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Nachtwindel für Kinder, wie lange?

hLag-t-ysjxa


laut den verblassenden erinnerungen meiner mutter, war ich mit 11 monaten komplett trocken. laut meinen verblassenden erinnerungen habe ich in der krippe sehr viel zeit auf dem topf verbracht und wurde auf grund der windelfreiheit regelmäßig aus den vollgemachten klamotten geschält ]:D ]:D

mein sohn war mit 2,5 jahren komplett tags und nichts windelfrei – weil er es wollte. damit war er recht früh dran. ich kenne einige kids im alter von 3-4 jahren, wo die eltern auch drauf bestehen, dass die kinder ja windelfrei wären, dafür aber am tag 3-4 mal die klamotten wechseln und täglich morgens das bettzeug, weils vollgepinkelt ist.

grad nachts ist es eine hormon-sache. wird das antidiuretische hormon noch nicht oder in zu geringen mengen ausgeschüttet, wird der urin nachts nicht konzentriert und die blase läuft über. klingt einfach, ist auch so.

LXilxa


Erst mal möchte ich dieser Auffassung zustimmen:

ich kann nicht verstehen, warum man den kindern nicht die zeit läßt, die sie brauchen, um sich von der windel zu verabschieden, und immer so ein riesendrama draus macht, dass sie möglichst früh und schnell trocken sind.

Sehe ich auch so. Das ist doch kein Wettbewerb!

Bei meinen 4 Kindern war es sehr unterschiedlich. Die Große war mit 3,5 Jahren trocken (haben sie im Sommer "unten ohne" rumrennen lassen, Töpfchen stand immer in der Nähe), die beiden Mittleren waren absolute Spätentwickler; organisch alles o.k., aber weder Klingelhose noch nächtliches Wecken half (Ersters führte nur dazu, dass die ganze Familie wach wurde, der Bettnässer schlief jedoch weiter; Zweiteres wurde von ihm regelmäßig mit Um-sich-Schlagen und Gebrüll quittiert). Der Junge ist dann mit 7 Jahren nachts trocken gewesen, das Mädchen erst mit 10 (sie hat aber auch eine Entwicklungsverzögerung). Der Jüngste war tags mit knapp 3 trocken, mit 4 Jahren dann auch nachts.

aSkaxf


Die pinkeln in diesem Alter garantiert nicht mehr im Schlaf.

Soso, und dass das Bett meines Sohnes nachts hin und wieder dochmal nass wird, bilde ich mir also ein ??? (Und zwar nicht erst morgens, sondern mitten in der Nacht)

Wie kommst Du dazu, sowas als allgemeine Weisheit zu behaupten?

L~ian-Jixll


Wie kommst Du dazu, sowas als allgemeine Weisheit zu behaupten?

Erfahrung ;-) .

Ich bin mir ganz sicher, dass die Kinder, wenn sie pinkeln, mindestens halb wach sind.

LRixla


Garantiert nicht alle. Mein Sohn jedenfalls hat das im Tiefschlaf gemacht. :)z

S#hojQo


Tiefschlaf ist ja tatsächlich eine ganz bestimmte Schlafphase – Du meinst damit aber nur: "Er hat tief geschlafen", oder?

L6ilxa


Na ja, wenn wir ihn geweckt haben, war er jedenfalls im Tiefschlaf und mehr als empört üder die Störung. Einen tiefen Schlaf hat(te) er generell.

aPkaxf


Ich bin mir ganz sicher, dass die Kinder, wenn sie pinkeln, mindestens halb wach sind.

Meine Liebe, ein Kind, was nichtmal durch die Klingelhose hochschreckt (jetzt nicht mein Sohn, sondern meine Nichte, meinen Sohn werde ich damit ganz sicher nicht nerven) ist mit Sicherheit NICHT halb wach!!!

G9raep<efruQitsafxt


Hallo zusammen,

ich wollte niemanden verunsichern. Es tut mir leid, wenn es so rübergekommen ist.

Die Beiträge hier finde ich sehr interessant. Eine Klingelwindel würde mir aber nie in den Sinn kommen, vor allem nicht bei den Enkeln…da ist man dann doch irgendwie schon verzweifelt, oder?

Tatsächlich habe ich selber ziemlich darunter gelitten, dass meine eigene Tochter so früh ohne Windel sein wollte, da sie mich nachts regelmäßig geweckt hat und auch ständig öffentliche Toiletten aufsuchen musste, was ihr einmal einen Scheidenpilz einbrachte. Daher das vertiefende Gespräch mit der Ärztin, wobei es auch um die beste Desinfektionsmethode für Toilettensitze ging, da meine Tochter zudem noch jegliche Unterlagen strikt abgelehnt hatte.

Wir hatten auch Windelpackungen in ausreichender Menge bis zum Sommer gekauft, doch leider wollte sie schon früher loslegen. Ich habe mir viele Sorgen gemacht, sie aber nicht hängen lassen, denn dann wäre das "Drama" unvermeidbar gewesen…und zwar am Wickeltisch!

Doch Kinder-Unterhosen in Größe 80 oder 86 sind ziemlich rar auf dem Markt, habe ich festgestellt.

