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Sohn mit 2,5 Jahren trägt noch Windel

SLpül/i 09


Honey, jetzt fang bitte nicht damit an, dass ich alles aus dem Zusammenhang reiße, ja? Du hast das geschreiben, und ich finde so eine Aussage eben bedenklich. Gerade als Erziehrin sollte man wissen, dass es total überholt ist, alle Kinder nebeneinander aufs Töpfchen zu setzen und zu warten, bis was kommt...

Es ist nunmal so, dass das bei jedem individuell ist, genauso wie das Laufen- oder Sprechenlernen und alles andere auch. Nur weil es früher so gemacht wurde, heißt das nicht, dass das richtig ist.

Und bei nem 2,5jährigen zu fragen, ob organisch alles ok ist und damit unnötige und überflüssige Ängste zu wecken, finde ich nicht gut. Eben weil es ganz normal ist, dass ein Kind mit 2,5 noch ne Windel trägt. In meiner Kitagruppe sind 22 Kinder, davon 14 zwischen 2 und 3 Jahren. Davon sind gerade mal 2 Kinder "richtig" trocken, einige "üben" gerade und andere interessiert es auch mit 2,9 Jahren noch nicht die Bohne. Und die sind alle völlig normal...

Ein Kind, welches selbstständig trocken wird, ist später oft sehr viel sicherer. Genauso wie ein Kind, das alleine Laufen lernt, meist sicherer ist. Auch wenn es vielleicht erst "spät" gelaufen ist, im Gegensatz zu nem Kind, was mit zehn Monaten immer schon an der Hand geführt wurde, scheinbar früh laufen kann, aber in Wirklichkeit total unsicher ist... *:)

Axeessxa


wird heute immernoch gemacht.

Nach'm Frühstück, vorm spazieren und vorm sowie nach dem Mittagsschlaf.

Wie willst du's sonst machen mit 8 Kindern? ;-)

Ganz einfach - warten, bis die Kinder selbst soweit sind und genug Wechselwäsche dabeihaben in der Übergangsphase.

So wird es hier in der Kita (bei Kindern von sechs Monaten bis sechs Jahren) gemacht.

Ohne das wohl im Osten teilweise immer noch übliche Gemeinschaftstopfen ;-)

Und es klappt auch.

Ateesxsa


Mit zweieinhalb sind hier in der Kita kaum Kinder ohne Windel - oder es trägt keine mehr aber es wird mit vielen Unfällen - täglichen Unfällen - gerechnet.

Bei uns in der Kita wird dann ganz individuell - je nach Kind unterschiedlich - gemeinsam mit Eltern und Erziehern besprochen was genau dran ist - und oft gibt es dann noch eine gewisse Übergangszeit in der auch ältere Kinder öfter mal trockengelegt werden müssen (und ja, das können auch noch Drei- und Vierjährige sein) Dafür wird dann genug Wechselwäsche deponiert, das Kind kurz gesäubert und weiter im Text...

Ich würde höchstens loben wenn ein Kind aufs Töpfchen geht aber nicht schimpfen wenn das nicht klappt.

S\p,ülix 09


oder es trägt keine mehr aber es wird mit vielen Unfällen – täglichen Unfällen – gerechnet.

Und das ist einfach frustrierend für das Kind, also wieso nicht einfach noch etwas warten, wenn es definitiv noch nicht so weit ist?

Aeessa, genauso läuft es bei uns und ich bin mir mit meinen Kolleginnen einig, dass das der richtige Weg ist. Auch wenn immer mal wieder Eltern kommen, die fragen, warum ihr Kind mit 1,5 noch nicht trocken ist...

H$oney_yBunnxy91


Ganz einfach - warten, bis die Kinder selbst soweit sind und genug Wechselwäsche dabeihaben in der Übergangsphase.

dann kommen aber keine 2 Erzieherinnen auf 9 Krippenkinder, oder? ":/

AQeesxsa


Und das ist einfach frustrierend für das Kind, also wieso nicht einfach noch etwas warten, wenn es definitiv noch nicht so weit ist?

