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Kind hat wohl Adhs, meine Sorgen & Probleme....

Tyeeqlichxt hat die Diskussion gestartet


Hey Hey,

mein Sohn (fast 5 Jahre alt) ist schon seit seinem 3. Lebensjahr auffällig. Mit 3 ist er in den Kindergarten gekommen, dort hat er nach wenigen Wochen die anderen Kinder & Erieher verhauen, ohne jeglichen Grund geschupst, mit Sachen beworfen! Auf die Erzieher hat er grundsätzlich nicht gehört, immer genau das gegenteil von dem gemacht was andere von Ihm wollten.

Zuhause wurde es auch immer schlimmer. Er hörte auf niemanden mehr, schrie bei jeder kleinigkeit rum, beleidigte und mit Wörtern die ich hier nicht schreiben möchte, flippte bei jeder Sache ab und egal was man von ihm wollte, er sagte immer NEIN!

Seit Sommer 2011 geht er auf einen Förderkindergarten, macht eine Verhaltenstherapie/Psychotherapie. Sein Verhalten hat sich in einigen Punkten gebessert, jedoch kommen regelmäßig neue sachen dazu.

Inzwischen ist es so, das es fast unmöglich ist mit ihm einkaufen zu gehen. Er schreit den halben Laden zusammen, muss alles anfassen, spricht fremde Leute an. Wenn diese fremden aber nicht auf ihn reagieren beleidigt er auch gerne mal mit schimpfwörtern, oder steckt einfach mal die Zunge raus.

Was auch sehr faszinierend ist: Wenn ich mit ihm alleine zuhause bin, oder mein Freund noch da ist, geht es. Zuhause ist er relativ normal, flippt kaum aus! Aber sobald wir raus wollen, sprich die Wohnungstür auf geht, rennt er wie ein irrer den Flur runter (oft fällt er dabei hin), rennt raus und haut einfach ab. Ich wohne direkt in der Innenstadt und muss demnach immer ein Stück durch die Einkaufsstraße wenn ich irgendwo hin möchte. In der Stadt sind ja bekanntermaßen viele Menschen und da dreht er richtig auf, er hüpft wie verrückt durch die Gegend, schreit undefinierbare Wörter rum, wackelt wie von Sinnen mit seinem Kopf rum. Manchmal läuft er anderen mit absicht in die Hacken....

Er hört grundsätzlich nicht zu wenn man ihm etwas erklährt, er schreit dann lieber rum und ignoriert einen.

Wenn er etwas falsch macht und ich ihm erklären möchte was er falsch gemacht hat und ihm eine Standpauke halte, zieht er alles ins lächerliche, lacht dann und geht weg.

Beim Essen ist er sehr hibbelig, er muss ständig mit seiner freien Hand in der Luft rumfuchteln und ruft seine selbsterfundenen Wörter. Beim spielen kann er sich jedoch zeitweise gut konzentrieren und spielt lange durch.

Die Kinderpsychologin meinte das er in seiner Entwicklung zurück ist & es wohl auf ADHS hinaus läuft.

Ich bin jedoch mit meinen kräften langsam am Ende. Ich muss den ganzen Tag durchplanen, da ich immer abwägen muss: Kann ich ihn DA mit hin nehmen oder eskaliert es wieder? Manchmal geht es auch nicht anders und ich MUSS ihn einfach mit nehmen (zb zum einkaufen) und bin im grunde schon vorher gestresst da ich ganz genau weis: Super, wieder ein Geschäft mehr in dem du dich vorläufig nicht mehr blicken lassen kannst :|N

2013 kommt er in die 1. Klasse und ich würde gerne wieder arbeiten. Grade beziehe ich Hartz4.

Jedoch habe ich so eine Angst vor der Zukunft, da ich nicht weis, wie das mit seiner Krankheit weiter laufen soll.

