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Sohn mit 2,5 Jahren trägt noch Windel

S5pPüliL x09


Ja, die war wirklich immer sehr traurig, weil die Hose wieder nass war. Sie war voll überfordert. Und ganz ehrlich, dass ich ein Kind zehn Mal am Tag umziehen soll, sehe ich als Erzieher auch nicht ein. Irgendwann ist man dann auch genervt, natürlich lass ich das nicht am Kind aus, nicht falsch verstehen. Aber das Kind merkt doch dann auch selbst, dass das irgendwie noch nicht so richtig funktioniert.

Wir arbeiten auch eng mit den Eltern zusammen und sprechen uns ab. Wir Erzieher verbringen ja auch sehr viel Zeit mit den Kleinen und kennen sie deswegen gut. Also ich kann meist schon einschätzen, ob ein Kind wirklich noch nicht so weit ist, oder ob es einfach nur zu "bequem" ist, oder ob es sich nicht traut. Da muss ich dann halt auch unterschiedlich vorgehen, ich hatte auch mal ein Kind, der mochte die Windel nicht abmachen. Aber eigentlich konnte er es schon, er war nur etwas unsicher. Ich musste ihn dann auch "überreden" sie abzumachen, da ich wusste, er kann es schon, hab ich das einfach gemacht und seitdem hat er nicht einmal in die Hose gemacht. Weil ich finde, wenn ein Kind keine Windel mehr braucht, dann muss sie auch ab, sonst kann es wirklich aus Faulheit bzw. Bequemlichkeit zur Gewohnheit und Wiederverlernen kommen. So muss man halt immer individuell gucken.

Wie gesagt, wir arbeiten eng mit den Eltern, aber wenn wir sehen, dass es noch nicht geht, dann zwingen wir auch kein Kind, auch wenn die Eltern das gern so haben möchten. Die Bedürfnisse der Kinder sollten an erster Stelle stehen und nicht die Wünsche der Eltern, finde ich...

Akeesxsa


ich wurde nicht gedrillt.

Ist ja auch immer die Frage wie man jetzt "Drill" definiert.

Die meisten westdeutschen Leute die ich kenne kriegen das kalte Grausen wenn sie etwas von gemeinsamen "Sitzungen" für alle Krippenkinder hören ;-) Für die meisten *ist* das Drill ;-)

AIeess9a


Wie gesagt, wir arbeiten eng mit den Eltern, aber wenn wir sehen, dass es noch nicht geht, dann zwingen wir auch kein Kind, auch wenn die Eltern das gern so haben möchten. Die Bedürfnisse der Kinder sollten an erster Stelle stehen und nicht die Wünsche der Eltern, finde ich...

Genauso sehe ich es auch.

Scheint als würde es bei Euch so laufen wie ich es mir für meinen Sohn gewünscht hätte bzw zum Glück ja auch hatte :-)

S4=lix 09


Für mich ist das auch Drill. Vielleicht empfindet man das im Nachhinein nicht so, aber individuell und kindgerecht ist es auf jeden Fall nicht...

S4pülGi 09


Ja, ich finde auch, dass wir es ganz gut machen ;-) . Ohne uns jetzt zu sehr selbst loben zu wollen, aus der Erfahrung sehe ich halt, dass es ein ganz guter Weg ist. Und letztendlich ist noch jedes Kind irgendwann trocken geworden ;-) .

So, jetzt muss ich ins Bett, morgen früh warten wieder laute kleine Monster auf mich x:) . Gute Nacht.

A~ee-sxsa


Für mich ist das auch Drill. Vielleicht empfindet man das im Nachhinein nicht so, aber individuell und kindgerecht ist es auf jeden Fall nicht...

Ich habe auch immer so gedacht aber bin auch ins Grübeln geraten.

Weil ich gerade in dem Alter oft lange Sitzungen mit meiner Nichte (ungefähr gleichaltrig) abgehalten habe ;-) sie auf dem Töpfchen, ich auf dem Klo ;-) Und wir hatten einen Heidenspaß dabei.

Aber das ist natürlich was Anderes als wenn man Kinder die das eigentlich nicht wollen bzw eigentlich höchstens zufällig mal reinmachen weil sie für bewusste Kontrolle der Blasenfunktion noch viel zu klein sind, dann auf ein Töpfchen zwingt... das würde ich ehrlich gesagt auch für mein Kind nicht wollen und fände es irgendwie grausam - auch wenn es natürlich überhaupt nicht so gemeint ist.

Aber da kommt dann wahrscheinlich meine "westdeutsche Prägung" durch ;-)

H3o-ney_ABunnyW91


:)D im Bildungsplan für Thüringen steht im übrigen auch dass das Tröpfchengehen ab einem Jahr begonnen werden sollte - hab aus Spaß mal nachgeschaut.

Wenn das Kind 10 mal am Tag voll ist hat das natürlich keinen Sinn und das hat ja auch keiner behauptet ;-) und dass das Kind an oberster stelle steht stellt ja auch keiner in frage.

HUoney_B?unnyx91


Und allgemein das Fazit:

Sauber werden se alle irgendwann ;-D

S]ilbejrmon{daugxe


im Bildungsplan für Thüringen steht im übrigen auch dass das Tröpfchengehen ab einem Jahr begonnen werden sollte - hab aus Spaß mal nachgeschaut.