Hm, mein Sohn war damals nicht frustriert. Er war einfach stolz darauf wie oft er es an dem Tag auf die Toilette geschafft hatte - so stolz dass es ihn nicht frustriert hat wenn es dann *einmal* nicht geklappt hat. Und da das eigentlich allen seinen Freunden so ging zu der Zeit war es ihm auch nicht unangenehm.

Also ich kann nicht bestätigen dass es ein Kind frustriert wenn es eben nicht immer den Weg auf die Toilette schafft - wenn daraus von Erziehern, Eltern und auch anderen Kindern kein Drama gemacht wird.

Gefrustet wäre er in der Zeit gewesen wenn ich ihm Trainingswindeln angezogen hätte nur weil er eben einmal am Tag den Weg zur Toilette nicht geschafft hat. Da wäre er total deprimiert gewesen. Daher... ich würde das eben wie bei uns im Kindergarten üblich individuell regeln - da wird genau überlegt was für welches Kind die beste Methode ist. Und für meinem Sohn war es eben gut dass er trotz seines täglichen Unfalls - der immer nur höchstens einmal vorkam - dann total stolz war das er keine Windel mehr brauchte und es fast immer auf die Toilette schaffte...

Dieser Stolz ließ keinen Frust mehr durchkommen, glaube ich :-D

A8eesxsa


dann kommen aber keine 2 Erzieherinnen auf 9 Krippenkinder, oder? ":/

Es sind 10 Kinder und drei Erzieher, die aber nur teilweise gleichzeitig da sind - das heißt, streckenweise sind nur zwei Erzieher da :-)

Und selbst in den Gruppen ab zwei Jahren sind ja auch nur zwei Erzieher plus ein Praktikant der noch nicht Windeln bzw Kinder waschen darf - und da sind auch viele Kinder noch nicht trocken und sauber. Und das klappt auch.

Hlone<y_BunYny9x1


Gut das sieht bei uns anders aus.

Aber sauberkeitserziehung ist eh n Thema worüber man sich stundenlang streiten kann, da hat jeder so seine Ansichten ;-)

M;arryPopxpins


Also bei uns im Westen war es früher schon normal, dass man den Kindern die Zeit gelassen hat die sie brauchten.

Da war es normal mit 2 Jahren trocken zu sein genau so normal wie mit 4 Jahren trocken zu sein.


Alles was mit einem Jahr "trocken" ist ist gedrillt worden und wird stündlich auf den Topf gesetzt, das hat mit normalem trocken werden rein gar nichts zu tun!

Ein Kind in dem Alter kann das noch nicht steuern!

Arevesxsa


Gut das sieht bei uns anders aus.

Aber sauberkeitserziehung ist eh n Thema worüber man sich stundenlang streiten kann, da hat jeder so seine Ansichten ;-)

Das stimmt!

Und witzigerweise ist das auch eines der wenigen Gebiete auf denen man dann doch oft noch merkt aus welcher Region Deutschlands jemand kommt bzw in welcher Region er aufgewachsen ist *lach*.

Der mittlerweile weit über fünfzigjährige Vater meines Sohnes ist Sachse und hat mir schon als ich noch nichtmal im dritten Trimester der Schwangerschaft gesagt, ihm kämen keine "Plastikwindeln" ins Haus. Seine (erwachsenen) Töchter aus erster Ehe habe er schließlich auch ohne großgekriegt - das sei ihm "suspekt" :-D Tja, Wegwerfwindeln gab es einfach in der DDR erst als seine Töchter schon erwachsen waren.

Ich bin so alt wie seine älteste und als ich klein war haben mich dann meine Eltern schon in Wegwerfwindeln gewickelt - ich bin in NRW großgeworden.

Und als seine jüngste geboren wurde waren hier die Pampers schon eine Selbstverständlichkeit...

Das ist jetzt nur ein Beispiel für verschieden geprägte Wahrnehmungen. Für mich sind diese Windeln seit meiner eigenen Kindheit (und ich kann mich an meine Windeln erinnern *lach*) einfach schon normal, für ihn etwas total abstruses, fremdes ;-)

Das es viele Vorteile von Stoffwindeln usw gibt und viele ihre Kinder ja auch schon windelfrei großziehen ist mir bekannt und das soll hier auch kein Plädoyer für Wegwerfwindeln werden. Sondern einfach nur die Feststellung das es doch so ist das man oft merkt wo wer aufgewachsen ist :-D

A`eXessa


Tja, Wegwerfwindeln gab es einfach in der DDR erst als seine Töchter schon erwachsen waren.