Er müsste nach der Schule noch eine Betreuung bekommen. Wir haben hier eine Betreuungsgruppe ab 6 Jahren für psychisch kranke Kinder. Ist schonmal super! Jedoch habe ich schon viele Berichte über ADHS Kinder gelesen, die selbst mit Medikamenten nichtmal die Grundschule überstanden haben. Angst habe ich auch, das er es nicht mal alleine schafft zu dieser Betreuung hin zu gehen nach der Schule.

Grade bin ich wirklich Ratlos und verzweifelt.

Was habt ihr für erfahrungen gemacht?

Antworten
NAelklyNexlly


Die Kinderpsychologin meinte das [...] es wohl auf ADHS hinaus läuft.

Oh, na dann ist doch alles geklärt. %-|

Sorry, das ist jetzt absolut nicht gegen dich gerichtet, es macht mich immer wütend, zu sehen/lesen, dass jedes "unbequeme" Kind grundsätzlich erstmal ADHS-krank, autistisch und weiß nicht was ist! Verdammt, dein Kleiner ist 5 Jahre alt... und im Kiga, seit er 3 ist? Da fallen mir viele mögliche Ursachen für sein (Fehl-)Verhalten ein. Stichwortartig:

- "Trotzphase"

- diverse Formen von Stress

- körperliche(!) Krankheiten

und, so unbequem es für dich sein mag: schlechte/fehlende Erziehung.

Du bleibst ja hier leider Informationen darüber schuldig, wie du mit und dein Freund (biologischer Vater des Kindes?) mit dem Sohnemann bzw. seinen... Allüren umgehen?

N-ellbyNellxy


edit: ... es heißt natürlich nur "du und dein Freund".

T=e%eli@cht


Ich habe mich schon ausführlich über ADHS informiert. Die Symptome passen 95%ig zu meinem Sohn.

Die Psychologin meinte zu mir das es WARSCHEINLICH darauf hinaus läuft, nicht das es schon so ist.

Gut, das ich in der Erziehung bestimmt nicht alles richtig gemacht habe, gebe ich zu. Trotzdem rechtfertig das nicht diese krassen abraster und Anfälle.

Nein, mein Freund ist nicht der biologische Vater & es besteht auch kein Kontakt zu Ihm.

Ich gehe so mit Ihm um, wie es mir in der Verhaltenstherapie beigebracht wurde. Ein Beispiel: Wir wollen zum Spielplatz: Ich sage ihm: Wir gehen gleich zum Spielplatz, haust du dort wieder die anderen Kinder gehen wir direkt nach Hause! Das ziehe ich auch konsequent durch & im normalfall funktioniert es auch!

Er soll lernen das er die Konsequenzen zu tragen hat und nicht machen kann was er will und alles das toll finden müssen!

aEpr`i$l34x5


Was du auch machen kannst wenn du mit deinem Kleinen reden wilst setze dich oder stelle dich ihm gegenüber und lege ihm eine hand auf die Scchulter so kannst du schon mal einen Kontakt zu ihm aufbauen und kannst dadurch die Aufmerksamkeit auf dich lenken und so kann er nicht weg rennen , so läßt es sich mit Kindern die das ADHS oder ADS haben leichter reden. Konnte das bei meiner Freundin ihrem Sohn damals beobachten, diesen Tip hatte sie von eine Kinderpsychologen erhalten und es funktionierte recht gut.

hLag-t4ysQja


also wenn ich das lese, hört es sich für mich auch eher nach einem 4jährigen (er ist ja noch nicht mal 5) an, der trotzt und seine mutter an ihre grenzen bringt.

was den spielplatz angeht, scheint ja die einfache formel konsequenz zu ziehen. ich denke nicht, dass er das mit adhs so steuern könnte.

also bleibe bei konsequenz. androhung der folge, die ein definiertes ungewünschtes verhalten hat und dann eben auch durchziehen eben der konsequenz.

beispiel geschäft: wenn er da jemanden beleidigen würde, gäbe es eine ermahnung, dass es bei wiederholung auf direktem weg nach hause geht und dann würde ich beim 2. mal mein kind unter den arm klemmen die sachen im korb zurück legen und gehen. dann gibts eben butterbrot zum mittag.

