» »

Einladung zur Kinder-Früherkennungsuntersuchung

a@.fiMsh


Findest du so etwas denn angemessen?

Das Schreiben? Das kenne ich nicht. Vielleicht könntest Du es ja einscannen, würd mich auch interessieren, was da so unverschämt ist. :-)

Oder den Besuch vom Gesundheitsamt? Naja, da bin ich zwiegespalten. Wie weit sollte staatliche Kontrolle in die Familie hineinreichen, ich weiß es nicht. Es sind immer noch die Kinder der Eltern und nicht des Staates. Andererseits sehe ich da andere Bereiche, in denen Kinder freiwillig staatlichem Einfluss überlassen werden, ja, das sogar eingefordert wird, kritischer – Betreuung, Schule usw., weil es da ja wirklich um Erziehung, Werte usw. geht. Bei der Gesundheitsvorsorge hab ich da eig. die wenigsten gedanklichen Probleme mit.

Wie viele Ressourcen bindet denn eigentlich so ein Schreiben?

Bestimmt nicht so viele, wie Leutchen, die loszockeln müssen, um nachzugucken, wer da nur geschludert hat und wer sich wirklich entziehen möchte.

SWhelZb3y Tx.


Findest du so etwas denn angemessen?

Für die Fälle (oder Familien) für die es gedacht ist sicherlich schon. Dich meinen die doch eigentlich gar nicht (Du woltest ja sowieso zu dieser Untersuchung gehen ;-) )

Und ich denke, die paar wenigen, die sich angesprochen fühlen sollten, die brauchen vielleicht so einen "Ton".

Sieh diesen Brief an Dich als Kollateralschaden.

LFichtKrristallxxX


Wir bekommen dieses Schreiben auch, allerdings auch freundlich und neutral formuliert.

Wohnen in Niedersachsen .

L[ichtTKriostal2lxxX


Sieh diesen Brief an Dich als Kollateralschaden.

Ich weiss aber schon, was sie meint. Man hat das Gefühl, dass man als Eltern unter Generalverdacht steht .

_,Heixke_


Einmal frech aus Wikipedia:

Der sächsische Landes-Datenschutzbeauftragte schreibt in seinem 14. Tätigkeitsbericht vom 31. März 2009:

"Angesichts dessen sehe ich keine für eine verfassungsrechtliche Beurteilung erkennbare Rechtfertigung der geplanten Erfassungs- und Überwachungsmaßnahmen, so dass die vom Gesetz angeordnete Fahndung nach den 4 % Anteilen von Nichtteilnehmern nach den Maßstäben des Bundesverfassungsgerichts als eine Ermittlung ins Blaue hinein im Sinne der Rasterfahndungsentscheidung (E 115, 360 f. bzw. der Entscheidung zum automatisierten Abgleich von Autokennzeichen (NJW 2008, 1515 rSp.) anzusehen und somit zumindest unverhältnismäßig im engeren Sinne (unangemessen) und daher verfassungswidrig ist."

kontollierendes Einladewesen, das trifft es ganz gut.

Ich glaube, das was mir so sehr aufstößt ist wirklich dieser Generalverdacht ggü den Eltern. Oder die Einmischung des Staates.

Edmm0a_P3eel


Ich weiss aber schon, was sie meint. Man hat das Gefühl, dass man als Eltern unter Generalverdacht steht .

Ja, das ist wohl das Entscheidende. Und wie gesagt: Es scheint ja auch anders zu funktionieren, "mein" Bundesland fühlt sich offenbar gezwungen, gleich härtere Geschütze aufzufahren. ;-)

a.fish

Mal angenommen, dieses Schreiben wäre wirklich eine freundliche Einladung (so wie die Erinnerung der Krankenkasse, die ich nämlich keineswegs unangemessen oder unfreundliche finde) und ich würde es tatsächlich mal vergessen, den Wisch dann fünf Monate später beim Kinderarzt abzugeben (so weit vorher kommt dieser Brief nämlich). Wenn dann nach meinem Versäumnis ein nicht mehr ganz so netter Schrieb käme mit rechtlichen Konsequenzen und Co., dann würde ich wohl pflichtschuldigst zusehen, alles zügig nachzuholen und würde mich nicht über einen unangemessenen Ton ärgern, schließlich hätte ich ihn dann ja selbst zu verantworten.

