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Geistige und körperliche Behinderung, wie erkennen, was es ist?

WAol0fgacng


ich bin mir sicher, dass er bei uns nicht richtig aufgehoben ist.

Das ist ja immerhin auch schon eine kluge Erkenntnis und dann ist es kein Abschieben von Verantwortung, wenn du einen besseren Kiga empfielst, sondern die Art der Förderung, die du gerade geben kannst.

hratfschipxu


Die Mutter wusste ja nicht mal, dass es Frühförderung gibt, umso mehr freue ich mich, dass sie sofort dort hin gegangen ist. (kenne die Frau von dort aus dem Kindergarten,sie betreut noch ein Kind aus meiner Gruppe und war ziemlich erschrocken als sie ihn das erste mal erlebt hat) Ich hoffe nur, dass es im neuen Jahr schnell voran geht und endlich was getan wird. Ich frage mich echt wie die Kinderärzte nicht schon eher reagieren konnten... >:(

SBunf~lowler_x73


Da braucht es nur eine Mutter, die die Augen vor Auffälligkeiten verschließt – und einen Kinderarzt, der husch husch untersucht... Weiß jetzt nicht, wie auffällig die Optik ist, aber es kommt halt immer auch auf die Berichte der Eltern an bzgl. kindl. Verhalten.

Ich hab' mal jemanden erlebt, bei dem erst mit Mitte 20 Asperger-Autismus diagnostiziert wurde. Auffällig seit dem Kindergarten, aber endgültig gehandelt hat niemand. Man hat sich halt auf seine (z.T. wirklich erstaunlichen) Fähigkeiten konzentriert, aber vor der geballten sozialen Inkompetenz die Augen verschlossen. "Es ist halt eher eine Einzelgänger". Ohne Worte.

h#ats2cheipxu


Ich kenne eine Pychologin, die erst nach 20 Jahren gemrkt hat, dass ihr Sohn Autist ist :-o

Ja ich denke die Untersuchungen beim Arzt sind einfach zu kurz und oberflächlich,

aber da wäre sicher mehr untersucht worden, wenn die Mutter mehr Druck gemacht hätte. Sie hat es ja vor uns auch versucht zu verstecken.

Wzolfgoang


Mein Beitrag hier [[http://www.med1.de/Forum/Kindermedizin/640942/19313554/ SPZ]] gilt auch für dieses Kind.

hUatschxipu


Davon habe ich auch schon gehört. Das werde ich ihr auch empfehlen, wenn der Kinderarzt nicht handelt. Bis Januar soll ich einen Bericht schreiben über dieses Kind, welcher dann an den Kinderarzt geht.

Vyaagab.undixn


Hallo Hatschipu,

bin durch Zufall auf Deinen Faden gestoßen.

Gibt es denn etwas Neues?

Bei den kleinen Zähnen hat es bei mir "geklingelt": Mikrodeletion 22q11. Ist gar nicht so selten wie man erst vermuten würde.

Dass die Mutter diesen Zustand verstecken wollte ist unglaublich...

Sollte Dein Bericht nicht greifen, wäre ein passender Hinweis an die passende Stelle beim Jugendamt angezeigt. Man hat ja auch eine Fürsorgepflicht...

h}at/schbixpu


Es sind jetzt schon alle möglichen Institutionen am Werk. Frühförderung, Gesundheitsamt, Jugendamt, Sozialamt und bald der Kinderarzt. Meinen Bericht habe ich fertig und sehr ausführlich geschrieben. Habe allerdings nur direkte Beobachtungen und Situationen geschildert, meine ganzen Vermutungen hab ich komplett außen vor gelassen. Ich denke die Kinderärztin hat auch keine Ahnung und überweist ihn hoffentlich an Leute, die wirklich Ahnung haben.

MAo8nikga6x5


Ich kenne eine Pychologin, die erst nach 20 Jahren gemrkt hat, dass ihr Sohn Autist ist

Wundert mich überhaupt nicht. Was heute alles unter Autismus läuft, das ist auch ein wenig fragwürdig. Kann ich aus eigener Erfahrung mit meinem Sohn sagen. Und Frühförderung ist gerade bei solchen Kindern ziemlich wirkungslos, man überschätzt das total.

hqatsMchipxu


Ich finde die Frühförderung in dem Sinne-wie ich sie erlebt habe-sinnvoll, wenn ratlosen Eltern Tipps gegeben werden wie sie sich sinnvoll mit ihren Kindern beschäftigen können um gewisse Defizite zu beheben, sei es sprachlich, feinmotorisch, grobmotorisch oder aber auch bei sozial-emotionalen Sachen. Ich habe die Frühförderung ja ca. alle 2 Wochen bei mir (wegen eines Kindes meiner Gruppe) und die macht wirklich tolle Sachen mit den Kindern und gibt den Eltern gute Tipps. Bei schwerwiegenden Problemen ist mit Sicherheit mehr nötig.