treppenhaus: er hat einfach nicht vorzurennen, wenn er nicht an der tür wartet. vertrauen muss er arbeitet werden. wenn er also mehrmals zeigt, dass er vernünftig mit dir zusammen die treppe runtergeht und zwar ruhig (!!), dann darf er auch wieder vorgehen.

wenn er auf der straße losrennt, kommt er konsequent an die hand, bis er gelernt hat, dass das nicht geht.

du bist die mutter, du bist die starke person, auf die er sich verlassen muss und die ihm den weg zeigt. ich würde eure therapie wohl auf familien-therapie ausweiten und dir dringend raten, dir hilfe vom jugendamt zu holen.

lZe saDng rexal


ADHS kann erst mit etwa 7 bis 8 Jahren sicher diagnostiziert werden. Alles andere, was davor stattfindet, gehört zur normalen Entwicklung wie Trotzphasen und Co.

Ich stimme hag-tysja und Nelly zu.

c0aithClinn


Hallo Teelicht,

Erstmal wuensche ich dir viel Geduld und ich denke, dass du um Rat fragst ist doch schon ein Schritt in die richtige Richtung. Es ist aber nicht einfach nur nach einer Beschreibung zu gehen und ich denke auch dass wir alle vorsichtig sein sollten mit Ratschlaegen wie "deine Erziehung" etc. Immerhin ist der kleine Mann schon 5 Jahre alt und es gibt medizinische Betreuung und andere Foerderung. Eine "moegliche" ADHS Diagnose heisst ja nicht, dass er nun tatsaechlich ADHS hat, aber meiner Meinung nach bedeutet es auch nicht, dass man das nur mit "Trotzphase" abtun kann. Immerhin scheint das Problem ja nicht erst seit gestern zu bestehen.

So, da das nun aus dem Weg ist, haette ich auch ein paar Ratschlaege. Im Grunde genommen denke ich sind die Vorschlaege, die bereits genannt wurden sicherlich nicht verkehrt. Und zur Unterstuetzung, um ein Verhalten langsam und sicher zu aendern ist es wirklich sinnvoll. Ich denke unabhaengig von jeglicher Diagnose waere es wichtig auch mit den Erzieherinnen im Kindergarten zu sprechen und mit Ihnen eine Linie zu vereinbaren. Meine Tochter ging in einen Montessori Kindergarten, in dem z.B. ein Kind die Hand auf die Schulter/Hand der Person legte, zu der es sprechen wollte, FALLS sich diese Person gerade in einem anderen Gespraech befand. Das kann man dann z.B. auch zu Hause anwenden, und damit vielleicht etwas Geschrei vermeiden.