Mich aber fünf Monate vorher schon mal prophylaktisch maßregeln zu lassen, ohne überhaupt etwas verkehrt gemacht zu haben, nervt mich einfach.

mOan;u+4


wir bekamen als präention mal eben vorsorglich besuch vom JA :-/ in unserem umkreis so üblich...ein schreiben, wo mitgeteilt wurde, das am..... eine tante vom juamt kommt und uns ein willkommensgeschenk überreicht, natürlich auf freiwillig aufgezwungener basis :=o

h1aph>azTard


Ok, das mit dem Ton des Schreibens ist das Eine. Mag manchen nicht gefallen, geht bestimmt freundlicher... bla bla

ABER: Wie man sich darüber aufregen kann unter Generallverdacht zu stehen, nur weil man ein Kind hat. Zja, nach welchen Kriterien soll denn mal geschaut werden, ob alles seinen geordneten Gang geht beim Kind und seiner Erziehung?

Der Staat (bzw. in diesem Fall das Bundesland) engagiert sich, um sicherzustellen, dass ALLE Kinder ab und an beim Arzt vorstellig werden. Damit Unregelmäßigkeiten auffallen.

Das ist doch wohl in Ordnung!

DWie Bl'utlinixe


ich muss ehrlich gestehen... die U7a hab ich aus persönlichen gründen "verschlampt" ausversehen... da bekam ich dann das nächste schreiben. aber generell les ich mir das garnicht mehr durch. einfach das stück pappe raus nehmen ins uheft und fertig :)z

Vpijo


Diese Schreiben bekomme ich mittlerweile seit mehr als 3 Jahren. Ich mache es ähnlich wie Die Blutlinie, ich schaue nur auf den Zeitraum, in dem die Untersuchung zu erfolgen hat. Dann landet der Brief auf meinem Schreibtisch bis ich einen Termin ausgemacht habe. Da der Kinderarzt sein eigenes Formular direkt zu dem Amt oder Uniklinik (keine Ahnung, wohin die Bestätigung muss) schickt, kommt das Schreiben bei mir in den Müll. Das war´s. Ob diese "Einladung" nun drohend, vorverurteilend oder wie auch immer geschrieben ist, kann ich gar nicht beurteilen, weil ich nicht mehr als den maßgeblichen Zeitraum lese. Interessiert mich auch wenig. Ich finde es ganz aufschlussreich, wenn meine Kinder in bestimmten Abständen gemessen, gewogen und auch ansonsten mal beurteilt werden. Fand das bisher sehr beruhigend, der Kinderarzt ist auch noch sehr sympathisch, was will man mehr ;-D

Und bei standardisierten Schreiben fällt es mir zum Glück auch schwer, etwas persönlich zu nehmen :-)

E~mVma_kPexel


Zja, nach welchen Kriterien soll denn mal geschaut werden, ob alles seinen geordneten Gang geht beim Kind und seiner Erziehung?

Meinst du denn, das wird dadurch abgesichert, dass man jährlich die U kontrolliert? Was passiert denn an den übrigen 364 Tagen im Jahr? Zumal es Kinderärzte gibt, bei denen der Spaß keine 5 Minuten dauert – es müsste dann erstmal ein Verfahren entwickelt werden, worauf der Kinderarzt überhaupt zu achten und wann er was zu melden hat. Mein Sohn sieht im Moment aus, als sei er vor kurzem unter ein Auto geraten: Blaue Flecken überall vom Toben, ein Veilchen, weil er gegen den Schrank gelaufen ist... Ich möchte den Kinderarzt sehen, der innerhalb von wenigen Minuten hier eine Entscheidung darüber treffen will, ob Misshandlung oder nur normales Spielverhalten die Ursache ist.

Der Staat (bzw. in diesem Fall das Bundesland) engagiert sich, um sicherzustellen, dass ALLE Kinder ab und an beim Arzt vorstellig werden. Damit Unregelmäßigkeiten auffallen.

Das ist doch wohl in Ordnung!

Und das geht nur auf diese Art und Weise? Also unfreundlich und einschüchternd? Was spricht denn dagegen, eine freundliche, erklärende Erinnerung zu schicken und den bösen Brief dann eben nur den Eltern, die den Besuch bei der U nicht nachgewiesen haben? Kann ja auch nicht so viel mehr Aufwand sein, wenn doch angeblich 96 Prozent der Eltern ihrer "Pflicht" nachkommen.

ABER: Wie man sich darüber aufregen kann unter Generallverdacht zu stehen, nur weil man ein Kind hat.

Wie man sich darüber aufregen kann? Ist das denn für dich normal, jemanden aufgrund seiner Elternschaft erstmal potentiell eine Kindeswohlgefährdung zu unterstellen? ":/

EtmmNa_Pexel


Vijo

Dann landet der Brief auf meinem Schreibtisch bis ich einen Termin ausgemacht habe.