Was für einen Quatsch habe ich denn da geschrieben :-/ Ich glaube ich bin doch zu müde...

Ich meinte:

Wegwerfwindeln gab es einfach in der DDR noch nicht als seine Töchter klein waren. Außerdem wurden sie in der Krippe "getopft" ;-)

HPoneyC_B+unn/y9v1


Alles was mit einem Jahr "trocken" ist ist gedrillt worden und wird stündlich auf den Topf gesetzt, das hat mit normalem trocken werden rein gar nichts zu tun!

also ich war mit 1 1/2 sowohl Tags als auch großteils nachts sauber (mit kleinen Unfällen, die aber nur alle paar Tage/ Wochen) mal vorkamen und ich wurde nicht gedrillt.

Ich hab "Pipi" sagen können und dann wurde ich auf dn Topf gesetzt. Und ich kenne viele Kinder bei denen das heute auch noch klappt, ich bin also kein Einzelbeispiel...

Von daher sollte man das nicht so allgemein fassen @:)

Hgoney_VBunrny9x1


Und zu meiner zeit gabs schon Pampers.. Ich hab ab 1 Jahr trotzdem stoffwindeln bekommen :=o

(Zumindest laut meiner Oma) :-)

S+Oli 0@9


Hm, mein Sohn war damals nicht frustriert. Er war einfach stolz darauf wie oft er es an dem Tag auf die Toilette geschafft hatte – so stolz dass es ihn nicht frustriert hat wenn es dann *einmal* nicht geklappt hat.

Ne, ich meinte damit ja auch Kinder, bei denen es einfach noch GAR NICHT klappt. Bei denen es IMMER in die Hose geht, aber die Eltern meinen, dass das Kind nun keine Windel mehr tragen sollte. Alles schon erlebt. Ich meine nicht die Kinder, wo es im Grunde schon einigermaßen klappt und es ab und zu mal daneben geht. Das ist ja normal am Anfang.

Wir hatten aber mal ein Mädchen, das "sollte" laut Eltern keine Windeln mehr tragen und zuhause klappte es angeblich gut. Aber es ging eben JEDES MAL daneben, sie war noch nicht soweit und das war dann natürlich frustrierend für das Kind. Also haben wir beschlossen, ihr wieder ne Windel umzumachen, was auch ne sichtliche Erleichterung für dieses Kind war. Und dann schwupps, sechs Wochen später haben wir es nochmal probiert und seitdem ist sie problemlos trocken. Sie war einfach noch nicht so weit...

AneesRsa


Ne, ich meinte damit ja auch Kinder, bei denen es einfach noch GAR NICHT klappt. Bei denen es IMMER in die Hose geht, aber die Eltern meinen, dass das Kind nun keine Windel mehr tragen sollte. Alles schon erlebt. Ich meine nicht die Kinder, wo es im Grunde schon einigermaßen klappt und es ab und zu mal daneben geht. Das ist ja normal am Anfang.

Genauso sehe ich das auch :-)

Wir hatten aber mal ein Mädchen, das "sollte" laut Eltern keine Windeln mehr tragen und zuhause klappte es angeblich gut. Aber es ging eben JEDES MAL daneben, sie war noch nicht soweit und das war dann natürlich frustrierend für das Kind.

Au weia...

Das habe ich aber auch schon mal mitbekommen - dass Eltern unbedingt meinten, die Windel "müsse" ab. Und da fand ich es gut dass die Erzieher sich schlichtweg geweigert haben... Zum Glück ist das hier im Vertrag so abgesprochen dass das im Ermessen der Erzieher liegt - ob die Kinder eine Windel anbekommen oder nicht.

Also haben wir beschlossen, ihr wieder ne Windel umzumachen, was auch ne sichtliche Erleichterung für dieses Kind war. Und dann schwupps, sechs Wochen später haben wir es nochmal probiert und seitdem ist sie problemlos trocken. Sie war einfach noch nicht so weit...

Klingt echt so als wäre es ein Segen für die Kleine gewesen.

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