Ich nehme an, dass du nicht arbeitest? Was unternimmst du denn mit deinem Sohn? Geht ihr spazieren? Gibt es einen Zoo oder auch ein Museum? Ich denke im Moment an "ruhige, offene, konfliktarme" Moeglichkeiten, in denen es moeglich ist, dich direkt mit deinem Sohn zu beschaeftigen, und auch eben eine "lange Leine" zu lasen, etwas zu erlauben und eben nicht staendig mit Argusaugen ueber ihn zu wachen. Sicher ist das Wegrennen etc nicht schoen, aber da sollte man es eben auch langsam angehen, also z.B. vor dem Oeffnen der Wohnungstuer ansagen, ich moechte NICHT, dass du weglaeufst, es mach mir keinen Spass, dir hinterherzulaufen, und du wirst nicht mit mir gehen koennen, wenn du weglaeufst. Das wuerde ich (da ich denke beim ersten Mal stoesst das bestimmt auf taube Ohren) dann nach und nach vertiefen. Am Anfang reagierst du eben nicht darauf, dass er sich "danebenbenimmt", sondern erklaerst das nochmal und dann ist gut. Erinnere ihn daran, ohne Zorn, ohne Aggression etc, sondern ruhig und sachlich. Als Konsequenz bei Nichtbeachten wuerde ich da dann nicht mit "Wegnahme der beabsichtigten Aktivitaet" drohen, sondern lieber mit etwas anderen, also vielleicht anbieten auf dem Weg zum Spielplatz etwas Besonderes zu machen, Enten fuettern etc, was dann eben als "Druckmittel" gebraucht werden kann. Stell dir doch mal vor wie es fuer ihn sein muss, wenn er genau weiss, "wenn ich mich EINMAL danebenbenehme, ist das mit dem Spielplatz vorbei".... Da ist doch alleine der psychologische Druck schon riesig, es juckt quasi in den Fingern es eben einmal doch zu versuchen... und dann ist die Enttaeuschung umso groesser. Ich mag da vielleicht etwas unkonventionell sein, aber ich lasse durchaus mal etwas "durchgehen", wenn dadurch gewaehrleistet wird, dass das "Ziel" erreicht wird. Wenn ich meine Kinder nicht ohne ihr Lieblingspielzeug zuegig ins Auto bekomme, wenn die Zeit draengt, dann geht es eben mit. Ist mir doch egal, ob das Kuscheltier nun im Auto liegt oder zuhause, solange ich puenktlich dort bin, wo ich hinmuss etc. Ich habe auch grosse Taschen, wenn sich die Situation ohne Auto durchspielt (ich ziehe allerdings die Grenze bei Rollern, Fahrraedern etc, das trage ich nicht!)

Naja, und so geht es dann weiter, kleine Schritte, Vertrauen aufbauen, LANGSAM und mit viel Geduld und vor allem mit echter Aufmerksamkeit. Das ist ebenfalls sehr anstrengend, gerade wenn man sich schon jahrelang anders "behelfen" musste, und eine Aktion mittlerweile eine bestimmt Reaktion voraussagt. Diesen "Teufelskreis" muss man versuchen zu durchbrechen, und das erfordert viel Kraft und Willen! Reagiert dein Sohn auf "Belohnung"? Auch auf verbaler Ebene? Also Lob, Anteilnahme, soetwas? Wird er denn mal gelobt? Versuchts du ihn klarzumachen, dass wenn er etwas tut, was DIR gefaellt, es meistens den Effekt hat, dass es auch ihm gefaellt? Frag ihn doch mal, ob es ihm Spass gemacht hat, etwas "richtig" oder "gut" getan zu haben, wenn das der Fall war! Sag ihm, wenn du dich freust, dass es gehoert hat/etwas befolgt hat/sich "benommen" hat etc. Nicht nur schimpfen, wenn er ein Kind haut, sondern deine Freude darueber ausdruecken, wenn er es NICHT tut! Sozusagen ihn dabei "ertappen, dass er sich gut verhaelt"... das wird so selbstverstaendlich erwartet, dass es gar nicht mehr bewertet wird, sondern eben nur auf die negativen Seiten Bezug genommen wird. Positives Verhalten zu erkennen und als solches zu bewerten hat oft eine viel tiefergehende Wirkung. Die meisten Kinder wollen TEIL sein, wollen dazugehoeren, im Moment ist er ganz klar IMMER der Aussenseiter. Das ist seine Rolle, und da die Gesellschaft (ja aus guten Gruenden) Aussenseiter nicht willkommen heisst, bedeutet das, dass er nicht angenommen wird. Bisher scheint er nur die "negative" Seite erfahren zu haben, also was passiert, wenn er sich NICHT "rollenkonform" verhaelt. Vielleicht hat "positive" Reaktion besseren Erfolg, einen Versuch sollte es doch wert sein, oder?

Alles Gute, viel Geduld und wenn du dich nicht mit einer Diagnose wie ADHS zufriedengeben willst, dann liegt es in erster Linie leider an dir, um deinem Sohn das Leben im wahrsten Sinne des Wortes "leichter" zu machen.

Caithlinn :-)

bIlueWgxal


Zuhause ist er relativ normal, flippt kaum aus! Aber sobald wir raus wollen, sprich die Wohnungstür auf geht, rennt er wie ein irrer den Flur runter (oft fällt er dabei hin), rennt raus und ....

ADHS ist immer ADHS, also nicht nur im Kindergarten oder auf der Straße unter Menschen, sondern auch zu Hause.

Wenn er in der Wohnung "normal" ist, könnte das darauf hindeuten, dass vielleicht nicht ADHS die Wurzel allen Übels ist.

Wie ist das genau mit dem "oft hinfallen"? Gibt es evtl. noch andere motorische Auffälligkeiten, z.B. was Gleichgewichtssinn anbetrifft? Auch das könnte auf andere Störungen hinweisen.

Vor allem denke ich an Beeinträchtigungen der Entwicklung. Bestimmt kennst du aus den kinderärztlichen Untersuchungen bestimmte Tests, z.B. den Greifreflex von Säuglingen?

Dieser wird durch andere Stellen des Gehirns gesteuert, als die bewussten Bewegungsabläufe älterer Kinder.

Mitunter kommt es zu Entwicklungsdefiziten, die sich in Symptomen äussern, die denen von ADHS sehr ähnlich sind, vor allem motorische Unruhe, Konzentrationsschwächen, gesteigerte Agressivität und dergleichen mehr.

Wenn du mehr darüber erfahren willst, kannst du ja bspw. mal unter dem Stichwort "persistierende frühkindliche Reflexe" googlen.

m-ond+sktjernxe


Gut, das ich in der Erziehung bestimmt nicht alles richtig gemacht habe, gebe ich zu.

Ich glaube darum geht es gar nicht. Erziehungsfehler sind normal. Was heute noch als Fehler gilt, ist morgen vielleicht der Weisheit letzter Schluss. Ich denke mal, Du machst Dir schon viele Gedanken. Du machst es so gut Du es kannst. Besser geht's nicht. Das ist nicht das Problem.

Trotzdem rechtfertig das nicht diese krassen abraster und Anfälle.

Es gibt gar keine Rechtfertigung für dieses Verhalten. Es gibt sicher eine Ursache. Die gilt es herauszufinden.

J,essicOaM


Ich glaube auch dass wir von der Ferne schlecht beurteilen können warum dein Sohn sich so verhält. Kann der Grund im nicht vorhandenen Kontakt zum Vater liegen? War dein Sohn immer schon so? Wie kommt dein Lebensgefährte mit ihm klar?

Ach ich glaub da gibt es viele Ansatzpunkte...ich fühle mit dir, ich glaub du hast es nicht einfach. Da muss man ja den Tag wirklich ganz anders durchplanen...

bcabyko,alxa


ich denke was die anderen hier gesagt haben ist alles richtig

udn auch das mit der familien-therapie würde ich dir ans herz legen.

ich wurde auch ohne ende zum psychologen geschickt (mit 14) weil ich ja SO ein schweres kind war...

muss jetzt nicht erläutern was die auslöser waren, aber ein kind ist meiner meinung nach nicht "von natur aus böse"

und wenn was mit dem kind ist, muss man sich mal an die eigene nase fassen (was meine eltern bis heute nicht können)

außerdem würd eich dir gerne noch sagen, dass du dienen sohn, wenn er sich geändert hat, nicht immer auf das "ADHS-kind" reduzierst, sondern dein verhalten zu ihm an sein verhalten anpasst...

mir werden immernoch (mit 19) sachen vorgehalten, die ich mit 14 gemacht habe, und seit jahren nicht mehr mache

-> auch wenn es nur ums aufräumen der küche geht, wenn ich gebacken habe...

auf ein "darf ich backen" folgt immer sofort ein "nur wnen die küche nachher sauber ist!!!! >:( "

und ab und zu erwische ich mich dabei, wie ich einfach aus trotz alles stehen lasse :=o

damit meine mutter sieht "was sie an mir hat"

hoffe es ist klar geworden, was ich dmait sagen wollte ;-)

viel erfolg mit dienem kleinen *:)

NBelly-Nelhly


Die Symptome passen 95%ig zu meinem Sohn.

Die "Symptome" passen zu 95 Prozent aller 4/5-Jährigen. :=o ;-)

Ich will nicht herunterreden, dass du Kummer und Sorgen hast und wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft. ABER die geschilderten Probleme sehe ich jeden Tag, bei Kleinkindern, Schulkindern, Jugendlichen, Erwachsenen... haben die alle ADHS?

Keiner hier kennt euch, weiß, was bei euch zu Hause abgeht. Noch weniger darüber, was im Kindergarten abgeht (abging); dass dort erst "nach wenigen Wochen" irgendwelche Attacken von seiten deines Sohnes (wirklich?) statt gefunden haben, würde mich stutzig machen. Hast du dort mal nachgebohrt?

d>ev;nxic


teelicht

ich denke, alle spekulationen helfen dir nicht weiter, solange du keine klarheit über die ursachen seines verhalten hast. eine gründliche und gewissenhafte diagnostik sollte deshalb meiner meinung nach im vordergrund stehen, um z.b. eine adhs bestätigen – oder eben auch ausschliessen zu können.

inwieweit eure psychologin darin erfahren ist, kann ich nicht beurteilen. gerade bei so kleinen kindern erfordert es ein gutes fingerspitzengefühl und objektive urteilsfähigkeit.

eventuell könnte es dir helfen, kontakt zu einer adhs-selbsthilfegruppe in eurer nähe aufzunehmen und dort nach erfahrungen mit guten (!) diagnostikern zu fragen. (adressen findest du auf den websites der grossen adhs verbände, z.b. [[www.ads-ev.de]] oder [[www.adhs-deutschland.de]] unter der rubrik "gesprächskreis" oder "unser angebot")

sollte sich der verdacht eurer psychologin bestätigen, dann erst mal keine panik ;-) auch kinder mit adhs kriegt man "gross" (wenn man auch ein wenig anders mit ihnen umgehen sollte und eine portion mehr kraft und geduld benötigt) nicht jedes kind mit adhs benötigt gleich medikamente, oft kann man mit einer gezielten adhs-spezifischen verhaltenstherapie, gekoppelt mit einem guten adhs-spezifischen elterntraining schon grosse erfolge erzielen. sollte dies nicht ausreichen, um dem kind zu helfen, kann man immer noch unterstützend (!) auf medikamente zurückgreifen

das allerwichtigste ist eine positive grundeinstellung zu deinem kind. pfeiff darauf, was andere leute sagen oder denken, das wichtigste ist dein KIND und dass ihm GEHOLFEN wird! egal was er tut, ich garantiere dir, dass keine böse absicht dahinter steckt! sollte eine adhs zugrunde liegen, ist er seinen gefühlen und den reizen der aussenwelt hilflos ausgeliefert und benötigt viel unterstützung, um zu lernen, damit klar zu kommen. auch wenn es oft nicht den anschein hat, aber ER leidet am MEISTEN!!! nicht die kassiererin an der kasse, nicht die erzieherin im kindergarten, nicht einmal du... :)*

also geht es in aller erster linie darum, IHM ZU HELFEN, sozial erwünschtes verhalten lernen zu können.

klare regeln und strukturen sind genau so wichtig wie eine verlässliche einschätzbarkeit deiner reaktionen und möglicher konsequenzen. dies BRAUCHT er,um sich zu orientieren.

