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Träumer-Ads

a#lters(ackx53


@ DukeNukem

Vielleicht sollte man das System dahingehend ändern das kein Kind mehr Medikamente braucht um einen gesunden Durchschnitt zu erreichen.

MfG

H|a8senrxeich


Ich muss mich altersack und screwball anschließen - NICHT die Kinder, die halt ein bisschen "anders" sind sind krank - sondern das System!

Ich war als Kind SEHR verträumt - trotzdem war ich eine gute Schülerin. Gelernt habe ich nach einem ganz eigenen System: Ich habe mir für Tests und Klausuren seitenweise den Stoff aus den Büchern rausgeschrieben - stichwortartig - dies in eine Gliederung gepackt mit immer neuen Unterteilungen - zB. A B C - dann I. II. III. - eine weitere Unerteilung 1.2.3. usw. - durch dieses AUFSCHREIBEN haben sich schon die wichtigsten Dinge eingeprägt - danach habe ich nur noch von meiner selbsterstellten Aufstellung gelernt, das hat prima funktioniert - zwischendurch habe ich andere Sachen gemacht - musiziert usw oder einfach nur geträumt - einfach zur Entspannung.

Ich persönlich sehe in träumenden Kindern sehr viel kreatives Potential, und ich sehe eine solch medikamentöse Eingrenzung sehr kritisch. - Ok, es mag ja, sein, dass es manchen Menschen hilft oder geholfen hat - aber dennoch sehe ich das recht kritisch, ein verträumtes Kind gleich medikamentisieren zu müssen.

H0asenrexich


Ansonsten kann man das Kind ja auch ein Jahr später einschulen. Ich bin auch erst mit 7 in die Schule gekommen. Geschadet hats mir nicht!

i*nnere) Stmim;mTe


Hallo, screwball @:)

Ich fand deinen Beitrag sehr gut, da ich selber (seit ca. meinem 6. Lebensjahr) kein großer Fan dieses Systems bin (um es mal freundlich auszudrücken); das ist in meinen Augen keine "Artgerechte-Haltung". Ich finde es sehr wichtig, die Leute von Zeit zu Zeit dazu anzuregen, das System zu hinterfragen/ ihr Wesen nicht unterdrücken oder beschneiden zu lassen/ sich eigene Gedanken zu machen/ nicht vorgekaute Meinungen zu übernehmen und sogar zu verteidigen.

Dein Beitrag war jedoch wohl leider etwas ungünstig platziert. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich viele angegriffen fühlen, war sehr hoch, da das Faden-Thema recht emotional/persönlich ist. Schade. Dabei hast du doch mit deinem letzten Satz alles gesagt, damit ein objejtiver Leser sich ganicht angegriffen fühlen kann.

pnhantomxhive


Das System ist geschichtlich betrachtet super, das Beste das wir jemals hatten und es wird sich nicht dadurch weiter verbessern indem man kranken Kindern Pillen vorenthält, die sie vielleicht gebrauchen könnten.

Sorry, aber meinst du das wirklich ernst? :-/ Echt tolles System, das wir hier haben, wirklich super... *hüstel*

Tanja2609

Ich habe, was Ritalin angeht eine sehr kritische, wenn nicht sogar negative Einstellung. Aus eigener Erfahrung kann ich dazu zwar nicht viel sagen, aber mein Ex hat als Kind Ritalin bekommen, und bezeichnet diese Zeit als die schlimmste seines bisherigen Lebens. Er hat es so beschrieben, dass er sich Zombie-mäßig gefühlt hat, willenlos, könnte man sagen. Das war zwar zum Vorteil der Lehrer, in der Schule war er zu der Zeit, in der er es eingenommen hat deutlich besser, und konnte sich auch besser konzentrieren, aber zu welchem Preis? Ist es das Wert?

Ich selbst habe bei mir auch des öfteren die Vermutung, dass ich ADS haben könnte, die träumerische Art, vielleicht eine etwas abgeschwächte Form, würde aber niemals dagegen etwas einnehmen wollen. Ich denke, damit kann man sich irgendwie arrangieren? Halt, wie schon beschrieben, kurze Lernphasen, kleine Pausen usw. Ich weiß, das ist in der Schulzeit schwer umzusetzen, aber trotzdem doch nicht gleich ein Grund solche hammermäßigen Medis zu nehmen...

