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Mein Kind ist total verträumt mit 3,5 Jahren

Diani86x85 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

meine Tochter kam im September in den Kindergarten, sie war zuvor in der Krippe. Dort gefiel es ihr sehr gut und sie konnte sich auch gut integrieren.

Hatte letzte Woche ein Gespräch mit der Erzieherin und sie sagte mir, dass meine Tochter oft sehr verträumt und geistig total abwesend ist. Man muss manchmal alles 5 mal zu ihr sagen, bis sie etwas macht. Sie hat das Gefühlt, dass sie nur körperlich anwesend ist.

Daheim ist das nicht ganz so schlimm, aber es kommt schon auch manchmal vor, dass ich alles 5 mal zu ihr sagen muss.

Was kann das sein? Muss ich mir Sorgen machen??

LG

Antworten
HpapHpy B3ana)na


Ach Quatsch, Kinder in dem Alter und noch viel älter sind oft total verträumt. Ich bin jetzt 24 und auch oft noch total verträumt. Ich geniesse das total, einfach mal "weg treten" zu können. Und mich muss man manchmal auch 5 mal ansprechen bis anschreien bis ich was mit kriege. :=o |-o . Aber ich versuche stets mich zu bessern. ;-D

Ich würde sie nur dazu anhalten im Straßenverkehr nicht zu träumen, wenn sie da auch weg döst.

dHevi)lindMisguxise


Für mich klingt das erst mal nicht besorgniserregend. Meine Tochter hatte auch so eine Phase, die dauerte etwa ein Jahr und es trat besonders im Kindergarten auf. Ich glaube, es war einfach ein "Abschalten und in sich selbst versinken", wenn ihr der Trubel zu viel wurde. Hat ganz von selbst wieder aufgehört.

Allerdings habe ich damals auch drauf geachtet, ob es "Absencen" im Zusammenhang mit Epilepsie sein könnten, google mal nach, ob das paßt (wenn ja: Das ist fast immer harmlos und geht auch fast immer von selbst wieder weg).

Und daß Kinder "nichts hören und nichts sehen", wenn sie entweder gerade mit etwas anderem beschäftigt sind oder wenn ihnen das, was man sagt, lästig ist: Das ist normal. :)z

A(ePesmsxa


Hallo,

also mein Sohn ist jetzt fünf und ist genauso - und ich "kann" das auch ganz gut, wenn ich mich gehen lasse. Ich war schon immer ablenkbar, verträumt und habe meine "Aufmerksamkeitsprioritäten" als Kind wohl oft auch anders gesetzt - sprich, ich habe geträumt.

Und mein Sohn? - Manchmal ist er jetzt auch schnell, wenn ihm etwas wichtig ist. Aber meistens ist er eben mit den Gedanken so sehr woanders unterwegs dass man ihm beim Anziehen (z. B.) sagen muss: "So, jetzt den ersten Socken anziehen. Dann den zweiten. Und jetzt bitte die Unterhose.... usw" Und zwar nicht aus böser Absicht oder so, sondern weil er während der Zeit schon wieder so viele Gedanken und Pläne hat, oft auch ausspricht, dass er längst wieder "vergessen" hat was als nächstes dran ist. Das kann dann schon mal dazu führen dass er sich in so einer Situation völlig verträumt dann die Schlafanzughose an und dann wieder auszieht und sich wunder was er da eigentlich macht... einfach weil er gerade in Gedanken dabei ist was wohl gerade seine Freundin macht, ob er wohl mal mit einer Rakete auf den Mond fliegen kann, ob ich wohl früher sterbe als Oma, ob er gleich ganz viel Lego bauen kann, was wohl heute die Erzieher im Kindergarten basteln, ob es wieder schneit oder regnet, ob Oma bald wieder gesund ist, ob er mir im Haushalt helfen darf, ob er bald das 300er-Puzzle alleine schafft, ob er abends noch Tiptoi-spielen darf, ob er vielleicht doch schon nächstes Jahr eingeschult wird, ob er zum Frühstück schon den Adventskalender aufmachen darf, ob er vielleicht vor dem Kindergarten noch Lego spielen darf oder doch vielleicht mit der Holzeisenbahn, ob er heute ein neues Lied lernt, ob es zum Gottesdienst geht, ob Menschen früher mal Flügel hatten, ob der liebe Gott wirklich da ist....

Die Liste ist endlos und ich käme gar nicht auf die Gedanken. Diese Menge alleine!!!!

Die Erzieher im Kindergarten haben mir aber gesagt er sei verträumt einfach weil er so viel "nachdenkt" - aber vor allem in sich ruhend und auch durch "Argumente" oder "Konsequenzen" nicht aus der Ruhe zu bringen ;-)

Auffällig ist aber dass er sich wenn ihm etwas wirklich wichtig ist und ihn auch sehr beschäftigt: dann kann er sehr schnell sein.

