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Kind schreit nachts, nachdem es beim Vater war

dPanL33 hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle,

meine kleine Tocher (im Januar gerade 2 geworden, die Mutter und ich leben getrennt jeweils in neuen Beziehungen) schreit in der Nacht als wäre der Teufel hinter ihr her, aber das nur wenn sie tagsüber bei mir war. Dabei hat sie vor nix Angst oder etwas ähnliches wenn sie bei mir ist. Ganz im Gegenteil sie lacht und freut sich den ganzen Tag. Ich dachte schon das es dadran liegt das sie dann noch so aufgedreht ist. Aber wenn sie bei ihren Grosseltern oder wo anders war, ist das nicht der Fall wohl wirklich nur wenn sie bei mir war.

Kennt jemand etwas ähnliches?

Ich weiss nicht mehr so richtig weiter. Da ihre Mutter verständlicherweise sonstwas denkt, das ich sie anschreien würde oder viel zu streng bin zu ihr o.ä. Das mache ich aber natürlich nicht. Bei mir darf sie sehr viel bis alles, Papa freut sich ja wenn er seinen kleinen Engel hat und will ja auch das sie sich freut wenn sie bei mir ist.

Danke schonmal

lg dan33

Antworten
Lsetl>ie


Oder es ist genau andersrum. Ihr geht es so super bei Dir, dass sie dann schreit, weil sie wieder weg mußte, oder so.

Oder gibt es was anderes in dem Zusammenhang mit dem Besuch bei Dir, was das Kind aus der Bahn werfen könnte? ":/

S(u|perekröYte


Das ist die Verlustangst. Ich denke das läuft bei ihr unbewußt ab und es ist der kleine Trennungsschmerz. Meist können so kleine Kinder noch nicht verstehen wenn sie höhren das du nächste Woche wieder da bist.

Und im Traum verarbeiten wir ja so einiges, wahrscheinlich auch den Abschied, der Angst machen kann.

Manche Kinder die z.B in den Kindergarten gehen und eigentlich wissen das ihre Mama sie in ein paar Stunden wieder abholen kreischen und haben Angst verlassen worden zu sein. Da setzt die Logik bei den kleinen halt aus.

dba3n3x3


Oh danke für die flotte Antwort :)

Naja mit dem andersrum wäre ja nen ding :-D

Aber das glaube ich nicht da es ihr bei ihrer Mutter auch sehr gut geht.

Was sie sonst aus der Bahn werfen könnte weiss ich ja leider nicht. Bin schon mehrmals die ganzen tage im kopf durchgegangen ob sie evtl. vor etwas Angst haben könnte bei mir oderso. Aber da ist nix, sie schreit auch nie bei mir oder hat schlechte Laune oder sonstiges.

Es gab mal letztes jahr eine Phase da wollte sie morgens nicht gleich mit mir mit. Aber das war nur eine Phase des Fremdelns denken wir mal. Da sie sich jetzt auch freut mich morgens zu sehen und gleich mit mir mitkommt.

S[up+eorkrxöte


Ich habe mal auf das Kind einer Freundin aufgepasst, die wollte nur für 2 Stunden weg (arzttermin), die kleine war ca. 2, die hat so geheult das sie sich übergeben hat. Dabei war ich ganz lieb o:) zu ihr.

S3upUer;krötxe


Schenk ihr vielleicht einen Bären, der ein T-Shirt mit einem Foto von dir drauf hat. Sozusagen deinen Stellvertreter oder leih ihr etwas aus das sie dir "unbedingt" wieder geben muß und auf das sie aufpassen müßte. Einfach um für sich die Gewissheit zu haben das sie dich wiedersieht.

dIanx33


Das mit dem etwas leihen werde ich mal ausprobieren.

Aber das merkwürdige ist ja eben das sie wenn sie wieder zuhause ist sich ganz normal verhält und auch ganz normal einschläft.

Und dann nach 2-3 std schreiend aufwacht und auch erst nicht wieder zu beruhigen ist und das ganze zwei bis dreimal die Nacht.

S_upe:rkröOtxe


Sie verarbeitet das ganz wohl eher im Traum. Wir verarbeiten unsere Ängste auch im Traum. Hattest du das nicht auch schonmal das du schlecht geträumt hast wenn dich was beunruhigt hat?

Oder verunsichert hat? So ein kleiner Mensch lernt doch erst Dinge zu verarbeiten.

R^omana140


Ich denke, die kleine vermisst dich und möchte warscheinlich beide Elternteile bei sich haben :-(

S)ensxe


Hallo dan33,

Deine Kleine ist sicher gerne bei allen Großen, die sie lieb haben. Mir ist etwas aufgefallen

Bei mir darf sie sehr viel bis alles, Papa freut sich ja wenn er seinen kleinen Engel hat und will ja auch das sie sich freut wenn sie bei mir ist.