Bei meinem kleinen Bruder (10) wurde auch letztens überlegt, ob er nicht Ritalin nehmen sollte, da er sich manchmal etwas schlechter konzentrieren kann... ich bin klar dagegen!

C9he


Vielleicht sollte man das System dahingehend ändern das kein Kind mehr Medikamente braucht um einen gesunden Durchschnitt zu erreichen.

Das ist doch unrealistisches Wunschdenken.

R. konnte sich ohne Ritalin weder in die Klasse einfügen, noch auf den Unterricht konzentrieren. Nein, auch nicht auf die persönliche Begleitung und Förderung 1:1 , z.B. bei den Hausaufgaben, dem Annähen eines Knopfes usw.

Ich spreche keinesfalls einer übereilten, nicht genügend auf Alternativen geprüften Verschreibung von Psychopharmaka das Wort! Schon gar nicht einer Verschreibung, bei der das Wohl der Eltern und deren Wunsch nach Ruhigstellung des Kindes den Ausschlag gibt.

Aber wie sollte bitte ein Schulsystem aussehen, was diesen (mehr oder weniger schwer! betroffenen) Kindern eine adäquate Teilnahme an Bildung ermöglicht und damit Chancen auf ein selbständiges Leben, nämlich nicht von H4, offenhält? ":/

Man wird da sicher auch bei längerem Nachdenken nichts finden, was alle einbezieht.

Das war zwar zum Vorteil der Lehrer, in der Schule war er zu der Zeit, in der er es eingenommen hat deutlich besser, und konnte sich auch besser konzentrieren,

Es war nicht primär "zum Vorteil der Lehrer" (auch wenn es genaugenomme denen erst ermöglich hat, ihre Arbeit zu machen), sondern hat schlicht die Teilnahme dieses Kindes am Unterricht ermöglicht – und den Mitschülern das Recht auf einen Unterricht in lernförderlicher Atmosphäre.

Ich glaube kaum, daß sich ein betroffenes Kind in der Schule – als Außenseiter, Störer, leistungsschwacher Schüler so recht wohlfühlt... gerade da ist die Gefahr, gemobbt zu werden, groß. Solch ein Kind ist mit seinem Verhalten im Unterricht gerade auch für andere leistungsschwache Schüler eine starke Belastung.

...wie schon beschrieben, kurze Lernphasen, kleine Pausen usw. Ich weiß, das ist in der Schulzeit schwer umzusetzen, aber trotzdem doch nicht (gleich) ein Grund solche hammermäßigen Medis zu nehmen...

bei hammermäßiger Beeinträchtigung braucht es starke Hilfen.

Ritalin hat (leider) nur eine begrenzte Wirkungsdauer. Daher kann man das Kind an den schulfreien Tagen seiner Träumerei überlassen. Da mag es selbst entscheiden, ob es das möchte. Wir haben das so gehalten, die Entscheidung war nicht immer vorhersagbar, wechselte also. :)z

sOchniueki


ich würde es mit medikamenten testen und dann auch das kind mitentscheiden lassen, wie es ihm am liebsten ist und wann es sich am besten fühlt.

bin der meinung, dass ritalin für adsler schon wichtig ist und sehe solche tests, wo man auch stark hyperaktive kinder auf irgendwelche almen bringt, ohne medis und mit schlechten betreuern als äußerst skeptisch an.

liebe TE, du hast selbst geschrieben, dass für dich die schulzeit horror war. daher, so sehe ich das, solltest du deiner tochter die möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, ob es ihr im alltag (und dann auch in der schule) besser geht und alles leichter fällt, wenn sie das ritalin nimmt, oder auch nicht. ich denke, sie kann sich dazu schon äußern, bzw. wirst du sie ja auch beobachten können.

ein sohn meines cousins war praktisch jahrelang das schwarze schaf der familie, hat sich nie angepasst und hat die aberwitzigsten ideen gehabt. das hat ewig gedauert, bis die die diagnose ads hatten und seitdem und der medikamention gehts nicht nur ihm besser, sondern allen! er hatte auch arge probleme mit anderen kindern.

ritalin hat leider durch die medien etc. einen ziemlich schlechten ruf wegbekommen, vielleicht spielt das auch in deinen überlegungen rein.

DVuk"eNu*kxem


Vielleicht sollte man das System dahingehend ändern das kein Kind mehr Medikamente braucht um einen gesunden Durchschnitt zu erreichen.