Dann müsste der Brief hier noch bis November liegen.

Da der Kinderarzt sein eigenes Formular direkt zu dem Amt oder Uniklinik (keine Ahnung, wohin die Bestätigung muss) schickt, kommt das Schreiben bei mir in den Müll. Das war´s.

Tja, wenn es hier so wäre, dann würde mich das Schreiben vielleicht auch weniger nerven. Die U-Termine stehen hier übrigens auf dem U-Heft und eine Erinnerung gibt es auch von der Krankenkasse. Außerdem weiß ich, wann die Us stattfinden, so kompliziert ist das mit den Abständen ja nicht. ;-)

Dann sollen die den Mist doch an die Krankenkassen bzw. die Praxen übertragen. Die Kassen "kontrollieren" ja gewissermaßen auch, für welches Kind wann welche U fällig ist, ansonsten bekäme ich von denen ja nicht auch noch eine Erinnerung. Sollen die doch die Ämter informieren, wenn bei einem Kind keine U im fraglichen Zeitraum in der Abrechnung auftaucht. Ich finde diesen Schrieb halt einfach überflüssig. Eltern, die ihre Kinder misshandeln, werden dadurch doch davon auch nicht abgehalten. In meinen Augen machen sich die Behörden da selbst was vor und ich vermute mal ganz stark, dass Hinweise von Nachbarn oder Lehrern eine viel stärkere Aussagekraft haben, nur wird diesen erstaunlicherweise wesentlich weniger akribisch oder nur extrem verzögert nachgegangen.

Vfij]o


@ Emma_Peel

Die U-Termine stehen hier übrigens auf dem U-Heft und eine Erinnerung gibt es auch von der Krankenkasse.

Bei meiner zweiten Tochter steht es leider nicht auf dem Vorsorgeheft. Ja, von der Krankenkasse bekomme ich auch noch mal eine Mitteilung. Also, versäumen kann man das eigentlich nicht.

Wieso man doppelt informiert wird, frage ich mich auch. Da könnte definitiv gespart werden.

Ich hoffe, dass Du es bald etwas lockerer sehen kannst. Wenn ich mich recht erinnere, bist Du ja wieder schwanger (oder hast Du Dein Mädel schon?) und dann wirst Du diese Schreiben ja noch zu Hauf bekommen ;-)

Wünsche Dir alles Gute @:)

B/oarder?Gi*rlxie


Es liest sich nicht wie eine Einladung, sondern viel eher wie eine Vorladung

DAS dachte ich auch, als ich dieses Schreiben bekam und im nächsten Moment habe ich genau so reagiert:

Als es das erste Mal hier ankam, bekam ich einen riesigen Schrecken dachte, ich hätte etwas fürchterlich falsch gemacht, dass man mir so drohen müsste

(Heike ich hab beim Lesen sofort an dich gedacht und musste am Ende deines Textes, als ich deinen Namen gelesen hab, echt schmunzeln ;-D – ach und Petition find ich sehr gut :)^ )

Emma_Peel

Du stellst dich mMn nicht an! Ich finde die Form, in der das Schreiben aufgesetzt ist, absolut unmöglich und dermaßen bürgerunfreundlich.

Natürlich gibt es leider diese Eltern, die ihre Kinder verwahrlosen lassen und die sicher eine solche "Erinnerung" an die U brauchen. Aber ich fühlte mich nach dem Lesen des Schreibens mit denen auf eine Stufe gestellt. Und genau DAS ist es, was mich stört!

dvana,e87


Diese Untersuchungen sind nicht verpflichtend. Hier gibt es solche Schreiben auch nicht, daher kann ich den Ton nicht beurteilen. Allerdings finde ich das gerade bei freiwlligen Leistungen grundsätzlich erstmal höfflich angefragt und informiert werden sollte, wenn man die Eltern gleich so anmacht hat man ja schon gar keine Lust mehr hinzgehen. ":/ ":/

das Gesundheitsamt vorbeizuschicken wenn man an einer freiwilligen Untersuchung nicht teilnimmt finde ich etwas drastisch, anders wäre es wenn die Untersuchungen verpflichtend wären. ":/

Ich fühle mich unter Generalverdacht seit ich zur Geburt ein ziemlich unfreundliches Schreiben bekam das ich als Alleinerziehende besser sofort die Hilfe des Jugendamts in Anspruch nehme. %-| %-|

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Kinder- und Jugendmedizin oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Säuglinge · Kinderwunsch · Sternenkinder · Kinder nach Geburtsmonaten


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH