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Frage zum Intelligenztest bei meinem Sohn (7J.)

WGaynel&inxe hat die Diskussion gestartet


Mein Sohn hat letzte Woche einen Intelligenztest gemacht. Welcher das genau war, weiß ich leider nicht...

In den Bereichen Sprachverständnis, Arbeitsgedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit (ich glaub so hießen diese Bereiche) hatte er Werte zwischen 111-98...glaub ich. Sehr auffällig war der Bereich wahrnehmungsgebundenes logisches Denken mit 131. Insgesamt ein IQ von 111. Der Psychologe sagte mir, dass der BEreich wahrnehmungsbezogenes logisches denken genetisch bestimmt ist, also entweder vorhanden ist, oder nicht. Die anderen Bereiche könnten sich noch arg verbessern.

Der Test wurde gemacht, weil seine Klassenlehrerin mich ansprach er habe arge Konzentrationsprobleme in der Schule, stört dann oft und wird des Unterrichts verwiesen.

Ist das Ergebnis jetzt ein Indiz dafür, dass ihm langweilig ist?

Was bedeutet es, dass er in diesem einen Bereich schon im BEreich der sehr hohen Intelligenz ist?

Hat es was zu bedeuten, dass diese Bereiche so unterschiedlich hohe Werte haben, deutet das auf eine Konzentrationsschwäche hin?

Wer kann irgendetwas zu diesen Werten sagen?

Antworten
HyoneQy_Baunny091


blöde frage meinerseits: warum hast du das nicht gleich den arzt gefragt?

ohne deine sohn persönlich zu kennen ist so eine einschätzung unmöglich. @:)

WXaynMelxine


Wie das meistens so ist...er war viel am Reden, ich saß da eine geschlagene Stunde und habe nur zugehört. Ich konnte am Ende nicht mehr. Er kam dann auch auf ein anderes Thema zu sprechen und bevor ich mich versah war ich draußen...

Er sieht das Problem seiner Unkonzentriertheit darin, das mein Sohn es von zu Hause aus gewohnt ist, dass ich ihn immer kontrolliere. Sprich ich sag bei den Hausaufgaben, wenn er mal wieder rumhampelt, dass er aufhören soll. Ich rufe ihn immer wieder zur Ordnung auf. das fehlt ihm dann natürlich in der Schule. Ich soll jetzt versuchen, dass er selbständig lernt sich zu konzentrieren, sich zu organisieren. Klingt ja auch logisch, wobei ich meinen SOhn ja nur zur Ordnung rufen muss, weil er ständig hampelt und das meist bei ihm sinnlos oder blöd erscheinenden Hausaufgaben wie x-mal das F schreiben sag ich jetzt mal.

D/ieL JGekrä&nzxte


Er hat insgesamt einen IQ von 111, das bedeutet meiner Meinung nach, dass er insgesamt durchschnittlich intelligent ist. Nur in dem Bereich "wahrnehmungsgebundenes logisches Denken" liegt er deutlich über dem Durchschnitt, wenn nicht sogar schon im Bereich der Hochbegabung, wobei die glaube ich erst ab 140 anfängt.

Wobei ich bezweifle, dass diese Tests sehr aussagekräftig sind, weil immer nur bestimmte Aspekte der Intelligenz getestet werden können.

Uxsi


Ist das Ergebnis jetzt ein Indiz dafür, dass ihm langweilig ist?

Ein Indiz schon, aber das sagt nicht viel aus. Es sind ein paar Werte eines einmaligen Tests, nicht selten kommt bei einem zweiten Anlauf wieder ein anderes Ergebnis raus. Sinnvoll würde ich das aber nicht finden. Ich würde jetzt nicht davon ausgehen, dass dein Sohn hochintelligent und unterfordert ist, auch wenn das vielen Eltern schmeicheln würde. Hat er arge Probleme in der Schule, oder ist es von Noten und Unterrichtseinbringung noch im Rahmen? -es kann ja unterschiedliche Dringlichkeiten geben, weshalb Lehrer mal sowas andeuten. Dass Kinder mal solche Phasen haben, muss noch nicht immer weiter untersuchenswert sein, das kann wieder vergehen.

M6on\ixM


Wieso bist du überhaupt im Zimmer, wenn er Hausaufgaben macht?