Sieh dir mal ein paar ernsthafte ADS-Fälle an, ohne Medis kannst du denen nicht mal erklären das er bitte den Müll runter bringen soll. Du kannst die so nicht auf die Welt bzw die Welt auf sie loslassen.

I`n-CKxog Nixto


hallo,

ich habe einen 10jährigen.

Dieser fiel in der Grundschule u.a. dadurch auf, dass er nie anwesend war.

Auch brauchten wir bis zu 6 Stunden für die Hausaufgaben.

Auch jetzt im Gym kann ich ihn dazu nicht alleine lassen, weil sonst nichts geht.

Er hat mühsam gelernt, in der Hausaufgabenbetreuung innerhalb von 1,5 Stunden seine schriftlichne Hausis zzu machen, aber es war ein langer Weg.

Auch in der neuen Gym-Klasse hatte er unglaublich Ärger mit Schülern und Lehrern, weil er nie "da" ist und deshalb unglaublich viel nicht mit bekommt.

In Latein fällt er nun deshalb durch und muß seine Schule verlassen, in die er sich gerade eingelebt hat.

Wir haben alles versucht über die Jahre:

Konzentrationstraining, Ergo-Therpie,

Autogenes Training, bestimmte Sportarten, die Ansage-Umsetzung fordern... wir haben ihzn in den Grundschule eine Klasse überspringen lassen, damit er mehr Anreiz hat, er geht auf ein hochwissenchaftliches Elite-Gym, machte ewig viele Kurse nebenher.... alles, um ihn bei der Stange zu halten.

nichts fruchtet.

Sobald er nich direkt angesprochen wird, ist es aus. Im Dialog ist er clever, aufgeweckt, sozial kompetent, verblüfft alle.

In der Grundschule war es noch nicht schlimm, weil er clever ist, da hat die Träumerei seine Leistungen nicht beeinflusst bzw. vieleicht wäre es besser gewesen, aber wir brauchten ja nur die Gym-Empfehlung.

Also auf jeden Fall wird die Diskrepanz zwischen dem, was er im Kopf hat und dem, wie er es umsetzen kann, immer größer, so dass wir nun in die Diagnostik gehen (bis jetzt wurde immer alles über die Hochbegabung erklärt).

Ein Psychologe meinte, es Asperger (eine Autismus-Form),

aber neulich meinte jemand, das hört sich eher nach ADS (Träumer-Variante) an.

Ihn nervt das mittlerweile tierisch, es fällt ihm selbst auf, dass er immer hinterher ist, obwohl er sich für sein Empfinden bemüht.

Er merkt nicht, wie er oft aneckt mit seinem Verhalten, macht Blödsinn, weil er sich nicht angesprochen fühlt und ist fix und fertig über die Reaktion der anderen, die er nicht mit seinem Verhalten in Zusammenhang bringt.

Ich wäre ehrlich gesagt froh, wenn wir endlich eine gescheite Diagnose hätten und ja, ich stehe auch dem Ritalin oder ähnlichem mittlerweile offen gegenüber ,

damit das Leben für ihn und uns leichter wird.

Ein Freund von ihm nimmt es schon die ganze Grundschulzeit und er ist ein fröhlicher, sportlicher, höflicher und kontaktfreudiger Junge, der gerade sein erstes Gym-Jahr hinter sich hat.

Kann sein, dass die Erstdosierung nicht passt, an manchen Medikationen muß man etwas rum schrauben, aber wir haben alles andere ausgeschöpft.

Irgendwann kann man nicht mehr. Und er auch nicht. Er muß nun in eine neue Schule, wir möchten, dass das ein Platz ist, an dem er heimisch wird. Er braucht bezüglich seiner Hochbegabung ein Gymnsium, aber solange er seine Fähigkeiten nicht nutzen kann, ist das von vorneherein zum Scheitern verurteilt.

I n-Kovg Nixto


Ich glaube kaum, daß sich ein betroffenes Kind in der Schule – als Außenseiter, Störer, leistungsschwacher Schüler so recht wohlfühlt... gerade da ist die Gefahr, gemobbt zu werden, groß.

:)= :)=

meiner hat nie kapiert, was er falsch macht bzw. wieso die anderen ihn meiden, da er eigentlich gerne Freunde hat.

Mittlerweile hat er es intellektmäßig geschafft akzeptiert zu werden, aber er hat das Lernen müssen wie Vokabeln und ob es stabil ist, weiß auch keiner :)= ..