Es kommt aber auch auf die jeweilige Person an welche Kompetenzen sie hat und ob sie sich auch ihre Grenzen bewusst sind. Ich sehe bei dem betreuten Kind sehr große Fortschritte, weil er auch die gelegentliche Einzelbetreuung sehr genießt.

Wir haben noch ein Kind in der Einrichtung, dass Frühförderung bekommt, da sieht es leider nicht ganz so rosig aus. Ich denke, da ist deutlich mehr nötig. Das Kind gehört in psychologische Betreuung, leider sehen das die Eltern anders.

M7onikax65


Ich gebe dir recht, Frühförderung macht bei Kindern mit spezifischen Defiziten wirklich Sinn. Aber bei genereller Entwicklungsproblematik sieht das schon viel schlechter aus. So wie du das Kind beschreibst, würde ich es eher bei der zweiten Gruppe einordnen. Am sinnvollsten wäre sicher eine andere Einrichtung.

N\edujahrsDtag


Falls die Behinderung des Kindes eine genetische Ursache haben sollte lässt sich das durch entsprechende Untersuchungen in der Humangenetsichen Beratungs- und Untersuchungsstelle eines Krankenhauses feststellen. Das wird üblicherweise auf Wunsch der Eltern nach einer Überweisung vom Haus- oder Kinderarzt durchgeführt.

Bleiben die Untersuchungen ergebnislos kann man zumindest schon so einiges ausschließen.

hYa5tsch%ixpu


Das sehe ich auch so. Und wäre es mein Kind, hätte ich schon alles abgeklappert...

alles was die Mutter bisher unternommen hat: Sich mit dem Kind abkapseln, keinerlei Förderung oder Motivation zur Eigenständigkeit, keinerlei Nachforschungen. Sie hat sich immer abfertigen lassen beim Arzt. Alles was sie wusste ist, dass sie das Kind unterbrechen soll, wenn er anfängt hin und her zu schaukeln...das scheint er schon sehr, sehr früh getan zu haben, denn der Arzt, der ihr das geraten hat, ist schon seit 2 Jahren in Rente.

Alles was sie zu mir gesagt hat, ist die Frage ob mir auch aufgefallen ist, dass er anders ist, sie hat mich gefragt ob er dumm ist (!)- da hatte sie einen ganz schlimmen Tag und war sehr genervt und gestresst, weil er wohl auch extrem schlecht drauf war...und sie meinte in einem relativ abfälligen Ton an dem Tag, dass er nicht normal ist und ganz anders ist als andere und sie nicht weiß wie sie mit ihm umgehen soll.

Bis auf diesen einen Tag ist sie extrem liebevoll (schon etwas zu viel, irgendwie ...unnatürlich, keine Ahnung wie ich das beschreiben soll. Ich weiß nicht ob sie wirklich so ist oder nur "spielt") Ich denke sie hat viel verpasst, er ist wohl auch spät gelaufen, was ja an sich nicht schlimm ist, aber er hat halt gar keine Körperspannung. Da hätte längst jemandem was auffallen müssen. Er ist wie ein nasser Sack. Wenn man ihn auf die Matte liegt, bleibt er GENAUSO liegen. Er ist auch super schwer. Nicht weil er dick ist, sondern weil er keine Muskelspannung hat...es tut mir so leid, dass ihm keiner hilft. Er kann so ein fröhliches Kind sein, aber meistens sitzt er anteilnahmslos und völlig ausdruckslos und ohne jegliches Interesse und irgendeiner Reaktion rum oder springt schreiend oder bellend in der Gegend rum oder lacht hysterisch...die Kinder gehen ihm aus dem Weg, verstehen seine Art der Kommunikation nicht, fühlen sich gestresst...

E'hemaliVger Nfutzerl (#2828x77)


Ich kenne eine Pychologin, die erst nach 20 Jahren gemrkt hat, dass ihr Sohn Autist ist

Ganz ehrlich: ich will gar nicht wissen was bei mir rumkäme wenn man mich mal durchdiagnostizieren würde...

c)lairxet


@ hatschipu

Deiner Beschreibung nach braucht wohl nicht nur das Kind Hilfe, sondern auch die Mutter. Für sie ist es bestimmt auch nicht leicht mit der Situation zurecht zu kommen.

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