WSaynelEine


Danke für eure Antworten! @:)

Er kann alles, beteiligt sich aber kaum am Unterricht, spielt lieber hinter seiner Federtasche, quaselt unentwegt, steht wohl auch öfter auf, hampelt mit den Beinen etc. Er ist in den letzten zwei Wochen 6 mal rausgeflogen. Ich habe Angst, dass er bald sagt er will da gar nicht mehr hin. Großen Spaß hat er an Mathe, ist seinen Schulkameraden aber voraus.

WSay@neli(ne


Ich bin im Zimmer, weil er seine Hausaufgaben sonst nicht machen würde. Er würde aufstehen, spielen gehen, oder aber seine Hefte ankritzeln, manchmal fängt er auch an vor Frustration seinen Kopf auf den Tisch zu hauen...er schafft es halt nicht sich alleine auf die Aufgaben zu konzentrieren.

MWonixM


Wann hast du das letzte Mal versucht, ihn das alleine machen zu lassen?

Für deinen Sohn muss es bestimmt auch super frustrierend sein, dass du ihm nicht zutraust, die Aufaben alleine zu machen.

Oder bittet er dich darum, mit ihm im Zimmer zu sein?

W?ayknel4ine


So würde er das nicht sehen, dass ich ihm das nicht zutraue. Er bittet mich darum. ICh versuch es natürlich ihn das alleine machen zu lassen. In den allerseltensten Fällen klappt das. Aber gerade in deutsch ist es eine Katatrophe.

MoayNfloxwer


Ist das Ergebnis jetzt ein Indiz dafür, dass ihm langweilig ist?

Zwischen dem Test und einer möglichen Langweile besteht kein kausaler Zusammenhang.

Der Test ergab ein durchschnittlich intelligentes Kind mit einer überdurchschnittlichen Begabung in einem speziellen Bereich. Das kommt häufig vor.

Intelligenz-Tests sind mit einer gewissen Vorsicht zu genissen: Intelligenz allein macht einem nicht überlebensfähig. Intelligenz muss man auch anwenden können. Im Umkehrsatz kann ein Mensch mit weniger Intelligenz, aber einer guten Selbstorganisation und Arbeitshaltung weiter kommen im Leben, als ein Hochbegabter, welcher nur unter perfekten Umgebungsdingnungen und Anreizen Höchstleistungen bringen kann.

Der Test wurde gemacht, weil seine Klassenlehrerin mich ansprach er habe arge Konzentrationsprobleme in der Schule, stört dann oft und wird des Unterrichts verwiesen.

Für Konzentrationsprobleme und Unruhe verbreiten gibt es ganz viele Ursachen. Unterforderung ist eher selten der matchentscheidende Grund. Bei einem Kind in diesem Alter würde ich eine selektive Begabung eher mit einem passenden Hobby in der Freizeit fördern. Eine Höherstufung in der Schule scheitert oft an der noch nicht gleich stark entwickelten emotionalen Entwicklung des Kindes. Aus einem erst (kognitiv) unterforderten Kind kann dann relativ schnell ein (emotional) überfordertes Kind werden. Das lohnt sich nicht.

WLay)nel"ine


Nein, ich möchte ihn ja gar nicht höher stufen. Er ist eh schon ein junges Schulkind.

Ich versuche nur eine Lösung zu finden, dass er nicht solche Probleme in der Schule hat und womöglich irgendwann nicht mehr hinmöchte. Der Intelligenztest war halt die erste Station zu gucken ob es an Unterforderung liegt ?) Ich weiß nicht, weil unser Kinderarzt das ohne mein Wissen veranlasst hat.Ich hab dann erst bei der ergebnisbesprechung erfahren, dass ein Intelligenztest gemacht wurde. Wie gesagt....ich bin auf der Suche nach Möglichkeiten woran es iegt und wie ich ihm helfen kann. Im SPZ werden wir erst nächsten Sommer einen Termin bekommen...Wartezeit 12-14 Monate...