mit positivem feedback, wenn ER etwas GUT macht, erreichst du wesentlich mehr als mit schimpfen und/oder strafen. was nun nicht bedeuten soll, dass negatives verhalten keine konsequenzen nach sich ziehen sollte ;-) jedoch sollten die konsequenzen immer in einem logischen (und für ihn nachvollziehbaren) zusammenhang mit dem fehlverhalten stehen. z.b.: zappelt er beim essen, hört nicht auf ermahnung, kippt das getränk um, dann putzt ER den boden. das ist keine "strafe" (womit man bei kindern mit adhs eh nichts bewirken könnte) sondern eine logische folge seines handelns.

genauso sollte es aber auch logische folgen für POSITIVES verhalten geben. wenn er z.b. einmal NICHT davon rennt wenn ihr aus dem haus geht, dann LOBE ihn dafür und zeig ihm deine ehrliche (!) freude darüber. vielleicht freut er sich dann auch über einen gummibären als kleine belohnung... ;-)

was das verhalten beim einkaufen bzw in der öffentlichkeit angeht, möchte ich dir einen ganz wichtigen satz ans herz legen: THEATER LOHNT SICH NUR VOR PUBLIKUM!!!!!

auch wenn es sich paradox anhört: je weniger aufsehen du darum machst,wenn er z.b. anderen leuten in die hacken läuft, je weniger reaktionen DU darauf zeigst, umso weniger wird sich sein "auftritt" in zukunft lohnen! ein kurzes, knappes, aber deutliches "NEIN!" oder "STOP!"(eventuell verbunden mit an der hand nehmen) wird mehr bewirken als viele, viele worte der schimpfe (die er in seiner reizüberflutung eh nicht aufnehmen kann!)

je tiefer und unaufgeregter deine stimmlage ist, umso eher werden ihn deine worte erreichen! beschränke dich dabei auf möglichst wenige worte, auf KURZE und KLARE ansagen, vermeide typische "standpauken" (vor allem in der öffentlichkeit – sonst hast du wieder das lohnende theater vor publikum...)

es ist zwar richtig, dass adhs IMMER adhs ist und grundsätzlich in mehreren bereichen des sozialen umfeldes auftritt, dennoch ist es nicht verwunderlich, dass sie symptomatik zu hause, im "geschützten" raum, mit wenigen bezugspersonen und weniger reizen, weitaus milder auftreten kann.

erwarte nicht von ihm, dass er regeln, die er grundsätzlich VERSTANDEN hat, auch immer und jederzeit UMSETZEN kann, denn dies hängt immer von seiner aktuellen tagesform und dem grad der reizüberflutung ab. ein kind mit adhs benötigt die 8-18 fache zeit,um regeln zu verautomatisieren und diese zuverlässig umsetzen zu können.

und an manchen tagen ist das kleine gehirn auch einfach mal ZU SEHR reizüberflutet (hör auf dein mamaherz, du wirst diese tage bzw situationen erkennen!!! :)* ) dann geht auch mal GARNICHTS mehr. dann darf die 5 aber auch mal gerade sein und dann muss nicht JEDE regel eingefordert und umgesetzt werden, sondern es genügt, wenn es die aller, aller wichtigsten sind (z.b. an der strasse bleiben wir stehen, punkt, ende!)

dein kind braucht zwar klare regeln und strukturen, aber nicht durch härte und penetranz, sondern mit liebevolle sturheit umgesetzt!

verabschiede dich bitte auch von der erwartung an dich selbst, immer und jederzeit alles richtig machen zu müssen, denn das kannst du nicht! das brauchst du aber auch nicht können, denn du bist ein MENSCH und keine programmierbare maschine. und menschen machen fehler und das ist auch gut so! ein kleines bissel chaos schadet niemandem :-p ;-D

alles was ich dir geschrieben habe, kann grundsätzlich allen kindern (ob nun mit oder ohne adhs) helfen, aber kinder mit adhs sind darauf wesentlich mehr angewiesen.

ich wünsch dir auf jeden fall ganz viel kraft sowie eine portion gelassenheit und humor, denn damit wird es dir leichter fallen, deinen schwierigen alltag meistern zu können und deinem süssen rabauken dabei zu helfen, sich im leben zurecht zu finden! @:)

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