Kann man ja durchaus machen. Dem Kind zeigen "das ist ein Töpfchen, da machen größere Kinder ihr Pipi und A-a rein", das Kind mal draufsitzen lassen wie sich das anfühlt.

Aber ansonsten eben gelassen bleiben ;-)

_1Hei;kex_


Einen Bildungsplan gibt es hier gar nicht, nur weeeeiiiit gefasste Leitlinien ;-)

Mich hat dieses These 2,5 = spät sehr überrascht, hier ist 3 bis 4 das Alter in dem es zum Thema wird. Selbst die Ärztin meinte bei der U7 auf meine Frage: "R. interessiert sich überhaupt nicht fürs Töpfchen" nur, "muss sie nicht, wir reden in einem Jahr nochmal drüber"!

Das "Topfen" ist hier auch absolut nicht mehr angemessen. Im KiGa meiner Mutter ist eine ältere, ostdeutsche Erzieherin, die dieses in der Krippe immer mal wieder versucht. Was meinst du, wie die Eltern dagegen angehen?

Und auch wenn Freud nicht mehr unbedingt zeitgemäß ist, finde ich unter diesem Blickwinkel die Problematik von Druck in der Sauberkeitserziehung beachtenswert.

Gibt es eigentlich Studien, ob ostdeutsche Kinder mehr Verhaltens- und Persönlichkeitsstörungen haben als andere ?

Ssilbe/rm\ondakugxe


Meine Mum hat ein Buch, geschrieben 1971, da steht drin, man soll mit 8 Monaten anfangen, das Kind nach jedem Windelwechseln auf den Topf zu setzen ("aber nicht länger als 10 Minuten lang sitzen lassen, nicht mit Spielzeug ablenken") und mit 1-1,5 Jahren seien die Kinder tagsüber sauber und trocken...

Ja, das war "damals" auch üblich (Westdeutschland, halt nicht Krippe sondern Mama) und das sind dann die heutigen Omas...

Und meine Kollegin (in den 80er Jahren in Polen Mama, Kinder wurden von ihr und den Omas aufgezogen) erzählt immer, sie habe ihrem Kind etwas zum spielen gegeben während es auf dem Topf saß. Auch sie erzählt, IHRE Kinder waren mit 1,5 Jahren sauber.

Das nur noch zum "mitsenfen"

AylZeonxor


Ich bin mit drei in den Kindergarten gekommen und war da noch nicht trocken. Die Kindergärtnerin hat meiner Mutter gesagt sie soll sich keinen Kopf machen, das gibt sich von alleine.

Hat auch ganz fix funktioniert.

h?ag-tPyxsja


meiner war mit 2,5 jahren sauber – tag und nacht. er hat eines tages beschlossen, dass er nun keine windeln mehr braucht, weil er groß ist und damit war das thema auch durch. übrigens war er eines der ersten kids in seiner gruppe, dass wirklich trocken war – d.h. nicht 3 mal am tag umziehen, weil es eben doch unbemerkt lief.

druck haben wir nie gemacht, die toilette hat er ja von anfang an mitbekommen, da er immer mit rein durfte und ja gesehen hat, was da so drauf zu tun ist ;-) auf die idee, ihn stündlich auf den topf zu setzen wär ich im leben nicht gekommen, das ist dann nicht sauber sein, sondern antrainierte entleerung per uhr.

lass dein mäuschen im sommer unten ohne rumrennen zuhause und im garten, wenn ers mag und will, dann gibts bei nem kleinen unglück keine wäscheberge. und lass dich nicht stressen, ich war ddr-kind und mit nem jahr "trocken" (wenn man 1/4 des tages auf dem topf hockte, sind die chancen beachtlich, dass dann das waschen der windeln erspart blieb) . meinem kind hab ich dieses topfen dennoch nicht angetan und er wurde dennoch sauber, von ganz allein.

b7e;llagxia


@ spüli 09

Kann dir in allen Punkten nur zustimmen.

Mein Sohn ist mit 2,5 auch noch nicht trocken.

Er geht zwar am Morgen und am Abend aufs Töpfchen, freiwillig, trägt aber sonst eine Windel.

Wenn es jetzt warm ist, werden wir mal ohne testen, zu Hause... mal sehen.

Die Entscheidung wann er keine Windel mehr braucht wird er selbst treffen. Fürs Selbstbewusstsein des Kindes ist das am besten.

Seine Freunde sind gleichaltrig oder schon 3, bisher keiner trocken, eine gleichaltrige Freundin auch nicht.

Es gibt natürlich Kinder bei denen es früher klappt, erzwingen möchte ich da aber nichts.

In unserer Kita sind sie auch auf dem neusten Stand und lassen die Kinder selbst entscheiden. Manchmal muss da etwas Überzeugungsarbeit bei den Eltern geleistet werden ;-)

Ist aber sowieso eine tolle Kita, mit 3,5 Betreuern auf 10 Kinder.

Wenn ich hier lese, wie es anderswo teilweise ausschaut.... da haben wir echt Glück gehabt.

S`hojxo


Bei uns im Kindergarten haben die Kleinen von allein mit großen Töpfchensessions angefangen – da rotten sie sich kichernd zusammen, und die Großen erklären es den Kleinen. Wenn Erwachsene reinkommen, werden sie mit großem Hallo wieder rausgeworfen. ;-D

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