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11-Jähriger hat nachts Angst vor dem Alleineschlafen

C_aorimhe


Ich hatte als Kind schubweise auch Ängste. Meine Eltern haben dann eine Matratze in ihr Zimmer gelegt, und ich konnte nachts zu ihnen umziehen, wenn ich wollte. Meist hat sich die Sache binnen kurzer Zeit wieder gelegt. Viel Worte haben sie nie drum gemacht, und das fand ich irgendwie beruhigend – dass sie sich nicht aufgeregt haben, dass das alles kein großes Ding war, dann bin ich halt rübergetappelt gekommen, wenn es mir dann besser ging. Sie haben auch nicht viel dazu gesagt, wenn es sich dann wieder gelegt hat, also weder großes Lob dafür noch große Kritik oder Besorgnis vorher.

Ich glaube, was ich daran besonders schön fand, war, dass ich mich nie groß erklären musste. Wenn ich irgendein Problem hatte, das mich etwas kuschelbedürftiger gemacht hat, über das ich aber nicht reden wollte, dann musste ich keine große Angst erfinden, um das Kuschelbedürfnis zu rechtfertigen (wenn ich drüber reden wollte, konnte ich das aber jederzeit). Das war – schön. Einfach schön. So ohne Druck und ganz locker und freundlich miteinander. Ich hoffe, dass unser Kleiner es mal ähnlich empfindet.

Mehr davon x:) So war es bei uns auch, meine Schwester und ich sind nicht weit auseinander und so kam es vor, dass einige Nächte lang Kampf in der Besucherritze war. Meine Eltern hatten ein sehr feines Gespür wann es wirklich wichtig für uns war und wann sie "So, nu reichts aber, ab morgen ist wieder eigenes Bett angesagt" sagen konnten.

mVarikac stexrn


ich würd ihn auch einfach lassen. ungewöhnlich ist das übrigens nicht. ich kenne zumindest so einige fünftklässler, die nachts rübertappen. man spricht halt nur nicht drüber :=o

w?einiba2by 69


Das glaube ich manchmal auch. Ich hab aber vor ein paar Wochen echt mit dem Gedanken gespielt, mit ihm mal zum Psychologen zu gehen. Vielleicht mach ich mir aber echt einfach nur zu viele Gedanken um die Sache. ;-)

S)upRerkrxöte


Ich habe damals in dem Alter oft Albträume gehabt, ins Bett meiner Mutter bin ich nicht gegangen weil es mir zu peinlich war :-| und mein Stiefvater da schon lag.

Da war Nachts immer dieses knacken und ich dachte das mich das "böse" holt, hätte ich natürlich nie zugegeben, war mir ja peinlich, weil ich "wußte" ja das es das nicht gibt. Aber Nachts kamen halt die Zweifel in mir hoch |-o .

Also bildete ich mir ein das eine Katze mich "beschützen" könnte, die bekam ich auch und diese behütete immer meine Füße (aua) ;-D . Gewirkt hat es, warum auch immer.

Vielleicht hat das damit zu tun das man sozusagen an der Grenze ist, zwischen Kindsein und Pubertät. Also viel Fantasie gepaart von gewollter Coolnes und langsamen "abnabelungsprozess" der Eltern, das macht vielleicht schlechte Träume :-/ . Nur so ne Idee |-o .

w=einzibaboy 6x9


Das hört sich auch ganz plausibel an. Ich bin mal gespannt, was der Arzt Morgen sagt. Vllt. kriegen wir ja dann endlich mal einen Hund, den mein Sohn und ich uns wünschen. Allerdings sträubt sich mein Mann noch. Aber vielleicht braucht mein Sohn einen "Beschützer". Dann kann mein Mann auch nicht mehr "Nein" sagen.

m#s.\ blTon^dil(ein


Also, die Angst er könnte mit 14 immernoch rüberkommen ist wahrscheinlich unangebracht.