Wenn aber "Sauberkeit" zum Wettbewerb oder Drama wird, funktioniert es wohl sowieso nicht richtig.

Ein Kind kann jedoch davon profitieren, wenn die Familie hinter seinem eigenen Entwicklungswunsch steht, es ihm zutraut und auch aufmerksam hilft, Lösungen für die Schwachstellen zu finden, damit ein "Drama" ausbleibt….und sich aber auch die Beteiligten selber im Klaren sind, wo ihre eigenen Bedenken ggf. liegen.

Und hier ist das Stichwort "Sicherheit" wohl unabdingbar.

So ist doch der Vorschlag einer Nachtwindel bei Fremdübernachtungen durchaus sinnvoll, egal in welchem Alter. Wir hatten das auch versucht, aber die Windel wurde eben auch bei Oma abgelehnt und so waren die Großeltern gefordert, sich Gedanken zu machen, wie sie die Enkelin unterstützen können, nachts das Klo zu finden. Einige Monate später hatte sie das dann alleine geschafft, wach wird man aber dennoch, wenn man einen leichten Schlaf hat.

Allerdings hat Oma selber dazu gelernt und lässt seither den Nachttrunk weg ;-) Sie hatte wohl die Sorge, dass die Kleine nachts sonst dürsten würde…Bei Speisen, die übermäßig Durst machen, wäre es aber wichtiger, wenn das Kind selber weiß, wie es diesen löschen kann, finde ich. Die eine Entwicklung schließt aber die andere nicht aus….

Auch vergleichbare "Sicherheitsmassnahmen" wie "Stundenwindeln im Sondereinsatz" können anstrengende Stunden wie Feiern, Reisen oder Festbesuche sichtlich für alle Beteiligten entspannen, weil es hier oftmals schwierig oder gar unmöglich ist, in kindgerechten Abstand eine Toilette aufzusuchen, die das Kind dann auch akzeptiert.

Wenn ich aber an meine sommerlichen altersgemischten Kinderkurse denke, waren gerade die kleinen Jungs (z.B. Geschwisterkinder) immer faszinierend glücklich, wenn sie mal mit den Größeren in die Pinkelpause durften. Die Mütter waren meist sowas von erstaunt….Was, der hat da mitgemacht? Das kann der doch noch gar nicht…

Tja, und wie er das konnte…

Ich finde schon, dass dieses Zutrauen von Eltern in ihre kleinen Kinder mittlerweile ziemlich auf der Strecke geblieben ist. Ich tausche mich über solche Themen gerne mit meiner Tante, die Erzieherin im Ruhestand ist, aus. Daher werde ich es auch so beibehalten, alle Kinder, die mitmachen wollen und dürfen, mitmachen zu lassen. Ich habe aber nicht den Anspruch, damit irgendwelche Familien vor den Kopf zu stoßen. Dennoch freue ich mich über jede, die hierbei ggf. ein Stückchen Selbstsicherheit gewinnt, auf ihr Kind dann in dieser Entwicklung vielleicht doch schon früher einzugehen als geplant oder allgemein üblich. Aktive Mithilfe wäre dabei aber unerlässlich und der Spaß sollte nicht zu kurz kommen…die weitere Entwicklung bleibt mir jedoch meist verschlossen mangels Rückmeldung...wäre aber sicher interessant.

Die Stillgruppen haben es da irgendwie besser organisiert, finde ich. Da sind Frauen, die vollkommen überzeugt und selbstverständlich noch ihre Teenager stillen, da frage ich mich schon, warum sich Mütter oder Eltern, die ihre Kinder gerne früh fördern, sauber zu werden, eigentlich verstecken müssen. In manchen Bereichen Afrikas werden Mütter sogar geächtet, wenn sie nach einigen Wochen noch nass werden, wenn sie ihr Baby im Tragetuch haben. Ein Blick auf andere Kulturen hat da schon was, finde ich…

Was also den Wegfall der Nachtwindel betrifft, habe ich den Eindruck, dass dies mehr im Freundeskreis diskutiert und besprochen wird als in eher öffentlichen Gruppen wie bspw. Mütterrunden. Ich denke aber, dass man schon sagen kann, dass das Alter von 3 so eine Art Orientierungspunkt darstellt, bei dem viele Eltern hoffen oder erwarten, dass sich zumindest die Tageswindel erübrigt hat.

Meine Bedenken hierbei sind jedoch, dass man einem Kind hierdurch mehr zumutet, als es eigentlich leisten kann, wenn man es in dieser wichtigen Entwicklung auf sich selber stellt. Mir tut es furchtbar weh zu hören bzw. zu lesen, dass man abwartet, bis das Kind von alleine aktiv und sauber wird. Ich empfange von kleinen Kindern in meiner Obhut hier durchweg andere Signale, die mich dann eben auf den Plan rufen oder ich werde quasi auch nur um eine kurze Rückmeldung angefragt z.B. bei Erstaunen über ein Drücken im Bauch, Verwunderung bei einem unkontrollierten Laut oder beim Innehalten, weil die Windel plötzlich warm wird etc. Mir ist dann im weiteren Verlauf noch kein Kind untergekommen, das bei diesen Beobachtungen nicht erfreut über eine positive Rückmeldung gewesen wäre und dem Mal nachgehen wollte…und bald suchen wir zunächst gemeinsam eine Möglichkeit, wo das machbar ist, dann einen Ort, dann andere… Das alles wird mit der Zeit zum Spiel, zur Gewohnheit und Wochen und Monate später ist das auch noch so…und die Windel wird mit der Zeit überflüssig...

Wo soll hier das Drama sein? Ich kenne es nicht anders, doch das Kind ist in dieser Phase recht eng mit einem verbunden, finde ich. Ist das ein Problem für viele Mütter? Ich komme im Gegenzug nämlich nicht dahinter, warum ein gesundes Kind eigentlich erst mit 3 sauber werden soll….

Dabei gibt es auch einen großen Vorteil, wenn man früher aktiv wird: Kommen die Kinder mit rund 3 Jahren in den Kindergarten, dann haben sie im günstigsten Fall schon ausreichend Übung, um den Kindergartenalltag mit seinen Spielrunden und Ausflügen auch eher Mal ohne nasse Hose oder Windel zu überstehen oder so einen Vorfall dann auch besser wegstecken zu können. Denn es ist auch von den Einrichtungen her sehr unterschiedlich, wie sensibel mit diesem Thema umgegangen wird und in welchem Ausmaß hier die Kooperation mit den Eltern stattfindet.

Ich hoffe, ich konnte nun noch eine andere Seite zu diesem Thema aufzeigen und etwas von dem Wettbewerbsdenken entschärfen. Als Eltern oder Großeltern ist man wohl immer gefordert zu überprüfen, was ist noch Übung, wann ist es Training, und wann wird es zum Drill…

Ich finde auch, gerade Großeltern und andere nahe Verwandte können so viel an Entlastung und Entspannung bei solchen Themen beitragen, dass es sehr schade wäre, wenn man hier wegen irgendwelchen unterschiedlichen Auffassungen in Streit gerät.

VG

A1nt1o)n Sommxer


Hallo Grapetruitsaft,

hallo Ihr anderen Interessierten!

Von wegen Wettbewerb ums schneller sauber werden...

Ich finde, das akkurate Gegenteil ist heute der Fall. Man will die Kindlein "klein" halten, damit man von den süßen Kleinen noch länger was hat.

Ich habe diesen Faden eröffnet, um eine Meinung von verschiedenen Leuten zu hören, wann Kinder sauber wurden, keine Tag- bzw. wann später sie keine Nachtwindel mehr brauchten.

Vor allem wollte ich informiert werden, damit ich nicht doch mal durch ne Bemerkung dazu mir den Zorn der jungen Eltern zuziehe.

Das Ergebnis war, daß nach einem Vergleich, den nur ich stillschweigend für mich alleine gemacht habe, zwischen den entsprechenden Zeitpunkten der Kleinkinder 1950, 1980 und

2010 etwa...

zur der Meinung gelangte, daß

---1950 bis 1980 die Kinder ab ca. 2 Jahren tagsüber und ab 3 bis spätestens 3 1/2 Jahren auch nachts keine Windel mehr benötigten;

--- 2010 die Kinder ab 3 1/2 Jahren tagsüber und ab 5 bis 6 Jahren nachts keine Windel mehr brauchen.

Und für mich jetzt muß ich sagen, "seltsamerweise und überraschenderweise" sind die Eltern von heute mit diesem Zustand von 2010 total zufrieden. Sie finden das gut. Sie lassen (z.B. am Spielplatz beim Gespräch über dieses Thema) eher ironisch-zynische Bemerkungen fallen, daß die Kinder vor 30 und 60 Jahren eben zu viel gegängelt, getrimmt und zum Sauberwerden abgerichtet wurden.

Mir ist das egal. Ich trage dazu keine Verantwortung. Aber ich werde mich hüten, als Großvater den jungen Eltern gegenüber ein Wort diesbezüglich fallen zu lassen oder durch meine Mimik zu verraten, daß ich diese Linie von heute etwas weniger ideal finde.

Nochmal:

Ich danke allen, die mir geantwortet haben, für ihre netten Mitteilungen, aus ganzem Herzen.

Ihr habt mich vor unpassenden Opa-Worten bewahrt.

Dankeschön und alles Gute weiterhin!

:-) :)z :)^

atkaf


@ grapefruit

Kinder-Unterhosen in Größe 80 oder 86

Bei h&m gibt es da schon etwas Auswahl.

Thema Klingelhose: Das haben die Eltern meiner Nichte auf Anraten des Kinderurologen versucht, da die Maus ja mit 9 Jahren immer noch ins Bett macht. Sie haben es auch schnell wieder gelassen, weil – wie schon von jemand anderem hier beschrieben – alle wach wurden, außer dem Mädchen. In dem Alter kann ich auch verstehen, dass man sowas mal ausprobiert.

Leider kenne ich andere Menschen, die das schon beim grade 4 Jahre alt gewordenen Kind nötig fanden. Das kann icgh nicht nachvollziehen (und es hat auch nicht geholfen)

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