M2ayfQlowxer


Er sieht das Problem seiner Unkonzentriertheit darin, das mein Sohn es von zu Hause aus gewohnt ist, dass ich ihn immer kontrolliere. Sprich ich sag bei den Hausaufgaben, wenn er mal wieder rumhampelt, dass er aufhören soll. Ich rufe ihn immer wieder zur Ordnung auf. das fehlt ihm dann natürlich in der Schule. Ich soll jetzt versuchen, dass er selbständig lernt sich zu konzentrieren, sich zu organisieren. Klingt ja auch logisch, wobei ich meinen SOhn ja nur zur Ordnung rufen muss, weil er ständig hampelt und das meist bei ihm sinnlos oder blöd erscheinenden Hausaufgaben wie x-mal das F schreiben sag ich jetzt mal.

Das ist ein längerdauernder Lernprozess. Dein Sohn konnte bisher auf Dich als "Stützbein" immer zählen. Nun muss er lernen, auch ohne oder mit immer weniger Unterstützung zu funktionieren. Das ist eine Herausforderung für ihn und er muss sich anstrengen. Und diese Anstrenung bringt ihn in eine Konfliktsituation, der er sich durch Rumhampeln oder Blödsinn machen, kurzfristig zu entziehen versucht. Aber da muss er durch und leider auch seine Bezugspersonen, die sich ihm gegenüber liebevoll-konsequent verhalten müssen. Bis das funktioniert kann das des Oeftern Wutausbrüche, Gequengel und auch Tränen geben. Aber jedes Mal, wenn das Kind etwas aus eigener Kraft schafft, macht es einen grossen Fortschritt. Darauf muss man hinarbeiten und einen langen Atem haben. :)*

Gibt es einen Vater in der Familie? Wenn ja, sollten Mutter und Vater ihr Kind in der gleichen Weise zu mehr Selbständigkeit fordern/fördern.

glau)lKoisbe


Wieso bist du überhaupt im Zimmer, wenn er Hausaufgaben macht?

Äh...machen eure 7jährigen ihre Hausaufgaben ganz alleine in ihren Zimmern? ":/

Meine drei Kinder haben im Grundschulalter ihre HAs überall gemacht, nur nicht alleine in ihren Zimmern, sogar meine immer ehrgeizige und sehr konzentrierte Mittlere machte in diesem Alter ihre Hausaufgaben in meiner Nähe, also am Küchentisch oder am Eßtisch. Aus eigenem Entschluß.

Das heißt nicht, daß ich andauernd kontrolliert oder beaufsichtigt habe, aber meine schiere Anwesenheit wurde offensichtlich benötigt. Wenn sie alleine in ihren Zimmern gesessen hätten, wäre gar nichts passiert, da hätte man wahrscheinlich eher die Knötchen in der Rauhfasertapete gezählt.

@ Wayneline:

zu deiner Ursprungsfrage kann ich dir nichts sagen, aber wäre es eine Option, daß er seine Hausaufgaben nicht in seinem Zimmer (mit dir als Mutterdrachen an der Schulter) macht, sondern im Wohnzimmer, in der Küche, wo auch immer? Das könnte eine gewaltige Entspannung für euch beide bedeuten. DU kannst was anderes machen (ich habe gerne gekocht nebenher oder meinen eigenen Unterricht vorbereitet), er fühlt sich nicht so sehr im Fokus. Wenn aber Not am Mann ist, bist du da.

Er ist erst 7. Wenn ihr jetzt schon anfangt, euch an dieser Hausaufgabensituation aufzureiben, verweigert er in sehr kurzer Zeit wahrscheinlich total. Es ist immer scheiße, wenn es zwischen Eltern und Kindern nur noch um Schule / Hausaufgaben geht.

W^ayne=linxe


Ja, der Vater ist vorhanden und macht mit ;-)

Ich werde das auch auf jeden Fall machen. Aber was mach ich wenn das auch nicht das gewünschte Ergebnis liefert? Wäre es vlt. doch sinnvoller nebenbei auch Ergo zu machen? Ich kenne auch andere Kinder, die man ab und an mal wieder zur Konzentration bewegen muss, die schulisch deshalb aber noch lange nicht auffällig sind. Z.B. muss er auch allen ne Frikadelle ans Ohr quatschen. Ganz schlimm wenn wir an der Kasse stehen, oder bei einem Arzt sind, oder er still im Auto sitzt. Diese Siuationen haben ja nu auch nichts mit Konzentration zu tun...Er hält Situationen in denen er eigentlich nichts zu tun hat nicht aus, muss dies dann durch vermehrtes Sprechen überbrücken...

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