverhalten hat.
Was komischer weise bei vielen Hochbegabten das Hauptproblem ist.
Ich kann es so genau nicht sagen.
ICh bin Hausfrau und zuhause, kümmere mich um alles zuhause!
Meine Kinder sind nur bis Mittags in der Schule/im Kiga und sind sehr viel draußen und unter gleichaltrigen!
Meine Tochter hat sich im Kindergarten ebenfalls gelangweilt und ich habe sie auch vorzeitig einschulen lassen 7 Wochen vor ihrem 6. Geburtstag!
Mit 4 Jahren habe ich sie zur Musikalischen Früherziehung geschickt und sie ist nun seit einem JAhr im Klavierunterricht und auch im Schulchor!
Sie sagt zwar immer, das sie nicht hinwill
Aber wir mögen die Lehrerin und nach der Stunde hat sie immer ein zufriedenes Lächeln im Gesicht!
Was ihr gut geholfen hat Freunde zu finden ist...
Ein Freundinnenbuch
in der sich alle zum Schulanfang eingetragen haben.
So wusste man schnell die Vorlieben der anderen uns wusste, mit wem man über welche Interessen reden kann. Und man hatte es ja schließlich schriftlich, das man Freunde hat!
Das sie öfter mal einzelne Leute aus der Klasse nach hause einladen konnte.
so ist es einfacher die Kinder besser kennenzulernen. Vielleicht mag sie es nur nicht, wenn zu viele Kinder auf einmal irgendwo sind.
Und eine coole Halloween-Geburtstagsfeier haben wir auch gemacht 
Die hat richtig Spaß gemacht! Noch immer sprechen mich die Freundinnen meiner Tochter darauf an. 
Ich würde mein Kind nicht Testen lassen...auch wenns mich selber auch brennend interessiert (Bin so stolz auf sie und natürlich auch auf meinen Sohn!) das muss meiner Ansicht nach nicht sein.
Alleine, wenn der "Verdacht" schon besteht, dass sie sehr sehr klug ist... das muss reichen um ihr ausreichen Ausgleich dafür zu bieten.
Bücher! Spiele! Viel Rausgehen! Treffen mit anderen Kindern!
Genauso wie sie sich merken kann, wie der kleinste Planet unseres Sonnensystems ist, oder weie die Hauptstadt von Uganda heißt... kann sie sich auch merken, wie man sich in manchen Situationen richtig verhält.
Viel über falsche und richtige Verhaltensweisen reden...überzeugen, dass sie dadurch profitiert
und sie lernt es mit der Zeit!
06.08.11 11:50
ich habe meinen Sohn (6 Jahre alt) jetzt gerade testen lassen. Er ist, wie ich vermutet hatte, hochbegabt.
Er hatte sich auch selber Rechnen u.a. beigebracht und war am Anfang von der Schule sehr begeistert (nach 3 Jahren Kita-Langweile). Das hat aber nach kurzer Zeit wieder aufgehört und in der Schule fühlt er sich auch nicht mehr wohl und sprach schon vor vielen Monaten davon eine Klasse überspringen zu wollen.
Er spielt meist mit älteren Kindern, hat in der Klasse kaum Freunde und beschäfigt sich oft stundenlang alleine.
Im ersten Zeugnis jetzt beschreibt ihn seine Lehrerin als langsam, motorisch unruhig, den Unterricht störend, schwach im Rechnen und Lesen/Schreiben und Hausaufgaben-verweigernd.
Das war für mich der Anlass ihn testen zu lassen. Der 2-stündige Test hat ihm sehr viel Spaß gemacht und er wollte gleich nochmal hin.
Er ist intellektuell auf dem Niveau eines 12-jährigen. Deshalb habe er sich auch so gelangweilt und seine Mitarbeit bei den "Babykram"-Aufgaben verweigert, erklärte mir der Psychologe.
Mein Sohn ist sehr glücklich darüber, dass ich mich jetzt bemühe ihn eine Klasse überspringen zu lassen.
Also von daher kann ich dir nur raten, wenn du den starken Verdacht hegst und dein Kind dir unterfordert/unglücklich scheint, es testen zu lassen. Bei weiteren Fragen kannst du dich gerne bei mir melden.
Viel Glück,
A.