Kleine Anekdote die mir die Erzieher erzählt haben: er sollte sich umziehen zum rausgehen - die anderen Kinder wurden fertig, gingen raus, spielten - und er saß auf dem Flur und hat gesungen. Ein Lied nach dem anderen, glücklich und zufrieden - wurde von Erziehern anderer Gruppen beobachtet - die anderen waren über eine Stunde draußen als er sich entschloss rauszugehen und war entsetzt dass sie ihm schon wieder entgegen kamen....

Aber auch das hat ihm wenig imponiert ;-)

Auf der anderen Seite ist kommunikativ, kann sich stundenlang konzentrieren *wenn ihn was interessiert* - spielt viel mit anderen Kindern, meistens sehr kreative Phantasie-Spiele und er hat viele Freunde und die Erzieher sehen darin kein größeres Problem - ihm darf nur nichts "langweilig" werden, dann kann man ihn nicht dazu bringen sich nicht in interessantere Gefilde zu träumen *grins*

Echt, genauso war ich als Kind auch - und ich war auch immer sehr langsam weil ich ständig geträumt habe. Aber ich glaube nicht das es mir geschadet hat...

Und ich bin ganz froh das mein Novemberkind hier noch nicht mit fünfdreiviertel eingeschult wird - bis dahin darf er sich noch dahingehend entwickeln dass er sich wenigstens leichter "wecken" lässt aus seinem Träumen

Ich finde, mit dreieinhalb ist das noch völlig normal... man muss nicht in allem eine Diagnose sehen.

Ach ja - ich habe mir die gleichen Gedanken auch schon gemacht aber sowohl Erzieher als auch Kindergarten - und auch Verwandte die zufällig im Heilpädagogischen Bereich arbeiten - haben da keine Bedenken: Manche Kinder träumen eben wirklich mehr als andere.

Es muss sich dabei nicht gleich um so was wie Träumer-ADS handeln oder Ähnliches...

So, entschuldige die Roman, aber mich beschäftigt das Thema auch sehr - ich hoffe ja auch dass er in der Schule dann klarkommt.

Ich habe mich allerdings auch in der Schule noch mit 15 als ich sehr gemobbt wurde, damit abgelenkt das ich Geschichten ausgedacht habe deren Figuren dann nach und nach so etwas wie "imaginäre Freunde" für mich wurden. Natürlich habe ich gewusst das es sie nicht gab aber die Träumerei darüber hat mir geholfen den Hänseleien zu begegnen.

Was ich damit sagen will: Es kann auch eine Gabe sein *lach*

LG

Aeessa

^oj"osy6x5


hi – also mein Sohn ist heute 19 !!!!!!!!!!!

Er war als Kind schon sehr verträumt und ich wurde im KIGA und in der Schule mehrmals angesprochen! Ich machte mir Sorgen und was weiß ich alles.....

Umsonst!! Fazit.....jeder Mensch ist anders – heute ist er in der Lehre, hat über M-Zweig den Realschulabschluss mit 2,0 gemacht, ist in der Schule Klassenbester und an seinem Lehrplatz der Bester unter 23 Azubis!!!! Und zu Hause ??? Verträumt und vergisst alles.......

Wenn ich was sage und er weiß es hinterher wieder nicht – bekomm ich oft als Antwort was nicht wichtig ist für ihn das blendet er aus........

Solange das nur zu Hause so ist ist das zwar manchmal nervig aber damit kann ich leben – ein klasse Junge bei dem die Grundschullehrerin die Empfehlung gab ihn in die Förderschule zu stecken!

Überlegt sogar ob er nach der Lehre studieren soll!!!!

Also mach Dir bitte keine Sorgen – nimm Dein Kind wie es ist!!

glg josy

hQatsmchixpu


Huhu!

Also ich kenne das auch, nicht von meinen Kindern,

aber von der Arbeit in der Kita. Habe da auch einen Jungen, der ist genauso alt wie deine Tochter. Er träumt auch ständig, muss mehrmals angesprochen werden und auch immer direkt mit Namen, sonst reagiert er gar nicht. Ist schon manchmal anstrengend,

aber dieses Kind ist total fantasievoll, kann stundenlang bauen (und was für tolle Sachen :-o ) und auch bei anderen Sachen, die ihm Spaß machen wie Plätzchen backen kann er sich ewig konzentrieren. Anziehen usw ist dagegen super schwierig, weil er da leicht ablenkbar ist. Aber er hat ein super Allgemeinwissen hat er...

Ist mit Sicherheit eine Temperamentsache, für betreuende Personen immer etwas schwieriger, aber mit viel Geduld machbar. Und bis zur Schule ist es ja auch noch etwas hin....

Wenn die Ohren ok sind, kann man da nicht wirklich viel machen...

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