So kleine Kinder brauchen einheitliche Grenzen. Ich will damit sagen, dass unterschiedliche Handhabung der verschiedenen Aufsichtspersonen im Alltag sehr viel Verwirrung stiften kann. Nicht wertend gemeint.

Kannst Du mit der Mutter darüber in Ruhe reden? Vielleicht könnt ihr so der Ursache auf den Grund gehen.

A)eessxa


Bei mir darf sie sehr viel bis alles, Papa freut sich ja wenn er seinen kleinen Engel hat und will ja auch das sie sich freut wenn sie bei mir ist.

Bei dem Satz muss ich an meinen Sohn denken...

Wenn er an manchen Tagen sehr viel darf- außergewöhnlich viel - dann schläft er nachher auch sehr unruhig. Er schläft durchaus ein, aber hat dann "wilde" Träume (und ja, das kann dann auch mal in Gebrüll ausarten)

Vielleicht liegt es gerade daran dass es bei Dir so "außergewöhnlich toll" ist?

Mein Sohn ist "schon" fünf und bei ihm bewirken besondere Tage - an denen er mehr durfte als sonst, an denen es eine große Feier gab - an denen er sich besonders gefreut hat - immer noch genauso aus.

Ich würde es also mal damit versuchen Dir zwar mit ihr eine schöne Zeit zu machen aber... nichts zu machen das unter "sie darf viel bis alles" fällt... Ich meine, es ist für sie ja schon etwas sehr Besonderes, beim Vater zu sein - in dem Sinne das es eben nicht "alltäglich" ist... das reicht an Aufregung schon aus...

In dem Alter - und auch noch im Alter meines Sohnes - finde ich einfach, das man aufpassen muss - es kann auch zuviel "Tolles" werden, was passiert.... zu viel "Dürfen".

Verwöhntage habe ich mit meinem Sohn auch manchmal. Aber das sind dann wirklich oft die Tage an denen ich mich schon drauf einstelle das er später nicht so gut schläft.

S5am9Kxim


Hallo,

das klingt für mich nach einem Nachtschreck!

[[http://www.familie-kompakt.de/artikel/wie-sie-den-nachtschreck-ueberwinden.html]]

hier steht auch:

Ursachen für den Nachtschreck

Der Nachtschreck tritt familiär gehäuft auf. Er wird daher vermutlich vererbt. Auslöser für dieses Phänomen können Schlafmangel, Stress aber auch eine Fiebererkrankung sein. Der Nachtschreck tritt verstärkt bei Jungen im Vor- und Grundschulalter auf. Ihr Kind durchlebt hier eine Zeit des Wandels. Das kann mit Sorgen und Ängsten verbunden sein, was den Nachtschreck begünstigt. Allerdings kann auch die Zeit zur Entspannung fehlen. Kinder, die vor dem Einschlafen viel erleben, neigen zu Nachtschreckattacken.

Also, wenn euer Kind tagsüber bei dir sehr viel Aktion hatte :-) und vielleicht dazu viel genascht hat, nicht zur Ruhe kommen konnte... kann das ein Auslöser sein.

AUeeussa


Hm, an Pavor Nocturnus habe ich gar nicht gedacht, dabei hatte mein Sohn den auch sehr lange und oft... sehr extrem teilweise. Aber beim Nachtschreck kommt es dann auch sehr darauf an *wie* das Kind dann nachts ist.

Beim Pavor erkennt mich mein Sohn gar nicht - es ist als wäre er in einer Art von Alptraum bei dem er durchaus die Augen aufmacht, sogar aufsteht, aber mich nichtmal erkennt geschweige denn sich trösten zu lassen...

An den TE: Ist das bei Eurem Kind so?

Außerdem gab es bei uns den Pavor meistens nicht nach aufregenden Tagen sondern völlig ohne Zusammenhang nach völlig unterschiedlichen Tagen. Es hatte nicht wirklich was mit besonderer Aufregung zu tun...

Aneesxsa


Der Nachtschreck findet im ersten Drittel der Nacht statt. Hier findet ein Wechsel vom Tiefschlaf zum halb wachen Zustand und zurück statt. Kinder, die unter dem Nachtschreck leiden, schaffen diesen Wechsel nicht. Sie kommen aus dem halb wachen Zustand nicht mehr hinaus. Deswegen reagieren sie nicht auf Beruhigungsversuche und können sich am nächsten Morgen an nichts erinnern.

Das habe ich mal von der verlinkten Seite kopiert weil gerade dieses "nicht wach sein und nicht ansprechbar sein" dabei besonders erschreckend ist - man kann nichts machen außer darauf warten dass das Kind sich wieder beruhigt und wenn es herumläuft aufpassen, dass es sich nicht weh tut (mein Sohn ist jedes Mal herumgelaufen wie ein kleines Gespenst um dann auf einmal wieder ins Bett zu plumpsen und einfach weiterzuschlafen. Eine Erinnerung hatte er daran nie. Hoffentlich haben wir das nie wieder...)

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