Zum Psychologen zu gehen meiner Meinung nach ebenfalls. Mit 11 ist man noch ein Kind, es ist völlig natürlich dass man Nachts allein im Dunkeln angst hat. Man sieht in jedem Kleiderhaufen, in jeder dunklen Ecke Monster.

Aber vielleicht hilft es ja auch, wer weiß?

Mein Bruder ist 11 und schläft jede Nacht bei meinen Eltern, seit 4-5 Jahren etwa. Davor gab es eine kurze Zeit in der er immer bei mir gepennt hat ^^

Na ja, irgendwie haben sie vergessen ihn auszuquatieren...

Aber schlafen ist nicht das Problem. Soweit ich das verstanden habe, hat er allgemein Angst alleine im Dunkeln zu sein, aber sobald er einmal schläft ist das kein Problem mehr.

Wenn man ihn dann alleine lässt wacht er nicht auf, er hat auch keine Alpträume o.Ä..

Woher das kommt weiß keiner, aber ich hatte es auch, also vermute ich mal dass es normal ist, oder?

S!uper_krötxe


weinibaby

Einen Hund hätte ich auch gerne gehabt, der wurde mir nicht erlaubt, aber meine Katze war super, die hat soviel Krach gemacht das ich mich über knackende Geräusche keine sorgen mehr gemacht habe. Es heißt ja Katzen wären leise, die nicht, die war so tollpatschig x:) .

Ich drück die Daumen das das mit dem Hund klappt :-) .

S)ho3jo


Ich hab aber vor ein paar Wochen echt mit dem Gedanken gespielt, mit ihm mal zum Psychologen zu gehen.

Wegen dieser Sache? Oder ist da noch mehr, was Dich beunruhigt?

Meine Angst ist halt, das er mit 14 oder so immer noch bei mir schläft.

Du hast ja ungefähr neun Jahre mehr Erfahrung mit dem Kinderhaben als ich, ich frage mich, ob Du das hier unterschreiben kannst oder anders erlebt hast als ich: Eine meiner wichtigsten "Lektionen" beziehungsweise Erkenntnisse ist noch immer: Ängste, dass etwas immer/ewig lange so bleiben könnte, haben sich immer als die allerunnötigsten erwiesen. Seit ich drauf schaue, was ich jetzt will, was ich nicht will und was ich nicht super finde, aber auch nicht schlimm, und danach handle statt nach irgendwelchen Befürchtungen, die zutreffen können oder auch nicht, fahre ich viel besser.

Falls Du es im Moment eigentlich okay findest, wenn er zu Dir kommt, wenn er sich fürchtet, oder wenn Du eine Weile bei ihm im Zimmer schläfst, oder wenn er zu Dir kommen darf, Du ihn aber später wieder zurückbringst – wenn Du also alle Befürchtungen ausblendest und es für den Moment völlig in Ordnung findest – dann ist es das auch. Und falls es wirklich länger dauern sollte, als Du es okay findest, dann kannst Du dann immer noch ansagen, dass Du es nicht mehr willst und ihr jetzt etwas verändert. Dann steckt dahinter auch eine ganz andere Ansage, ein ganz anderer Hintergrund. Menschen spüren so einen Unterschied (auch schon so kleine wie meiner, der auf halbgare Befürchtungspädagogik-Unternehmungen meinerseits unsicher bis trotzig, auf dieselbe Ansage im So-ist-das-jetzt-weil-ich-es-so-will-Modus dann in siebenundneunzig von hundert Fällen achselzuckend problemlos reagiert ;-D ).

Weißt Du, was ich mir sogar vorstellen könnte? Mit elf, zwölf ist ja bei sehr vielen Kindern die Zeit, wo sich ganz viel ändert. Wo allmählich die Zeit naht, da man das Spielen verlernt und man seine Eltern schrecklich findet. Da tut sich viel im Gehirn, und das kann sehr unsicher machen. Vielleicht ist es ein konkretes Problem, das ihn beschäftigt. Vielleicht ist es aber auch nur das ferne Rumpeln dieser großen Veränderung, die am Horizont auf euch zukommt, und es macht ihm Angst, ohne dass er den Finger darauf legen könnte?