IHn-KogI Nito


Findet ihr es nicht auch total krank, dass wir uns hier Gedanken darüber machen, einem 6-jährigen Kind Pillen zu geben, damit es in ein System passt?

nein, denn wir alle, auch das Kind, muß in diesem System leben.

Es muß einen guten Schulbschluss haben ,die Chance auf Freunde, Geld verdienen....

nur damit es "ich" bleiben kann, die rettende Pille nicht geben?

Da hat es echt was davon...

auch mit Pille ist das Kind noch "sich selbst", nur kann es seine Fähigkeiten endlich besser nutzen, ohne dass ihm sein Körper (und das ist eine Stoffwechselsache) im Weg steht.

Bei Grippe gebe ich auch Medis, wo ist der Unterschied?

@ shelly

welche Probleme hattest Du denn genau?

S%helxly


welche Probleme hattest Du denn genau?

So gut wie die ganze Palette der Symptomatik durch! %-| Angefangen von Konzentraionsproblemen, weshalb ich in der Schule nie kontinuierich dem Unterricht folgen konnte, weil ich gedanklich immer mit anderem beschäftigt war, eben, wie es typisch bei einer vorliegenden Hypoaktivität ist, viel "taggeträumt" habe.

Ich war sehr impulsiv, was vor allem auch für meine Mitmenschen nicht grad angenehm war :=o Wenn ich meine Medikation aktuell mal nicht nehme (es kommt vor, dass ich sie hin und wieder vergesse), dann kommt meine Impulsivität auch sehr schnell wieder durch, ich merke es dann aber gleich und sehe zu, dass ich mich zurücknehme, weil ich ja den Unterschied kenne, wenn ich das Medikament genommen habe.

Außerdem hatte ich starke Organisationsprobleme, die mir vor allem auch im ersten Studim starke Probleme gemacht haben. So verschwanden immer wieder mal Unterlagen, die ich später irgendwo wiederfand. Auch das Planen des Lernens gelang mir nicht, ich hab das Lernen immer wieder aufgeschoben, auch, weil ich mich nicht auf den zu bearbeitenden Stoff konzentrieren konnte. Mit der Folge, dass ich ein, zwei Tage vor den Prüfungen immer noch nicht richtig mit dem Lernen begonnen hatte und es da logischerweise auch nicht schaffen konnte. Ergebnis: durchgefallen! Das war auch in der Schule schon immer mein Problem, vor Klassenarbeiten schaffte ich es meist erst in der Nacht vor der Klassenarbeit, mich hinzusetzen. Weil die Zeit zum gründlichen Lernen aber auch nicht mehr gereicht hat, hab ich mir Spickzettel angefertigt, die mir dann glücklicherweise noch eine 4 in der Arbeit ermöglicht haben :=o

Meine erste Berufsausbildung hab ich auch nur mit Ach und Krach geschafft, grad so, mit einer knappen 4 als Abschlußnote, mit der man unter normalen Umständen natürlich keinen Job finden kann, denn welcher Arbeitgeber stellt nicht lieber jemanden ein, der eine 1 oder 2 in seinem Ausbildungszeugnis stehen hat?!

Nachdem ich dann diagnostiziert und auf das Medikament eingestellt wurde, habe ich (weil ich mit dieser Abschlußnote meiner Berufsausbildung keinen Job gefunden habe) noch ein Studium begonnen, dass ich ohne irgendwelche Probleme mit einer guten Note geschafft habe! Das Lernen war für mich, mit dem Medikament, überhaupt kein Problem mehr, ich konnte das Lernen organisieren, wann ich was lerne und hatte beim Lernen gar keine Schwierigkeiten, mich auf den vorliegenden Stoff zu konzentrieren und konnte so ganz beruhigt zu den Prüfungen gehen, die ich dann auch problemlos bestanden habe! Auch Lernunterlagen sind nie mehr verschwunden ;-D Ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich auch das zweite Studium nicht geschafft hätte, wenn ich meine ADS unbehandelt gelassen hätte.