06.08.11 12:15
Ich habe mit 13 einen Test auf Hochbegabung gemacht und anschließend eine Klasse übersprungen. Ich denke, dass es für mich damals das Richtige war – ich war vorher zwar keine wirkliche Außenseiterin, aber wirkliche Freunde hatte ich auch nicht. Meine Gleichaltrigen Klassenkameraden fanden mich zwar ganz nett, aber schon irgendwie "komisch".
Besser wäre es aber wahrscheinlich gewesen, schon in der Grundschule eine Klasse zu überspringen. Ich habe damals viel Stoff der 7. Klasse verpasst und nicht alles nachholen können.
Btw., der Schulpsychologe, bei dem ich den Test gemacht habe, sagte damals, ein Aspekt wäre auch, dass hochbegabte Kinder durch das Überspringen "das Lernen lernen sollten". Ein Kind, das in der Schule kaum gefordert wird, geht leicht davon aus, ihm würde ja sowieso alles in den Schoß fallen.
Soweit ich weiß, gibt es aber inzwischen auch an vielen Schule Modelle, bei denen jeder nach seinen Fähigkeiten gefordert und gefördert werden soll und auch mehrere Stufen zusammen unterrichtet werden. Wenn es in eurer Umgebung so eine Schule gibt, könntest du damit vielleicht zunächst die Frage "Überspringen oder nicht" umgehen.
Gruß
Da Li
06.08.11 12:34
Solange sie glücklich und zufrieden ist, ist der Test eigentlich irrelevant.
Interessant wird das ganze eigentlich nur, wenn sie Probleme in der Schule (sei es mit dem Stoff – Unterforderung? – oder mit Mitschülern) haben sollte. In meinem Fall wurde getestet, nachdem meine Lehrerin mich als dumm bezeichnete, weil ich Aufgabenstellungen anders verstand, als sie sie gemeint hatte (komischerweise verstanden alle Erwachsenen denen ich sie zeigte die Aufgabenstellung so wie ich), im Fall eines Freundes nachdem ihm die Lehrerin aufgrund seines "ungenügenden Lernverhaltens" nur eine Hauptschulempfehlung geben wollte.
Vor/Nachteile, überzogene Erwartungshaltung usw können eigentlich nur auftreten, wenn du das willst. An sich hast du nach einem Test einfach nur einen Zettel (und evtl. einiges an zusätzlichen Informationen) auf dem Stärken/Schwächen, Werte/Prozentränge und irgendeine Zahl als IQ stehen. Wenn du den niemandem zeigst und niemandem davon erzählt, hat der Test (außer für dich) exakt 0 Auswirkungen. Wenn es irgendwann Probleme geben sollte, kann dieser Zettel halt vielleicht erklärende Wirkung haben.
07.08.11 01:08
Meine Tochter hat den Test bei einem Neurolgen gemacht und mir wurde gesagt, dass er noch niemals eine Menschen erlebt hätte, der den Test so schnell und genau gemacht hätte wie meine Tochter. Nur was haben wir davon
Nichts!!! Meine Tochter hatte jahrelang Probleme in der Schule. Lauter schlechte Noten usw. Allerdings war sie immer schon sehr beliebt bei allen Kindern. Aufs Gymnasium konnte sie nicht, weil die Lehrerin ihr keine Empfehlung geschrieben hat. Heute geht sie auf die Gesamtschule, lernt das gleich wie ihre Freundin im Gymnasium und schreibt nur noch 1er und 2er.
Ich habe mit der Zeit gelernt mir keine Gedanken mehr zu machen, weil das meine Tochter auch entspannt und es uns Beiden besser geht.
08.08.11 16:44
Hallo,
mein Sohn ist erst vier Jahre alt, aber der "Verdacht" auf Hochbegabung ist schon länger bei ihm. Mir wurde jetzt von zwei unabhängigen Stellen dazu geraten ihn testen zu lassen. Ich habe auch zuerst keinen Sinn darin gesehen, da es für den Alltag keinen Sinn machen würde, dachte ich. Nach ausführlichem Gespräch mit unserem Kinderarzt werden wir ihn testen lassen. Er wird den Test bei einem Kinder und Jugendpsychologen machen.
Der Kinderarzt meinte es wäre auf jeden Fall sinnvoll da eine frühzeiteige Einschulung dann angebracht wäre, evtl eine spezielle Beschulung, da seiner Meinung nach ein Klasse überspringen nicht das "Problem" lösen würde. Es wäre sinnvoll in Betracht dessen, dass er mit Gleichaltrigen nichts anfangen kann und sich so große soziale Probleme ergeben können. Dass es nachher zu einer Leistungsverweigerung kommen kann, wenn er sich unterfordert fühlt.
Ich weiß, dass mein Kind anders ist als andere in diesem Alter, dafür brauche ich keinen Test 
Aber ich denke auch, dass es sinnvoll ist, wenn Lehrer dann davon Bescheid wissen. Er denkt einfach ganz anders...
08.08.11 17:03
Es gibt übrigens extra Schulen oder Klassen für Hochbegabte, danach würde ich mich mal erkundigen, wenn der Test positiv ausfällt. Ich habe schon oft gehört, dass Hochbegabte Probleme mit Gleichaltrigen haben und teilweise noch größere, wenn sie mehrere Klassen überspringen und dann mit Abstand die jüngsten in der Klasse sind.
Oft denken Hochbegabte komplett anders als "normale" Menschen, sie können nicht nachvollziehen, wie andere denken und es fällt ihnen schwer, soziale Bindungen zu knüpfen.
Ich kenne zwei Mädels, die hochbegabt sind und die sind regelrecht aufgeblüht, seitdem sie auf einer Schule für Hochbegabte sind, dort werden sie richtig gefördert und gefordert und haben Gleichgesinnte um sich.
Mein Freund ist auch Hochbegabt, der war in der Schule eigentlich immer schlecht, weil er sich dort gelangweilt hat und gemerkt hat, dass die Lehrer nicht gerade begeistert auf Schüler reagieren, die komplizierte Fragen stellen. Alles hat ihn gelangweilt und er fühlte sich unverstanden, weshalb er letztenendes wirklich schlechte Noten hatte... es war ihm einfach alles egal. Erst im Studium ist er dann aufgeblüht, hat es schnell abgeschlossen mit Bestnoten. ABer seine Kindheit war dadurch wohl ziemlich schlimm für ihn und noch heute fühlt er sich "von der Menschheit unverstanden"
14.12.11 12:52
Hallo zusammen,
ich habe auch eine Tochter, 6 Jahre alt, Vorschulkind, die laut heutigem Gespräch mit dem Kiga auf Hochbegabung getestet werden soll. Auch die Schuleingangsuntersuchung ergab diesen Verdacht. Meiner Meinung nach ist da auch was dran, da sie wirklich sehr aussergewöhnlich ist. Meine Frage, wo wende ich mich als erstes hin? Anlaufstellen? Wie sieht das mit den Kosten aus? Lese immer was von 250-300 Euro... Wie lange sind die Vorlaufzeiten? Hier in Bayern ist die Einschulung für Mitte September 2012 vorgesehen, ich hätte also noch etwas Zeit, möchte diese aber nutzen, um es für meine Tochter so gut wie möglich einzurichten, damit sie ihre Fähigkeiten auch nutzen kann und darf. Z.B. durch gut informierte Lehrer, die auf sie eingehen können, bzw. Bescheid wissen, warum sie evtl. stört usw usw... 
Vielleicht kann mir jemand meine Fragen beantworten....Danke schonmal!
14.12.11 13:26
Es gibt so gute Förderprogramme für hochbegabte Kinder - dort kommt aber nur ran, wenn das Kind getestet wurde!
Warum soll denn ein Talent verkümmern?
Kinder mit Hochbegabung langweilen sich in der Schule meist zu Tode, was zu Problemen führen kann!
Ich würde mein Kind auf jeden Fall testen lassen, habe auch lange auf meine Schwester eingeredet damit sie ihren Jüngsten testen läßt. Er ist hochbegabt und nun läuft auch die richtige Förderung für ihn an!
Ich halte mich für relativ intelligent, jedoch würde ich es mir nicht allein zutrauen ein solches Kind gerecht zu fördern, auch ein "normaler" Lehrer dürfte da recht schnell an seine Grenzen stoßen, denn hierbei geht es nicht darum eine Masse zu unterrichten, sondern ein Individuum zu fördern.
Heute haben wir die Möglichkeiten, es diesen Kindern leichter zu machen, ihre Fähigkeiten auszuleben, warum diese nicht nutzen?
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