S/hoxjxo


Vielleicht hat das damit zu tun das man sozusagen an der Grenze ist, zwischen Kindsein und Pubertät.

Nach Unterbrechung einfach absenden, statt noch mal zu schauen, kann zu Dopplungen führen. ;-D

Hund klingt prima, wenn Du ihn Dir auch wünscht (ein Kind in dem Alter hat ihn eher dann, wenn gerade gutes Wetter ist und es kuscheln möchte, bei schlechtem Wetter und wenn Freunde rufen, gehört er den Eltern ;-D ).

SOchlitEzaugZe6x7


Wir wissen alle nicht, welche Ängste da wegen des Feuers niemals verarbeitet worden sind.

Warum dann nicht professionelle Hilfe suchen und annehmen?

Mit EMDR z. Bsp. können solche traumatischen Situationen doch abgeschwächt werden. Hätte der Junge sich den Fuß gebrochen, würde man doch auch zum Chirurgen gehen, warum hier nicht auch den Fachmann konsultieren und die Sache dann zur seelischen Heilung/Verarbeitung bringen?

MsollieFnchexn


Besteht die Möglichkeit, die Zimmer so zu tauschen, dass der Sohn ein Zimmer direkt neben einem der elterlichen Schlafzimmer hat? Dann fiele vielleicht seine Angst, durch einen brennenden Flur abgeschnitten zu werden, weg. Nur so eine Idee…

Und wegen sowas zum Psychologen zu rennen, fände ich jetzt ehrlich gesagt übertrieben. Was dem Jungen schon sehr helfen könnte, wäre einfach, Verständnis zu zeigen und ihm nicht das Gefühl zu geben, dass sein Bedürfnis falsch, lächerlich oder übertrieben ist. Oft schwächt sich ein Bedürfnis schon durch pures Verständnis ab.

S^uperFkröxte


Ich würde solange im Zimmer meines Sohnes schlafen, vor allem wenn der Herr Gemahl ohnehin schon woanders (auf dem Sofa?) nächtigt.

Hm, ich hatte diese Albträume sicher Monate...

p_hil0Rmenxa


Wir wissen alle nicht, welche Ängste da wegen des Feuers niemals verarbeitet worden sind.

Warum dann nicht professionelle Hilfe suchen und annehmen?

Das halte ich für übertrieben. Ängste gehören immer wieder in verschiedenen Altersstufen zur Entwicklung dazu. Warum sollte man eine normale Entwicklung "therapieren"?

Ich finde es wichtig, dass solche Ängste nicht gewertet werden, im Sinne von "da ist nix wovor du Angst haben musst". Dieses "Alleinlassen" in der Situation, in der Angst, finde ich eher kontraproduktiv und für das Kind überfordernd.

Sowohl meine Tochter als auch mein Sohn haben immer wieder solche Phasen, in denen sie entweder auf einer Matratze in unserem Zimmer nächtigen (Shojo schrieb das schon, glaube ich), gegenseitig bei einander übernachten (sie haben getrennte Zimmer) oder den Hund mitnehmen und vor dem Bett schlafen lassen.

Wir haben mittlerweile alles versucht......es im ruhigen oder auch mal in einem strengeren Ton. das geht soweit, das er sogar anfängt zu heulen. Erst wenn er bei mir schläft (mein Mann und ich schlafen getrennt, da er so schnarcht), ist er sofort ruhig und schläft auch direkt wieder ein, obwohl ich teilweise nachts Stunden damit verbringe, ihn immer wieder in sein Bett zu schicken.

Ich würde weder einen ruhigen, noch einen strengen Ton anschlagen – beides hilft bei der Angst überhaupt nicht, übrigens auch bei mir kaum, wenn ich Angst habe und ich bin erwachsen. ;-) Kinder müssen doch erst lernen mit ihren Ängsten umzugehen und ich glaube, dass wird ihnen schwerer gemacht, wenn ein Erwachsener die Angst leugnet oder Verständnis nur heuchelt.