Ich habe mit dieser Medikation nie auch nur eine negative Erfahrung gemacht. Deshalb kann ich nur jedem Betroffenen raten, durch eine solche Behandlung die Probleme, die sich durch diese Störung halt leider ergeben, zu beseitigen bzw. zu verringern (solange das Medikament im Körper wirkt). Die Lebensqualität, die man dadurch gewinnt (die aber nicht über der eines Nicht-Betroffenen liegt), ist unschätzbar. Ich bin unglaublich dankbar, dass es dieses Medikament gibt. Ich habe mich im Laufe der Jahre viel mit dieser Störung und ihrer Behandlung befaßt und weiß, dass Ritalin im Laufe der Jahre zu einem der meistuntersuchten Medikamente der Welt geworden ist. Und deshalb kann ich mir sicher sein, da (entgegen der überall auftauchenden gegenteiligen Meinungen) ein Medikament zu nehmen, dass mir nicht schadet. Sicher gibt es auch Menschen, die es nicht vertragen und mit vielen Nebenwirkungen zu kämpfen haben (wie das bei jedem Medikament der Fall ist), aber in einem solchen Fall kann man es sofort problemlos wieder absetzten und nach einer alternativen Behandlung Aussachau halten, die zwar oft nicht die Besserung bringt wie die Medikation, aber dann doch besser ist, als so mit der Störung weiterleben zu müssen.

HSas7enrseich


Nochmals Hallo in die Runde,

es geht mir nicht darum, dass verzweifelten Kindern und Eltern die nötige Hilfe (durch Ritalin) verwehrt wird.

Aber: Ich sehe mit einer gewissen Skepsis, dass man versucht, immer mehr Kindern die nicht in eine gewisse Norm passen, eine neue Krankheit "anzudichten" : - Jetzt gibt es nicht mehr nur ADS oder ADHS sondern jetzt gibt es sogar "Träumer-ADS" - was immer man darunter verstehen mag: Wird jetzt JEDES Kind, das ein wenig verträumt ist in die "Träumer-ADS-Ecke" gestellt? - Gerade das Träumen bzw. die kindlichen Träumereien haben für mich großes kreatives Potential - ich habe einfach die Befürchtung, dass man damit kreativen Kindern das Träumen "verbietet" und damit (eben mit diesen Medis) das große kreative Potential quasi "zuschüttet" statt es zu fördern.

Große Schuld an dieser Misere hat nach meinem Ermessen das System - vor allem die Einführung des G-8!!! - Ich habe eine Reportage gesehen im Fernsehen (ist schon eine Weile her, aber ich habe die Sendung aufgenommen), wo drei Familien nach der Einführung des G-8 von ihren Erfahrungen berichtet haben, und das ging soweit, dass quasi schon die 4.-Klässler keine Kindheit mehr hatten vor lauter Lernerei....ich finde das nicht richtig - wir müssen zurück zum G-9!!! - Warum setzen sich Familien mit von der G-8-Misere betroffenen Kindern nicht dafür ein, starten Petitionen etc?? - Hätte ich Kinder und wäre mein Kind von einer solchen neuartigen "Diagnose" betroffen, würde ich mich gegen eine solche "Schablonen-Presserei" wehren wie es nur geht - und an der Stelle der TE würde ich ganz einfach mit der Einschulung noch ein Jahr warten....

Wie gesagt, es geht mir nicht um die Verweigerung nötiger Hilfe für echte ADS-Kinder - aber für mein Ermessen ist die Spanne zwischen ADS und einer gewissen kindlichen Verträumtheit (mit 6 Jahren darf ein Kind doch wohl noch verträumt sein...) sehr sehr groß :-/ :-/

HBase5nre0ich


Noch was zum Nachdenken: Jede geniale kreative Erfindung beginnt unweigerlich mit Träumen.....

Cghe


Wird jetzt JEDES Kind, das ein wenig verträumt ist in die "Träumer-ADS-Ecke" gestellt? – Gerade das Träumen bzw. die kindlichen Träumereien haben für mich großes kreatives Potential – ich habe einfach die Befürchtung, dass man damit kreativen Kindern das Träumen "verbietet" und damit (eben mit diesen Medis) das große kreative Potential quasi "zuschüttet" statt es zu fördern.

Nun, das trifft aber auf die Ausgangsfragestellung eher nicht zu, die TE schrieb ja von vielen Tests. Und diese Diagnose wurde erst jetzt gestellt, sicher wurde vorher vieles andere erfolglos probiert.

Es liegt natürlich immer in der Verantwortung der Eltern und Ärzte, da nichts vorschnell zu verschreiben. Und wie ich schon schrieb: An den Wochenenden kann das Kind dann träumen und kreativ sein wie bisher, wenn nicht andere Gründe für einen durchgängige Medikation sprechen (schwere Formen der ADS wird man auch im alltäglichen Zusammensein im Sinne einer engen Sozialisation, auch in der Familie, zu lindern suchen).

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