Frag doch deinen Sohn, was er denkt, was ihm helfen könnte und wenn es ihm vorübergehend hilft, in deinem Zimmer zu schlafen, dann würde ich das auch absolut tolerieren. Diese Phasen kommen und gehen. @:)

S3chlXiktza>uge6x7


@ philOmena:

Warum findest Du es übertrieben, wegen eines Feuertraumas zum Psychologen zu gehen? Das Kind hat da etwas nicht verarbeitet.

Woher nimmst Du die Gewissheit, dass sich das gibt, wo das Kind doch bereits weitere Ängste hat und meint, es könne Rauchmelder überhören? Als nächstes bekommt es vielleicht Panikanfälle, wenn es ein Martinshorn hört oder wenn es nur im TV sieht, wo irgendetwas abfackelt, so wie die Bilder der brennenden Düngemittelfabrik zum Beispiel vor ein paar Tagen.

Psychologisch gibt es dann immer wieder neuronal sich verstärkende Synapsen, warum solche Quälereien für ein Kind, wenn man das in wenigen Sitzung völlig heilen kann ???

Ich würde wirklich fachkundige Beratung in Anspruch nehmen. Wir haben schon genug überfüllte Kliniken mit panikgestörten Menschen, die sich überwiegend mit Problemen aus der Kindheit rumschlagen, weil sie dort ein Trauma erlebt haben. Je eher die Behandlung, desto besser.

Ist absolut heilbar, aber hier scheint eine psychotherapeutische Behandung mit Scham gesehen zu werden, was völlig unsinnig ist.

p5hile0menxa


Warum findest Du es übertrieben, wegen eines Feuertraumas zum Psychologen zu gehen? Das Kind hat da etwas nicht verarbeitet.

Angst ist auch ein Weg Ereignisse zu verarbeiten und gehört oft sogar unmittelbar dazu, genau wie Traumen verschiedenster Art. Das unmittelbar zu pathologisieren finde ich falsch, übrigens ebenso falsch wie aus einem beängstigenden Erlebnis gleich ein Trauma zu machen.

Woher nimmst Du die Gewissheit, dass sich das gibt, wo das Kind doch bereits weitere Ängste hat und meint, es könne Rauchmelder überhören? Als nächstes bekommt es vielleicht Panikanfälle, wenn es ein Martinshorn hört oder wenn es nur im TV sieht, wo irgendetwas abfackelt, so wie die Bilder der brennenden Düngemittelfabrik zum Beispiel vor ein paar Tagen.

Was du da ausmalst entspricht doch gar nicht der Realität. Ebenso denkbar wäre es, dass er nach einiger Zeit mit dem Erlebnis umgehen kann, es verarbeitet hat und die Angst schwindet. Ich finde, nachdem was die TE hier schildert jedenfalls noch keine Anzeichen für eine beängstigende Entwicklung.

Und woher nimmst du eigentlich die Gewissheit, dass das ein Trauma ist, was therapiebedürftig ist?

Ich würde wirklich fachkundige Beratung in Anspruch nehmen. Wir haben schon genug überfüllte Kliniken mit panikgestörten Menschen, die sich überwiegend mit Problemen aus der Kindheit rumschlagen, weil sie dort ein Trauma erlebt haben. Je eher die Behandlung, desto besser.

Panikerkrankte (nicht Gestörte) Menschen. Wenn das, was der Junge erlebt hat, überhaupt ein "Trauma" war. Warum muss man gleich alles versuchen in eine Norm zu pressen? Ich denke, man kann das bisher noch ganz gut im Blick behalten und schauen, wie sich die Angst entwickelt. Ich sehe da keinen Krankheitswert.

Ist absolut heilbar, aber hier scheint eine psychotherapeutische Behandung mit Scham gesehen zu werden, was völlig unsinnig ist.

Es wäre heilbar, wenn es krank wäre, aber eben das glaube ich nicht. Und wo du Scham liest, weiss ich nicht.

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